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US-Reaktion auf Spionage-Affäre: Jetzt ist auch Obama verstimmt
REUTERS

Der Rauswurf des obersten US-Geheimdienstlers zeigt Wirkung: Die US-Regierung zeigt sich enttäuscht über die öffentliche Maßregelung durch die Deutschen. Die sind nun mit ihrem Ärger nicht mehr allein.

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bssh 12.07.2014, 00:48
180. Maßstäbe

Manchen hier gehen anscheinend die Maßstäbe verloren, ebenso wie der amerikanischen Regierung.
Die USA sind ein demokratischer Staat mit guten und mit schlechten Seiten. Meiner Meinung nach gehen sie zur Zeit einen falschen Weg. Das muss man ihnen klarmachen, was sicher schwer wird.
Sie aber als Gegner zu betrachten oder gar als Fein ist absurd. Wir haben mit ihnen mehr gemeinsame Interessen als etwa mit Russland oder China. Letztere sind wichtige Länder mit großer Kultur, aber eben keine Demokratien. Bei allen Fehlern der USA, und da gibt es gerade zur Zeit sehr viele, so kann man dort offen die Regierung kritisieren, und wer nur einigermaßen bei klarem Verstand ist, wird jederzeit eher dort leben wollen als in einem autoritären Staat. Und genauso sollte man die Gemeinsamkeiten sehen ohne die Unterschiede zu verwischen. Um es klar zu sagen: der Überwachungswahn der USA ist schlimm und man muss ihn bekämpfen. Genauso ist der Drohnenkrieg ein Verbrechen. Ich kann aber hier und in den USA beides kritisieren, und es wird auch dort kritisiert. Schimpfe ich in Russland oder China auf die Regierung lande ich schnell im Gefängnis oder auf dem Friedhof.

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n01 12.07.2014, 00:50
181.

Zitat von katiausdemwald
Der beste Schritt ist, sich udn Europa zu stärken, Unabhängigkeit von den USA zu gewinnen und sich anschließend von ihnen abzuwenden.
Abwenden würde ich nicht sagen, aber so wie es jetzt ist, sollten auch die USA sich überlegen, was sie eigentlich anstellen, mit Ihrem Abhörparanoia. Ich hoffe ja, das sie noch die Kurve kriegen, und auch Ihre eigenen Bürger etwas wacher werden.

Mehr Unabhängigkeit der EU etc. ist trotzdem sicher nicht schlecht

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thinking_about 12.07.2014, 00:56
182. Erinnere

Zitat von togral
Wenn ich amerikanische Kommentatoren so lese glaube ich das die nie verstanden haben wer wir sind. Deutschland liegt in der Mitte Europas, natürlich haben wir uns da immer für West und Ost, Nord und Süd interessiert. Da ist ja auch garnicht anders möglich. Wir leben nicht auf einer Insel oder haben einen Kontinent für uns alleine und es gibt uns schon ein paar Jahrhunderte länger als die US-Amerikaner. Das wir uns um möglichst gute Beziehungen zu Russland bemühen liegt doch auf der Hand. Schließlich müssen wir als Europäer erst mal zusehen das wir miteinander auskommen. Was soll dieses Gesubbel von wegen Seitenwechsel? Ich würde sagen das die Deutschen auf der Seite Europas stehen. Wenn die Amerikaner mit uns verbündet sein wollen, dann sollen sie sich entsprechend benehmen. Wir können uns ja auch nicht alles herausnehmen und dann erwarten das uns trotzdem alle lieb haben... Ich kann nur hoffen das unsere Regierung erkennt das Deutschland unabhängiger werden muss von Amerika. Das ist wichtig damit wir unseren Teil zu einem stärkeren und unabhängigeren Europa beitragen können.
an die abfällige Bemerkung Rumsfelds unter Bush - weil wir und Frankreich nicht am Irakkrieg teilnehmen wollten - den heute fast alle im Nachhinein ablehnen, auch die damals flammenden Befüworter: er sprach von "old Europe", quasi Hintertupfingen, die nicht mit der Zeit gegangen sind.

Zitat:
French and German leaders have reacted angrily to comments by the US Defence Secretary Donald Rumsfeld describing the two countries as "problems" in the crisis over Iraq.

French Finance Minister Francis Mer said he was "profoundly vexed" by Mr Rumsfeld's remarks - which branded France and Germany "old Europe - while a former employment minister described the US as arrogant.

"Germany has been a problem and France has been a problem," Mr Rumsfeld told Washington's foreign press corps on Wednesday.

"But you look at vast numbers of other countries in Europe, they're not with France and Germany... they're with the US.

"You're thinking of Europe as Germany and France. I don't," he said. "I think that's old Europe."

Zu der Zeit ergaben sogar Umfragen in USA, daß Deutschland sich noch immer in einem Krieg befände.

Mir scheint, die denken dort immer noch so, Hintertupfingen, was haben die schon zu melden....

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burkhard.salz@web.de 12.07.2014, 00:58
183. Es ist an der Zeit zu sagen

Wir werden keinem Freund die Freundschaft kündigen. Aber er hat gerade einen Freund verloren. Ob es der USA UnitedShooterAssociation passt oder nicht.

