Forum: Politik
US-Wahlkampf: Bernie, die Nervensäge
REUTERS

Donald Trump kann sich freuen. Sein wichtigster Helfer im Kampf gegen Hillary Clinton ist derzeit ein Demokrat.

Seite 18 von 29
Olligigagags 06.05.2016, 12:06
170. Umgekehrt...

... würde ein Schuh draus, Herr Nelles, zumindest, wenn man sich wirklich, wie es Politiker immer so unaufrichtig formulieren, mal "ehrlich machen" würde: es ist eine unwahrscheinliche Wunschvorstellung meinerseits &wäre womöglich auch taktisch ( aber evtl. auch nur kurzfristig betrachtet!) sehr unklug: Warum gibt nicht Hillary zugunsten von Sanders auf? Denn Sanders ist der einzige, der, soweit das stimmt, was ich gelesen habe (siehe: www.nachdenkseiten.de/?p=30687 ), der wirklich berechenbarste und aufrichtigste Kandidat, den die USA je hatten. Hillary, die zusammen mit ihrem Mann bereits mehr als 35 Millionen Dollar allein für Vorträge bei Banken und Finanzdienstleistern kassiert und damit m.E. erwiesen hat, wie wenig unabhängig sie ist, mal abgesehen von den Einnahmen aus den "political action committees", wäre auch nicht, was ihre außenpolitische Agenda (nachweislich!)angeht, wesentlich berechenbarer als Trump, dessen "Authentizität" eigentlich nur aus einer fehlerhaften Wähler-Wahrnehmung seiner scheinbaren Einnahmen-Selbsständigkeit und einer geschickt eingesetzten Rüpel-Rhetorik besteht.

Im übrigen kommt mir die Rivalität zwischen Trump und Frau Clinton ohnehin ( noch zusätzlich zum allgemeinen Wahlkampfshowbis)sehr inszeniert vor, seitdem ich ein älteres Foto im "Stern" gesehen habe, auf dem die Trumps und Clintons gemeinsam einander vertraulich zulächeln.

Beitrag melden
Beat Adler 06.05.2016, 12:12
171. Demokratische Stimmen in den Vorwahlen fuer Hillary

Zitat von LOWES
...ist Roland Nelles' Meinungsmache. Sanders kann tatsächlich immer noch hoffen - und zwar zu Recht. 1. Noch sind die Umstände um die offensichtlich betrügerischen Machenschaften bei den Vorwahlen im Staate New-York und dort vor allem im Bereich von New-York-City (New-York downstate)......
Demokratische Stimmen in den Vorwahlen fuer Hillary Clinton: Millionen, viele Millionen, haben fuer Hillary gestimmt. Viel mehr, wie fuer Bernie. All diese Demokraten taten dies im vollen Bewusstsein aller Leichen von Hillary, die wohlseziert auf dem Tisch des Pathologen liegen.
Warum stimmen in den Vorwahlen soviele Demokraten FUER Hillary, wenn sie doch so abscheulich schlecht ist, luegt, betruegt, etc. etc. ......?
Bitte um eine Erklaerung.

Warum sollen also die Superdelegierten umschwenken, wenn die Waehler der demokratischen Partei in den Vorwahlen der Hillary deutlich mehr Stimmen geben wie dem Bernie? 2008 war das nicht so. Barack Obama war ein junges Licht am Ende des Bush jun. Tunnels. Er verlor in den wichtigen Staaten nur ganz knapp gegen Hillary. Ein Schwenk der Superdelegierten war 2008 logisch. 2016 waere ein solcher Schwenk sehr unlogisch.
Das Argument, dass Bernie gegen Trump die besseren Chancen haette, lasse ich nicht gelten. In der Schlammschlacht stellt Trump die Frage: "Was hat der Bernie bisher geleistet?" und antwortet selbst: "Nichts. Ich dagegen bin Milliardaer." Das reicht und Bernie liegt am Boden. Die linken Jungen sind eine so verschwindend geringe Waehlerschaft, dass sie niemals Bernie wieder aufrichten koennen.

