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US-Regierung verteidigt Familientrennungen: "Wir werden uns nicht entschuldigen"
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Vor Journalisten hat die US-Heimatschutzministerin vehement die Praxis verteidigt, Einwandererfamilien an der Grenze zu trennen. Gefragt wurde Nielsen auch nach den Tonaufnahmen von weinenden Kindern in einem der Auffanglager.

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Pickle_Rick 19.06.2018, 11:42
50.

Zitat von chris.kanns
Überhaupt nicht seltsam. Trump will bei der Gesetzesnovellierung die Demokraten mit an Bord haben, damit Einigkeit besteht. Das ist ein vollkommen normaler politischer Akt. Pelosi, Schumer und Co. hängen sich an Formulierungen auf, bringen aber keine Gegenvorschläge, sondern beharren auf ihren Maximalforderungen, wie z.B. Obamas "Dreamers"-Groteske, damit sie ihre zukünftige Wählerschaft sichern können.
Seit wann interessiert sich Trump denn für die Haltung der Opposition? Hat es ihn bei seinem Wirtschaftskrieg interessiert? Interessiert es ihn bei der Aufweichung des amerikanischen Gesundheitssystems? Interessiert es ihn bei der Zerstörung von Sicherheits- und Umweltstandards?
Im Falle des Falles könnte er die Sache im Alleingang regeln. Wenn Trump und seinen Helfershelfern die Kinder wirklich so leid täten wie sie behaupten, könnten sie Maßnahmen treffen um die Situation zu verbessern und eine politische Auseinandersetzung folgen lassen. Nach dem Motto:"Not kennt kein Gebot. Nein, jetzt muss auf einmal den politische Dialog geben. Man muss übrigens keine neuen Gesetze schaffen um die teils menschenunwürdigen Zustände in den Lagern/Gefängnissen zu verbessern. Dieses Affentheater ist einfach unglaubwürdig.

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neanderspezi 19.06.2018, 11:56
51. Die eiskalte Dame Nielsen praktiziert für Trump Heimatschutz

Mit einem Trump als Vater der Abschreckung für Erlösung Suchende aus der Drangsal in ihrer Heimat an den Grenzen zu den USA, wird das Ritual der Vergrämung potentieller illegaler Nachrücker an den Kindern demonstriert und praktiziert, gnadenlos und unbarmherzig. Dabei sind die Anstifter dieser menschenfeindlichen Handlungen häufig direkte Nachkommen oder solche in zweiter Generation von Immigranten, denen Aufnahme in die USA gewährt wurde. Aber das Schicksal der eigenen Sippe dank gnädiger Einreisemöglichkeit zu deren Zeit, steigert offensichtlich den Willen, gnadenlos gegen aktuelle Neuankömmlinge ins gelobte Land vorzugehen, unfähig die eigene Herkunft zu hinterfragen, Übeltäter erster Güte in christlicher Scheinheiligkeit.

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asdfyxcv 19.06.2018, 12:01
52.

Zitat von Pickle_Rick
Die Antwort auf ihre Fragen ist ebenso einfach wie abstoßend. Es geht um Abschreckung nach dem Motto:"Wenn du ungefragt und illegal hier ankommst, machen wir alles was du hast (Familie) kaputt und werfen dich in ein Loch."
Leider ist das vermutlich tatsächlich der Fall.

Dann muss man die USA allerdings tatsächlich mit Unrechtsregimen vergleichen.

Würde China oder Iran das tun, wäre der US-amerikanische Fingerzeig überdeutlich (beschweren sich nicht sogar die USA darüber, wie China mit illegal eingereisten Nordkoreanern umgeht?).

Wenn wirksam abgeschoben wird, so traurig es ist, aber in intakter Familie, dann ist das doch schon Abschreckung genug. Alle würden berichten: Wir haben unsere gesamten Ersparnisse für die Reise aufgebraucht, nur um letztlich nichts zu erreichen.

Es würde bereits nach kurzer Zeit niemand mehr kommen.

Solange man es im Inland als "Illegaler" schaffen kann ein Leben aufzubauen, sogar mit Führerschein und Steuernummer, und diese Nachricht die Runde macht, dann werden es natürlich immer wieder Leute versuchen.

Das Problem lässt sich nicht durch einen Grenzzaun oder unmenschliche Praktiken lösen.

Das System muss einfach so aufgebaut sein, dass "Illegale" sich nicht untermischen können, und jeder muss wissen: Kaum wirst Du gefasst, auch weit weg von der eigentlichen Grenze, wirst Du (auf menschliche Weise) abgeschoben.

Warum sollte DANN noch jemand kommen?

Diese Art der Maximalabschreckung, ohne etwas im Hinterland zu verändern, ist einfach nur Banane.

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neanderspezi 19.06.2018, 12:25
53.

