Forum: Politik
US-Schulschießereien: Aufstand der Teenager
imago/ ZUMA Press

Die Columbine-Generation: Geboren nach dem US-Schulmassaker von 1999, sind sie "School Shootings" gewöhnt. Doch nach dem Amoklauf von Florida machen die Jugendlichen jetzt gegen die Politik mobil.

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rambazamba1968 19.02.2018, 12:13
150. Gefährlich und Politikverdrossenheit

Die Waffengesetze sind unerträglich und wenn sich nichts ändert, wird die Politikverdrossenheit steigen.
Das Signal, dass sich im Land nur was ändert wenn man die Politiker schmiert, ist verherrend und leider auch bei uns verbreitet.
Der Umgang mit der Autolobby in Deutschland von der SPD/CDU ist genau das gleiche.

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derjoey 19.02.2018, 12:15
151.

Zitat von pittiken
Wenn ich eine Waffe haben möchte, dann kann ich mir diese auch beschaffen, illegal, überall auf der Welt, auch in Deutschland.
Hürde eins: Die Beschaffung. Wenn die Waffe (plus Munition) ilegal ist, die Sie erwerben möchten, müssen Sie auf illegale Kontakte zurückgreifen. Diese muss man erstmal - in einem vermutlich unbekannten Milieu - finden und dann beim Kauf nicht zufällig entdeckt oder verpfiffen werden. Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, von den Verkäufern über's Ohr gehauen zu werden, indem diese Ihnen gar nichts oder eine fehlerhafte Waffe verkaufen. Beschweren werden Sie sich dann wohl kaum, weil Sie selbst strafffällig geworden sind. USA: Sie erwerben eine neuwertige Waffe rechtmäßig und vermutlich mit Garantie.

Hürde zwei: Aufbewahrung. Wenn Sie nicht gerade alleine leben, müssen Waffe und Munition ja irgendwo hin, wo sie nicht gesehen werden. USA: Die Waffe landet für alle sichtbar im Schaukasten.

Hürde drei: Die beste Waffe nützt nichts, wenn man damit nicht umgehen kann. Also müssen Sie üben. Es gibt aber keine legale Möglichkeit, mit einer illegalen Waffe herumzuballen. Also gehen Sie irgendwo in die Wallachei und üben dort, was wiederum leicht Aufmerksamkeit erregen kann (laute Schüsse halt). USA: Sie gehen auf einen öffentlichen Schießstand.

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bacillus.maximus 19.02.2018, 12:16
152.

Zitat von goliath1980
...kann jeder in eine Schulgebäude eindringen, der da nix verloren hat? Ich habe eine Chipkarte um in meine Firma zu gelangen, am Eingang (Drehkreuz) werde ich gezählt (nicht registriert!) hab ich die mal vergessen gibt es Probleme. Es sollten Polizeiposten bzw. Dienststellen grundsätzlich in Schulzentren integriert werden. Solche Maßnahmen könnte man sofort umsetzen.
Der Täter hat einen Feueralarm ausgelöst und auf die herausströmenden Schüler geschossen. Als die zurück ins Gebäude flohen ist er hinterher. Jede massive Drohung gegen das Innen einer Schule führt logischerweise zur sofortigen Räumung.
Und wer wollte evtl. gepanzerte Türen ferngesteuert zum Schutz schliessen wenn er nicht weiß wieviel hilflose Opfer er damit aussperrt?
Weder ein Metalldetektor noch ein Polizist ohne schweren Körperpanzer hätte was dagegen tun können.
Das Drama um die Sekte in Waco hat es deutlich gemacht, die Verbarrikadierten haben über ihre Aussenkameras Polizisten auf dem Dach gesehen und diese durch Dach und Wände hindurch mit Sturmgewehren erschossen bevor die überhaupt sehen konnten wo jemand sitzt. Auf jeden Fall ist jede Möglichkeit um die im Umlauf befindlichen Waffen zu reduzieren mehr wert als Schulen, Kindergärten, Rathäuser und Einkaufzentren in einen nur noch irgendwie erträglichen, aber nicht mehr lebenswerten Hochsicherheitsraum zu verwandeln.

Googeln Sie mal nach "Shoko Asahara", oder "Bhagwan" und "Oregon", verrückte Menschen sind verrückt, aber nicht dumm.

Hochrüsten hat noch nie irgendwas positives bewirkt, weder im Kleinen noch im Großen. Wer Sechzig oder älter ist weiß das, wer jünger ist muß das trotz allen guten Zuredens von uns "Alten" erst lernen.

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scoopx 19.02.2018, 12:17
153. Bitte..

Zitat von _citizen_
Und woher wissen wir, dass die Kinder nicht politisch instrumentalierst worden sind? M. Pitzke ist m. M. nach in die USA gegangen weil man nur dort eine bestimmte Einstellung sehr tolerant ausleben kann. Er sollte sich gut überlegen warum das so ist und wie das mit dem freien Waffenbesitz wohl zusammenhängen mag. Dabei hat er immer die Alternative in ein weniger freizügiges Land, wie Deutschland, mit strengem Waffenrecht, wie von ihm sehnlichst gewünscht, zurückzukehren.
... "tolerant" und "freizügig" sind die USA doch schon lange nicht mehr. Das Land ist ein Polizei- und Kerkerstaat. In Bezug auf die Todesstrafe spielt es in einer Liga mit Iran, Nordkorea oder Saudi-Arabien.

Indes hat die auch in Schulen allgegenwärtige Polizei die "school shootings" nicht verhindern können. Die Polizei weitet ihre Befugnisse ständig aus, aber auch "search and frisk" und "predictive policing" hat gegen school shooting genausowenig genutzt wie der "war on drugs" den Drogenkonsum verringern konnte.

