Forum: Politik
US-Präsidentschaftswahl: Was für Bernie Sanders spricht - und was nicht
AFP

Donald Trump bekommt einen neuen alten Widersacher: Bernie Sanders setzt auf eine Neuauflage seiner Präsidentschafts-Kampagne von 2016. Kann das funktionieren?

Seite 7 von 8
Schartin Mulz 20.02.2019, 12:36
60. Dass Sanders

Zitat von The Independent
Sowohl Teile der Bernie-Fangemeinde, als auch die Greens haben ihr eigenes Süppchen gekocht, anstatt sich geschlossen gegen Trump zu stellen. Zwar hat Sanders dazu aufgerufen Clinton zu wählen, er ließ seine Kandidatur aber nicht nur erst sehr spät fallen (erst im Juli 2016), sondern er unterstützte dann Clinton auch zunächst nur halbherzig.
bei den Demokraten ziemlich unfair ausgebootet wurde, man spricht sogar von Mainpulationen zugunsten Clinton, lassen Sie da mal einfach außen vor.
Und warum sollte Sanders frühzeitig seine Kandidatur aufgeben, solange er noch eine Chance hatte?
Und sich dann voller Enthusiasmus für die Kandidatin einsetzen, die ihnm ausgebootet hat?

Es ist unfair, jetzt Sanders und seine Anhänger für Trump verantwortlich zu machen. Die Wahl hat Clinton verloren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Aberlour A ' Bunadh 20.02.2019, 12:48
61. Wäre besser gewesen wenn Michelle Obama angetreten wäre

Zitat von touri
Hillary war sehr unbeliebt, sonst hätte Sie niemals gegen Trump verlieren können. Viele Leute haben sie doch nur gewählt um Trump zu verhindern. Wäre besser gewesen wenn Michelle Obama angetreten wäre, die hätte sicherlich das Rennen gemacht.
Ich hätte Oprah Winfrey ins Rennen geschickt. Fernsehstar gegen Fernsehstar. Und Trump niederlabern kann sie auch noch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
teddyhh 20.02.2019, 13:08
62.

Zitat von colonium
Mit Verlaub, Sanders Unterstützer haben Clinton in großer Masse nicht gewählt, auch durch Wahlenthaltung, weil Clinton einfach keine überzeugende Kandidatin für sie war und mit der aus ihrem Umfeld orchestrierten Schmutzkampagne gegen Sanders dessen Anhänger nachhaltig verprellt hat. Ich gehe davon aus, dass jeder Besenstiel gegen Trump besser abgeschnitten hätte als Clinton. Schlussendlich konnte Trump nur deshalb Präsident werden, weil Clinton einfach keine überzeugende Kandidatin war und selbst gegen den unsäglichen Trump Teile der Basis der Dems nicht motivieren konnte sie zu wählen. Es ist eben so, dass eine Wahl zwischen Pest (Trump) und Cholera (Clinton) nicht sehr motivierend ist und deshalb sollte man das demokratische Establishment schelten, dass die falsche Kandidatin mit unfairsten Mitteln durchsetzte und nicht die Wähler, die diesem unfairen Auswahlprozess die Gefolgschaft verweigerten.
Jaja... Bernie or Bust Fans ignorieren die 3 Millionen Stimmen einfach so weg... und das selbst Bernie gesagt hat das Hillary Clinton "fair and square" gewonnen habe.. aber klar... es gab eine große Kampagne gegen Sanders... wenn sie das glauben wollen und es sie besser schlafen lässt... soll es so sein...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vonSinnen 20.02.2019, 13:08
63. Bernie for President?

Es braucht wohl in diesen Zeiten einen sehr deutlichen Gegenpol zu Trump. Auch wenn Sanders schon ziemlich alt ist - wichtig ist, dass er sich mit den richtigen Leuten umgibt (Vizepräsident) um ggf. während seiner Amtszeit zurück treten zu können. Wichtig ist der Sieg für die Demokraten. Und dass er parteilos ist, kann von Vorteil sein. Dann wählen ihn auch Jene, welche die Dems nicht wählen würden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vonSinnen 20.02.2019, 13:20
64.