Humanismus musste in den USA unter republikanischer Fuchtel wiederholt schwere Niederlagen hinnehmen. Heilungsversuche unter Demokraten haben die Wunden menschenfeindlicher Handlungen kaum zum vernarben gebracht, schon trat wieder ein Republikaner an und machte alle vorhergehenden Anstrengungen in Richtung Humanismus rückgängig, oder versuchte mit weiteren verhängnisvollen Maßnahmen die Situation im In- und Ausland noch zu verschärfen.

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neanderspezi 19.06.2018, 12:33
54. Donald ist in God's Own Country eine Art Heimsuchung

Humanismus musste in den USA unter republikanischer Fuchtel wiederholt schwere Niederlagen hinnehmen. Heilungsversuche unter Demokraten haben die Wunden menschenfeindlicher Handlungen kaum zum vernarben gebracht, schon trat wieder ein Republikaner an und machte alle vorhergehenden Anstrengungen in Richtung Humanismus rückgängig, oder versuchte mit weiteren verhängnisvollen Maßnahmen die Situation im In- und Ausland noch zu verschärfen.

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neanderspezi 19.06.2018, 12:36
55. Donald ist in God's Own Country eine Art Heimsuchung

Humanismus musste in den USA unter republikanischer Fuchtel wiederholt schwere Niederlagen hinnehmen. Heilungsversuche unter Demokraten haben die Wunden menschenfeindlicher Handlungen kaum zum Vernarben gebracht, schon trat wieder ein Republikaner an und machte alle vorhergehenden Anstrengungen in Richtung Humanismus rückgängig, oder versuchte mit weiteren verhängnisvollen Maßnahmen die Situation im In- und Ausland noch zu verschärfen.

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syracusa 19.06.2018, 12:46
56.

Zitat von Wunderhorn
Das gehört vor den internationalen Gerichtshof für Menschenrechte in Den Haag.
Sie übersehen dabei nur, dass die USA hier kein Mitglied im Club sind. Für die USA ist der Internationalen Gerichtshof (nein, das ist nicht der Gerichtshof für Menschenrechte) nicht zuständig. Einen Menschengerichtshof gibt es nur für die Mitglieder des Europarats. Die USA sind kein Mitglied des Europarats, und Russland hat schon angekündigt, die Rechtsprechung des EGMR zukünftig ignorieren zu wollen.

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Keycard 19.06.2018, 12:51
57. Primitivitaet

Es ist hier voellig ohne Belang, ob ein Staat seine Grenze vor illegaler Einwanderung schuetzen duerfen soll, die Antwort ist eindeutig ja.
Entscheidend ist, mit welchem Mass an Menschlichkeit, Guete und moralischer Anstaendigkeit ein Problem loest.
Und an dieser Stelle wird wieder einmal vollkommen klar, dass diese Administration die menschlich primitivste, duemmlichste, schaebigste und laecherlichste ist, die eine westliche Demokratie hervorbringen kann. Und dass sich in den USA kein noch heftigerer Widerstand gegen diese dreiste Hirn- und Gottlosigkeit regt, spricht leider auch Baende ueber ein sich immer weiter verratendes, verrohendes und bemitleidenswertes Land...

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Jochenberlin 19.06.2018, 13:11
58. Antwort von Espola

Dieser möchte ich mich voll und ganz anschließen. Es ist feige und hinterhältig, so zu reagieren. Die Flüchtlinge wissen wahrscheinlich nichts von dieser Regelung. Sie schreckt daher nicht ab. Kinder unter solche Vorschriften leider zu lassen - und eine Trennung von den Eltern in so einer Situation ist fast das Schlimmste, was man ihnen antun kann - ist jenseits meines Vorstellungsvermögens. Welche amerikanischen Monster haben sich sowas ausgedacht??

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Pickle_Rick 19.06.2018, 13:16
59.

Zitat von asdfyxcv
Leider ist das vermutlich tatsächlich der Fall.
Nicht nur vermutlich. John Kelly Stabschef des Weißen Hauses hat das offen kommuniziert:

https://www.washingtonpost.com/news/politics/wp/2018/05/11/why-separate-immigrant-children-from-parents-the-politics-of-fear-just-indirectly/?utm_term=.55d299a300a0

"That was Kelly’s point, too. Taking kids away from their parents “could be a tough deterrent — would be a tough deterrent,” he told Burnett. In other words, that parents would justifiably be terrified about losing their kids is “the big point” — in Kelly’s words — of the policy. Parents considering crossing the border with their children would, the Trump administration hopes, think twice about doing so if being apprehended meant seeing their kids taken away by U.S. Border Patrol agents."

Wer menschliche Abgründe erleben will, sollte die sozialen Medien und Kommentarspalten dazu erkunden. Trump Fans beklatschen und rechtfertigen diese Abschreckungsmaßnahmen mit Leidenschaft.

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