Forum: Politik
US-Wahl: Trump des Willens
REUTERS

Donald Trumps Sieg bedeutet das Ende des Westens. Die Ära des Liberalismus ist vorüber. Ein neuer Faschismus kommt an die Macht. Ob sie wollen oder nicht: die Deutschen werden ihr Heil in den Grenzen der Nation suchen müssen.

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cerberus99 10.11.2016, 16:24
290. nicht nachgedacht?

Zitat von fides100
Beispiel Gabriel: Der sozialdemokratische Wirtschaftsminister will aus Rücksicht auf die Arbeitsplätze der obsoleten Braunkohle zukünftigen Generation das Leben schwer machen, und das weltweit. Arrogant, dumm oder nur naiv? Nein, wieder einmal wird hier die Macht verantwortungslos missbraucht.
Landauf landab liest man: Die Politiker müssen endlich wieder auf die Leute und ihre echten Sorgen hören! Zum Beispiel auf die Menschen im so genannten "rust belt" in den USA - früher ein prosperierender Stahl- und Kohleregion, heute eine arme Industriebrache. Trump hat in diesen Gegenden deutlich gewonnen. Hat er also zugehört?
Zumindest glauben das viele Menschen und hoffen, dass er auch danch handelt.

Was hat Gabriel gemacht? Er hört auf die Menschen in den deutschen Kohle- und Braunkohleregionen, die zusehen, wie ihre Arbeitsplätze vor die Hunde gehen und nach Hilfe aus der Politik rufen, und er verschafft ihnen mehr Zeit zur Anpassung, z.B. zur Umschulung oder Suche nach einem neuen Arbeitsplatz. Mehr geht nicht.
Hat Gabriel also zugehört? Ja, hat er. Ist er auf die sehr realen Sorgen der betroffenen Menschen eingegangen? Ja, ist er.
Was ist das Ergebnis? Diejenigen, die nach "Zuhören" rufen schimpfen am lautesten: Arrogant, dumm, naiv, Macht mißbraucht.
Mein Fazit: Sie sind weder zum Zuhören noch zum Nachdenken bereit. Vergebliche Liebesmüh.

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KarlT 10.11.2016, 16:25
291. Merkels

Zitat von jojack
Merkel hat in diesem Fall richtig gehandelt. Man kennt aus Trumps politischen Leben ja nur seine Auftritte im Wahlkampf. Und da war Deutschland, speziell Merkel wiederholt unsachlicher Kritik ausgesetzt. Allein der Umstand, dass ein Präsidentschaftskandidat ....
moralischer Imperialismus taugt nicht mal für dieEU und ist eine Unverschämtheit sondergleichen.
Gerade ausgesprochen von einer Frau, die sich selbstz sonst an keinerlei Spielregeln hält, es sei denn sie nutzen ihr.
Jetzt steht sie da mit ihrer geistigen Herrenlosigkeit.

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gh71 10.11.2016, 16:31
292.

Zitat von KarlT
moralischer Imperialismus taugt nicht mal für dieEU und ist eine Unverschämtheit sondergleichen. Gerade ausgesprochen von einer Frau, die sich selbstz sonst an keinerlei Spielregeln hält, es sei denn sie nutzen ihr. Jetzt steht sie da mit ihrer geistigen Herrenlosigkeit.
Wieso haben eigentlich die Populisten so große Probleme damit anzuerkennen, dass Politik und Moral, zumindest in einer Demokratie, durchaus zusammen gehören?

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calm 10.11.2016, 16:32
293. War da mal was?

War da mal was oder habe ich das falsch in Erinnerung? Hat nicht Jacob Augstein an dieser Stelle vor kurzem noch Trumb als denjenigen gesehen, dem weniger an Krieg gelegen sei, als Clinton und der damit mehr in Deutschlands Sinn sei? Da war Deutschlands Interesse noch ganz isolationistisch definiert worden und der globale Schaden, den eine Wahl Trumbs auslösen könnte, hintangestellt worden. Jetzt also doch: Die Angst vor dem erstarkenden rechten und eben auch isolationistisch denkenden Lager. Damals, lieber Jacob Augstein, hatte ich noch gedacht "manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern - werch ein Illtum" (Ernst Jandl). Aber (anderes Zitat) "Junge, ich hab Leute sich ändern sehr, Junge, das war manchmal schon einfach schön..." (Wolf Biermann, bevor er sich selbst geändert hat - leider in die falsche Richtung)

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Darwins Affe 10.11.2016, 16:32
294. Optimismus gefragt

Zitat von urmedanwalt
Ronald R. war ein eher mäßiger Schauspieler und immerhin mal 8 Jahre lang Gouverneur von Kalifornien, hatte also zwar wenig Ahnung von der Welt, aber immerhin von Politik. Donald T. dagegen war schon immer nur ein Großmaul und Spezialist im Pleite-Machen, wobei er sein Vermögen prima gemehrt hat, und zwar auf Kosten tausender .....
Trump war sicherlich auch nicht der Wunschkandidat der republikanischen Partei. Er hat aber schon im Vorwahlkampf seine Mitbewerber an die Wand gefahren (nicht gestellt). Und dass im Zweiparteiensystem der USA seit Kriegsende die Partei des Präsidenten nach spätestens 8 Jahren abgelöst wird (ausser bei Bush sen.), ist die Regel. Deshalb sind auch Spekulationen über eine andere Kandidatenaufstellung der Demokraten ziemlich müssig. Nebenbei: Wenn Trump nicht liefert, verliert er in 2 Jahren die Mehrheit im Kongress und wird in 4 Jahren abgewählt. Lasst doch dem Kerl zumindest mal 100 Tage Regierungsarbeit bis ihr über den »schlechtesten Kandidaten» urteilt.

