Forum: Politik
US-Präsidentschaftswahl: Republikaner Scott Walker gibt auf
REUTERS

Scott Walker galt als Favorit der Republikaner um das Amt des US-Präsidenten. Doch jetzt will sich Wisconsins Gouverneur aus dem Wahlkampf zurückziehen. Grund ist offenbar fehlendes Geld.

Seite 1 von 2
monolithos 22.09.2015, 00:17
1. Monetokratie

Fehlendes Geld? Man kann also nur mit entsprechendem Kleingeld Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden. Und das nennt sich dann "Demokratie"? Den Begriff "Monetokratie" fände ich passender. Naja, wie auch immer, weiße Männer gab es schon genug in diesem Amt und "Republikaner" hinterlassen einen noch größeren weltpolitischen Scherbenhaufen als "Demokraten" (sind "Republikaner" eigentlich nicht demokratisch?). Auch nach Obama ist es immer noch Zeit für etwas anderes. Insofern ist es nicht schade um Scott Walkers Kandidatur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
2469 22.09.2015, 01:18
2. Nicht, dass er ein guter Präsident

gewesen wäre (ist schließlich ein Republikaner, die wären hierzulande vermutlich als rechtsradikal eingestuft), aber es ist traurig, wie sehr in den USA Geld über die politische Karriere entscheidet. Vom Pfad der Demokratie hat sich dieses Land schon lange, vielleicht seit McCarthy, spätestens seit Reagan entfernt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gandhiforever 22.09.2015, 01:21
3. Walker

versteht die Welt nicht mehr.

Da hat er erfolgreich Gewerkschaften bekaempft, was ihn (seine Worte) qualifiziert, IS zu bekaempfen, ALEC verfasste seine Marschroute, und die Gebrueder Koch waren bereit, seinen Wahlkamprf zu finanzieren.

Die Voraussetzungen waren also fast ideal zu nennen, der Moechtegern-Praesident fuehrte das grosse
Feld der Republikaner sogar an, bevor Herr Trump seine Kandidatur erklaerte und alles niedertrampelte.

Und bei den beiden TV-Diskussionen war Walker blass, blieb blass, wusste nicht, wie er sich profilieren sollte.
Nun haben die Kochs wohl die Reissleine gezogen und Herrn Walker zum Rueckzug gezwungen.

Who is next?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Utu 22.09.2015, 01:24
4. Eine Überraschung

ist es für mich, dass der eine derart schwache Kampagne abliefern sollte.

Walker war für mich einer der klaren Favoriten in diesem Kontest. Aber die schwache Debatten- Performance deutete auf "not ready for primetime".

Oder es handelt sich einfach nur um einen Hinweis, wie abgefuckt die republikanische Basis mittlerweile tickt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tailspin 22.09.2015, 01:43
5. Pres. Scott Walker, no more

Man muss wohl beim Spiegel arbeiten, um aus einem 2 % Kandidaten fuer das Praesidentenamt einen Favoriten zu machen. Die Schule ist offenbar heute auch nicht mehr, die sie mal war.

Immerhin liegt ein realer Grund fuer die Aufgabe der Kandidatur vor. Das Geld ist ausgegangen. Wahrscheinlich hat Mr Walker seinen Fans zu wenig versprochen. Die finanzielle Unterstuetzung eines Kandidaten ist eine Investition mit einem Return zwischen 0% (Kandidat verliert die Wahl) und 1000 % oder mehr (Kandidat gewinnt und zeigt sich dankbar). Nicht dass ich das seinem Charakter anlasten wuerde. Im Gegenteil. Trotzdem ein typischer Anfaengerfehler. Das Praesidentenamt zahlt fuer sich selbst. Im Erfolgsfall ist die Erwartung der edlen Geldsammler und Pateienspender vom unwilligen jedoch ahnungslosen Steuerzahler per Praesidenteninitiative spaeter fuerstlich verguetet zu werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celestine 22.09.2015, 02:00
6.

Walker hat in seiner Abschiedsrede mit Trumps Kampagne abgerechnet. Er bat die anderen Kandidaten, sich von dem von Trump vorgezeigten Weg der Beleidigungen und dem Negativismus ab-zuwenden und statt dessen sich optimistisch zu präsentieren, mit Fokus darauf, was besser gemacht werden kann.

Trump ist destruktiv, seine politischen Programme sind zu 95% unrealistisch bis gaga, Beispiel: die vollkommene bundesweite Freigabe von viel schärferen Waffen als bisher, welche von „Salon“ der „nutty gun plan“ genannt wird.
Letztendlich hat Trump die GOP in eine Lage gedrängt, in welcher die Kandidaten sich veranlasst sehen, beinahe nur noch abstruse Tea Party Positionen zu vertreten. Nachdem sie beobachtet haben, wie Trump mit seinen kruden, zT rassistischen Ansichten immer mehr Stimmen in den Polls bekommt, wollen wie wohl mithalten. Dies wäre jedoch kaum möglich, wenn nicht solche Meinungen unter der Oberfläche schon am Brodeln waren. Trump hat das Potenzial erkannt, angezapft, er hält der GOP den Spiegel vor, und das Bild ist sehr hässlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bmvjr 22.09.2015, 03:04
7. falsche Messlatte

Walker war nicht mein Wunsch-Kandidat, daher ist sein Ausscheiden aus dem Rennen nicht weltbewegend fuer mich. Aber die Tatsache, dass fuer eine Kampagne zur Verfuegung stehende Geldmittel ein wesentlicher Faktor dafuer sind, wer es bis zur Nominierung und darueberhinaus schafft, gibt zu denken. Dadurch allein fallen jede Menge vielleicht wirklich geeigneter, zukuenftiger Praesidentenbewerber ohne jegliche Chance aus. Ein Milliardaer wie der politisch ahnungslose populistische Trump hingegen koennte sich eine Praesidentschaft geradezu kaufen. Only in America...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nofreemen 22.09.2015, 03:08
8. Trump will kein Stress, nur spielen

Trump wird im Frühjahr 2016 in Führung liegend vom Wahlkampf zurück treten. Nicht weil er nicht mehr kann, sondern weil er nicht mehr will. Er will nur mal zeigen wie es gehen könnte wenn er den nur wollte. Ein Spiel in dem er sich selbst feuert. Trump eben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
franz.kolb 22.09.2015, 04:34
9. geld war es wohl nicht....

laut andy borowitz wollen allerdings jetzt die koch brüder (die enttäuschten eigentümer) ihre kaufsumme von 900 000 dollar zurück haben

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2