Forum: Politik
US-Strafzölle: Sagt den G-7-Gipfel ab!
AFP

Donald Trump behandelt die wichtigsten Verbündeten der USA wie Gegner. Es ist an der Zeit, in der Beziehung zu dieser Regierung reinen Tisch zu machen.

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nixkapital 01.06.2018, 10:03
150. ....

Zitat von tom.switzerland
Strafzölle mit Strafzöllen bringt gar nichts und tut den USA auch nicht weh. Ich würde auf die richtigen "Painpoints" drücken, so dass es richtig weh tut. Diese wären: in grösserem Umfang US-Anleihen verkaufen, so dass die Renditen signifikant hoch gehen und Öl nur noch gegen Euro oder Yuan handeln. Man würde staunen, wie schnell Herr Trump sich bewegt - oder US-Truppen nach Europa schickt.
Eher letzteres. Der große Riss zwischen Russland und dem Westen kam ja nicht durch die Person Putin an sich. Der war auf einmal "persona non grata", nachdem er in Frage gestellt hatte, warum man Öl eigentlich in US-Dollar handeln müsse.

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liberalerfr 01.06.2018, 10:03
151.

Zitat von neurobi
Es gibt Warengruppen, auf die die Europäer höhere Zölle verlangen und es gibt und solche auf die die Amerikaner höhere verlangen. Insgesamt recht ausgeglichen. Und wenn Trump die Einfuhr von Luxusautos beschränken sollte, könnte man als Gegenmaßnahme die Einfuhr von US-(Elektro-)Autos einschränken.
Leider ist die Gesamthöhe der jeweiligen Zölle nicht ausgeglichen: Die EU Zölle sind fast doppelt so hoch wie der USA. Und bei Autos verlangt die EU bereits viermal soviel Zoll wie umgekehrt. Deshalb werden ja auch keine US Autos in Europa gekauft. Diese Einfuhrzölle weiter zu erhöhen wird deshalb keine Auswirkungen für die USA haben.

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NauMax 01.06.2018, 10:03
152.

Zitat von suzanna_we
übersehen wir leicht, dass die Welt um uns herum zerbröckelt. Jahrzehntelang wurde auf Verschleiß gefahren, in D und in der EU. Es lief ja alles so wundervoll glatt. Mein Eindruck ist, dass mehr und mehr Staaten sich auf ihre Nationalstaatlichkeit zurückziehen. Könnte doch auch passieren, dass das Ergebnis für die USA das ist, dass die Stahlindustrie einen Aufschwung erlebt.
Das ist unwahrscheinlich, da den USA das Know-how fehlt, den bislang importierten Stahl überhaupt selbst herzustellen. Die meisten ehemaligen Stahlarbeiter sind längst in Rente, die Fertigungsmethoden in den verbliebenden Werken größtenteils seit Jahrzehnten veraltet, moderne Legierungen können z.T. gar nicht aufgebracht werden, etc. Darüber hinaus fand diese Auslagerung ja gerade deshalb statt, weil die US-Stahlproduzenten auch kostenrechnerisch nicht mehr marktfähig waren. Die Preise würden sich also selbst mit dem Vorhandensein dieser Kapazitäten erhöhen. Das führt dann dazu, dass die stahlverarbeitende Industrie keine andere Wahl hat, als trotz Strafzölle zu importieren. Diese Zölle werden dann 1:1 an deren Kunden weitergereicht und landen so beim Endverbraucher, auf den das wie eine saftige Steuererhöhung wirkt, die aufgrund ihrer Pauschalität primär die ärmeren Schichten belastet, die schon bei den Steuersenkungen im letzten Jahr leer ausgegangen sind. Gleichzeitig wird der momentan bestehende Bauboom in den Großstädten ausgebremst oder im schlimmsten Fall ganz gestoppt, Firmen halten Investitionen zurück, Banken vergeben in Folge dessen kaum noch Investitionskredite und verdienen daran selbst kein Geld mehr, sodass sie ihre Kosten durch höhere Zinsen für Privatkredite decken müssen - was wieder auf Kosten der einfachen Bürger geht. Im schlimmsten Fall hat Trump hier gerade eine Lawine ausgelöst, die in einer Wirtschaftskrise wie vor 10 Jahren gipfelt

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detlef_s 01.06.2018, 10:03
153. Erstaunlich ? aber schmerzend ...

... wenn man aus dem geliebten Klischee aufwachen muss.

Bereits vor Jahren konstatierte der (ehem) US-Botschafter in D
Kornblum:
USA u Deutschland (resp EU) sind keine Freunde,
sondern [allenfalls] Partner.

Diese US-Logik besagt auch, dass man nicht nur besser
sein muss als der Handelspartner, man muss auch [aktiv]
dafür sorgen, dass der Partner schlechter dabei wegkommt.

so what?

also nichts neues, nur der Traum ist ausgeträumt.

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vielflieger_1970 01.06.2018, 10:04
154.

