Forum: Politik
US-Regierung: Was hinter dem Abgang von John Bolton steckt
Carlos Barria/ REUTERS

Der Nächste, bitte: Donald Trump trennt sich von seinem Sicherheitsberater. In wichtigen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik waren beide seit Langem zerstritten - am Ende kam es offenbar zum Eklat.

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kuac 11.09.2019, 11:54
100.

Zitat von dippegucker
....Das schöne an Trumps Regierungsstil ist, daß er nicht kauft, was er nicht bestellt hat, diese Konsequenz wünscht man sich bei deutschen Politikern auch öfter.
Politik ist keine Sache des Bestellens, sondern Kompromisses. Das kann er sowieso nicht.
Wieviele falsche Ministers und Beraters hatte er bisher bestellt, gekauft und wieder zurück gegeben?

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carahyba 11.09.2019, 12:01
101. niemals NIE ...

Zitat von mostly_harmless
In der realen Welt hat Trump das GEGENEIL dessen versprochen, was Sie behaupten. Nämlich das die USA aufhören, Regime-Change Politik zu machen. Trump hat NIE irgend ein Wort darüber verloren, im Iran einen Regime Change anzustreben.
https://www.stern.de/politik/ausland/donald-trump-droht-mullahs-mit--vernichtung----folgt-demnaechst-dann-ein-gipfel---8718990.html

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spon_4_me 11.09.2019, 12:03
102. @ cyborgpiratelaserninja (# 90):

Ok - ich teile Ihre Einschätzung sogar ein gutes Stück. Dennoch meine ich, man muss eine Politik auch vom Ergebnis her beurteilen. Und da (helfen Sie mir) sind die katastrophalen Resultate in meinen Augen bislang ausgeblieben. Und ich finde es seltsam, an Trumps Politik beständig höhere Maßstäbe anzulegen als an die der Herren Obama, Bush (2x), Clinton usw. Man kann und soll den Mann ja kritisieren. Aber bitte dort, wo es sich objektiv anbietet, nicht da, wo Sie persönlich oder das SPON-Berichterstatter-Duo anderer Ansicht sind.

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DBolten 11.09.2019, 12:04
103. Ein Kriegstreiber weniger!

Zweifelsohne ist es gut, dass dieser Kriegstreiber in der Versenkung verschwindet, in die er hingehört. Warum Trump dafür allerdings gefeiert wird, ist mit schleierhaft. Er selbst hat diesen Kriegstreiber in diese Position befördert, einen Menschen, der maßgeblich zum Ausbruch des desaströsen Irakkriegs beigetragen hat, der Hunderttausenden das Leben gekostet hat und IS erst möglich gemacht hat. Gleich im Anschluss wollte er damals schon mit Iran weiter machen. Solch einer Person sollte nicht einmal die Verantwortung für einen Sandkasten übertragen werden, geschweige denn Sicherheitsberater der USA. Auch andere Personalentscheidungen Trump's sind sehr fragwürdig (Millionärin, die Public schools hasst und an Charter schools verdient, für Bildung; Millionär, der regulation hasst und Global warming für einen Hoax hält, für die EPA,...)
Und bzgl. noch keinen Krieg angefangen: Trump's erste Tat war, die (mäßigen) Terms of Engagement Beschränkungen des Militärs von Obama aufzuheben, wodurch die zivilen Opferzahlen in allen Konflikten mit USA Beteiligung prompt anstiegen.

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cyborgpiratelaserninja 11.09.2019, 12:06
104.

Zitat von kuac
Politik ist keine Sache des Bestellens, sondern Kompromisses. Das kann er sowieso nicht. Wieviele falsche Ministers und Beraters hatte er bisher bestellt, gekauft und wieder zurück gegeben?
Es sind wohl noch weit mehr als ich gedacht hätte.
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Trump_administration_dismissals_and_resign ations

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KayYou 11.09.2019, 12:12
105. Nicht die ganze Wahrheit

Zitat von mostly_harmless
In der realen Welt hat Trump das GEGENEIL dessen versprochen, was Sie behaupten. Nämlich das die USA aufhören, Regime-Change Politik zu machen. Trump hat NIE irgend ein Wort darüber verloren, im Iran einen Regime Change anzustreben.
19. Mai 2019, Twitter: "If Iran wants to fight, that will be the official end of Iran. Never threaten the United States again!"
3. Juli 2019: " Be careful with the threats, Iran. They can come back to bite you like nobody has been bitten before!"
Am 26. August 2019 behauptete er dann, dass er keinen Regime Change wolle.
Mal sehen, wie lang diesmal die Halbwertszeit der Statements ist. Und wer nächste Woche neuer Sicherheitsberater ist.

