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US-Wahlkampf: Was passiert, wenn Trump gewinnt? Nichts.
REUTERS

Hillary Clinton wäre klar die bessere Präsidentin, ihr Rivale hat außer leeren Versprechungen nichts zu bieten. Als Regierungschef der USA würde Donald Trump bald scheitern.

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HighFrequency 29.07.2016, 17:13
240.

Zitat von secret77
Herr Nelles, ich bin kein Trump Fan, aber könnten Sie auch so prophetisch und unvoreingenommen voraussagen, was im Falle einer Wahl Clintons passieren würde? Vor allem in Bezug auf Krieg, Unruhen, Flüchltlingsströme, Einkommensungleichheit, Situation der Schwarzen, Nahost und Israel Konflikte usw usw? Oder gehen Sie einfach davon aus, dass Clinton einfach DIE beste Präsidentin ever sein wird?
Das, was Sie zurecht einfordern, werden sie von den hirnlosen Claqueuren niemals bekommen.
Die anbiedernden Lobhudeleien für Merkel und ihr "wir schaffen das" liegen auf der gleichen Schiene.

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El Splendido 29.07.2016, 17:16
241. modern, perfekt & co.

1. sie hat eine moderne Agenda
aus meiner europäischen Perspektive wäre mir eine weniger "moderne" Politik der USA deutlich lieber.

2. sie hat einen perfekten Parteitag inszeniert
oder war das Wasserman Schultz? ...

3. sozial
Rekordspenden von Wallstreet machen es möglich.

4. weltoffen
für Irak-Krieg unter Bush stimmen, und Victoria Nuland als Kandidatin für das Außenministerium in die engere Wahl nehmen. "Fuck the EU"! Weltoffener kann man sich unter Clinton eine Außenpolitik nicht vorstellen!

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_alexander_ 29.07.2016, 17:17
242. Ich würde...

nicht sagen, dass nichts passieren wird, sollte Trump gewinnen. So wie ich das mitbekommen habe, will er auf jeden Fall den Kalten Krieg 2.0, den Obama, die Nato und einige Staaten aus Europa zu verantworten haben, beenden. Darüber hinaus will er die Anschläge von 9/11 neu untersuchen lassen. Das ist doch schon etwas, oder?

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joblack 29.07.2016, 17:23
243.

Hillary Clinton ist meiner Ansicht nach nicht wählbar. Warum Herr Nelles auf die Idee kommt für alle Deutschen sprechen zu können verstehe ich nicht.

Lieber einen Donald Trump der die USA mal gehörig aufmischt als eine wallstreethörige Hillary Clinton.

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claus.p.baumann 29.07.2016, 17:30
244. Ach Herr Nelles!

Ihr Bericht war mal wieder typisch. Schämen Sie sich wirklich nicht, dieser Dame verbal in den Hintern zu kriechen???

Hoffentlich sind die US-Wähler so clever und entscheiden sich für Donald Trump. Mal sehen, wie all die, die jetzt gegen Trump hetzen, in dessen Hintern um Einlass betteln.

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burgundy 29.07.2016, 17:39
245.

Ja, das würde mich auch interessieren, und allein aus dem Grund würde es mich freuen, sollte Trump gewinnen. Das Zurückrudern mit höchster Geschwindigkeit wäre ein Genuss zu beobachten als Lehrstück modernen Journalismus. Ich hatte da schon öfter mal in Posts die Frage nach dem möglichen Verhalten des SPON gestellt (Medick, Pitzke, Nelles und Co., die ja fervente Parteigänger Clintons sind). Sind aber alle der Zensur (warum eigentlich?) zum Opfer gefallen.

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box-horn 29.07.2016, 17:42
246.

Zitat von Celestine
Trump sieht sich schon in seinem geistigen Auge als den amerikanischen Sonnenkönig, als Kaiser, auf einem vergoldeten Peacock-Prunksitz thronend, geschmückt durch Ivanka und Melania an seiner Seite. Schaut man sich seinen aktuelle Einrichtungsstil an, so erkennt man die entsprechenden Ambitionen schon sehr deutlich: sehr viel Schnitzereien in Gold, pompös und grandios. The White House wird dem Geschmack entsprechend von Grund auf neu dekoriert. (Googeln Sie unter Inside Donald and Melania Trump‘s Manhattan Apartment Mansion, iDesign Arch.) Trump wird eine politische Annäherung an Kim Jong Un, Erdogan und Putin lancieren, all die Politiker, die er bewundert. In Nordkorea können huuuge, amazing business deals gemacht werden, damit das Land endlich aufgebaut werden kann. Trump, the greatest Deal Maker on earth, macht ebenso huuuge business deals mit den russischen Oligarchen und Putin, das ist klar. Die Aufträge werden durch das Trump Family Business implementiert, you bet. Trump wird, ähnlich wie seine Vorbilder, sich möglichst weit von der Demokratie entfernen bzw. eine wahre Erbdynastie aufbauen: Don Jr., der sich jetzt schon genauso anhört, wie sein Vater, wird Finanzminister, Ivanka Außenministerin und engste Beraterin. Die ganze Sippe zieht im Weißen Haus ein, damit sie einen vollen Überblick und die totale Kontrolle behalten. Danach kriegt man sie nicht mehr raus: In mehreren Generationen regieren nun Trumps in Achtjahreszyklen. Baron wird schon sehr früh auf diese Rolle geeicht. Statt wie früher die Cartoons in den Morgenzeitungen zu lesen schaut sich das amerikanische Volk die neue Reality-TV-Sendung "Trump's Regal Rule" direkt aus dem Weißen Haus. Das ist amazing, und so rührend volksnah. Trump wird wie ein Emperor verehrt, und wer seine Buddys Erdogan, Putin und Kim Jong Un kennt, weiß, was mit seinen Gegnern geschehen wird…
Woher wollen Sie eigentlich wissen, wer Trumps Vorbilder sind. Mit keiner Silbe hat er nach meiner Kenntnis angedeutet, daß er autokratische Strukturen will.

