Forum: Politik
US-Vorwahlen: Die Feigheit der alten Garde
REUTERS

Die US-Präsidentschaftsbewerber Trump und Sanders inszenieren sich als Rebellen gegen eine korrupte Politikerkaste. Ihre etablierten Rivalen machen es ihnen leicht: Sie haben verlernt, ihre Überzeugungen zu verteidigen.

Seite 10 von 13
juyagar2012 11.02.2016, 11:08
90. Tja

Auf so einer Art kann man auch Frau Clinton's dreckige Wäsche weiss waschen, nicht wahr= indem man andere versucht schlecht darzustellen, wobei muss ich sagen, dass Trump genau so eine Farce ist wie Clinton. Oder sagt mir jemand was Clintons bis heute erreicht hat?

Beitrag melden
spmc-135322777912941 11.02.2016, 11:11
91. Die Feigheit der alten Garde .....

zu der Bernie Sanders ja auch gehört. Man muss sich nur mal sein CV anschauen, ein Berufspolitiker der häufiger auf die Nase gefallen ist als die anderen. Man muss ihn allerdings dafür bewundern dass er immer wieder aufgestanden ist und es wieder versucht hat.... als Politiker. In Deutschland würden Links und Rechts ihn dafür verspotten dass er nie auch nur einen Tag gearbeitet hat im üblichen Sinne, so eine Niels Annen Type. Der einzige, der wirklich nicht zum Establishment gehört ist Trump ...... aber dem traut man ja ausser Mauerbauen nichts zu. Na ja, als Bauunternehmer versteht er sich wenigstens auf Mauern.

Beitrag melden
leo19 11.02.2016, 11:13
92. Wo bitte ist bei uns ein Plan für die Zukunft?

Wo eine echte Überzeugung? Millionenfacher Betrug am Autokäufer und keine einzige Verhaftung! Umweltschutz ohne der Autoindustie weh zu tun. Wirkungslose Grenzwerte allerorten.
Selbstbedienungsladen für Politiker und Beamte zulasten der übrigen Arbeitnehmer. Weiterwursteln wie bisher.

Beitrag melden
fritzyoski 11.02.2016, 11:14
93. verlernt, ihre Überzeugungen zu verteidigen

Was die "alte Garde" allerdings nicht verlernt hat ist sich von Lobbyisten rundum versorgen zu lassen. Im Fall Hillary Clinton mit $675000 Gage fuers Labern bei Goldman-Sachs und im Fall Ted Cruz wo die Ehefrau "Managing Director" bei Goldman-Sachs ist.
Sowas kommt beim Waehler nicht immer gut an und, im Gegensatz au den Deutschen, haben die Amis offensichtlich keine Probleme ihren Unmut bei der Wahl kund zu tun.

Beitrag melden
plautz 11.02.2016, 11:14
94. Sanders und Trump..

.. in einen Topf zu werfen ist infam und so undifferenziert wie die "Argumentation" von Trump. Warum Simplifizieren Sie in dieser Weise, Herr Medick? Gerade weil es zu Zeit Trend ist, holzschnittartig zu vereinfachen, sollte gerade der Spiegel sich davor hüten. Das wäre doch mal ein USP!

Beitrag melden
Eliza 11.02.2016, 11:30
95.

Zitat von spon_1857225
... so oft in Zusammenhang mit dem Clown Donald Trump zu erwähnen, ist schlichtweg manipulativ. Die beiden haben nichts gemeinsam. (1) Bernie Sanders würde als Präsident den Vereinigten Staaten und der Welt sehr gut tun. Was ich von keinem anderen Kandidaten behaupten kann. (2)
(1) Und ob. Beide haben bisher noch nie einen praktischen politischen Erfolg herausgeholt, was für dies Amt ziemlich entscheidend ist .Und was man bei Clinton durchaus erkennen kann.
(2) Ihr Wort in Gottes Ohr. Aber die Ähnlichkeit zwischen Sanders und Obama sollten einen warnen.
Auch Obama hatte praktisch keine politischen Erfahrungen.
Auch Obama trat als äußerst systemkritisch, pazifistisch und idealistisch an, und er konnte attraktiv reden.
Besonders für das Letztere hat er sogar auf Vorschuss den Friedens-Nobelpreis erhalten.

Und WAS hat sich durch ihn gebessert? Sein unüberlegter Pazifismus trieb ihn zu dem katastrophalen, mit Datum vorangekündigtem Truppen-Abzug aus Afghanistan.
Seine allgemeine Ignoranz und Gleichgültigkeit gegenüber dem IS, als der noch klein und beherrschbar gewesen wäre, hat die Welt mittlerweile in einen allgemeien Kriegsschauplatz mit unendlichen Flüchtlingsströmen entarten lassen.
Es gibt nicht den Schatten eines Beweises, dass Sanders mehr als Obama bzw etwas Besseres zustande bringen könnte als nett zu reden.

Nee. Auch ich traue Frau Clinton kaum über den Weg. Ich goûtiere die als Mensch überhaupt nicht.

