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US-Verhandlungen mit Taliban: Die Kapitulation des Westens in Afghanistan
REUTERS

Nach zwölf Jahren Krieg, Tausenden Toten und erbitterten Kämpfen wollen die USA mit den Taliban über Frieden reden. Für den Westen zählt dabei nur eines: der geräuschlose Rückzug. Doch für Frauen und Minderheiten am Hindukusch brechen dunkle Zeiten an.

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carranza 20.06.2013, 16:53
230. Ist etwa jemand überrascht?

Zitat von sysop
Nach zwölf Jahren Krieg, Tausenden Toten und erbitterten Kämpfen wollen die USA mit den Taliban über Frieden reden. Für den Westen zählt dabei nur eines: der geräuschlose Rückzug. Doch für Frauen und Minderheiten am Hindukusch brechen dunkle Zeiten an.
Das war doch wohl schon vor Beginn des Krieges klar, dass in den Bergen kein Krieg zu gewinnen ist. Das wäre zumindest für Leute mit Geschichtskenntnissen über den ersten und zweiten Weltkrieg keine zu in Frage stellende Tatsache gewesen.
Entweder war es schon vor dem Anfang nicht das beabsichtigte Ziel des Krieges diesen zu gewinnen, oder es hat sich einfach keiner in der Lage gesehen, die verrückten Bush-Krieger zu bremsen.

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teletube 20.06.2013, 16:54
231.

Zitat:"Erst in der vergangenen Woche köpften die Extremisten in der Provinz Kandahar zwei Kinder, die sie beschuldigten, für die afghanischen Sicherheitskräfte zu spionieren."-

Mit sowas verhandeln?
Diese Typen würde ich jagen bis zum Sanktniemerleinstag, wenn nötig!
Aber für die ganzen Friedensaktivisten wird ja jetzt alles gut mit Abzug der westlichen Truppen.
Der evangelikale Moralapostel (und Schnapsdrossel) Käßmann behauptete ja, daß nix gut ist in Afghanistan (also mit Stationierung).

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derfuchs79 20.06.2013, 16:57
232. learning by doing

Lasst sie doch einfach in ruhe!
zieht die Truppen ab!
Wie soll man Menschen helfen die keine Hilfe wollen,
da ihre Hirne von religiösen Fehlinterpretationen verbrannt sind. sollen sie sich noch ein bis zwei hundert Jahre die Köpfe abschlagen.
Macht die Grenzen zu und dann können sie ihren Tollen Gottesstaat vollziehen. Wer dann im vernünftigen Rahmen in der richtigen Welt leben möchte soll kommen.
Ansonsten tut Facebook Twitter SMS und der ganze andere Kram seine Aufgabe und irgendwann erhebt sich die Jugend und wird den feinen Herren in AFG schon zeigen welchen Weg sie gehen wollen und in was für einem Land sie leben wollen.

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steffensetzer 20.06.2013, 16:58
233. ...

Zitat von Steve Holmes
Man kann Menschen auch mit einem Knüppel erschlagen, erwürgen oder steinigen. Dass überlegene Waffen den Krieg nicht entscheiden hat gerade Afghanistan bewiesen. Das dortige Problem den hiesigen Waffenproduzenten anzulasten ist grober Unsinn. Auf die hochqualifizierten Arbeitsplätze in dieser Branche sollte Deutschland auf keinen Fall verzichten.
mit dem zweiten Abschnitt haben sie sich unter dem Deckmantel einer sachlich formulierten Argumentation ans untere Ende der Menschen katapultiert, die Respekt verdienen sollten. So eine skrupellose, menschenverachtende und kaltblütige (weil nur die eigenen Interessen verfolgende) Einstellung ist inazeptabel.
Schließlich ist das Exportproblem eine weltweite Angelegenheit und nicht nur auf Afghanistan beschränkt. Soviel Transferleistung hatte ich erwartet, aber ich bleibe auch bei der Meinung dass es Afghanistna betrifft. Einfache Schusswaffen sind auch Waffen. Ich kann nur hoffen, dass die Argumentation bzgl. der ihnen als so problematisch eingestuften Knüppel nur ironisch gemeint gewesen sein können. Ernst kann das auf keinen Fall gemeint sein. Insgesamt hakt das ganze Statement jedenfalls an allen Ecken und Kanten.

