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US-Reaktion auf Spionage-Affäre: Jetzt ist auch Obama verstimmt
REUTERS

Der Rauswurf des obersten US-Geheimdienstlers zeigt Wirkung: Die US-Regierung zeigt sich enttäuscht über die öffentliche Maßregelung durch die Deutschen. Die sind nun mit ihrem Ärger nicht mehr allein.

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iasi 11.07.2014, 23:27
130. Kasperletheater

Nun hatte die deutsche Regierung eben etwas fürs Wählergemüt tun müssen. Das ändert doch an der Sachlage nichts, dass alle gegen alle und alle miteinander ihre Spionagespielchen spielen. Deshalb will man ja schließlich diesen unruhestiftenden Snowden nicht im Land. Und "man" sind unsere gewählten Vertreter, die ja schließlich unseren Volkswillen vertreten - also bitte nicht aufregen.
Und den Beleidigten müssen wir nun auch nicht gegenüber den USA raushängen - wir kaufen ihnen ja schließlich die Gerätschaft ab, die den USA das Ausforschen unserer Privatsphähre ermöglichen. Via Internet schicken wir alle ihnen zudem schließlich auch gern freiwillig massenhaft Informationen.

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wächter1984 11.07.2014, 23:29
131. Ich denke....

Es ist an der Zeit der selbsternannten Weltpolizei mitzuteilen, dass Deutschland nicht ein Vasall der USA ist. Gute Beziehungen bedeuten ein faires Miteinander zu pflegen.

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carranza 11.07.2014, 23:30
132. Ein wahrhaftiges Dilemma

Zitat von sysop
"In der Pressekonferenz des Weißen Hauses am Freitag fragt ein Reporter, wem eigentlich Obama im WM-Endspiel am Sonntag die Daumen drücke: "Hat der Präsident einen Favoriten im Finale - und wäre es vielleicht klug, wenn dieser Favorit Deutschland wäre?" "
Tja, unter diesem Aspekt könnte Obama ebenfalls gut beraten sein, seinen Favoriten in Argentinien zu sehen. Auch dort haben die USA in letzter Zeit einiges von ihrem positiven Image eingebüßt. Das Land könnte durch Einfluß US-amerikanischer Rechtssprechung binnen kürzester Zeit mal wieder zahlungsunfähig werden.
Es soll tatsächlich noch Leute geben, die eine derartige Schleimerei nicht durchschauen würden.

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sabaidii 11.07.2014, 23:31
133. LA Times

Da es der Spiegel leider nicht für nötig hält, eine exakte Quellenangabe oder einen Link zu dem zitierten und sehr lesenswerten Artikel in der LA Times zu liefern hole ich dies hier nach: http://www.latimes.com/opinion/op-ed/la-oe-heilbrunn-u-s--germany-relations-20140711-story.html

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tomrobert 11.07.2014, 23:35
134. Nun mal nicht übertreiben-.

die Einen sollten uns so recht sein wie die Anderen.
Es gibt viele Vorteile und viele Nachteile. Ziel der Politik muß es sein möglichst die Nachteile auszuklammern.
Die USA sollten sich aus der Europäischen Politik raushalten. Know how abzuschöpfen muß unweigerlich zur Ausweisung führen, denn da werden indirekt auch die vom Steuerzahler finanzierten Forschungsergebnisse und somit Steuergelder geklaut.
Die Zielsetzung der Politik ist maßgebend. Mit Gefühlen und Freundschaft hat das alles nichts zu tun.
Auch das Verhältnis zu Russland begründet sich primär auf die Vorteile und Notwendigkeiten. Wenn die USA nach Sanktionen schreien , gegen Russland, werden sie eben von Europäischer Seite auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt: die Versorgung mit Rohstoffen. Und wenn die USA hier Werte abschöpfen ohne zu bezahlen, dann müssen sie die Konsequenzen dafür in kauf nehmen. Das müssen wir in den USA ja auch (siehe die Milliarden Strafen für Banken).
Der Marshallplan war ja keine uneigennützige Hilfe, sondern sollte Deutschland von langfristiger Hilfe unabhängig als Verbündeter gegen "Onkel Joe" und letztlich als US Absatzmarkt dienen. US Hilfe ist immer so zu verstehen. Da sind die Amis allerdings nicht allein. Im Übrigen sollte US Militär dann raus , wenn es Europäischer Politik nicht mehr dienlich ist und uns Steuerzahler Geld kostet. Ebenso die US Überwachungsanlagen. Wenn es uns nichts mehr nützt, da hat die Politik eine Bringschuld, und nur schadet, dann raus und weg mit.

