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US-Reaktionär Ted Cruz: Richtig gefährlich
REUTERS

Ted Cruz könnte Donald Trump im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur noch einholen. Im Weißen Haus wäre er mindestens so ein Problem wie der Milliardär.

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fluxus08 05.04.2016, 05:31
1. Trump ist ein naiver

Sprücheklopfer, der die Erfahrung gemacht hat, mit seinen lächrlichen Sprüchen Erfolg zu haben. Ted Cruz hingegen ist ein wirklich gefährlicher Fundamentalist, der sich in seiner Denke in nichts zu den islamistischen Extremisten unterscheidet.

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eunegin 05.04.2016, 05:34
2. schlimm und schlimmer

Bei Trump bekommt man, was man sieht. Cruz ist gefährlicher - nicht nur für die Beziehungen zu Europa, sondern auch für die USA. Ein religiös-nationalistischer Spalter. Als Doppelstaatler bin ich aber zuversichtlich, dass beide bei den Präsidentschaftswahlen keine große Chance haben. So unbeliebt Clinton und so sozialistisch Bernie auch sein mag. Da wählt man das kleinere Übel. Und als Europäer sowieso Demokraten (die im Übrigen bis auf Bernie in Deutschland in der CDU/CSU wären...).

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power.piefke 05.04.2016, 06:43
3. eben!

ich verstehe eh nicht, warum Trump der Untergang des Abendlandes sein soll. Er verkörpert doch den typischen Amerikaner: opportun und egoistisch. Cruz dagegen ist ein religiöser Fanatiker und damit genau das, wovor man neuerdings angst haben soll.

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demophon 05.04.2016, 06:48
4. Der wahre Erzkonservative: Ted Cruz

Endlich sind Sie aufgewacht, Herr Nelles! Monatelang nichts Kritisches über den wahren Ultrakonservativen Ted Cruz zu berichten und sich stattdessen wie ein abgerichteter Kampfhund an Trump festzubeißen und nicht mehr loszulassen, hat dazu geführt, bei den Lesern einen völlig falschen Eindruck der Kandidaten zu vermitteln. Auch viele US-Medien haben relativ einseitig berichtet und Cruz den Aufstieg damit ganz erheblich erleichtert, allerdings nicht ganz so einseitig wie SPON.

Leider fehlt in Ihrer Aufzählung Cruz' reaktionäre Idee, ein Gesetz zur "religious liberty" zu verabschieden, zu dem er sich schriftlich verpflichtet hat. Damit soll es landesweit Unternehmern und Behörden erlaubt werden, ungestraft Menschen zu diskriminieren, wenn sie nicht deren religiösen Moralvorstellungen entsprechen. Das betrifft dann Männer oder Frauen, die z. B. fremdgehen, vorehelichen Sex haben oder Homosexuelle, alle diejenigen, deren Lebensweisen gegen die Bibel verstoßen. Es soll Geschäftsinhabern erlaubt werden, sie als Kunden nicht zu bedienen oder als Angestellte sogar zu entlassen. Mitarbeiter in staatlichen Behörden müssen sie nicht trauen oder andere Dienstleistungen verrichten, wenn der Mitarbeiter behauptet, damit wäre seine religiöse Freiheit bedroht. Dieses Gesetz sollte auch schon in Georgia eingeführt werden, durch den massiven Protest liberaler Gruppen und Großunternehmen sah sich der Gouverneur gezwungen, es zu vetoen.

Donald Trump vertritt zu all den genannten Themen viel liberalere Ansichten, oft sogar sehr liberale, auch was die Frauenrechte und -gleichberechtigung betrifft. Er stellte schon vor 30 Jahren in seinen Baufirmen Frauen als Führungskräfte ein, als das in seiner Branche noch völlig ungewöhnlich war. Seit Jahrzehnten setzt er sich auch für die rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare ein und unterstütze die Forderung nach einem Partnerschaftsgesetz - er ist allerdings gegen die gleichgeschlechte Ehe - gab sogar Spenden an LGBT-Organisationen, wie z. B. seine Steuererklärung von 2012 ausweist, worüber hier auch nie berichtet wurde.

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jürg gassmann 05.04.2016, 06:51
5. Ein wichtiger Hinweis!

Es ist mir ein Rätsel warum die "Stoppt Trump" Leute den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen. Trump glaubt man die Ideologie nicht. Cruz hingegen ist, wir richtig vermerkt, ein disziplinierter Ideologe. Das muss Angst machen.

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Theke 05.04.2016, 07:00
6. Ja, alles scheint möglich...

auch, dass der Demokratische Kandidat am Ende Sanders und eben nicht Clinton heißt. Aber schön, dass Herr Nelles nun auch erkannt hat, dass Cruz ein Radikaler ist. Meines Erachtens viel gefährlicher als Trump. Ich halte im Übrigen auch Clinton außenpolitisch für viel gefährlicher als Trump.

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jojack 05.04.2016, 07:14
7. Europäische Ignoranz

Was in Europa wenig Beachtung findet: Präsident Obama hinterlässt sein Land tief gespalten. Das hierzulande bejubelte Obamacare ist für viele freiheitsliebende Amerikaner eine Zumutung. Zudem ist Obamacare in erster Linie ein verdecktes Sozialprogramm für Arme, mithin Schwarze und Lations. Das die weiße Bevölkerungmehrheit da skeptisch ist, kann man nachvollziehen. Daneben hat die amerikanische Linke in den letzten Jahrzehnten ein erstickendes Korsett politischer Korrektheit über jedes Thema gestülpt. Das wird nicht nur als Maulkorb wahrgenommen, sondern als geplante Zerstörung traditioneller Werte. Gerade die große Gruppe der religiös verwurzelten Amerikaner fühlt sich mehr und mehr an den Rand gedrängt. Kein Wunder, dass ein Kandidat wie Cruz Anklang findet. Wird er republikanischer Kandidat, hat es Hillary schwer.

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commerzcomment 05.04.2016, 07:30
8. Ideologe

Während man bei Trump immer den Eindruck hat, dass er aus Gründen der Show und des Effektes provozieren will und auch Positionen wieder aufgibt, ist es bei Cruz eher schlimmer. Er folgt einer Ideologie, die er auch noch religiös begründet. Ein ganz schlimmer Fanatiker. Das ist keine Alternative zu Trump, sondern die fanatisierte Variante.

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frankfurtbeat 05.04.2016, 07:33
9. die Aussage ...

die Aussage ...

"Was für Amerika das Beste ist, ist auch für die Welt das Beste" ...

ist und war schon immer bezeichnend für die USA egal welche Partei den Präsidenten stellt. Wenn es sein muss werden die egoistischen Ziele zu Lasten von Menschenleben, Umwelt, Wohlstand anderer Länder durchgesetzt.
Nein, das hat nichts mit bashing zu tun sondern ist die traurige Realität. Dieser rite Faden zieht sich durch die gesamte Geschichte der USA - angefangen bei den Indianern ...

Daher ist es egal wer vorne steht - es wird sich nichts ändern wenn es um die Durchsetzung eigener Interessen geht. War schon immer so ... wird so bleiben ...

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