Forum: Politik
US-Wahlkampf: Böse, böser, Romney
REUTERS

In den Medien ist der Wahlkampf ums Weiße Haus schon entschieden: Mitt Romney gilt seit seiner Armen-Schelte als chancenlos. Leider helfen Beschwörungsformeln in der Demokratie nur bedingt weiter: Der Republikaner hat nicht die Presse auf seiner Seite - aber die Zahlen.

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digarth 21.09.2012, 09:08
260. Leider begehen sie den selben Fehler

den auch Romney schon tut, wenn er mein diese 47 Prozent als faule Sozialschmarotzer abzutun. denn in den 47 die keine Steuern zahlen, sind neben den Rentner, die in Ihrer Arbeitszeit sicherlich ihre Steuern bezahlt haben,auch jene Geringverdiener, die sich halt nicht im Sozialen Netz ausruhen, sondern einfach keinen Job finden der Genug einbringt, als das sie Steuern dafür zahlen müssten. Das sie deshalb staaliche Leistungen annehmen wäre eine Behauptung die erst noch bewiesen werden müsste. letztendlich tun sie nur das, was Romney allen guten Amerikanern empfiehlt: "Blos keinen Cent mehr Steuern zu bezahlen, als sie müssen." Der Grund weshalb diese Leute eher zu Obama tendieren ist sicherlich eher, weil sie bei Romnay befürchten müssten, dass dessen Steuergeschenke an die oberen 5 Prozent, mit ihr Steuererhöhung jener finanziert wird, die ohnehin am Existenzminimum leben. Und wer sich die Zahlen aus Bill Clintons Rede anhört über das Verhältnis von geschaffenen Jobs unter Demokratischer Regierungszeit und geschaffenen Jobs unter Republikanischer Regierungszeit anhört stellt fest, dass die Zahlen trotz der schlechten Situation in den USA trotzdem für Obama sprechen.
Das beste Argument, welches die Republikaner für ihren Kandidaten haben ist: "Wir haben in den Jahren Unserer Regierung den Karren unglaublich tief in den Dreck gefahren. Herr Obama hat ihn nicht schnell genug wieder raus ziehen könne. Jetzt müssen wir wieder ran." Um was zu tun? Die Mittel welche die Republikaner präsentieren, sind genau die, welche den Karren überhaupt so tief in den Mist rein gefahren haben. Und wie Herr Romney meint mit Steuersenkungen für die oberen 5% sein Versprechen umsetzen will 12 Millionen Arbeitsplätze zu schaffen, hat er auch noch nicht verraten.

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tombel 21.09.2012, 09:09
261. Wenn republikaner dran sind erkennt man amerika besser

Als linker war ich immer für die Demokraten, doch wenn wir genau hinsehen, müssen wir feststellen, dass sie immer eine Enttäuschung waren, ob Carter oder clinton oder auch Obama. Letztendlich vertreten sie in der Außenpolitik die gleichen Supermarktpositionen wie die Rep. Sie sind genau ach Oberbefehlshaber dieser unseligen US_Army und unter ihnen ist noch kein Krieg beendet worden. Sie sind letztendlich ein "Fake", weil die Welt denkt, das wäre das bessere, das aufgklärte Amerika.
Insofern sind wir mit Leuten wie den Bushs, oder eben auch Romney besser dran, denn bei denen kann jeder erkennen, welch Geistes Kind diese Leute sind. Das sit für den Rest der Welt unendlich wertvoller, als wenn ein demokratischer Präsident, an einem reaktonären Kongress vorbei Renten- oder Arbeitsmarktreformen vorbeizubringen.

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Thaeve 21.09.2012, 09:19
262.

Was für ein Glück, daß der Herr Fleischhauer die Gründe gleich nennt, weshalb Mr.Romney nicht Präsident werden wird.
Unser Schwarzer Geist schreibt die Argumente selbst, sieht sie aber nicht.

Zitat von sysop
Wer sich ein wenig im Netz umschaut, wird schnell feststellen, dass Romney in seinem politischen Leben schon so ziemlich jeden Standpunkt vertreten hat, der auch Demokraten am Herzen liegt.
Das nennt man in der Politik auch Beliebigkeit. Bei deutschen Konservativen kommt sowas gut an (Vorbild Merkel), in den USA dagegen weniger.