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KarlT 10.11.2016, 16:34
295. Das wird

Zitat von JakobHaschke
Die Ende des sogenannten Westens - GUT SO! Dieses Wahlergebnis macht nämlich Mut für Deutschland und Europa, denn Trump hat tatsächlich die Karten für eine politische Zeitenwende in der Hand. Er hat versprochen, das transatlantische Verhältnis neu zu justieren und die großen Konflikte in der Ukraine und in Syrien .....
die Grünen besondere hart treffen,sind sie doch bei uns die
eigentlichen Erbauer und Gralshüter der politischen Korrektness.
Mal sehen was Bundesempörungsbeauftragte Roth dazu sagt,
wenn sie aus ihrer Schockstarre wieder erwacht ist:-)

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sapereaude! 10.11.2016, 16:36
296.

Zitat von jojack
Allein der Umstand, dass ein Präsidentschaftskandidat die demokratischen Regierungschefs von Partnerstaaten im Wahlkampf polemisch kritisiert, sprengt jede Grundregel diplomatischer Zurückhaltung. Dagegen ist Merkels spitze Bemerkung eine höfliche Erinnerung daran, dass Diplomatie keine Einbahnstraße ist.
Merkels "spitze Bemerkung" mag ja gerade so noch im Rahmen des Vertretbaren liegen. Aber die Äußerungen unseres Außenminsiters sicher nicht. Und dass der Bundespräsident in der Presse Stimmung gegen einen Präsidentschaftskandidaten macht, ist auch nicht in Ordnung.

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tttk 10.11.2016, 16:38
297.

Zitat von gh71
dass sie nicht als Trottel beschimpft werden, sondern sich durch ihre Wahlentscheidung dazu gemacht haben.
Ebenso traurig diese Aussage. Sie reduzieren Menschen anhand einer einzigen Wahl auf Trottel ohne sich mit denen überhaupt auseinandergesetzt zu haben. Echt trauriges Leben müssen die Verlierer da wohl führen.

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Darwins Nightmare 10.11.2016, 16:39
298. Veraltete Sichtweise

Ich finde, Herrn Augsteins Beitrag kann so nicht aufgehen, weil er eine völlig veraltete Sichtweise verkörpert. Das Leben in der globalisierten Welt ist auf der Handlungsebene viel komplizierter und vielfältiger, als dass es das Links-Rechts-Schema zu zeichnen vermag.
Die pluralistische, internationale Gesellschaft ist in unseren Breitengraden Realität und nicht mehr umkehrbar. Nur noch anpassbar, Wenn jemand tatsächlich Ausländer oder andere Minderheiten hasst und sie auch so behandelt, wird er weiterhin gesellschaftlich und wirtschaftlich abgestraft werden.

Dazu kommt, dass rechtsradikale und Linksextreme keine funktionierende Gesellschaftsordnung anzubieten haben, welche die jetzige Lage verbessern würde. Das einzige, was AfD, Republikanern, Front National und allen anderen am rechten Rand übrig bleiben wird, ist sich dem jetzigen System anzupassen. Ausgrenzung oder Abschottung führt nicht dazu, dass man sich weniger verlassen fühlt oder mehr Kohle in der Brieftasche hat, das erkennen Radikale und vor allem ihre Wähler relativ schnell, wenn es an die Umsetzung von kruden Ideen geht.

Vielleicht wird bis dahin endlich mal offen und ohne Hysterie über Dinge wie Zuwanderung oder Dumpinglöhne durch die Personenfreizügigkeit diskutiert. Wenn man immer gleich Nazi, Faschist oder Deutsche zuerst schreit, kann das natürlich nicht klappen. Man entwertet nur die Begriffe und stellt in diesem Fall einen Trump in eine Reihe mit dem Duce oder Hitler.
Oder denken Sie, Trump wird nun alle Afroamerikaner in Ghettos sperren? Wie soll Faschismus - ob neu oder alt - seinem Namen gerecht werden können, angesichts einer Gesellschaft, die in Mitteleuropa und in den USA immer internationaler ist? Ein Blick auf die Schweiz könnte nicht schaden. Die rechtskonservative SVP hat seit vielen Jahren 30 Prozent der wählenden Stimmbürger auf ihrer Seite. Der Ausländeranteil steigt trotzdem immer weiter. Die Partei will daran auch nicht wirklich etwas ändern, denn man ist ja gleichzeitig auch exportierender Unternehmer oder kickt im Fussballverein, wo man dann wieder froh um die Ausländer ist.

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KarlT 10.11.2016, 16:40
299. Nicht jedem

Zitat von merkurlino
„So, wie wir bisher dachten, geht es offenbar nicht„ schrieb gestern Sascha Lobo. Und Augstein wehklagt heute: „Das kurze Zeitalter der Globalisierung mündet in eine Rückbesinnung auf das Nahe, die Heimat, die Nation. Was bleibt uns sonst?“ Welch schmerzvolle Einsicht, für den Guten! Aber immerhin! In der Tat, wenn ......
ist es gegeben in Goethes Versen zu denken:-)
So jemanden hätte Merkel gleich als ersten gefeuert,
das ist nicht ihre Kragenweite.

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