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eichenbohle 20.06.2013, 17:07
234. Ja, besonders wenn man das Gesicht nicht verlieren will

Zitat von eizboks
...sondern eine mühsam eingefädelte Maßnahme um endlich mit denen zu verhandeln, die politisch denken. Gibt auf allen Seiten weniger davon als man denkt...und...nicht alle Feldzüge enden mit einem klaren Sieg. Irgendwann muss man dann miteinander reden. You can't beat them...join them. Die Kunst des Machbaren.
Mit der Unterzeichnung des Abkommens in Doha (Katar) wurde der Krieg, der international große Beachtung fand und sich vor allem als Konflikt des asiatischen Machtkrieges zwischen den USA und Russland/China entwickelte, beigelegt. Die Konflikte innerhalb des Landes konnten mit dem Abkommen jedoch nicht gelöst werden; allein bis Ende 2016 ließen über 16.000 afghanische Soldaten ihr Leben im Krieg. Dass der Rückzug der USA aus Afghanistan für das Land erhebliche Negativfolgen mit sich brachte, zeigte sich bereits nach kürzester Zeit. Neben der militärischen verschlechterte sich auch die wirtschaftliche Lage des Landes, da es nun auf Zahlungen der USA in Milliardenhöhe verzichten musste. Die Arbeitslosigkeit stieg über Nacht ins Unermessliche, viele Menschen flüchteten aus ihrer Heimat. Kurz darauf kam es zur Taliban-Offensive der Taliban gegen die Regierung; die militärischen Konflikte sollten noch lange anhalten.

Natürlich ist dieser Text eine Kopie mit wenigen Anpassungen und angepassten Namen.

Vertrag von Paris (1973)

Aber irgend wie war das schon mal. Und man hat nichts gelernt. Gar nichts.

An wen gehen eigentlich die 450 Millionen Euro, die auf Initiative der Bundesregierung jedes Jahr nach Afghanistan gezahlt werden sollen?

Auch im Vietnamkrieg ist man erst an den Verhandlungstisch gegangen, als dort kein Blumentopf mehr zu gewinnen war und die größte Kriegsmaschine der Welt den Schwanz einklemmen musste.
Und noch heute bastelt man an der Dolchstoßlegende. Hätte es die böse Friedensbewegung im eigenen Land nicht gegeben und/oder man hätte die A-Bombe einsetzen können, dann wäre der Krieg auch gewonnen worden.

Tonbandaufnahme Nixon und Kissinger
Ab Minute 8:18
Notorische Lügen - YouTube

Aber die ganze Doku ist sehenswert.
Und nein, für Rechtskonservative - es ist eine Doku, kein Weihwasser.

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maledicto 20.06.2013, 17:09
235. titel

Zitat von teletube
Der evangelikale Moralapostel (und Schnapsdrossel) Käßmann behauptete ja, daß nix gut ist in Afghanistan (also mit Stationierung).
Das ist die Realität der afghanischen Frauen, dass nichts gut ist mit der Besatzung.

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koves 20.06.2013, 17:09
236. Reklame

Im Westen weiß jeder, wie manipulativ Werbung sein kann. Warum also keine Plakate mit zum Beispiel Friedenstauben, Fernsehgeräten, Autos mit der Überschrift "Toleranz schafft Wohlstand" oder entsprechender Symbolik in afghanischen Dörfern aufhängen? Werbegrafiker sind da sehr kreativ.

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kölschejung72 20.06.2013, 17:10
237. Zu begrüßen

Wenn die Taliban an die Macht kommen, wird endlich etwas gegen den Drogenanbau und Export in Afghanistan unternommen.

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maledicto 20.06.2013, 17:12
238. titel

Zitat von glass88
Kapitualtion des Westens...aber wenn Oberst Klein eine fahrende Bombe abschießen lässt wird groß gelästert...
Es war keine Bombe sondern ein Tanklaster.
Und er fuhr nicht, sondern steckte fest.
Ein wenig Information täte auch Ihnen gut.

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maledicto 20.06.2013, 17:13
239. titel

Zitat von C. Schmidt
Ja wie denn nun? Eine Lösung auf diplomatischem Weg zu finden, ist also Kapitulation. Die einzige andere Lösung ist, mit aller Macht alles niederzuballern, was einem im Weg steht. Aber wenn das gemacht wird, ist das Geheule hierzulande ja auch groß.
Tja, die meisten intelligenten Leser von SPON wussten schon bei Beginn der Besatzung, dass dieser ganze Krieg nur Blödsinn ist.

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