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US-Strategie: Obamas miese Optionen im Syrien-Krieg
AFP

Der Krieg in Syrien droht zum Desaster für Barack Obamas Außenpolitik zu werden. Die Berater des US-Präsidenten sollen nun eine neue Strategie entwerfen. Schon jetzt ist klar: Alle Optionen sind schlecht.

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Emderfriese 06.10.2016, 11:00
10. Lösungen

"...'Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt', betonte er kürzlich vor der Uno. ..."
Das ist das Problem der US-Amerikaner. Solange die USA an einer radikalen Forderung nach "Assad-muss-weg" festhalten, gibt es nur eine militärische Lösung. Deren Umsetzung liegt aber in den Händen eben Assads und seiner Verbündeten. Zur Zeit sieht es so aus, als wäre das Scheitern der Strategie Obamas und seiner "Experten" vorprogrammiert, weil ein Aufgeben der "friedlichen" Linie wohl zumindest eine örtliche Auseinandersetzung mit den Russen nach sich zieht. Wobei es eine solche "friedliche Linie" ohnehin nicht gibt, es kämpfen nur Stellvertreter den Kampf der USA. Stellvertreter wie Al-Nusra, die ansonsten als Terroristen geführt werden.
Man darf darüber hinaus gespannt sein, wie die Auseinandersetzung um Mossul weitergeht - um nicht "Schlacht" zu sagen. Ob sich die "westliche" Kritik dann ebenso empören wird über Bombardements und Raketenangriffen? Dort zumindest wird eine militärische Lösung gesucht.

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Donald Knapp 06.10.2016, 11:02
11. Obama hat hier ganz klar versagt......

....und hat jahrelang gezögert dem brutalen Treiben Assad ein Ende zu setzen. Das liegt sicher auch am zögerlichen Handeln der westlichen Staaten.
Jetzt hat er das Feld den Russen überlassen und die Bomben ein Krankenhaus nach dem anderen in den Staub.
Was will man denn machen wenn Assad am Ende durch russische Unterstützung gewinnt. Will man tatsächlich mit einer solchen Person in der UNO an einem Tisch sitzen?

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godfader 06.10.2016, 11:04
12. Die beste Option wäre gewesen...

...Syrien in 2012 nicht zu destabilisieren. Ohne die panzerbrechenden Waffen die Dank CIA/Saudi Arabien nach Syrien gelangen hätte es diesen Bürgerkrieg in diesem Ausmass nicht gegeben.

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tomxxx 06.10.2016, 11:07
13. Das ist halt so in einem Krieg...

aber ich bin mir da nicht so sicher, ob Obama so unzufrieden ist. Er könnte jetzt Riesenaufwand betreiben und Russland aus Syrien drängen, ... aber wozu? Statt Putin hat er dann wieder neue Islamisten am Hals. Natürlich heult ihn Israel jetzt voll, dass russische Luftabwehrraketen in der Region ihre ganze Operationsfähigkeit beieinträchtigt und das ganz schrecklich ist... aber so wie im Netanjahu die ganze Zeit gekommen ist... ist ein schöner strategischer Grund, Israel zu sagen, dass nicht alles läuft auch nicht unwillkommen. also... kann man mal laufen lassen... irgendwann will Russland dann auch mal wieder Frieden haben (Geld und Ressourcen sind da gerade auch Mangelware)...

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msvanessacheng 06.10.2016, 11:08
14.

Die USA haben keinen Einfluss mehr in Syrien. Saudi Arabien, Katar und Kuwait sind die "Master of Desaster", da fast jeder Islamist unter deren Fuchtel steht. Solange diese Länder Waffen liefern, werden auch die syrische Regierung und Russland bomben müssen. Selbst auf die Türkei hat Putin mehr Einfluss als Obama.

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rofis 06.10.2016, 11:10
15. Obama und Syrien

