Forum: Politik
US-Wahlkampf: Bernie, die Nervensäge
REUTERS

Donald Trump kann sich freuen. Sein wichtigster Helfer im Kampf gegen Hillary Clinton ist derzeit ein Demokrat.

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juergenhesse 06.05.2016, 09:07
80. Das kleinere Übel.

Ich bin doch als jetzt Kanadier, der seit 1969 in der GTA lebt, über einige dieser Kommentare in diesem Forum erstaunt. Ernie als President? Er will Wallsteet Geld abzwacken, um kostenlosen Zugang an UNIs ´zu schaffen? Der beschwafelt die unzufriedenen und quengeligen Amis mit Phrasendreschereien, was Trump auch macht. Der wird denen wohl nicht erzählen, daß Apfel, Wallmaat usw. doch in der USofA hergestellte Waren verkaufen sollten, was Clinton versucht, wieder einzuführen.
Die Naivität einiger Kommentare hier sind erstaunlich.
Natürlich ist Clinton nicht Ideal, aber jetzt wieder mit hergemachten Dreck von den Republkanern (E-mail Affäre), erinnert mich das doch an die Monika Lewinski Affaire, die doch ganz im Sande verlaufen ist.
Der amerikanische Wahlkampf ist gemein, mit Halbwahrheiten gepflastert.
Da bin ich froh, daß diese Art des Wahlkampfes bei den Kanadiern nicht angekommen ist und Harpie´s Partei auf die Hinterzitze vebannt ist, aber doch da immer noch gewaltig quaakt.

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Athlonpower 06.05.2016, 09:09
81. Den Erziehungsjournalismus in seinem Lauf, .......

Zitat von Freidenker10
Warum sollte er Clinton unterstützen? Sie steht für all das was er bekämpft. Das Wallstreet Geld, das Etablishment, die Verlogenheit usw. Schade das er kein deutscher ist, mit ihm würde ich sogar die SPD wieder wählen!
Ganz einfach, weil es die deutschen Erziehungsjournalisten einfach nicht sein lassen können, anderen Leute vorzuschreiben was sie zu tun oder zu lassen haben.

Die deutsche Meinungsjournallie hat sich von Anfang des Vorwahlkampfes auf Clinton als nächsten US-Präsidenten festgelegt bzw. wurde festgelegt und hat seit Monaten nichts unversucht gelassen, dies auch tagtäglich unter Beweis zu stellen,
am schlimmsten wieder mal der verkappte Regierungssprecher im ZDF Klaus Kleber.

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Redeye 06.05.2016, 09:12
82. Bernie bleibt im Rennen - gut so!

„Donald Trump kann sich freuen. Sein wichtigster Helfer im Kampf gegen Hillary Clinton ist derzeit ein Demokrat.“
Bernie Sanders ist kein Demokrat, er ist unabhängig, er tritt nur für die Demokraten an. Warum sollte er dazu aufrufen, für Hillary zu stimmen? Sie steht für das Establishment, die Großkonzerne und die Waffenindustrie. Mit ihr wird es mit Sicherheit mehr Krieg geben.
Die meisten von Bernies Anhängern möchten, dass er weitermacht, und wären enttäuscht, wenn er dazu aufrufen würde, für Hillary zu stimmen, die doch für das verhasste Establishment steht.
Er hat auch noch immer eine geringe Chance, die Nominierung zu bekommen, z.B. wenn Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre angeklagt wird. (Das FBI ermittelt noch immer)
Er sagt, es gehe ihm vor allem darum, seine Botschaft noch unter ein möglichst breites Publikum zu streuen und allen Menschen in allen Staaten die Möglichkeit geben, abzustimmen. Ich finde es konsequent, dass er im Rennen bleibt.
Es ist sowieso fraglich, ob es tatsächlich das Ergebnis der Wahl im November stark beeinflussen würde, wenn er jetzt aussteigen würde; viele seiner Unterstützer würden ohnehin niemals für Hillary Clinton wählen. Sie ist schon jetzt in vielen ihrer Positionen unter dem Druck der Sanders-Kampagne nach links gerückt. Wenn sie die Stimmen der Sanders-Wähler haben möchte, so wird sie sich diese verdienen müssen.
2008 hat Clinton übrigens dasselbe getan, sie blieb im Rennen gegen Barack Obama, noch lange nachdem sie schon längst keine Chance mehr auf die Nominierung hatte. An Bernies Stelle würde ich zumindest noch das Ergebnis der FBI-Ermittlungen abwarten.

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dubito_ergo_cogito 06.05.2016, 09:23
83. Was einen wundern müsste, wenn man es denn nicht besser wüsste...

Da mischt sich die hohe deutsche Politik (d.h. die scheinbar allmächtige, in Wahrheit von allen Seiten arg getriebene Frau Merkel - und natürlich die eingebetteten Medien zu denen leider, leider auch Spon gehört!) in einer bisher nie dagewesenen, offensichtlich parteiischen und darum rotzfrechen Art in den USA(!)-Wahlkampf ein - und die USA verbittet sich das nicht?
Tja, die offensichtliche Wahrheit ist: Die Clinton MUSS es sein, die Clinton WIRD es also sein (wir erinnern uns aus buschigen Zeiten: amerikanische Wahlmaschinen sind nicht immer blind!) weil nur die Clinton denen passt, die die sogenannte Demokratie der USA in der Westentasche mit Kleingeld haben! All zu diskrepant zu der Meinung der amerikanischen Mehrheit darf das Ergebnis aber nicht sein - also lautet der eindeutige und kategorische Tagebefehl (auch) an die deutschen Hilfs-Marketendertruppe: "Push Clinton!" Was kann die arme Frau Merkel auf solche Befehle denn schon anders antworten als" Yes, Master, Yes, I can and I will" - d. h. genau das, was sie seit Amtsantritt noch auf jede Anordnung von Übersee, gegen jeden Widerstand und um jeden Preis getan hat?
Darf man sich fragen, warum das so war und so ist - oder macht man sich mit einer solchen Frage schon der Majestätsbeleidigung schuldig?

