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US-Wahl: Trump des Willens
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Donald Trumps Sieg bedeutet das Ende des Westens. Die Ära des Liberalismus ist vorüber. Ein neuer Faschismus kommt an die Macht. Ob sie wollen oder nicht: die Deutschen werden ihr Heil in den Grenzen der Nation suchen müssen.

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lupus_major 10.11.2016, 16:54
310. Die neuen Hellseher...

Irgendwie hab ich das Gefühl alle Spiegelredakteure mutieren zu Hellsehern.
Trump hat noch nicht einen Tag regiert.
Noch keine einzige Entscheidung ist gefallen.
Und trotzdem malen Sie hier alles tief schwarz.
Bitte merken Sie sich ihre unseligen Artikel und kramen Sie sie nach 6 Monaten Trumpregierung raus.
Ich wette mit Ihnen jetzt schon: Nicht ein zehntel von dem was sie prophezeien wird eintreten.
Was Sie hier machen ist Populismus pur.
Leider sind Sie inzwischen soweit vom Volk entrückt, daß sie es nichtmal mehr merken wenn Sie Wasser auf die Mühlen der AfD schütten.
Messen Sie Politiker an Taten, nicht an Wahlkampfgeschrei.
Und erklären Sie bitte in vernünftiger Weise, wieso Sie eine Terroristin Clinton lieber an der Spitze gesehen hätten.

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vox veritas 10.11.2016, 16:55
311. Mehr Selbstkritik wagen

"Trumps Sieg ist der letzte Beweis dafür, dass die liberale Demokratie in einer existenziellen Krise ist. Sie droht den Kampf mit dem Kapitalismus zu verlieren."

Und wer hat die westliche Demokratie denn dahin geführt, wo sie jetzt ist?

Waren es nicht "linke" gesellschaftliche Revolutionen, die eine nach der anderen schneller und schneller gestartet wurden?

Das ist doch kein Wunder, daß Leute wie Trump Erfolg haben, wenn man keine Rücksicht auf die Wähler nimmt und diese zunehmend überfordert. Und gefragt hat man die auch nicht.

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KarlT 10.11.2016, 16:56
312. Im allgemeinen ja,

Zitat von gh71
Wieso haben eigentlich die Populisten so große Probleme damit anzuerkennen, dass Politik und Moral, zumindest in einer Demokratie, durchaus zusammen gehören?
da wäre ich bei ihnen, nicht aber mit dieser Person.
Merkel interessiert nur Merkel sonst gar nichts.
Sie tut alles um an der Macht zu bleiben, gibt sich sogar
in die Hand eines Typen wie Erdogan und afrikanische Despoten.
Da klafft gewaltig was auseinander. Die ernsthafte Aufrichtigkeit
in der Politik eines Wehners oder Brandts gehr dieser Person
völlig ab. Sie heuchelt lediglich Moral, die bei ihr nicht vorhanden sind.
wie heisst es? An ihren Taten werdet ihr sie erkennen.

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sapereaude! 10.11.2016, 16:58
313. Symptomatisch

Zitat von tttk
Ebenso traurig diese Aussage. Sie reduzieren Menschen anhand einer einzigen Wahl auf Trottel ohne sich mit denen überhaupt auseinandergesetzt zu haben. Echt trauriges Leben müssen die Verlierer da wohl führen.
Leider ist diese Art des Diskurses heute zum Standard geworden. Auf beiden Seiten gibt man sich wenig bis gar keine Mühe, die Standpunkte der jeweils anderen Seite auch nur ansatzweise zu verstehen.

Dabei ist es doch gar nicht so schwierig: Wenn ich einer dieser "weißen Gorillas" bin, wie Frau Schwarzer das zu auszudrücken beliebt, ist es doch sehr klug, jemanden wie Trump zu wählen. Schließlich will ich ja, dass sich daran nichts ändert. Das mag moralisch verwerflich sein, ist aber keineswegs dumm. Genauso logisch ist es, als Angestellter oder Eigentümer einer Rüstungsfirma Hillary Clinton zu wählen.

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mostly_harmless 10.11.2016, 16:58
314.

Zitat von canUCme
Unterlassen Sie bitte jegliche weitere Beleidigungen des gewählten US-Präsidenten, sonst wird dies in Zukunft rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen!
Nur mal so gefragt: Wo steht eigentlich die Trollfabrik, die Herr Trump betreibt?

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Der Viertelvorzwölfte 10.11.2016, 16:59
315. Ja und?

Zitat von mod2
... im Gegensatz zum amtierenden Präsidenten hat der künftige die Mehrheit in beiden Kammern!
Wer weiß, welche Interessengruppen dort vertreten sind, der weiß auch, dass Trump eher viele schlaflose Nächte haben wird. Der Begriff "durchregieren" kann deshalb nur aus Europa, speziell Deutschland, kommen. Man wird Trump dort sagen, wie er "durchzuregieren" hat.

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fritzberg1 10.11.2016, 17:00
316. Widersprüche?

Zitat von
Donald Trumps Sieg bedeutet das Ende des Westens. Die Ära des Liberalismus ist vorüber. Ein neuer Faschismus kommt an die Macht. .....
Ah ja. Aber schrieb nicht ein Jakob Augstein erst kürzlich am 20.10.:
Zitat von
Gibt es wenigstens einen einzigen Grund, auf einen Sieg von Donald Trump zu hoffen? Ja: den Frieden.
Wollen Sie uns jetzt damit sagen dass durch den "neuen Faschismus" der Frieden kommt?