Er gibt zur Zeit den mit der Axt gemalten Comic-Strip-Helden des "Machers" "alter Schule". Durchdrungen von der eigenen Bedeutung, Chauvinistisch bis zur Lächerlichkeit und überzeugt von seinen Zielen und seinem Weltbild. Trump als Firmenpatriach, der am besten weiß, was gut für alle ist.

Daraus nun zu schließen, er hätte autokratische Ziele, ist Unfug.

Was den Einrichtungsstil angeht: Die US-Amerikaner haben generell eine Schwäche für aus unserer Sicht geschmacklose, riesige pompöse Möbel - vielleicht, damit die groß dimensionierten billigen Papp- und Sperrholzzhäuser nicht so leer aussehen. Und weil er mehr Geld hat als andere, und als "Mann des Volkes", muß er das natürlich in noch größere, geschmacklosere und pompösere Möbel umsetzen.

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mira.aleksic 29.07.2016, 17:43
247. können

Journalisten nur berichten? Warum müssen sie immer diese kindische Haltung haben? Jeder amerikanische Präsident der mit Putin redet, ist für Deutschland gut, weil wir sind mehr als Amerika von dem Obamas Putins Kalten Krieg betroffen!

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Washingtonian 29.07.2016, 17:47
248. Sehr geehrter Herr Nelles,

Sie schreiben, dass der Mann den wir Herr Drumpf oder Il Trumpolini nennen, nur einen Stillstand verursachen wuerde, und sagen er habe - unter anderem - keinen Einfluss auf the obersten Gerichtshof, SCOTUS, in den Vereinigten Staaten.
Es ist egal ob alle seine idiotischen Ziele fuer die USA und dem Rest der Welt in Taten umgesetzt werden koennen.
Fuer Amerika jedoch, ist ein President Trump aussergewoehnlich gefaehrlich, da er mit nur zwei Nominierungen fuer den Supreme Court das ganze Gericht fuer Dekaden in ein erz-rechtes Gericht verwandeln wuerde, ein Gericht das seine Entscheidungen auf Religion - die Richtige - basiert, und das ganze Land in die Pre-Enlightenment Zeit verbannt.

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zaldarie 29.07.2016, 17:48
249.

Der Court war nicht 5 zu 4 konservativ, sondern 4 zu 4 mit einem in der Mitte, der mal konservativ, mal liberal gestimmt hat (Kennedy). Das ist ein extrem bedeutender Unterschied. Inzwischen sind auch viele der Meinung, dass Kennedy immer weiter nach links tendiert und kaum noch als "swing vote" gelten kann.

Entscheidungen wie Obergefell v. Hodges wären vollkommen unmöglich gewesen mit einer ECHTEN konservativen Mehrheit. Eine konservative Entscheidung gegen Roe v. Wade würde Abtreibung vielleicht nicht direkt wieder kriminalisieren, aber mindestens republikanischen Gouverneuren, Senatoren und Kongressabgeordneten die Möglichkeit geben Gesetze zu erlassen, die sie kriminalisieren oder den Zugang dazu massiv zu beschränken - so wie sie es jetzt bereits verzweifelt versuchen. Der eben gerade NICHT mehrheitlich konservative Supreme Court hat diesen reaktionären Bestrebungen in den letzten Jahren mehrfach einen Riegel vorgeschoben, ein echter konservativer Court wird das nicht tun. Und wenn kein Supreme Court da ist sich gegen die reaktionären Angriffe der Republikaner auf das Abtreibungsrecht zu stellen, dann wird es mindestens im halben Land (der republikanischen Hälfte) Schritt für Schritt ausgehöhlt. Was einige Republikaner in diversen Staaten getan haben, die sogenannten TRAP-Laws, kommen mitunter schon jetzt de facto einem Verbot gleich, wenn in einem ganzen Staat nur noch eine einzige Abtreibungsklinik verbleibt. Dank Roe v. Wade können sie Abtreibung zwar NOCH nicht legalisieren, aber sie sind verdammt gut darin den Zugang zu Abtreibungen so schwer wie nur irgendmöglich zu machen.

Die Sache ist die: Es bleibt eben nicht bei einer Ernennung. Ginsburg ist bereits 83 Jahre alt und Breyer ist 78. Nicht gerade unrealistisch anzunehmen, dass einer von beiden in den nächsten vier (oder acht) Jahren in Rente geht oder stirbt. Deshalb eröffnete ich meinen letzten Beitrag ja auch mit "ganz sicher einen, sehr wahrscheinlich zwei, möglicherweise sogar drei oder vier".

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