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Barillapestoistliebe 06.05.2016, 09:30
84. Aufgeben? Nein!

Wieso sollte Sanders denn aufgeben, nur weil Trump als Kandidat feststeht?
Irgendwas hat der Autor nicht verstanden, aber die Superdelegierten sind in ihrer Wahl nicht gebunden. Das heißt, sollte Sanders noch ein paar Staaten gewinnen, könnten sie sich entscheiden doch ihn zu unterstützen!
(Siehe Obama 2008)
Des Weiteren ist Clinton eine extrem unbeliebte Politikerin, geradezu der Inbegriff des Establishments. Sie hat in früheren Jahren schon einiges verbockt. Zudem die Verbindung zu Bill Clinton, der wohl als größter Griff ins Klo überhaupt gilt. Sie als Kandidatin gegen Trump.. Auch den Umfragen nach eine deutlich riskantere Wahl als mit einem authentischen und sachlicher Politik betreibenden Bernie Sanders anzutreten. Vor allem ist er noch ein unbeschriebenes Blatt. Trump hat nicht bzw kaum die Möglichkeit mit irgendwelchen alten Fehlern anzugreifen.
Zuletzt, Clinton steht absolut für gar nichts. Sie vertritt keine Positionen sondern ist klassische Politikerin.. Gebt dem Volk was das Volk will, der Rest ist mir doch egal.
Ich hoffe sehr dass Sanders es noch schaffen wird.
Im Übrigen bin ich kein Linker. Und wer sich mal die Positionen der beiden Kandidaten anschaut, wird feststellen dass Clinton ungefähr der deutschen CDU oder CSU ähnelt und Sanders maximal in die Richtung SPD geht von den Positionen. Ihn als großen linken Kommunisten darzustellen .. Vielleicht für amerikanische Verhältnisse, scheint mir dort allgemein ein wenig rechter/konservativer zu zugehen.

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andy_cee 06.05.2016, 09:30
85. was wirklich nervt sind schlechte Artikel wie Dieser!!!!!

ich habe wirklich so einen schlechten Bericht über den US Wahlkampf gelesen wie diesen. Er lässt vermuten, dass sie wirklich keine Ahnung darüber haben, dass die meisten Delegierten zu Clinton gehen selbst wenn sie verliert:
http://vetsforbernie.org/2016/04/joe-scarborough-rigged-system-democratic-side/

Zumal kann Clinton immer noch vom FBI verurteilt bzw. schuldig befunden werden und dann?

das ist kein Journalismus sonder billig Meinungsmache wie bei der Bild die dem normal Deutsche ein total falsches Bild vermittelt!
ich finde es wirklich bedauerlich wie sehr der Qualitätsanspruch guten Journalismus zu betreiben in diesem Land besonders aber bei Spiegel nachgelassen hat bzw. nicht vorhanden ist!!!

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ProDe 06.05.2016, 09:30
86. Das Politikverständnis des Authors lässt tief blicken

es ist das Verständnis, das auch hier in Deutschland vorherrscht. Es geht nicht um Inhalte. Es geht um den Sieg der Partei. Um die Macht.
Danach müsste sich Sanders - im Interesse der Partei - nun zurückziehen und seine Anhänger bitten ausgerechnet Hillary zu wählen.
Koalitionszwang sozusagen. Im Interesse der Partei. Die Sache , die Inhalte -- egal.
Dass Trump näher an Bernie ist als Hillary - auch egal.

Macht und Machterhalt. Parteiwille statt Wohl der Mehrheit. DDR Demokratieverständnis a la Merkel auch bei diesem Author. Er scheint gar nicht zu verstehen, dass es noch Menschen gibt, die etwas verändern wollen und denen es tatsächlich um die Sache geht. Denn das sind Spinner, Weltverbesserer oder naive Gutmenschen...

Bernie mach weiter so. Wenn es hilft Hillary zu verhindern ist das zumindest in der Außenpolitik ein gutes Signal für die Welt.

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Softship 06.05.2016, 09:38
87. Roland, die Nervensäge

Vielleicht sollte Roland die Nevensäge diesen Artikel aus CNN (aka Clinton News Newtork) lesen:
http://edition.cnn.com/2016/05/05/politics/hillary-clinton-bernie-sanders-exit-race/index.html

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Liberia 06.05.2016, 09:38
88. Warum Sanders nicht aufgibt

Der Autor scheint zu verdrängen, dass das FBI gegen Frau Clinton wegen der "Email-Affäre" noch immer ermittelt. Sollte Anklage erhoben werden, wäre sie nicht mehr haltbar. Sanders wäre am Zug.
Jedoch - das gebe ich zu - ist es höchst unwahrscheinlich, dass das FBI und die Generalstaatsanwaltschaft eine solch politische Entscheidung treffen werden.

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chuckal 06.05.2016, 09:39
89. Demokratie

ist die Regierung durch den, durch Wahlen ausgedrückten Willen der Mehrheit des Volkes, auch wenn es dem Kommentator noch so schwerfällt, das zu begreifen. Es ist weder "unfair" noch "nervig"das Sanders diesen basisdemokratischen Grundsatz lebt und ausfüllt. Manchmal mögen demokratische Prozesse anstrengender als das Postengeschachere und Taktieren um den besten Platz am Fleischtrog. Das als nervig zu bezeichnen, ist allerdings schon ziemlich bedenklich.

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