Leider werden die wichtigsten Dinge nie gesagt: 1. Die USA sind im Syrien-Konflikt zutiefst involviert - sie haben den "arabischen Frühling" als Finte ausgelöst, um den nahen Osten um zu bauen - totales Chaos war vielleicht nicht das Ziel, aber wurde auf jeden Fall in Kauf genommen (jedenfalls gibt es nach 5 Jahren nicht einen einzigen Namen, wer denn die demokratische Opposition überhaupt sein soll). 2. Wenn es jemals "moderate Rebellen" gab, sind sie längst zu den stärkeren Fraktionen der Islamisten übergelaufen oder vernichtet worden (sie werden von Saudi Arabien mit Waffen versorgt: was für ein Interesse hat Saudi Arabien an Demokraten in einem arabischen Land? ) 3. Seit 5 Jahren befeuert Amerika mit seinen Verbündeten einen Konflikt, den es sonst nie gegeben hätte. 4. Assad ist als Präsident mehrfach gewählt worden, was vielleicht nicht so viel bedeutet, aber er war vor dem Krieg im Westen gerne gesehen. Ein Augenarzt, der in London studiert hat und das Amt übernehmen musste, weil sein älterer Bruder früh verstorben war. Gefoltert wurde in Syrien zuletzt vor allem im Auftrag der USA. Zuletzt: wenn man als Beispiel Libyen nimmt, dann wird man wohl zugeben müssen, dass die Zeit Gaddafis den Menschen dort im Nachhinein als goldenes Zeitalter erscheinen muss - der höchste Lebensstandard Afrikas! Warum bekämpfen die USA denn wohl Länder, in denen es freie Gesundheitsvorsorge und freien Zugang zu Bildung gegeben hat? Dinge, die es in Amerika niemals geben wird. Es ist hässlich, es zu sagen, aber die Geschichte des Westens als Maß aller Dinge ist zu Ende. Man sollte das besser schnell einsehen, denn sonst wird es wirklich bitter.

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Fred Widmer 06.10.2016, 11:14
16. Von Anfang an eine Totgeburt

Die Idee einen legitimen Staat zu zerschlagen (wie schon im Irak) ist dann absolut gaga, wenn es nur mit der Unterstützung von Leuten geht, die wir offensichtlich als Terroristen einstufen und hier in DE (bzw. in den USA) auf der Stelle verhaften würden. Deshalb hat man sich auch das Märchen der "gemäßigten Terroristen" ausdenken müssen. Irak fiel damals nur, weil die Sowjetunion mit sich selbst zu tun hatte und letztlich zerfiel. Heute ist das anders. Rußland ist beinahe wieder zurück als Weltmacht. Das haben die "US-Strategen" zu spät erkannt. Rußland versucht wie im Schach, immer einen Schritt voraus zu sein (heute: Stationierung von S300-Systemen, gestern: Modernisierung der strategischen Atomraketenbestände).

Und: auch wenn Assad Feinde hat, bedeutet das nicht, daß das unsere "Freunde" sein müssen, nur weil Israel mit Assad den Einfluß Teherans beseitigen will (und dabei sogar mit Saudi-Arabien! zusammenarbeitet). Kann man solchen Mächten wirklich noch über den Weg trauen? Dann schon lieber Assad.

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katzekaterkarlo 06.10.2016, 11:14
17. Träumen Sie weiter Herr Obama ,,,

... nicht umsonst heisst es: "Wehret den Anfängen". Das haben Sie verpasst. Jetzt sollte es besser lauten: "Wehret den Anfängern".

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Mertrager 06.10.2016, 11:18
18. Bleistift kauen

Mir kommt es so vor, als ob der Autor genauso ratlos an diesem Artikel feilte, wie er es der US-Seite in diesem Konflikt unterstellt. Die Faktendarlegung ist interessant, wenn auch vermutlich unvollständig. ZB wird es kaum so sein, dasz kein "thinktank" o.ä. an der Sache dran ist und in USA die Öffentlichkeit da nix von weiß. Hauptproblem ist nicht, dasz der Autor wenig Perspektiven darlegt. Hauptproblem ist die unzureichende Analyse auf der Basis der von ihm selbst dargelegten Fakten.

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realdemokratie 06.10.2016, 11:20
19. ich fürchte zu spät...

Obama hätte schon lange eingreifen müssen - spätesten als der Massen- und Kindermörder Assad rund 1500 Menschen, überwiegend Kinder, im August 2013 vergast hat. Am Anfang des Volksaufstandes gegen Assad existierten kaum islamistische Gruppierungen. Die Freie Syrische Armee bestand aus hauptsächlich säkularen Kräften. Aber die unterlassene Hilfeleistung des Westens erlaubte es Assad, die moderaten Kräfte zu vernichten und das ganze Land in Schutt und Asche zu legen. Auf diesen Trümmern haben sich die Islamisten erst angereichert, die im Übrigen auch von Assad heimlich und indirekt unterstützt wurden. Das Ziel dabei wa zu suggerieren, dass es keine demokratische Bewegung ist. Der IS hat auch hauptsächlich gegen die moderaten Kräfte in der syrischen Opposition gekämpft. Dass die Islamisten jetzt in der Mehrzahl sind verdanken wir der grenzenlosen Brutalität und Menschenverachtung von Assad - und der Tatenlosigkeit der USA und der Feigheit von Obama.

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