Forum: Politik
US-Wahlumfragen: Kaum zu glauben
AFP

Meinungsforscher waren sich sicher: Donald Trump hat bei der US-Wahl kaum eine Chance. Wie sehr sich die Demoskopen geirrt haben - und was ihr Problem ist.

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k.Lauer 10.11.2016, 12:14
70. Die Menschen glauben das, was sie gerne möchten

Die Auswahl der zu Befragenden und die Wahrnehmung ihrer Aussagen, weil i.d.R. abwägend und damit nicht eindeutig , ist subjektiv. Man hört das heraus, was man hören möchte und interpretiert das hinein, damit es mit der eigenen Meinung korrelliert.

Bei den zu Befragenden gibt es auch die Haltung, sich nicht oder nicht eindeutig zu offenbaren. Insbesonders dann, wenn öffentliche und veröffentliche Meinung - vorwiegend durch "political correctness" vordefinert - mit der eigenen Meinung divergiert. Man bekennt sich nicht so gerne zu so einem wie Trump, der tagtäglich als homophober Sexist, Beleidiger von Frauen, von Minderheiten oder Behinderten gebrandmarkt wird und dessen plitische Vorhaben mit der Aura des Anrüchigen behaftet ist.

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manfredkaese 10.11.2016, 12:16
71. Das ist relativ leicht erklärbar:

Die machen ihre Umfragen per Telefon; es haben aber immer weniger Menschen Hausanschlüsse, oder gehen bei unbekannten Anrufern ans Telefon,und wie die dadurch verursachten Abweichungen rauszurechnen sind, haben die Damen und Herren noch nicht im Griff; da sie aber für das ablieern von Zahlen bezahlt werden, liefern sie trotzdem erstmal welche.

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Anna156464641156 10.11.2016, 12:17
72. Sozial erwünschten Verhalten

Ich vermute daß das Problem, wieso die Umfragen daneben liegen, liegt daran das anderst als von dem Medien berichtet man von Trump durchaus Postives abgewinnen kann. (z.B. raushalten aus dem Syrien Krieg und nicht wie Clinton es wollte, weiter Öl in das Feuer gießen). Wenn jetzt die aber bei dem kleinsten Anflug von unvoreingenommener Auseinandersetzung mit Trump einen sofort in die rechte-Ecke stellen wollen, erzählt selbstverständlich Niemand was er denkt.

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Techniker70 10.11.2016, 12:17
73. Kann sich die Umfragen sparen

In Zeiten in denen die Anhänger einer anderen Meinung als die der Regierungspartei generell als dumm und unfähig stigmatisiert werden, kann man sich jede Art von Umfrage sparen.

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TomRohwer 10.11.2016, 12:17
74.

Wer braucht eigentlich Umfragen? Die eigentliche Wählerumfrage ist doch die Wahl.
Und wenn Politiker gern wissen möchten, was die Bürger denn so denken, dann sollen sie keine Umfragen in Auftrag geben, sondern einfach jede Woche auf den Wochenmarkt und in die Eckkneipe gehen und mit den Bürgern reden.

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Nur ein Blog 10.11.2016, 12:17
75.

Zitat von darthmax
genau dieses viel mir auch auf, auf dem Land alles Rot, auch in den Bundesstaaten, die im Ergebnis Demokratisch( blau) waren. Hier offenbart sich ein zerrissenes Amerika, Stadt gegen Land und ich hoffe, dass dieses den Politikern bewusst wird.
Der Stadt / Land Konflikt ist so alt wie die USA selbst und er ist auch kein USA-Phänomen, es gibt ihn überall.
Auch Petersburg und Moskau ticken völlig anders als der grösste Teil von Russland.

Stadtluft macht frei hiess es früher, die Landflucht ist aber für die Städte auch ein Problem, nicht nur für das entvölkerte Land.

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nickleby 10.11.2016, 12:19
76. The human factor

Ein wichtiger Grund liegt wohl auch darin, dass einfach gelogen wird, und zwar aus ganz unterschiedlichen Motiven heraus. Darum ist es heute müßig, danach zu fragen, wer was falsch gemacht hat, sondern man muss davon ausgehen, dass in solch heiklen Situationen selten mit offenen Karten gespielt wird.
Das Beispiel Trump/Clinton kann um Truman / Dewey ( 1948) erweitert werden. Damals lagen die Demoskopen ebenso falsch ( Dewey defeats Truman ), genau wie heute .
Wahlen finden in der Realität statt und nicht im Wunschtraum der Journalisten. Diese Lehre sollte spätestens heute gezogen werden. Den Journalisten sei ins Stammbuch geschrieben : sie dienen der Öffentlichkeit, was bedeutet sie sollen bescheiden sein und sich an Walter Lippman halten : "Where all men (journalists) think alike, no one thinks very much"

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spmc-125536125024537 10.11.2016, 12:19
77. publication bias?

so nennt man das in der Forschung, wenn nur die Ergebnisse veröffentlicht werden, die die eigene Arbeitshypothese stützen. Die anderen Ergebnisse hält man unter Verschluss. So entsteht in der Öffentlichkeit ein völlig falscher Eindruck. Vielleicht haben es die Meinungsforscher ja genauso gemacht, vielleicht auch weil sie wussten, welches Ergebnis die Medien gerne haben wollten.

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Poco Loco 10.11.2016, 12:20
78. Umfragen abschaffen.

Eigentlich sollten diese Umfragen abgeschafft werden, denn dieses Mittel der Meinungssteuerung wird einfach zu oft missbraucht. Wie bei allen statistischen Erhebungen bestehen einfach zuviele Möglichkeiten, das gewünschte Ergebniss so zu manipulieren und selbst zu gestalten, wie es dem Auftraggeber genehm ist. Wie Wähler auf unterschiedliche weise auf vermeintliche Umfragen reagieren und damit manipuliert werden können, haben hier viele schon treffend kommentiert. Man sollte in Zukunft auf dieses unlautere Mittel der Wahlmanipulation verzichten, dieser Versuch in die nahe Zukunft zu blicken ist ohnehin zur Kaffeesatzleserei verkommen. Bin mir auch sicher, dass viele Wähler nicht genau sind bei den Angaben oder sich erst kurz vor dem Wahllokal entscheiden.

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dirk.resuehr 10.11.2016, 12:21
79. Demoskopie

Gibts, bei Wahlen auch.Meist recht genau,repräsentativer Qerschnitt und Abweichungen bei max.3%. Das ist doch recht ordentlich.Bei Wahlen kritisch, weil der Wahrheitsgehalt der Antworten nicht überprüft werden kann.Was soll bitte die Journalistenschelte? Die berichten und analysieren faktische Zahlen. Wenn die Basis erlogen ist, bestimmt nicht von den Journalisten!Der Verdacht riecht zu sehr nach Pegida.

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