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Ursprung 12.07.2014, 00:58
184. Potemkinsche Demokratien

Zitat von sysop
Der Rauswurf des obersten US-Geheimdienstlers zeigt Wirkung: Die US-Regierung zeigt sich enttäuscht über die öffentliche Maßregelung durch die Deutschen. Die sind nun mit ihrem Ärger nicht mehr allein.
So doof, angeblich nicht zu wissen, dass sich die meisten Laender vorsorglich gegenseitig ausspionieren, wird schon kein Politiker sein, weder in den USA, noch in D.
Das Problem ist ein anderes:
eine fuer die D-Politiker wohl bald wahlgefaehrlich wachsende Anzahl deutscher Buerger haben den wohl zutreffenden Eindruck gewonnen, das sich ihre Regierungsvertreter nur noch als Ausfuehrorgan amerikanischer Welthandels- und Weltpolitik zu gerieren scheinen- und finden das gar nicht mehr gut, bzw. somit ihre ureigensten Interessen nicht mehr gebuehrend beruecksichtigt.
Und unsere Komiker in Berlin fangen allmaehlich an, sich um die Gefolgschaftsbereitschaft ihrer Untertanen Sorgen zu machen.
Deshalb diese vermeintliche abstruse Beruhigungspille fuer die Waehler, inszeniert zum Breittreten durch die Medien.
Dazu passt nun das storyboard mit Obamas angeblicher Verstimmung.
Der ist sicherlich vorinformiert worden. Wenn nicht, waeren die Berliner Komiker vollends von der Rolle in ihrem Job.
Auch amerikanische Praesidenten wissen um die potemkinschen Doerfer, die den Wahlvoelkern gelegentlich vorgesetzt werden muessen, um dem angeblichen Demokratieablauf nach aussen hin genuege zu tun.

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emmisa 12.07.2014, 00:58
185. Geldhahn

Die Chinesen haben der US Administration voherige Woche einen Schrecken eingejagt. Die Russen und die Chinesen tauschen Rohstoffe ohne den US$. Die französische Paribas wurde letzte Woche gerade zu Mrd Zahlungen an US verdonnert. Der französische Finanzminister war nicht amüsiert. Das ist der Schlüssel.
Dreht dem US$ als Weltwährung den Hahn ab. Die Amerikaner leben schon viel zu lange auf Kosten der Welt! Ein 300Mio Volk mit 180 Stützpunkten auf der Welt, dass meint auf Kosten der restlichen Welt leben zu müssen...

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"Armenhaus" 12.07.2014, 00:58
186. Redress/compensation

Der Deal beinhaltet den vollständigen ( bedingunslosen)
Abzug aller "Militär& Geheimdienstangehörigen ( NSA; CIA usw.) - Übergabe aller dazugehörigen Einrichtungen
( Flughäfen;Abhöranlagen usw.) in D an deutsche Institutionen dazu eine Einmalzahlung von 24 Mrd. €uro
für Sanierung; Renaturalisierung (& Entsorgung) ..-

Danach kann man sich über einen Friedensvertrag mit den "Freunden" unterhalten
... dito GB.-

Wer sich nach 69 Jahren (n. Kriegsende) immer noch
als "Bezwinger" und "moralisch höhergestellter" Staat sieht ist in meinen Augen nichts anderes als ein
Despot ..- ( hierzu auch Art. 20 /GG)

von "Freundschaft" oder sogar "Allierten" kann hier keine Rede .--Allenfalls ist dies Heuchelei auf höchster Ebene ..- Man sollte den öffentlichen Medien hierzu viel mehr
Macht verleihen - damit diese Volksverarsche und
Klüngelei hinter verschlossenen Türen endlich aufhört!

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dago_d 12.07.2014, 01:01
187. Alles nur Show

Denn ohne Verärgerung aus dem weißen Haus kann Merkel den Rauswurf vom Residenten wohl kaum innenpolitisch als Erfolg verbuchen.

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thinking_about 12.07.2014, 01:06
188. Nun, da ist

Zitat von holik
den Snowden ins Land holen, und sagen "sorry wir können die Aufregung der USA nicht nachvollziehen".
das von der Regierung eingeholte, in USA bestellte Gutachten vor.
Und Snowden hatte sich dazu geäußert, daß man hier wohl nicht um Aufklärung und Wissen über die Zusammenarbeit mit dem BND gewillt sei, es ihnen wohl peinlich sei, - was ich nur in ausländischer Presse lesen konnte.
Und nun ist dies doch ans Tageslicht gekommen, auf anderem Wege zwar, aber immerhin und peinlich allemal.

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Putsche 12.07.2014, 01:12
189. Unfassbares Verständniss

Je mehr ich über diesen Skandal lese, umso mehr muss ich mit dem Kopf schütteln. Jetzt erdreistet sich die amerikanische Regierung auch noch anzuprangern, dass solche Themen in Medien angesprochen werden. Ist das wirklich ernst gemeint ? Ehrlich ?
Ich bin stolz darauf, dass die Bevölkerung "old Europes" noch ein Gespür für Demokratie hat, in welchem Handeln von Regierungen in Frage gestellt werden darf. Das scheint bei den Amerikanern nicht mehr der Fall zu sein. Liebe Amerikaner: wenn ihr es geschafft habt eurer Volk so naiv und dumm zu halten, wie es das für mich scheint, dann herzlichen Glückwunsch. Versucht es auch in Europa, aber der Aufwand ist größer und scheint etwas länger zu dauern. Und wenn ich mich in einem Punkt bestätigt sehe, dann ist es seine Kinder kritisch gegenüber jegliche Verhaltensformen von Regierungen dieser Welt zu erziehen. Danke Amerika !! Ihr zeigt uns wie es nicht geht mit der Demokratie....

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