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quangel 10.11.2016, 17:00
317. Der inflationäre Gebrauch

des Begriffs "faschistisch" (der umgangssprachlich nun einmal mit totalitären, extrem nationalistischen und ausgrenzenden Regimen gleichgesetzt wird) ist m.E. grob fahrlässig und trägt nicht zu einer Beruhigung der Stimmung bei, sondern vertieft nur die Gräben, auch in unserem Land. Die USA mit einem Präsidenten Trump als faschistisch zu bezeichnen ist degoutant und schlicht absurd. Zur Demokratie gehört es, Andersdenkende auszuhalten und schon in vier Jahren gibt es eine neue Runde und ein neues Glück ist möglich. In stabilen, zumal föderalen Demokratien - und das würde doch keiner den USA ernsthaft absprechen wollen, eine solche zu sein - funktionieren auch die Institutionen und die verfassungsgemäße Machtbalance. Also warum so viel Hysterie? Ist es am Ende die Ohnmacht darüber, dass augenscheinlich breite Mehrheiten das ewige Mantra vom Wir-wissen-am-besten-was-ihr-zu-denken-habt satt haben? Etwas mehr Differenzierung wäre angezeigt, anstatt bashing auf alle, die es wagen, sich nicht innerhalb des eigenen Meinungsrahmens zu bewegen. Was wollen Sie einem frustrierten arbeitsfähigen aber arbeitslosen Bewohner in ruralen Gegenden bspw. im mittleren Westen denn anbieten? Alles bleibt so, wie es ist? Der Aufbau eines Sozialversicherungssystem nach deutschem Vorbild? Die meisten US-Amerikaner wollen nun aber kein Netz, das sie mehr schlecht als recht nährt, sondern, Chancen und Möglichkeiten, mit ihren eigenen Fähigkeiten und Gaben (hard work) "gut" für sich selbst sorgen zu können; das ist das, was sie unter "Würde" verstehen. HRC hatte noch nicht einmal versprochen, nur darüber nachzudenken, ob sie ihnen in diesem Sinne helfen könnte. Es wäre daher sicherlich gut, wenn sich die Leitmedien in Deutschland davon verabschiedeten, Stimmungslagen, Meinungen/Auffassungen und vor allem Haltungen saturierter Bewohner in NYC, L.A., Boston etc. (oder auch in B, HH etc.) als "universell" oder repräsentativ für ein ganzes Land zu transportieren. Das Erstaunen darüber, dass die mediale Sozialpädagogik sich 2016 - nach AFD, BREXIT, Türkei und nun Trump - nur als netter Versuch erwies, scheinen nur wenige mit Ihnen zu teilen. Nur, wenn es so weitergeht und politische Betriebe sich weiter von den Sorgen und Nöten ihres Wahlvolks abkoppeln, wird es in 2017 bald noch größeres Erstaunen geben. Man nennt so etwas aber auch Demokratie. Und 4 Jahre später gibt es dann wieder eine neue Runde.

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mettwurstlolli 10.11.2016, 17:00
318. Polemisch, hasserfüllt, unsachlich

und damit meine ich nicht DT, sondern die Kolumne von Augstein. Nein, es ist nicht das "Ende des Westens" wenn jemand demokratisch gewählt wird, der die politischen Grundüberzeugungen des Kommentators nicht teilt. Auch Rückbesinnung auf die Nation, auf konservative Sexualmoral, auf restriktive Handelpolitik etc. sind per se ersteinmal legitime politische Ziele, für die man sich Mehrheiten suchen und finden kann.

Gestern morgen war Herr Juncker im Fernsehen zu sehen, und er gab zu, dass weder er selbst noch ein Kommissionsmitglied je mit DT geprochen habe noch ihn kenne. Ich unterstelle mal, dass das auch für die übergroße Mehrheit der Pressekommentatoren und auch für Herrn Augstein gilt. Das heisst, neimand hat mit ihm gesprochen, er hat noch nichts gemacht (ausser Wahlkampf) und ist noch nicht mal im Amt, aber Herr Augstein weiss schon, dass das das "Ende des Westens" ist und DT in eine Reihe mit Hitler und Mussolini gehört. Ehrlich gesagt, macht so viel Voreingenommenheit und Borniertheit von jemandem, dessen Beruf eigentlich das nüchterne Zusammentragen von Informationen und das analytische Abwägen ist, fast sprachlos.

Warum lassen wir DT nicht ein paar Monate, schauen was er aus seiner Chance macht und messen ihn an dem, was er tatsächlich tut?

Und die Bereitschaft zur Aussöhnung mit Russland als Petitesse am Rand abzutun, wo das die beiden weltweit größten Atomwaffenarsenale sind, die sich in einem jahrzehntelangen Wettrüsten und Kalten Krieg gegenüberstanden, ist schon ziemlich verblendet. Wenn einzig eine neue Verbundenheit mit Russland und damit eine Achse der Stabilität das Ergebnis seiner Präsidentschaft wären, hätte die Welt viel gewonnen.

Also, kommen Sie von Ihrem hohen Rss herunter Herr Augstein, wischen Sie sich den Geifer vom Mund und verhalten Sie sich wie ein seröser Journalist!

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böser-sachse 10.11.2016, 17:00
319. Naja

Naja ich denke bevor er die USA in einen faschistischen Staat umbaut, wird er eher eine Kugel in den Kopf bekommen. Das wäre ja bei Hilter nicht schlecht gewesen. Allerdings würden dann vermutlich seine Anhänger einen Waffe in die Hand nehmen, die haben ja genug Waffen in den USA im privat Besitz. Also würde das einen Bürgerkrieg zur Folge haben. Erst mal abwarten. Vielleicht ist sein Ego jetzt befriedigt und es würd nicht so schlimm wie man denkt. Aber das Frau Merkel ihn gleich von oben herab behandelt hat, das war wirklich dumm.

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