Gerade die Schulen sind ein Schauplatz lückenloser Polizeipräsenz und polizeilicher Übergriffe. Schon vor Jahren hat die US-Journalistin Annette Fuentes in ihrem Buch "Lockdown High" über folgende Zustände berichtet: Metalldetektoren, Drogentests für Aspirin, die Aufnahme von Personalien durch die Polizei von unbescholtenen Schülern, unbegründete Schulverweise, waffentragende Lehrer, Polizeiaufsicht und allgegenwärtige Videoüberwachung.

Das bedeutet: Gewöhnung an Polizeischikane als Erziehungsziel - eine Sache, die von den Bürgern eines freien Landes toleriert wird weil sie glauben, sie erhöhe die Sicherheit.

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allufewi 19.02.2018, 12:21
154.

Zitat von invictus
Ich kann Ihnen sagen, woran es liegt: Waffen erzeugen im Menschen archaische Gefühle, fühlbare Macht in den Händen, Steinzeit-Trigger des Jägers. Das ist der wahre Grund, warum man Waffen mag, es gibt keinen anderen, alle anderen sind Selbstbetrug. Man muss kein ehemaliger Soldat sein, um diese Zusammenhänge sehen zu können. Man muss es allerdings wollen - und das ist bei sehr Vielen nicht der Fall. Mir tun die Menschen dort leid.
Toll, die hyperkomplexe menschliche Psyche in 3-4 griffigen Sätzen.

Haben Sie vielleicht auch noch was für Fahrer schneller Autos, Messersammler, Militaria-Freunde, Puffgänger und ähnliche Abgehängte? :)

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Stefan_G 19.02.2018, 12:23
155. Traurig, aber wahr

Die Waffengesetze der USA wären längst andere, wenn seit 20 Jahren regelmäßig 2x im Jahr Amokläufer im Kongress jeweils 10 Abgeordnete erschießen würden.
Kinderleben sind aber nicht wichtig genug, sie sind jedenfalls kein Grund, um über die Verbreitung von Schusswaffen nachzudenken.

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martinm70 19.02.2018, 12:28
156. Lösungsvorschläge

Der Zugang für Waffen für alle unter 21 ist gesetzlich verboten. Es gibt Strafen für Erwachsene die Jugendliche Waffen zukommen lassen und Belohnungen für Hinweise auf illegalen Waffenbesitz. Wer eine Waffe besitzt muß psychologische Eignungstests durchführen.

Vielleicht auch mehr Überwachung für auffällig gewordene Jugendlichen

Aber gut, mit den Republikanern und der Trump Regierung ganz sicher nicht zu machen. Die werden sicher einen Teufel tun ihr Fangruppe aus Hinterwäldler Hillbilly Typen zu verärgern. Für die ist nach Trumps Tweet eh sofort klar daß daran nur das FBI Schuld trägt und das man die Lehrer nicht auch noch mit Waffen ausgestattet hat.

Und durch Amerikas bescheuertes Wahlrecht mit "Stimmgebieten" bekommen solche ungebildeten Landeier leider auch bei weitem zuviel Gewicht.

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PSBBM 19.02.2018, 12:29
157.

Die US-Waffengesetze z.B. sind zu lasch. Es können somit Menschen leichter an Waffen kommen, die dann zu einer Gefahr für die Allgemeinheit werden können. Es ist wichtig das zu thematisieren. Aber viel wichtiger ist doch die Frage: Was treibt junge Menschen dazu zum Massenmörder zu werden? Mit der Verfügbarkeit von Waffen alleine lässt sich das nicht erklären. Das Problem wird man nur lösen, wenn man diese Frage zufriedenstellend beantworten kann.

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Stefan_G 19.02.2018, 12:30
158. zu #12

Zitat von pittiken
Die meisten tödlichen Unfälle passieren auf den Landstraßen, wo ein generelles Tempolimit gilt.
Der Vergleich ist unsinnig, die Autobahn ist kreuzungsfrei, man hält normalerweise nicht an, um jemanden die Vorfahrt zu gewähren, es gibt keine Fußgänger, Radfahrer, Straßen- und Eisenbahn.
Somit sind die einzigen nachvollziehbaren Gründe für tödliche Unfälle Geisterfahrer und technische Defekte.

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petromax 19.02.2018, 12:31
159.

Zitat von Abgasaffe
Ja und? In den USA gibt es mehr private Waffen, als Einwohner, die irgendwie ilegalen Waffen nicht eingerechnet. Wer will dort, was, wie ändern? Das Thema ist lange durch. Die Lehrer oder speziell trainierte ältere Schüler zu bewaffnen, erscheint da noch am sinnvollsten
..das ist das übliche Gesabbel der US-amerikanischen Waffenlobby.

"Bewaffnet Euch mit Schießprügeln und trainiert, damit ihr denjenigen, der Euch erschießen will, schneller erschießen könnt.."

Klappt nur nicht, weil offenbar immer noch nicht genug Menschen in den USA einen eigenen Schießprügel haben.

Trotz Supermärkten, in denen man haufenweise Knarren ohne große Prüfungen kaufen kann.

Nutzt den Angehörigen, die jetzt - mal wieder - geliebte Menschen verloren haben, auch nicht.

Schießprügel gehören nicht in Supermärkte - und die Abgabe an Menschen muß offenbar schärfer geregelt werden.

Es ist wie beim Hund - das Problem steht oft genug am oberen Ende der Leine.

Hier steht es am Abzug, mit weitaus fataleren Folgen.

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