Zitat von sysop
Plus: Er kennt sich aus mit Ökonomie, was vielleicht kein ganz schlechtes Argument ist, wenn man die größte Volkswirtschaft der Welt leiten will.
Er kennt sich mit betriebswirtschaftlichen Optimierungsvorgängen aus. Wie man Betriebe günstig kauft und ausschlachtet um den maximalen Profit da rauszuholen.
Das sind nicht die Vorraussetzungen, die man braucht um die größte Volkswirtschaft der Welt zu führen.
BWL ist nicht gleich VWL.
Das ist kein auskennen mit Ökonomie, und schon gar nicht mit Makroökonomie.
Im Gegenteil, ich befürchte daß sein mikroökonomischer Sachverstand seinen Blick fürs Ganze trübt.
Ein Phänomän, daß man bei Experten leider oft beobachten kann.
Akademische Scheuklappen.

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jens.kramer 21.09.2012, 09:27
263. Lustig

Romney ist schon ein Spaßvogel. Was macht der eigentlich, wenn seine gesamte Belegschaft für 6 Monate den Hammer fallen lässt und stattdessen die Freiheit geniesst?

Romney wäre von heute auf morgen kuriert und hätte gelernt, dass er selbst auf Kosten anderer lebt. ER ist ja nicht ArbeitGEBER sondern ArbeitNEHMER.

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KeinLinker 21.09.2012, 09:33
264. Dieser Beitrag ist...

der beste Beleg dafür, wie unsachlich und widerwärtig nicht nur jenseits des Atlantiks sondern auch hier zwischen dem linken und rechten politischen Lager sachbefreite Grabenkämpfe geführt werden, nur um die eigene Klientel zu liebkosen und den politischen Gegner zu diffamieren. Da werden Zahlenwerke gedreht, abstruse Vergleiche zwischen Bush und Obama angestellt und das ganze zu guter Letzt auch noch geradezu paternalistisch angehaucht mit einer vermeintlichen Eremitenweisheit darüber gekrönt, wie eigentlich Wahlkämpfe heutzutage funktionieren. Ich mochte diesen plumpen Populismus des Herrn Fleischhauer noch nie, aber dieser Text ist eine neue Niveau-Benchmark, die es erst einmal zu unterschreiten gilt. Freiwillige vor! Der Herr F. wird es wohl selbst erledigen...

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Lurchfreund 21.09.2012, 09:43
265. Mitt der Ökonom...

...hat bei Bain Capital eindrucksvoll gezeigt, wie man eine Firma nicht führt und nur dank Bailout ging die Firma nicht Pleite, womit er allerdings nur am Rande zutun hatte. Dafür hat er wohl anderweitig geschummelt und Ermittlungen dazu am Hals.

Er hat auch eindrucksvoll Ampad zerlegt und ganz sicher freuen sich die Menschen darüber sehr. Wer braucht schon Arbeitsplätze.

Einen Trottel, der schon Mikroökonomie nicht versteht, sollte man nicht an Makroökonomie heran lassen.

BTW, die Schulden von Obama sind großteils seinem direkten Vorgänger geschuldet. Zwei Kriege, extreme Rüstungsausgaben und diverse Steuererleichterungen für die Wohlhabenden können sowas auslösen. Dazu eine formidable Krise, ausgelöst von Mitt und seinen Freunden (Merke: Leverage-Geschäfte sind nie gesund) bei diversen Großbanken.