Zitat von MondVogel
Stimme voll und ganz zu, vor allem den Sauhaufen... Leider! noch zu erwähnen sei, dass Sanders in seinem gesamten Leben absolut nichts geleistet hat. Er hat ein bisschen in irgendwelchen Sozialismuskommunen abgehangen, Schulden gemacht, sich von seiner Frau über Wasser halten lassen um dann irgendwann mal einen auf Berufspolitiker zu machen.
Sie haben etwas übersehen. Sanders ist Gouverneur von Vermont. Die meisten Politiker in den USA haben wesentlich weniger geleistet. Wichtig ist, dass er Wechselwähler und Unentschiedene mitnehmen kann. Wenn er die richtige Vizepräsidentin hat, kann er nach der Hälfte seiner Amtszeit zurücktreten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kohlon 20.02.2019, 13:24
65. Da haben Sie sicher recht.

Zitat von spadoni
Bei Trump ist aber nicht NUR das Alter ein Problem!
Bereits 4 Jahre Präsidentschaft auf dem Buckel zu haben ist schon eine schwere Last.
Fragen Sie doch einfach mal Frau M., wie die das mit der an die 16 Jahre dauernden Bürde bei ihr ausschaut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kohlon 20.02.2019, 13:39
66. Stolzes Ergebnis, ...

Zitat von shinobi42
Bernie Sanders hat laut eigenen Angaben aus seinem Team allein am ersten Tag rund 350.000 Unterstützer und 150.000 Einzelspenden erhalten. Das zeigt, sie stark sein Rückhalt in seiner Anhängerschaft ist, die sich sicher noch an die schmierigen Tricks des Establishments der Demokraten in der Auseinandersetzung mit Clinton erinnern können. Vielleicht werden die Amerikaner auch irgendwann die Vorteile eines einigermaßen funktionierenden Sozial-Versicherungs-Systems genießen können, wie wir "linken Bastarde, die vom KKK ausradiert gehören" in Europa.
... bei ca. 220 Millionen Wahlberechtigten in den USA.
Knapp drei Unterstützer pro zwei Millionen Wähler sozusagen.

Verrechnet? Dann jetzt schon sorry :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bigmitt 20.02.2019, 15:10
67. xprt007

Also Uranium One ist Fakt. Es gab diesen Deal mit Rosatom und es sind insgesamt 147 $ Dollar im Zuge dieses Deals an die Clinton Foundation geflossen. Lässt sich alles gut in dem NewYork Times Artikel " Cash flowed to Clinton Foundation amidst Uranium One Deal.
https://www.nytimes.com/2015/04/24/us/cash-flowed-to-clinton-foundation-as-russians-pressed-for-control-of-uranium-company.html
Das FBI hatte bei Rosatom sogar einen Informanten ( William D. Campbell)
Sie haben natürlich Recht das Clinton nur eine Stimme im CFIU hat, aber der besteht u.a. aus FBI und muss einstimmig solche Deals absegnen.....und der Präsident....hätte ein Veto einlegen können...der hieß damals Obama.
Es gab in Sachen E-mail Server nie eine richtige FBI Untersuchung. McCabes Interview auf 60 Minutes war da sehr aussagekräftig. Er war selber überrascht das weder AG Loretta Lynch noch DAG Sally Yates sich aus den Ermittlungen aufgrund von Befangenheit zurückgezogen. Er hat selber einen Sonderermittler i.d. Sache erwartet. Wie das ganze endete wissen wir mittlerweile.
Comey hat alle strafbaren Vergehen aufgezählt und dann erklärt das kein vernünftiger Staatsanwalt Sie anklagen würde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
colonium 20.02.2019, 15:22
68. "Hillary Clinton : Die Kandidatin, die keiner will"

