Forum: Politik
US-Vorwahlen: Die Feigheit der alten Garde
REUTERS

Die US-Präsidentschaftsbewerber Trump und Sanders inszenieren sich als Rebellen gegen eine korrupte Politikerkaste. Ihre etablierten Rivalen machen es ihnen leicht: Sie haben verlernt, ihre Überzeugungen zu verteidigen.

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Mastermason 11.02.2016, 07:19
1. Überzeugungen?

Welche Überzeugungen hat denn Clinton, die sie verraten könnte? Feminismus? Das ist das Frauenticket auf dem sie bis Washington reiten wollte. Scheint ja super zu funktionieren. Aber sonst fällt mir nichts ein. Aber der Tag ist ja noch jung...

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sumpremerulerxenu 11.02.2016, 07:23
2.

Wer sich wie Frau Clinton aber Millionen von der Finanz-Industrie über "Redegehälter" zurückholt, weist den Verdacht zumindest nicht klar zurück zum Establishment zu gehören. Bei dem im Raum stehenden Mindestlohn von 15$ müsste man immer noch 15 Jahre arbeiten, um das zu verdienen, was Hillary für eine einstündige Rede bei Goldman Sachs erhält. Nicht jeder wird Ihre Ansicht teilen, dass dies zum Leben eines Politikers gehört.

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wastl300 11.02.2016, 07:24
3. Ein Neuanfang

es wäre Begrüßenswert, wenn die Amis es schaffen einen Neuanfang in die wege zu leiten. Denn warum müssen Millionen leiden, damit es eine Handvoll sehr gut haben. Der extreme Kapitalismus hat ausgedient. Je früher um so besser wieder in die Mitte relativieren.
Ist auch für D ein ausgezeichneter Ansatz.

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spon-facebook-1606038739 11.02.2016, 07:28
4. Der Artikel ist BS

So was wie TPP ist einfach schlecht. Clinton hat TPP unterstützt, bis Sanders kam. Clinton hat den Irak-Krieg unterstützt , bis Sanders kam.
Aehnlich, Merkel hat Kernenergie fuer OK gehalten, bis Fukushima. Viele Leute wussten schon lange vorher das Kernenergie gefährlich ist...

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spon_1857225 11.02.2016, 07:29
5. Bernie Sanders...

... so oft in Zusammenhang mit dem Clown Donald Trump zu erwähnen, ist schlichtweg manipulativ. Die beiden haben nichts gemeinsam. Außer ihrer Staatsbürgerschaft.
Bernie Sanders bewegt den politischen Kompass zwar weit nach links... Aber von Rechtsaußen hin zur Mitte. Ein Sozialdemokrat (im alten, positiven Sinne) und unter den Kandidaten der einzige wohltuende Kontrast zu den Milliardären (oder Fast-Milliardären), die Folter, Angriffskriege, Umweltzerstörung, Polizeibrutalität etc. entweder nicht verhindern oder sogar unterstützen wollen.
Bernie Sanders würde als Präsident den Vereinigten Staaten und der Welt sehr gut tun. Was ich von keinem anderen Kandidaten behaupten kann.

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vokö¶ 11.02.2016, 07:30
6. Schlechter Journalismus

Ich finde es ziemlich platt, Trump und Sanders auf diese Weise gleichzusetzen. Sanders ist Humanist und Demokrat durch und durch. Sein Programm ist im Grunde sozialdemokratisch. Er ist im Gegensatz zu Trump kein Hetzer, sondern versucht, mit einer durchaus realistischen und positiven Vision zu überzeugen - was ihm erfreulicherweise auch gelingt.
Was ist nur mit dem Spiegel los? Bis vor einem Jahr habe ich SPON noch als Quelle für kritischen Journalismus geschätzt, jetzt werden in oft manipulativen oder belehrenden Artikeln nur noch die Machthaber verteidigt, egal ob in D oder in USA.

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pelayo1 11.02.2016, 07:36
7.

Ihr Magazin hat schon 2008 versucht, Clinton zu Präsidentin zu schreiben und Obama zu verhindern.

Warum eigentlich?

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levitenknaller 11.02.2016, 07:37
8. Traumwelt

"....Auch er hat das öffentliche System der Wahlkampffinanzierung gemieden"

Bitte - wo ist denn da das "öffentliche System"?
Es gab einmal einen (von vielen) Versuchen Mayday
PAC mit guten Reformabsichten:
https://en.wikipedia.org/wiki/Mayday_PAC
Und wo sind die jetzt?
Der US Bundesgerichtshof erlaubt verdeckte unbegrenzte Zahlungen an Politiker als "Sprachfreiheit" - als ob die Herren dort nicht genau wüßten, was sie tun, um ihren Träumen zu folgen.
Leider platzen die Luftblasen immer wieder.

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mwroer 11.02.2016, 07:39
9. Es ist auch nicht leicht

wenn die Dinge die einem vorgeworfen werden zu 80% der Wahrheit entsprechen. Bei allem Verständnis für das was der Politiker so 'Realpolitik' nennt - die Politiker, gerade in den USA, die das ganze eher als Familiengeschäft sehen sind korrupt und handeln oft genug gegen die Interessen des Staates und für die des Clans.

Da kann man nicht viel verteidigen. Man sollte offen argumentieren und durchaus mit alten Traditionen brechen. Das macht einen nicht zum Rebellen sondern zu jemandem der einfach sagt 'Das war falsch, wir versuchen neu'.

Was angesichts der massiven Finanzierungen und der bereits gegebenen Versprechen dafür sehr schwer wird.

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