Aber wo die Alternative zu ihr auf demokratischer Seite nur Bernie Sanders oder bei der Hauptwahl gar nur Donald Trump wäre, dann hielte ich es als Amerikaner für meine Plicht, wenn auch immer zähneknirschend, DIE zu wählen.

Beitrag melden
supergrobi123 11.02.2016, 11:33
96. Mehr Empathie, Herr Medick!

Versetzen Sie sich doch mal in die Amerikaner hinein! Man stelle sich vor, auch in Deutschland würden noch vor der Bundestagswahl die jeweiligen Kanzlerkandidaten der Parteien vom Volk gewählt. Die Reichen werden auch hier immer reicher, die Armen immer ärmer. Von der Rente leben kann bald kaum noch jemand. Die Straßen sind marode, die Bildung schlecht, aber wir verpulvern Milliarden für die Rettung von Banken und ihrer unregulierten Geschäfte. Die "etablieren" Kanzlerkandidaten wären nun Leute, die extrem eng in dem System verstrickt sind, das zu diesen Zuständen geführt hat. Sie sind selbst stinkereich, haben enge Kontakte zur Großfinanz, kassieren von Großkonzernen Parteispenden in Millionenhöhe und Hedgefonds gönnen ihnen regelmäßig hunderttausede als Rednerhonorare u.ä. Zu allem Überfluss scheint es da eine Menge Filz zu geben, so richtig geheuer wäre es wohl kaum einem Deutschen, wenn die "etablierte" Kanzlerkandidatin der SPD ausgerechnet Frau Schröder, der "etablierte" Kandidat der CDU gar der inzwischen zweite(!) Sohn von Helmut Kohl wäre, der Kanzler werden könnte.
Dass das Volk darauf reagiert und die Gegenkandidaten dies auch ansprechen und für sich nutzen, ist nicht nur nachvollziehbar, sondern richtig!

Beitrag melden
mem_josch@sbcglobal.net 11.02.2016, 11:33
97.

Zitat von wastl300
es wäre Begrüßenswert, wenn die Amis es schaffen einen Neuanfang in die wege zu leiten. Denn warum müssen Millionen leiden, damit es eine Handvoll sehr gut haben. Der extreme Kapitalismus hat ausgedient. Je früher um so besser wieder in die Mitte relativieren. Ist auch für D ein ausgezeichneter Ansatz.
Wisst Ihr eigentlich in D-Land, dass die Anrede "Amis" deragetory, also ein Beschimpfungswort ist? Ich kanns nicht mehr hoeren, Ihr aus dem total liberalen Europa meint alles besser zu koennen. Seh dich mal in einem Spiegel an.

Beitrag melden
global player 11.02.2016, 11:41
98. Bernie Sanders war Person of the year 2015

Zitat von plautz
Trump und Sanders in einen Topf zu werfen ist infam und so undifferenziert wie die "Argumentation" von Trump.
Das Time Magazin hatte bei der Person des Jahres 2015 auch Angela Merkel, den IS-Chef al-Baghdadi und Donald Trump in einen Topf geworfen; es kommt immer darauf an, nach welchen Kriterien man diesen Topf auswählt.
Bei der Time-Leser-Umfrage zur Person des Jahres hatte übrigens Bernie Sanders gewonnen und stand mit 10,6% an erster Stelle. Trotzdem wählte die Redaktion Merkel.
http://time.com/4110428/person-of-the-year-readers-poll-results-2015/

Beitrag melden
Eliza 11.02.2016, 11:41
99.

Zitat von mwroer
Was angesichts der massiven Finanzierungen und der bereits gegebenen Versprechen dafür sehr schwer wird.
Die deutsche Parteien-Oligarchie, der Selbstbedienungsladen mit den Diäten-Erhöhungen und die sog. Wahlkampfkostenrückerstattung (Monster-Wort für ein politisches Monster), die im Effekt dazu führen, dass der Wähler immer die GANZE politische Klasse, dh Anhänger der Linken die CSU und umgekehrt zu finanzieren haben, ist ebenfalls pervers.

(Nicht korrupt, da das alles sogar GESETZ ist, der Wähler also vollständig geknebelt ist durch jene, dren arbeitgeber er eigentlich sein sollte.)
In Deutschland wird in den Wahlkämpfen mittlerweile für Milliardenbeträge Müll erzeugt (gibt es den geringsten politischen Informations-Effekt dadurch, dass einen über Hunderte von Metern am Straßen rand immer wieder derselbe Kandidat von einem Dreiecksständer zulächelt?), da wird durch kreative Buchführung das Geld der Wähler dann doch in die allgemeinen Töpfe der Parteien umgeleitet, da wird die Distanz der Politiker zu den von ihnen angeführten zum politischen Prinzip.

In den US zeigen die (dort viel besser als hier verfolgbaren) Geldströme an die Politiker immerhin, welche real existierenden Bürger sogar mit ihrem Geld einen Kandidaten unterstützen, eine wertvolle poltische Information. Und kein Bürger kann gezwungen werden, mit seinem Geld die Gegenseite zu unterstützen, wie es hierzulande unaufhörlich passiert.

Beitrag melden
Seite 10 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!