Herr Fleischhauer, Ihre Fakten sind keine und von Ökonomie haben sie soviel Ahnung wie ein kalt gewordenes Fischstäbchen. Mir ist schon klar, dass sie vehement konservativ sein müssen (Warum eigentlich? Stagnation ist schlecht...) aber müssen sie wirklich solchen Unsinn brabbeln? Niemand außer ein paar senile Omis und Opis halten Mitt für jemanden, der Ökonomie kann. Er kann Firmen mit geliehenem Geld aufkaufen, sie dann als "Berater" zur Kasse bitten und auspressen bis aus einer gesunden Firma eine kaputte Firma wird. So einer ist in der jetzigen Situation ähnlich nützlich wie ein Pyromane, der einem umgekippten Tanklaster zu Hilfe eilt. Eine ungesunde Sache für Pyromanen und Laster.
Mitt sollte das sich und den USA ersparen. Nochmal ein konservativer Vollpfosten verkraftet diese geschundene Nation nicht. Reagan, Bush Sr. und dann noch Bush Jr...das ist wie die inkompetente Dreieinigkeit der Retardierten. Herr Fleischhauer, haben sie wirklich so wenig Mitgefühl und Empathie? Wollen sie den Amis jetzt auch noch den vierten Deppen innerhalb von knapp 30 Jahren aufdrücken? So grausam könne selbst sie nicht sein.

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Grobbelflobb 21.09.2012, 09:45
266. Das Dilemma der US-Politik

Man stelle sich vor, man sei wahlberechtigt in den USA. Man kann einerseits eine rechtspopulistische Partei wählen, die für Waffenbesitz, für die Todesstrafe, gegen die Homo-Ehe, gegen Abtreibung, für eine bedingungslose Unterstützung Israels und für den radikal freien Markt ist. Oder aber: man wählt eine rechtspopulistische Partei, die all das nur noch extremer will.

Der Punkt ist: Die US-Amerikaner haben nur auf dem Papier eine Wahl. Das Ergebnis ist nur marginal verschieden. Der größte Unterschied liegt sicherlich in der Außenwirkung und man verzeiht Obama die völkerrechtswidrige Ermordung von Terroristen oder die Nichtschließung von Guantanamo Bay einfacher eher als einem Republikaner.

Das ist die traurige Wahrheit.

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schuetten 21.09.2012, 09:52
267.

Zitat von sysop
In den Medien ist der Wahlkampf ums Weiße Haus schon entschieden: Mitt Romney gilt seit seiner Armen-Schelte als chancenlos. Leider helfen Beschwörungsformeln in der Demokratie nur bedingt weiter: Der Republikaner hat nicht die Presse auf seiner Seite - aber die Zahlen.
So ist das mit Zahlen: Man legt sie sich so zurecht, wie man sie braucht. Dass das derzeitige hohe Staatsdefizit zu großen Teilen ein Erbe der Regierung Bush jr. (Republikaner) ist, verschweigt Herr Fleischauer natürlich. Passt ja nicht ins "Feindbild Linke / Demokraten". Und dass die USA unter den Republikanern Reagan und Bush sen. jeweils in gewaltige Schulden geraten sind - ach, das nehmen wir dann nicht so genau. Hauptsache meine Schmalspur-Kolumne klingt gut und meine Jünger hier haben was zu klatschen.

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kdshp 21.09.2012, 09:56
268. Titel:Medien

Zitat von sysop
In den Medien ist der Wahlkampf ums Weiße Haus schon entschieden: Mitt Romney gilt seit seiner Armen-Schelte als chancenlos. Leider helfen Beschwörungsformeln in der Demokratie nur bedingt weiter: Der Republikaner hat nicht die Presse auf seiner Seite - aber die Zahlen.
Hallo,

tja der mann ist eben nur 2 wahl! Der soll mal einen PR kurs bei frau merel (CDU) nehmen die hat beides also die presse auf ihrer seite UND die zahlen!

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sichernicht 21.09.2012, 10:07
269. vielleicht

Zitat von mneisen
Kapiert man nun auf der linken Seite endlich, dass wir uns nicht noch weiter schröpfen lassen wollen? Dass linke Politik jeglichen Anreiz zu Mehr- und Höchstleistung vernichtet?
kapiert man ja auf der rechten seite endlich, dass die republikaner wie christdemokraten nichts anderes tun, als anderen ihre misserfolge in die schuhe zu schieben?

wenn sie anhand ihrer stark vereinfachten rechnung einmal nachvollziehen wollen, wer die hohen steuersätze eigentlich verursacht hat, haben sie die korrekte antwort.

kleiner hinweis: die demokraten/sozialdemokraten waren es nicht...

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