Beitrag melden
Michael CGN 06.05.2016, 12:13
172. Gut das die USA einen Sanders haben, wir haben ja leider nur

die Trump Version in Form von AFD und Pegida.
Dabei geht es bei Sanders weniger um die Person als um die Inhalte: viele US-Demokratischen Wähler haben die Nase voll von einer Partei, die schon lange nicht mehr die Interessen ihrer Wähler sondern die Interessen ihrer Geldgeber vertritt.

Mag es Clinton noch mal schaffen, aber die Zeit für die alten Machteliten läuft ab. In den USA wird man aber wenigsten eine Alternative zu den rechtspopulistischen Potentaten a la Erdogan, Orban oder eben Trump haben.

Beitrag melden
myonium 06.05.2016, 12:21
173.

Zitat von durangoan
Ist ja schon länger offensichtlich, dass SpOn wohl eher Hillary als Präsidentschaftskandidatin hätte, aber nun so Was. Tatsachenverdrehung sondergleichen. Hillary würde gegen Trump nicht den Hauch einer Chance haben, sie bietet viel zu viel Angriffsfläche. ihre Ganze Karriere Ist mit falschen Einschätzungen Und Skandalen übersäht. Und das wichtigste: .....
1. Zeigen die nationalen Umfragen einen deutlichen Vorsprung von Clinton gegenüber Trump. Was also soll das heißen, sie hätte "nicht den Hauch einer Chance"?
2. Selbst wenn man die Superdelegierten außen vor lässt, hat Clinton einen großen Vorsprung gegenüber Sanders. Nicht uneinholbar, aber groß. Und wenn man die Superdelegierten (nur mal so als Vorschlag ...) entsprechend der Zahl an sonstigen Wahlmännern verteilen würde, wäre ihr Vorsprung was? Genau: Noch größer.

3. Kalifornien muss noch wählen, richtig. Und wer liegt dort in den Umfragen mit großem Vorsprung vorn? Richtig: Clinton.
Schon blöd, dass die Fakten aber auch gar nicht zu Ihren Behauptungen passen wollen ...

Beitrag melden
Hatch 06.05.2016, 12:23
174.

Zitat von Beat Adler
Das Argument, dass Bernie gegen Trump die besseren Chancen haette, lasse ich nicht gelten. In der Schlammschlacht stellt Trump die Frage: "Was hat der Bernie bisher geleistet?" und antwortet selbst: "Nichts. Ich dagegen bin Milliardaer." Das reicht und Bernie liegt am Boden. Die linken Jungen sind eine so verschwindend geringe Waehlerschaft, dass sie niemals Bernie wieder aufrichten koennen.
Für wie blöd halten Sie die Amerikaner denn ? Trump sagt jetzt schon, dass Clinton die schlechteste secretary of state aller Zeiten war. Trump sagt, dass er Clinton Geld gegeben hat und sie deswegen zu seiner Hochzeit gekommen ist. Dazu wird Clinton von "scores of FBI agents" untersucht. (score = 20, scores = mindestens 40)

Sanders hat nicht nichts geleistet, sondern hat erfolgreich im Senat mit Demokraten und auch mit Republikanern gearbeitet, das bestätigen sogar die Republikaner. Trump hat 4 mal bankrott erklären müssen.

Und da Sanders in Umfragen besser gegen Trump abschneidet und diesen auch nach Umfragewerten besiegt zeigt doch sehr deutlich, dass die amerikanische Bevölkerung nicht mehrheitlich glaubt, dass Sanders nichts geleistet hat.

Beitrag melden
charlybird 06.05.2016, 12:23
175. Na ja, Herr Nelles,

dass ist aber ein sehr verstörender Kommentar zum ``modernen´´Demokratieverständnis: Wenn die Aussichten schlechter werden, gib nach und halt die Klappe.
Nun, ich denke ohne den Wahlkampf dort drüben genau verfolgt zu haben, außer den ständigen Headlines über eine wandelnden Betonfrisur, finde ich, dass Sanders dort eine ziemlich gute Figur abgibt und er hält Clinton ihren neoliberalen Kompass vor, den sie wahrscheinlich immer wieder justieren muss, Dank Sanders.
Und warum sollte er gegen Trump wettern, das ist Zeitverschwendung.
Und dass drei und mehr Meinungsströme innerhalb einer demokratischen Gesellschaft vollkommen normal sind, sollte sich auch bis zu einem Ressortleiter Politik herumgesprochen haben. Und manchmal ist ein klarer Meinungswahlkampf faulen Kompromissen im Vorfeld vorzuziehen. Allein schon wegen der Glaubwürdigkeit in dem Eiergeschäft Politik.