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Beat Adler 11.09.2019, 12:13
106. Personen-AUS-Wechslerei im Weissen Haus unter Trump

Zitat von kuac
Politik ist keine Sache des Bestellens, sondern Kompromisses. Das kann er sowieso nicht. Wieviele falsche Ministers und Beraters hatte er bisher bestellt, gekauft und wieder zurück gegeben?
Eigentlich ist die Personen-AUS-Wechslerei im Weissen Haus unter Trump ganz einfach zu erklaeren: Wer will schon in seinem CV schreiben, dass er oder sie dort einmal arbeitete? Wer findet damit nachher einen neuen Job? ;-)

Es fehlen bei der Mannschaft eines POTUS, die in der Regel um die 2000 bis 3000 Mitarbeiter umfasst, heute Hunderte! Entsprechend laeuft im Weissen Haus nichts richtig. Der wichtigste Job, der Boss dieser 2 bis 3 Tausend Angestellten ist der Chief of Staff des POTUS. es war einmal General John Kelly. Wie heisst der Neue?
mfG Beat

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spiegelneuronen 11.09.2019, 12:17
107. Lückentext gefüllt - anbei

Zitat von nachdenk71
Diesmal hat Trump den richtigen Mann entlassen. Bolton war es, der bisher jede gütliche Einigung mit anderen Staaten verhindert hat. So hatte Kim Jung Un nach dem Scheitern der Gespräche zwischen den USA und Nordkorea erklärt, dass er bei weiteren Gesprächen nicht wünsche, dass Bolton daran beteiligt werde. Dieser hatte faktisch eine Kapitulation Nordkoreas verlangt, was Nordkorea absolut nicht akzeptieren konnte.
Und auch diesmal ist es EXAKT derselbe Donald Trump, der entschieden hat, dass Bolton der RICHTIGE Mann auf dieser Position sei, als er ihn zum Sicherheitsberater ernannte. Aber dies nur als Anmerkung zu Trumps "Zentrifugalkraft - Personalkarussell".

Wer Trumps Ego-Therapie für Politik hält, dem sei hier ein Ausschnitt aus Obamas "White House Correspondents Dinner 2011" verlinkt. Obama erklärt der versammelten Presse, die medialen Inszenierungen von Trump. Von der Geburtsurkunde Obamas beginnend u.s.w.

Setdem hat Trump sein unheilbares Obama-Trauma und kann kaum mehr stillhalten, wenn er den Namen Obama hört. Finale bei 4 Minuten 55 Sekunden.

LINK: https://www.youtube.com/watch?v=HHckZCxdRkA


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mostly_harmless 11.09.2019, 12:31
108.

Zitat von carahyba
https://www.stern.de/politik/ausland/donald-trump-droht-mullahs-mit--vernichtung----folgt-demnaechst-dann-ein-gipfel---8718990.html
Vielleicht gucken Sie mal, ob es eine Folge der Sesamstrasse gibt, in der der Unterschied zwischen vorher und nachher erklärt wird.
Der von Ihnen verlinkte Artikel hebt auf die irren Sprüche Trumps nach der Kündigung des Atom-Abkommens ab. Und das war NACH seiner Wahl zum US-Präsidenten

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annoo 11.09.2019, 12:33
109.

Zitat von spon_4_me
Worum wollen wir wetten? Hier, öffentlich? Eine Kiste Bourbon oder Champagner? Glauben Sie‘s oder nicht: Ich würde mich über einen 46. Präsidenten (go, Mayor Pete!) von Herzen freuen, aber weder die Wahlarithmetik noch das Feld der Konkurrenten stimmt mich optimistisch. Umfragewerte sind schön und gut, aber bei der Polarisierung der USA auch mit Vorsicht zu genießen. Selbst 90% der Stimmen in Kalifornien oder New York geben nicht mehr Stimmen im electoral college.
Ich wüsste nicht, warum Umfragen polarisierter Stimmung eine besondere Herausforderung wären. Da die Daten von renommierten Instituten mit unterschiedlicher politischer Tendenz erhoben werden (sie mein Link), ist davon auszugehen, dass die Institute Kriterien zur Beurteilung der Qualität von Daten, die bei einem Messvorgang erhoben werden (Objektivität, Reliabilität und Validität) berücksichtigen. Da ich mich im Rahmen meines Studiums (leider ;-)) intensiv damit beschäftigen musse weiß ich, dass bei bei solcherart Befragungen unterschiedliche Faktoren (z.B. Stadt/Land, männlich/weiblich, unterschiedliche Vermögensverhältnisse, Altersgruppen, Berufsgruppen etc...) berücksichtigt werden, um ein möglichst realitätsnahes Bild zu schaffen.

Das perfide an Trump ist, dass Aktionen wie die angeblichen Clinton Affäre (es wurde ja später zugegeben, dass dies eine gezielte Desinformation war die dem Ziel diente Wähler zu manipulieren) später zu genau dem führt, was bei Ihnen offensichtlich passiert: Sie glauben seriösen Umfragen nicht mehr, weil, wir haben es selbst miterlebt, nicht eingetreten war, was Umfragen vorhergesagt hatten, nämlich eine ursprüngliche leichte Pro-Tendenz in Richtung Clinton. Als Folge schimpfen Viele auf die Unzuverlässigkein von Umfragen. Prognosen können gezielte Manipulation nicht mit einkalkulieren, selbst wenn sie noch so gut recherchiert sind. Und übrigens Wahlbetrug auch nicht, wer weiß, was sich Trump fürs nächste Mal einfallen lässt, ich traue dem Mann mittlerweile alles zu.

Insofern müsste ich meine Wette um die Kiste Schampus insofern eingrenzen, dass ich an Trumps Wahlsieg nur glaube, wenn gezielte Manipulationen ausgeschlossen sind. Ein Mann der im Vorhinein ankündigt, dass er, falls er die Wahl nicht gewinnen würde, das Ergebnis anficht ist nicht zu trauen. Es wäre schade um den Schampus: Ich gewinne (oder verliere) Wetten lieber auf seriöse Weise.

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