Forum: Politik
USA im "Francis"-Fieber: Obamas Papst
AFP

Der Papst-Besuch elektrisiert die USA. Die Stimmung im Land ist durch den Vorwahlkampf aufgeheizt, jede Geste hat symbolischen Wert. Die Republikaner ahnen, dass Franziskus sie bei einigen Themen in Erklärungsnot bringen dürfte.

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garfield 22.09.2015, 12:04
1.

Zitat von sysop
Ausgerechnet für die Republikaner, die so gerne ihren Glauben betonen, könnte das päpstliche Programm zur Zumutung werden. ... Manch einer, wie zum Beispiel Rubio, scheint aber schon zu ahnen, dass der Mann aus dem Vatikan die Partei in Erklärungsnot bringen könnte.
Das ist doch kein Wunder. Selbst hierzulande wäre es mit Sicherheit nicht die Union, die mit diesem Papst die größeren Gemeinsamkeiten hätte. Zum Beispiel dürfte sich die "christlichste" der Parteien, also die aus dem Lederhosenland, sehr wundern, wenn sich Franziskus mal mit ihren Ansichten und Äußerungen zu Flüchtlingen beschäftigen würde.

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Atheist_Crusader 22.09.2015, 12:11
2.

Katholische Christen stellen in den USA doch sowieso nicht die Mehrheit. Kennedy hat man sogar misstraut, weil er Katholik war. Hat befürchtet, er würde seine Befehle dann vom Vatikan entgegennehmen.

Letztendlich kann man also immer noch die "alte Welt - neue Welt"-Karte spielen.

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B.Buchholz 22.09.2015, 12:25
3.

Zitat von garfield
Das ist doch kein Wunder. Selbst hierzulande wäre es mit Sicherheit nicht die Union, die mit diesem Papst die größeren Gemeinsamkeiten hätte. Zum Beispiel dürfte sich die "christlichste" der Parteien, also die aus dem Lederhosenland, sehr wundern, wenn sich Franziskus mal mit ihren Ansichten und Äußerungen zu Flüchtlingen beschäftigen würde.
Erstens täte es Ihnen gut, zwischen Flüchtlingen aus den heiklen syrischen Gebieten, und der Masse an Einwanderungswilligen zu differenzieren, und zweitens glaube ich nicht, dass der Papst viele Worte über Thinktanks, in denen Migrationswellen als Gesellschafts-, Wirtschafts- und Kriegswaffe geplant und gefördert werden, verlieren würde. Interessant wäre hingegen eine Zeitreise der evangelischen Kirche, die sich zur Weltlichkeit und linksgrüner Politik bekehrt hat, sowie die ihr nachfolgende katholische Kirche, inmitten der Urgemeinde der Religionsgründer. Da dürften sich beide sehr wundern, wenn diese sich mit ihren Ansichten beschäftigen würde.

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akeley 22.09.2015, 12:26
4.

Man mag dem Papst mehr oder weniger guten Willen zuschreiben. Er verbringt viel mühsame Formulierungsarbeit damit, Häppchen vernünftiger Ideen durch die Lücken in den prohibitiven Abschnitten seiner heiligen Schrift und des Katechismus zu steuern. Wo die Schrift vage oder still ist, kann er eine breite Front fortschrittlicher, guter Empfehlungen auffahren, die die plutokratischen Republikaner zu wutschäumendem Leugnungswirbel und wüsten Attacken aufpeitschen. An anderen Stellen steht die katholische Doktrin einem sachlichen, vernünftigen Blick auf Tatsachen und daraus erwachsener plausibler Handlungsinspiration aber monolithisch wie peinlich im Wege, z.B. in vielen Bereichen der Medizin.

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leconnecteur 22.09.2015, 12:30
5. Stimmt und ist zugleich falsch

Zitat von Atheist_Crusader
Katholische Christen stellen in den USA doch sowieso nicht die Mehrheit. Kennedy hat man sogar misstraut, weil er Katholik war. Hat befürchtet, er würde seine Befehle dann vom Vatikan entgegennehmen. Letztendlich kann man also immer noch die "alte Welt - neue Welt"-Karte spielen.
Die Katholiken sind in den USA zwar (noch) nicht die Mehrheit, dafür aber die größte Konfessions-Gruppe. Die Protestanten bilden zahlenmäßig noch eine Mehrheit, sind aber untereinander teilweise so unterschiedlich, dass es insgesamt nur einen sehr, sehr kleinen gemeinsamen Nenner gibt. Und demographisch gesehen, werden die Katholiken bald auch in der Gesamtzahl die Mehrheit stellen.

Zu Kennedys Zeiten war das noch ganz anders, da haben sie recht. Und schaut man noch weiter zurück in der US-amerikanischen Geschichte, gab es sogar (recht erfolgreiche) politische Parteien, die sich einzig den Kampf gegen den Katholizismus verschrieben hatten. Aber wie gesagt: Diese Zeiten sind vorbei.

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thelix 22.09.2015, 12:32
6.

Zitat von B.Buchholz
Thinktanks, in denen Migrationswellen als Gesellschafts-, Wirtschafts- und Kriegswaffe geplant und gefördert werden, verlieren würde.
Guter Mann... wie wäre es, wenn Sie Ihre paranoiden Hirngespinste dort ablassen, wo sie willkommen sind und etwas mit dem Thema zu tun haben? PI-News, z. B...

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diefreiheitdermeinung 22.09.2015, 12:38
7. Nicht Obama's Papst

aber der politisch korrekte Papst, weshalb ihm auch jene die sich nie in einer Messe sehen lassen und am liebsten die Religionen abschaffen würden kräftigen Beifall zollen. Diese Anlehnung an was der Vatikan wohl als Mehrheitsmeinung ortet ist bereits mehrere Male entweder schiefgegangen oder einfach unter einem Nachfolgepapst versandet. Ich artukuliere hier nur meine Zweifel, dass ein Papst der jene Gruppen von denen das Papsttum und die RK die meiste Unterstützung bekam und bekommt ins falsche Eck stellt, am anderen Ende des Spektrums - also bei Linken, Libertären, Hedonisten, Schwulen und Lesben - neue, aktive Mitglieder dazugewinnt. Das ist wie "Rock in der Kirche" - die Leute kommen wegen der Rockmusik, nicht aber wegen der Religion oder aus religiöser Überzeugung. Zudem, wäre es glaubhafter der Papst und die Kurie würden zunächst einmal bei sich selber Aufräumarbeit leisten (ganz gleich ob Vatikanbank, dem überreichen Einfluss italienischer Kurienmitglieder, dem Besitz der RK and Gebäuden und Ländereien -hier reden wir NICHT von Kirchengebäuden -oder internen Regeln was die "Qualifikation" von Frauen, Geschiedenen etc angeht) bevor man sich zu Dingen äusserst die sich zwar gut anhören von denen man als Priester aber gemeinhin Nichts versteht. Wie schnell hört der Beifall auf wenn der Papst wieder mal bestätigt, dass Geschiedene "in Sünde" leben, dass Sex vor der Ehe des Teufels ist, dass Frauen gottlob leider keine Priester sein dürfen und dass es christlicher ist Übergriffe von Priestern unter den Teppich zu kehren statt der weltlichen Justiz zuzuführen etc ?

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Pfaffenwinkel 22.09.2015, 12:49
8. Hoffe,

dass der Papst Klartext redet - z.B. bei der Todesstrafe in den USA.

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stranzjoseffrauss 22.09.2015, 12:59
9. Es heisst mittlerweile Joint Base Andrews

Man achte auch das S hinter Andrews, SPON heisst ja auch nicht PON.

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