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US-Strategie: Obamas miese Optionen im Syrien-Krieg
AFP

Der Krieg in Syrien droht zum Desaster für Barack Obamas Außenpolitik zu werden. Die Berater des US-Präsidenten sollen nun eine neue Strategie entwerfen. Schon jetzt ist klar: Alle Optionen sind schlecht.

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melaw 06.10.2016, 10:41
1. Einseitig

finde ich den Bericht leider. Kein Wort darüber, dass Obama im Sinne der US-Hochfinanz (und daran hängt der US-Haushalt) und nach Absprachen mit den Saudis den Regimewechsel in Syrien forcieren muss. Optionen ohne regime change kommen nicht in Frage, auch wenn sich Syrien damit stabilisieren liesse. Daher seine Bredouille. Zu diesen Zusammenhängen findet man leider null deutschsprachige Presse.

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alex300 06.10.2016, 10:46
2.

die Washington ohnehin schon seit Langem unterstützt, mit moderneren Waffen ausstatten"

Welche Terroristengruppen sind denn "moderat"?
Al-Qaida oder IS?

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jetzttexteich 06.10.2016, 10:47
3. wie wäre es....

...wenn der Westen (Obama usw.) keine Rebellen mehr unterstützen, dafür aber ausschliesslich nur noch den IS bekämpfen würde?

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Ein_denkender_Querulant 06.10.2016, 10:49
4. Warum einmischen?

Es geht um einen internen Freiheitskampf, der mit unerträglicher Härte geführt wird. Welche Seite sollte man warum unterstützen? Wenn es der Bevölkerung zu hart wird, sollten Sie dafür Sorgen, das die Kämpfe aufhören, aber beide Seiten, sowohl die fundamentalistischen Terroristen ebenso wie die Staatsterroristen wissen, was ihnen blühen würde, wenn die andere Seite gewinnt. Es bleibt nur Tot oder Flucht, Frieden und Verständigung wird es nicht geben. Das muss man leider akzeptieren.

Mit jeder Waffe, die wir liefern, mit jedem unterstützenden Luftangriff verlängern wir das Leiden der Bevölkerung nur. Die Russen sind von der legitimierten Regierung eingeladen und kämpfen mit der Regierung. Das mag moralisch verwerflich sein, völkerrechtlich ist es legitimiert. Die USA und ihre Verbündeten dagegen versuchen unlegitimiert einen Staatschef, besser einen Tyrannen genannt, zu stürzen. Dieses Verhalten ist moralisch nachvolllziehbar, solange man nicht an die Folgen denkt und dazu einen Blick auf Lybien wirft, es ist aber völkerrechtlich geächtet.

Geholfen wäre den Menschen damit, Flüchtlinge mit nächstenliebe, wie es unserer christlichen Kultur entspräche, aufzunehmen, anstatt die Boote, wie es unsere rechtsextreme Ecke der AfD fordert, abzuschießen und zu versenken. Das ist der eigentliche Skandal und niemand verbietet diesen Verfassungsfeinden das Wort.

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Schee wars... 06.10.2016, 10:50
5. Wen interessiert das?

Die einzige und allein gültige Option kann und muss sein, das dort nicht sinn- und wahllos Menschen zusammengebombt werden, weil es eine lokalen Massenmörder und einem russischen Despoten politisch so in den Kram passt.
Wie kann eine solche Option schlecht sein-keine SAU sollte an den politischen Auswirkungen für seine eigene Karriere interessiert sein!

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magier 06.10.2016, 10:50
6.

Der Ablauf zeigt, dass weder Kerry noch Obama noch Herren des Verfahrens sind. Die Militärs haben den Friedensprozess durch ihr Bombardement der syrischen Streitkräfte boykottiert. Ihnen liegt an einer Eskalation. Eine Flugverbotszone würde nach Meinung von Fachleuten zu einer direkten Konfrontation mit den Russen führen. Ist es das, was gewollt ist? Die laufenden Angebote der Russen zum gemeinsamen Handeln scheitern wohl daran, dass die USA islamistische Terroristen, die sie früher bekämpft haben, jetzt mit "modernen" Waffen aufrüsten wollen. Es geht doch nicht um Humanität und Menschenrechte, sondern nur noch darum, wer in Syrien demnächst das Sagen hat.

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Markus Frei 06.10.2016, 10:57
7. Wunschdenken

Die Optionen "Flugverbotszone" oder Angriff auf die Syrische Luftwaffe sind nicht mehr als Wunschdenken. Vor 2 Jahren war das noch eine Option, heute würde das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine direkte militärische Konfrontation mit Russland bedeuten. Man hat schlicht durch halbherziges Handeln und fehlender Strategie die Kontrolle in diesem Konflikt an Russland abgegeben, das sollte man langsam akzeptieren. Auch die Option modernere Waffen an sogenannte moderate Rebellen zu liefern ist absurd. Es gibt kaum noch "moderate" Rebellen die genug Schlagkraft hätten. Die radikalen Islamisten haben bei den Rebellen das Sagen, auch das sollte man langsam mal begreifen. Und eins dürfte sicher sein, sollten die USA auf die Idee kommen syrische Truppen direkt zu bombardieren wird Russland diese einfach mit modernsten Luftabwehrsystem ausrüsten und dann kracht es da richtig. Kurz gesagt, der Westen hat es schlicht vergeigt. Die einzig realistische Option ist, gar nichts mehr zu tun und zu hoffen das es nicht ganz so schlimm wird.

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dieter 4711 06.10.2016, 10:57
8. Flugverbotszonen hätten eingerichtet werden sollen

Es war schlecht keine Flugverbotszonen einzurichten, wo dies noch ging.

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jackohnereacher 06.10.2016, 11:00
9. Einfach den Geldhahn

abdrehen und schon sind IS, Al Quaida, Nusra und alle anderen "gemäßigten" Rebellen sofort waffenstillstandsbereit und brauchten sich nicht mehr hinter der Zivilbevölkerung zu verstecken.

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