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US-Sanktionen gegen Türkei: Das Zerwürfnis
AFP

Die US-Sanktionen gegen die Türkei sind nicht das Ende, sondern womöglich erst Beginn einer folgenreichen Konfrontation: Selbst die Nato-Mitgliedschaft des Landes ist fraglich. Profitieren könnte davon ein Dritter.

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herrschläfer 03.08.2018, 00:09
1. Stalinistische Türkei

Ist vom westlichen Wertekanon so weit entfernt wie Russland oder Saudi Arabien. Wir heucheln der Türkei nur noch Verbundenheit vor aus Angst vor ungefilterter Völkereinwanderung nach Westeuropa. Ehrlich und teuer wäre es die Beziehungen auf der derzeitigen Grundlage abzubrechen oder einzufrieren.
Aufbauarbeit in Afrika und Syrien zu leisten und die Erderwärmung so schnell und effektiv als möglich zu begrenzen.
Zweite Möglichkeit ist leider zu teuer und so werden wir weiter heucheln und hoffen, dass der andere Despot von übern Teich dem Erdo es mal so richtig zeigt,ohne dass es für uns zu teuer wird.
Tapfere Wertegemeinschaft

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zorro2110 03.08.2018, 00:10
2.

Das kommt dabei raus wenn man Nationalisten an die Macht wählt. Man kann nur hoffen, dass die Menschheit noch früh genug aufwacht und begreift, dass solche Leute den Niedergang für die Welt bedeuten. "Nationalismus bedeuten am Ende immer Krieg" Francois Mitterrand.

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Ein_denkender_Querulant 03.08.2018, 00:23
3. Ausverkauf des Westens

Die Politik von Trump wird immer deutlicher. Der ehemaligen Westen schwächen und Russland stärken. Hoffentlich kommt der Untersuchungsausschuss von Müller bald zu belastbaren Ergebnissen über mögliche finanzielle Verstrickungen von Trump mit Russland. So langsam würde mich gar nichts mehr wundern.

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Ekatus Atimoss 03.08.2018, 00:32
4. Ein Verteidigungsbündnis...

..und eine Wertegemeinschaft? Sicher nicht für die Türkei, sonst wechselt man nicht so schnell die Verbündeten. Wie diese von der Türkei geschätzt werden, konnte man ja an mehreren Bundeswehr Beispielen sehen. Wenn sich Diktator Erdogan mal in Putin nicht verschätzt..

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stefan.martens.75 03.08.2018, 00:37
5. Die Türkei unter Erdogan ist längst weg

Es ist längst überfällig die notwendigen Konsequenzen aus der Entwicklung der letzten Jahre zu ziehen.

Die Türkei unter Erdogan hat nichts in der Nato zu suchen und erst recht nichts in der EU.

Es ist lange überfällig das dies endlich verdeutlicht wird.

Danke Mr.Trump
(der Dank bleibt mir trotzdem im Halse stecken)

Ich hätte mir gewünscht die EU wäre hier Konsequenter gewesen.

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bebreun 03.08.2018, 00:40
6. Wäre akzeptabel

Wenn die Türkei aus der Nato austritt profitiert davon eindeutig Rußland. Was spricht eigentlich dagegen, dass auch Deutschland sich dem europäischen Partner Rußland mehr nähert? Das würde der Annäherung Türkei-Rußland den Schrecken nehmen und die gewaltige Dominanz der USA etwas eindämmen.

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Farhad 03.08.2018, 00:45
7. Trump treibt nur alte Pläne der Balkanisierung weiter voran.

Der Kauf der Luftabwehrsysteme durch die Türkei ist aus der Sicht der Türkei ein wichtiger und richtiger Schritt. Schon 2005 sollte die Türkei Indizien gehabt haben, dass die USA und ein Akteur in der Region die Kurden in der Türkei für etwas Ungutes beauftragen und versorgen. Der sogenannte IS ist inzwischen geschlagen. Die Balkanisierung und Zerstörung in der Region wird aber unverändert verfolgt. Und die Region ist damit nicht alleine. Europa ist auch ein Ziel der Destabilisierung. Zur Verstärkung des Prozesses ist Stephan Bannon in Europa unterwegs. Für den leichtsinnigen Europäer ist offenbar Kohle wichtiger als die Zukunft von Europa.

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Justitia 03.08.2018, 00:58
8.

Die Analyse von Herrn Popp ist unvollständig, denn er hört mit seiner Analyse genau dort auf, wo es eigentlich interessant wird. Was hätte es für die derzeitige Regierung für Folgen, wenn es aufgrund einer Abkehr von den USA zu erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten kommen sollte? Erdogan weiss dies genau, die noch nicht einmal 50% in der Bevölkerung, die ihn unterstützen, würden plötzlich zu seinen Gegner werden, denn nur der bisherige wirtschaftliche Aufschwung der Türkei ist das, was dieses vor allem aus der ärmeren Bevölkerung kommende Klientel, von ihm überzeugt hat. Ein von ihm provozierter wirtschaftlicher Abschwung wäre das Ende seiner "Herrschaft". Wie sehr Erdogan dies fürchtet, sah man, als er um bei Putin Abbitte zu leisten, nach Moskau flog, nachdem Russland als Reaktion auf den Jet-Abschuss wirtschaftliche Sanktionen verhängte. Dabei ist die Türkei von den USA und deren Geldwirtschaft noch viel abhängiger als von Russland. Im Gegensatz zu Herrn Popp glaube ich deshalb auch nicht daran, dass es Erdogan auf eine Konfrontation mit Trump ankommen lässt. Er wird nach vielen blumigen Drohungen in Richtung USA letztendlich klein beigeben.

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Zagrandar 03.08.2018, 01:04
9. Es hätte auch seine Vorteile

1. In einem Konflikt zwischen Grichenland und der Türkei wäre die Nato klar auf Seiten Griechenlands
2. Man könnte endlich Klartext sprechen hinsichtlich der Menschenrechte der Kurden, vielleicht sogar die PKK von der Terrorliste nehmen
3. Wenn sich keine Nato-Einheiten auf türkischen Boden mehr befinden, fällt das Erpressungspotential hinsichtlich einer Unterstützung der FSA komplet weg. Die Nato könnte einen Friedensmission nach Nordsyrien schicken, ein Veto der Türkei würde keine Rolle mehr spielen. Militärisch und wirtschaftlich könnte sich die Türkei keine Auseinandersetzung mit der Nato leisten.
4. Man könnte in Deutschland endlich die 5. Kolonne der AKP von der Geldzufuhr abschneiden und die gesamte DITIB wegen Spionage auflösen und ihr Vermögen in Deutschland einziehen.
...

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