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tommit 11.07.2014, 23:35
135. Wer glaubt

Zitat von thg
dass die usa die einzigen partner mit spionen in der brd sind, der ist - vorsichtig formuliert - naiv. das einzige vergehen der usa ist dass die sich haben erwischen lassen. russen, chinesen, nordkoreaner usw lachen sich still ins fäustchen. nein. amerika ist nicht unser freund - aber auch nicht unser feind.
es gäbe bei solchen Argumentationen ausgleichende oder kompetetive Schmerzhemmung und es ginge alles leichter .. der kennt weder die Menschen noch die Geschichte und ist somit noch viel naiver...
praktischer in der Kürze aber effektiv naiver..

In der Unabhängigkeitserklärung Präambel steht was zu Regierungen die das Gleichheitsprinzip aller Menschen gefährden? ALl are created ..
oder gilt das nur nach Meinung?

Mal nachlesen...

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shardan 11.07.2014, 23:36
136. Das häätet ihr wohl gerne...

... das ganze jetzt hinter verschlossenen Türen niederreden und wegerpressen. das ist, mit Verlaub, mehr als nur dümmlich und zeugt von maß0loser Arroganz. Auch einem minderbemittelten Amerikaner soltlek lar sein, dass man Zahnpasta nicht ind ie Tube zurück drücken kann. Das "Hinter verschlossenen Türen" oder "bewährte private Kanäle" hat lange genug zu einem unerträglichen Zustand geführt. Es setzt einfach ein Vertrauen voraus, das Amerika mit den Füßen getreten hat. Gekungel hinter verschlossenen Türen ist ohnehin wenig vertrauenswürdig - wenn ohnehin jegliches vertrauen fehlt, ist es schlicht unmöglich. Es nun auf diesem Wege durchsetzen zu wollen, mag bei unserer Regierung noch verfangen - bei der Bevölkerung haben die USA mittlerweile, wie man im Jargon sagt, gründlich verschissen.

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niva 11.07.2014, 23:36
137. schon fast lächerlich

[Differenzen können am effektivsten über bewährte, private Kanäle beigelegt werden..]
Das hat man ja schon beim Abhören der NSA gesehen, dass das ganz doll gut funktioniert ...
Erst leugnen, dann versprechen, dass man nur 79.999.999 der Bevölkerung abhört und nicht 80Mio, und am ende auch noch denjenigen ausspionieren, der eh alles mit dir teilt ... das nennt sich Partnerschaft?

Wie ging der Spruch noch "wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr".

Dann kommen noch die Vorstellungen dazu dass sich ALLE nach US Recht zu halten haben - da müssen Banken MILLIARDEN Strafen an die Amis zahlen, weil sie Dinge gemacht haben, die in Europa legal waren... ja super ...

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emmisa 11.07.2014, 23:36
138. Deren Standing sinkt

Zitat von sysop
Der Rauswurf des obersten US-Geheimdienstlers zeigt Wirkung: Die US-Regierung zeigt sich enttäuscht über die öffentliche Maßregelung durch die Deutschen. Die sind nun mit ihrem Ärger nicht mehr allein.
Das ist doch ziemlich egal wie die US Administration reagiert. Den Credit, den sie über 65 Jahre lang hatten, haben sie innerhalb von 1,5 Dekaden bei unserem Volk verspielt. Egal wen ich frage, selbst die französichen und holländischen Kollegen antworten ähnlich. Krasser äußern sich die Schweden. Und sie, die USA, sie peilen es nicht. Wenn man über die Kommentare der US Medien schaut, scheint es so, als seien wir wirklich der Pudel der US Administration. 50 Jahre nach unseren Großvätern müssen wir uns dieses Gewäsch nicht mehr anhören, zumal dieses "römisches" Imperium bei "Drei" alles zusammen bombt, was nicht vorher auf den Bäumen war.
Die sind bei bei vielen Kontakten nachhaltig unten durch, ich persönlich meide wirtschaftlich fast alles von denen, ausser CPU´s, wir haben nichts dergleichen.

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and_ull 11.07.2014, 23:36
139. Was erlauben sich die dummen Deutschen nur mit der Besatzungsmacht?

Es ist schon unglaublich, dass sich die deutschen Schäfchen gegen "den Hammer der Welt" erheben und kurz aufmucken. Bald wird man aber nichts mehr davon hören und die Überwachung wird noch effektiver und komplexer werden. Das wird die einzigste Konsequenz daraus sein.

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