Zitat von suzanna_we
übersehen wir leicht, dass die Welt um uns herum zerbröckelt. Jahrzehntelang wurde auf Verschleiß gefahren, in D und in der EU. Es lief ja alles so wundervoll glatt. Mein Eindruck ist, dass mehr und mehr Staaten sich auf ihre Nationalstaatlichkeit zurückziehen. Könnte doch auch passieren, dass das Ergebnis für die USA das ist, dass die Stahlindustrie einen Aufschwung erlebt.
Da werden Sie leider enttäuscht werden: besonders beim Stahl fehlt den Amerikanern schlicht das knwo-how. Sie wissen einfach nicht, wie bestimmte Stahlqualitäten gefertigt werden und haben auch nicht die Anlagen dafür. Das ist ja einer der Gründe für Handel: weil man eben nicht alles selber fertigen kann, wird Handel betrieben. DT kontarkariert dieses Prinzip und appeliert an die niederen Instinkte seiner Wähler, was ihm bisher auch gelang. Langfristig wird das jedoch zu weiteren Arbeitslosen und Verteuerungen für die Verbraucher in den USA führen. Aber dazu müsste man ökonomische Prinzipien verstehen, was weder er noch eine Menge Foristen erkennbar tun.

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Siebengestirn 01.06.2018, 10:05
155. Für eine Absage ist es wohl leider zu spät.

Aber: Man könnte auf jede Pressekonferenz, jeden gemeinsamen Auftritt und jedes freundliche Lächeln verzichten. Die Weltpresse könnte sich auf nüchterne Kurzberichte beschränken. Das aber wird wieder leider nicht passieren.

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Kurt2.1 01.06.2018, 10:05
156. .

Ich vermute, am sinnvollsten wäre es, den G7 Gipfel abzusagen. Es gibt mit den USA im Moment nichts zu besprechen.
Parallel dazu könnten sich die anderen 6 zu einem Treffen verabreden.

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gangnamstyle 01.06.2018, 10:05
157. G7 nicht mehr zeitgemäß

G7 ist nicht mehr zeitgemäß und das schon vor lange Zeit vor Trump. G7 widerspiegelt weder die stärksten oder bedeutendesten Wirtschaftsnationen im Westen und schon gar nicht der Welt! Beispiel Italien: Italien hat schon lange nicht nur Wirtschaftsprobleme, sondern leidet lange unter Korruption und über die Finanzpolitik wollen wir erst gar nicht sprechen. Beispiel Japan: Seit wann gehört Japan zu den westlichen Nationen? Und wenn wir über die westlichen freiheitlich-liberalen Werte sprechen, wo Japan doch seine alte Geschichte immer noch nicht verarbeitet hat und Geschichtsrevisionismus betreibt. Ansonsten ist Japan schon lange auf dem fallenden Ast - gesellschaftlich und wirtschaftlich sowieso.
Wenn es um Posieren für die Fotos geht, dann ist doch das alljährliche Treffen in Davos vielleicht eine bessere Plattform für die "mächtigen" kapitalistischen Staatsoberhäupter dieser Welt.

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hausbrecher 01.06.2018, 10:06
158.

Absagen ist notwendig, denn ansonsten wird Trump die anderen düpieren. Wenn sie Glück haben, schickt er jemanden aus der 2. oder 3. Reihe, da er sich lieber für die ihm zugewandten Schauspieler einsetzt... . Der Mann weiß, was für IHN wichtig und richtig ist.

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rösti 01.06.2018, 10:07
159. Ja

Zitat von rambazamba1968
mann muss den G6-Gipfel nicht so nennen, aber man sollte anfangen die USA zu isolieren
Ja man muss solchen Leuten die Bühne zur Selbstdarstellung
nehmen und Ihn isolieren.Die USA ein "Freund",da kann man ja über Zölle sprechen, aber auf eine Art wie es unter Freunden üblich ist, man verhandelt miteinander auf Augenhöhe! Wenn die USA meint so mit Verbündeten umgehen zu können, zeigt dass nur, die Arroganz der Welt gegenüber. Ja Sie haben riesige Stahlwerke,aber die sind nicht auf dem heutigen Level und sind auch noch wahre Giftschleudern.
Die Taktig der USA wahr in einem erfolgreich, sie haben die guten Beziehungen der letzten Jahren zu Putin gekappt und die EU stehen ohne Hose da.
Jetzt schnell wieder Verbindung zu Russland aufnehmen und die Lage wieder ins Lot bringen! Denn es ist wirklich so wenn wir Ruhe haben wollen, müssen wir die Russen als gleichwertigen Partner mit in Europa einbinden!
Wie wir jetzt gesehen haben ( Mord der keiner wahr ) ist die Ukraine nicht grade der glaubwürdigste Partner mit seiner Oligarchen Führung´s - Elite.
Jetzt Rächt sich auch die Kritiklose unterwürfige Art mit den USA und dessen Lieblings Vers allen Israel.....nur nichts sagen sonst ist man ein Nazi! Und diese beiden sind mitschuldig an den vielen Bränden im nahen Osten!

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