Zitat von xprt007
Dass Clinton angeblich so verhasst war ist von Trumpisten und Tea-Party-Anhänger und Fox-Propaganda, die immer noch heute sehr viele Unwahrheiten über sie verbreiten. Ihre Meinung ist NICHT repräsentativ und sie haben Negatives, meist erfunden um sie zu diskreditieren. Es ist nicht Frau Clinton, die im Gefängnis ist, sondern die von diesen Leuten/Medien unterstützen Leuten, die Trump nahe stehen, die schon verurteilt sind, davor stehen oder mit Mueller kooperieren. Es ist wahr, dass viele Sanders-Anhänger enttäuscht waren, aber sie waren zu keiner Zeit die Mehrheit der Dems. Auch wenn Fehler vom DMC gemacht wurden, hat/hätte sich die lebenslange & "echte" und verdiente demoktratische Politikerin durchgesetzt. Davor, war sie eine erfolgreiche und respektierte [auch von republikanichen Kollegen] Senatorin von New York. "Böse" wurde sie erst als sie sich zur Kandidatin erklärt hat, die eine echte Bedrohung für Trump darstellte. Sie hat auch nicht ohne Grund 3 Millionen Stimmen mehr erhalten. Sie können aber die Trumpisten/Tea-Party & Fox-Propaganda weiterverbreiten oder glauben, dass sie "Cholera" war/ist ... auch wenn u.a. zahlreiche & teuere Untersuchungen im Senat/Congress & FBI nichts Justizierbares oder schlimm gefunden haben ... dass sie dämmlicher und unwissender und unfähiger ist als Trump, trotz mehrjähriger Erfahrung und Bildung, dass sie Uran an die Russen im Alleingang verkauft hat [was kein Secretary of State nicht machen kann & was übrigens nie passiert ist], oder dass sie eine Kinderprostitutionsring in einer Pizzeria in Washington betrieben hat und andere Verschwörungstheorien, die sie so böse machen wie der "Pest" Trump. ;) Ohne alternative Fakten von den obengenannten Quellen über Clinton kann man Trump mit ihr nicht vergleichen.
Ja, ich bin Sanders Anhänger und ja, ich konnte mich nicht durchringen Clinton zu wählen.

Ihre Elogen auf Clinton klingen so wohlbekannt und es geht hier in erster Linie nicht um die Lügenkampagne des unsäglichen Trump, sondern um eine tief im Establishment verwurzelte Clinton, die keinerlei Inspiration versprühte neue Impulse in die US Gesellschaft zu bringen , sondern nur eine blau lackierte Republikanerin war.

Wie es die Zeit sehr treffend analysierte:

"Hillary Clinton, die Kandidatin, die keiner will"

Und ob Sie 3 Millionen mehr Wählerstimmen geholt hat oder nicht, schlussendlich hat sie die Wahl verloren und das gegen einen Kandidaten Trump, der so ziemlich das schlechteste verkörpert, was die USA je hervorgebracht haben.

Die eigentliche Nachricht ist, Clinton war so unbeliebt, dass sie selbst gegen den " irrsinnigen" ( Die Zeit ) Trump, nicht haushoch gewinnen konnte und ich bleibe dabei, dass hätte Sanders, wäre er nicht vom Clinton Umfeld in unfairster Weise ausgebootet worden, mit großer Wahrscheinlichkeit geschafft.

Wählerbeschimpfung jedenfalls hilft nicht weiter, sondern es wäre an der Zeit einzugestehen, das die voreingenommene Kandidatenauswahl des Establishments der Dems Trump erst ermöglichten.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2016-05/hillary-clinton-us-wahlkampf-establishment-demokraten-beliebtheit

Beitrag melden Antworten / Zitieren
The Independent 20.02.2019, 20:23
69. @ Rudra

Zitat von The Independent
Unsinn. Ein Sanders-Fan würde eher Gift trinken, als Trump zu wählen. Tatsächlich blieb ein Teil seiner Fangemeinde der Wahl fern, weil er sauer auf Clinton + die Spitzen der demokratischen Partei war, aber ein beträchtlicher Teil wählte offens. die Green Party, oder sogar - aus Frust - den liberalen Kandidaten.
Leider wurde mal wieder das Zitat nicht gepostet.
Mit obigem Beitrag ging ich auf den Beitrag (Nr. 6) des Users/der Userin Rudra ein:
"Der Skandal hatte zur Folge, dass sich die Wahlkomission (DNC) bei Sanders entschuldigen und Debby Wassermann Schultz zurücktreten musste. Sanders Fans waren so frustriert, dass sie oft nicht Clinton sondern Trump wählten.Sanders Fans waren so frustriert, dass sie oft nicht Clinton sondern Trump wählten."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 8