Beitrag melden
SirTurbo 06.05.2016, 12:24
176.

Wenn ich potentieller Sanders-Wähler wäre würde ich a) ihn als unabhängigen Kandidaten oder b) Trump wählen. Aber ganz bestimmt nicht die Vertreterin der Korruption, die ihre Kandidatur einigen fragwürdigen Aktionen verdankt und auf der Payroll von Leuten steht die für die USA nun wirklich nicht da Beste wollen.

Beitrag melden
danido 06.05.2016, 12:25
177.

Zitat von durangoan
Ist ja schon länger offensichtlich, dass SpOn wohl eher Hillary als Präsidentschaftskandidatin hätte, aber nun so Was. Tatsachenverdrehung sondergleichen. Hillary würde gegen Trump nicht den Hauch einer Chance haben, sie bietet viel zu viel Angriffsfläche. ihre......
Genau! Wer braucht schon Wahlen?! Die sollen gefälligst Bernie (ich hab übrigens grad mal nachgeschaut, der heißt garnicht Bernie, der heißt Bernard) per Dekret zum Kandidaten ernennen.

Beitrag melden
zweitegabel 06.05.2016, 12:36
178.

Gratulation, selten so etwas Oberflächliches zu Bernie Sanders gelesen - was angesichts der üblichen Beiträge zu diesem Thema (auf beiden Seiten des Atlantiks) schon eine Leistung ist.
Sanders in einer nicht-amerikanischen (und, so hoffe ich doch, unparteiischen) Publikation als "roten Präsidenten" bezeichnen kann wohl nur jemand, dessen Studium der Kandidaten sich auf das Überfliegen von hashtags und sonstigen Beiträgen auf 140-Zeichen-Niveau beschränkt hat, denn was sich in den USA "socialist" nennt und als revolutionär links gilt, stellt in Europa lediglich einen recht unspektakulären Vertreter der basalsten Elemente von sozialer Marktwirtschaft dar.

Weiterhin gehört es zum Fundament von Sanders' (wie auch Trumps) Wahlkampf, sich betont als Alternative zum herkömmlichen Karrierepolitiker zu etablieren - also eine bewusste Abkehr von Fähnchen-nach-dem-Wind-Richten, Hinterzimmerdeals und opportunistischer Kungelei. Es ist somit nur konsequent, dass sich Sanders eben nicht automatisch zum Spießgesellen seiner Gegnerin macht.

Das mag, machiavellistisch gesehen, sicherlich nicht der beste Weg zur Machterlangung sein, aber das ist per definitionem das Kernproblem des Idealisten.
Und glaubt man dem üblichen Tenor der politischen Diskussion in Deutschland, wird angesichts von Politikverdrossenheit und versumpftem Parteiensystem doch überall mehr Idealismus gefordert... wieso also derartige Töne aus der Chefredaktion des Onlineablegers des Spiegels?
So ist er halt, der Deutsche im Allgemeinen, die deutschen Intellektuellen im Spezifischen, und der Spiegel im Besonderen: egal wie man's macht - es ist verkehrt, und vor Allem muss es wichtigtuerisch und rechthaberisch kritisiert werden...

Beitrag melden
LOWES 06.05.2016, 12:40
179. Lieber Labersack Sanders.....

Zitat von juergenhesse
Schöner Ausdruck: Labersack trifft genau zu.
....mit scharfem analytischem Verstand als die Shrillary. eine im vom Winde verwehten Doggybag verstaute publikumsgeile Plauder-Maultasche

Beitrag melden
Seite 18 von 29
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!