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US-Truppenabzug aus Syrien: Trump verteidigt seinen Kurs - und wird heftig kritisiert
AFP

Der US-Präsident zieht die Truppen aus Syrien ab, bei der Entscheidung hat er offenbar enge Mitarbeiter außen vor gelassen. Widerspruch kommt aus London und Trumps eigener Partei. Derweil warnt Interpol vor einer neuen IS-Terrorwelle.

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peppi59 20.12.2018, 04:19
1. Unbegreiflich

Donald Trump macht den gleichen Fehler wie Barak Obama. Statt für Stabilität und demokratische Strukturen zu sorgen, bricht er seine Unterstützung einfach ab und liefert die Menschen der Region den Nichtdemokraten aus. Donald Trump ist konfus und planlos.

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stophel23 20.12.2018, 04:32
2. Echt?

Trump wird heftig kritisiert?
Das muss eine völlig neue Erfahrung für den Mann sein...

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nach-mir-die-springflut 20.12.2018, 04:39
3. Ohne Öl kein Feuer

Der US-Präsident ist Commander-in-chief, das heißt Oberbefehlshaber. Trump sagte es während seines Wahlkampfs, dass er keinen Bock drauf hat, den dritten Weltkrieg über Syrien ausbrechen zu haben. Ein Wahlversprechen an die kriegsmüden Amerikaner. Es hieß, die USA sind nur wegen des IS in Syrien, und nun sagen sie, sie haben den IS besiegt. Dann besteht ja auch kein Grund mehr, viel Geld für Truppen in Syrien auszugeben. Die Türkei muss ihre Truppen auch noch abziehen, der Iran auch, und Russland wird wohl seine Präsenz auf ein Minimum beschränkt halten. Nicht zu vergessen die syrischen Kriegsflüchtlinge, denen die Bundesrepublik Deutschland Schutz gegeben hat, die sich darauf freuen, wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. Steht noch die Ukraine auf der Liste. Auch dort will Trump sicher seine Soldaten wieder abziehen. Der Minsk-Vertrag sieht vor, dass die Ukraine vom Zentralstaat in den föderativen Staat abgeändert wird. In dem Zug dürfte der Donbass eine besondere Stellung einnehmen, eine gewisse Autonomie wie einst die Krim sie besaß. Trump ist so gut und war nur so gut, wie er den großen Krieg nicht führt. Er also aus der imperialen Logik seiner Vorgänger aussteigt.

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g.raymond 20.12.2018, 05:22
4. Noch einen Schritt weiter gehen....

Trump sollte die militärische Unterstützung von und Zusammenarbeit mit Saudi Arabien in dem von Kongressabgeordneten als Kriegsverbrechen eingestuften Jemenkrieg aufkündigen.

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s.l.bln 20.12.2018, 06:14
5. Na bitte

Seinem Sohn schenkt der Potus dessen Krempel einfach beim nächsten Fest zurück, für seinen Besitzer im Kreml legt er sich zum Fest der Liebe aber richtig ins Zeug.
Nebenbei wetzt Erdogan schonmal die Messer.

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pharisaer 20.12.2018, 06:46
6.

Wir, in Mitteleuropa sollten uns nicht zu sehr über Trumps Entscheidung aufregen. Wenn Deutschland meint, den Kurden zu helfen, muss die Bundeswehr deutlich aufwerten, mit Grossraumtransportflugzeugen mit interkontinentaler Reichweite wie die C-17. Die die Bundeswehr im eigenem Bestand hat. Die Truppenstärke müsste auf 285.000 angehoben werden. Auf 370.000 im 2. Schritt. Wenn Herr Trump, Herrn Erdogan gewähren lässt, und den SDF fallen lässt, wird der IS kurzfristig wieder stark. Zudem, muss man sich Fragen: Wann, zieht das NATO Bündnis die Konsequenz? Wenn Herr Erdogan, ähnlich wie einst Russland sich die Krim holte, sich im Handstreich den südl. Teil Zyperns holt? Dazu noch Inseln in der Ägäis? Wie Kris, Rhodos? Holt sich Präsident die von der Türkei besetzten Gebiete zurück?

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bauklotzstauner 20.12.2018, 07:07
7.

So lange Trump nun im Amt ist, gibt es ein interessantes Muster zu beobachten: Was er auch tut - er macht es "falsch". Und zwar auch, bzw. erst recht, wenn er ausnahmsweise mal etwas richtig macht. Wie auch jetzt wieder, wo er offenbar eingesehen hat, daß es für die US-Trupen in Syrien nichts mehr zu holen gibt - wie sie überhaupt nie dorthingehört hätten Das war und ist ein völkerrechswidriger Kriegsakt! ...begangen vom "Friedensnobelpreisträger" Obama!

Nur wenn Trump RICHTIG MIst baut, lobt man ihn! Etwa wenn er Raketen auf Syrien schießen läßt....

Das läßt tief blicken, welche Politik sich die "Trump-Kritiker" in Wirklichkeit wünschen. Und da muß man fast froh sein, daß aktuell diese toupierte Katastrophe auf dem Thron sitzt und nicht die "Präsidentin der Herzen" Hillary Clinton, die schon Libyen in eine Trümmerwüste verwandelte. Aber hinter den Kulissen wird ja schon am Machtwechsel gearbeitet. Und ich fürchte, diese schlimme Kriegstreiberin Nikki Haley haben wir auch nicht das letzte Mal gesehen...

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don_spon 20.12.2018, 07:10
8. Egal

was er macht. Egal was er lügt. Es ist und bleibt Schei*e.
Nach einem Telefonat mit Erdogan, zieht er die US Armee zurück.
Damit sind die Kurden Freiwild für Erdogan. Für Erdogan ist ja bekanntlich der Genozid gegen die Kurden (ja immer die böse PKK)
wichtiger als das Kleinhalten des IS. Die Türken können jetzt in Ruhe die nächste syrische Provinz erobern. Gülen wird an die türkische Diktatur ausgeliefert und hingerichtet. Der IS wird wieder erstarken
und es gibt dann bald wieder verstärkt Gefechte zwischen IS und Kurden.

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großwolke 20.12.2018, 07:13
9. Vereinfachung der Situation

Trump versucht wahrscheinlich einfach nur, Geld zu sparen und ein paar billige PR-Punkte an der Heimatfront für die Beendigung dieses schwer vermittelbaren Engagements einzufahren. Auf ihn und die Amerikaner sollte man nicht zu arg schauen, wenn man diesen Zug bewerten will. Für Syrien bedeutet es aber tatsächlich eine Verbesserung der Situation, weil damit ein gefährlicher, weil in mehrere Richtungen kompromittierter Spieler das Spielfeld verlässt. Zur Erinnerung: die USA unterstützen die Kurden, stehen aber im Bündnis (NATO) mit der Türkei, die gegen die Kurden vorgeht. Sie bekämpfen ISIS, die Feinde von Baschar al Assad, helfen damit aber einem Verbündeten Irans, was wiederum gegen die Bestrebungen ihres eigenen Verbündeten Saudi-Arabien geht. Das gleiche Saudi-Arabien, mit dem sich der türkische Präsident Erdogan einen Wettlauf um die Vormachtstellung in der Region liefert. Dazu noch die ständig schwebende Gefahr des Ausuferns von Reibereien zwischen den USA und Russland. Deshalb, völlig egal was amerikanische Militärs glauben: der Abzug der amerikanischen Truppen verbessert die Situation grundsätzlich, wenn er auch alleine noch nichts löst.

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