Forum: Politik
USA: Trump will offenbar auch Soldaten aus Afghanistan abziehen
AFP

Etwa 14.000 US-Soldaten sind derzeit in Afghanistan stationiert. Berichten zufolge hat Donald Trump angeordnet, etwa die Hälfte von ihnen zurückholen. Damit dürfte die Kritik an seinem außenpolitischen Kurs wachsen.

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demokroete 21.12.2018, 04:01
1. Bürgerkrieg in Afghanistan nicht zu gewinnen

Der Bürgerkrieg in Afghanistan ist mit militärischen Mitteln nicht zu gewinnen. Außerdem fragt man sich mittlerweile, was überhaupt das Ziel dieses Militäreinsatzes ist. Angetreten waren die Amerikaner mit ihren Verbündeten, um dort al Qaida zu vernichten. Von al Qaida ist schon seit Jahren keine Rede mehr, und an deren Stelle ist ein neues Feindbild gestellt worden, die Taliban. Die Taliban sind aber, anders als al Qaida, keine Ausländer, die mit Geld und Waffen vom CIA in Afghanistan gegen die Russen kämpfen sollten. Die Taliban sind Afghanen, die von einem großen Teil der Bevölkerung unterstützt werden. Es ist also ein hoffnungsloses Unterfangen, dort mittels Waffengewalt ein westliches Regime installieren zu wollen. Folglich ist jedes weitere Verbleiben in Afghanistan reine Geld- und Zeitverschwendung.

In Syrien bringt der US Abzug, und vor allem die unter Trump ausbleibende finanzielle und waffenmäßige Unterstützung der 'gemäßigten' Terroristen, das Land einen gewaltigen Schritt näher an das Ende des Bürgerkrieges. Die staatliche Integrität Syriens ist nahezu wiederhergestellt, abgesehen von den Gebieten, die sich unser NATO Partner Türkei bei dieser Gelegenheit einverleiben wird. Erdogan sorgt dafür, dass es keinen Kurdenstaat gibt, und die Kurden werden sich schon deshalb mit der syrischen Regierung arrangieren. Die Russen sorgen dafür, dass die Türkei nicht übermütig wird, und alle zusammen zerschlagen den Rest des IS. Die Chancen für einen Frieden in Syrien standen in den letzten Jahren noch nie so gut wie unter Trump. Hillary Clinton dagegen hätte den Syrienkrieg in Kürze zu einer direkten Konfrontation mit Russland eskalieren lassen.

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favorit601 21.12.2018, 05:10
2. Hmm

Ich denke, die Probleme dürften nicht in das Aktion, dem Rückruf der Truppen, sondern eher in der völlig fehlenden Strategie liegen. Trump simuliert mal wieder das Regieren. Es wird alles nur gemacht und nichts bedacht oder abgestimmt. Eiin klug organisierter Rückzug wäre vielleicht für alle Seiten nicht schlechter als die fatale Wirkung der jetzigen lokalen Militärpolitik. Und die Drohnen-Kills werden vermutlich bleiben. Mit mehr „Kollertetalschäden“, weil ohne Kontrolle vom Boden.

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oldman2016 21.12.2018, 06:16
3. Donald for Friedensnobelpreis

Eine längst überfällige Entscheidung. Auch die Russen haben diesen Schritt gemacht. Für mich war es ein teurer und historischer Fehler von Präsident George W. Bush in Afghanistan nach 9/11 militärisch einzugreifen.
Es wird jedem noch so hochgerüsteten Militär dieser Welt schwer fallen, einen assymetrischen Krieg zu gewinnen. Und wenn nur mit erheblichen Verlusten und gewaltigen Kosten.
Ich gönne es allen us-amerikanischen Familien, wenn sie ihre Soldaten wieder zu Hause wissen.
Was die Präsenz vonUS-Streitkräften in Nordkorea und in Deutschland angeht, so braucht sich keiner im Wertewesten Hoffnung machen, dass es dabei bleibt.

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voyager_2000 21.12.2018, 06:38
4. Kurzsichtiger Aktionismus

Je länger ich die Politik Donald Trumps beobachte, desto deutlicher wird seine Masche: Statt einer langfristigen Strategie wird ohne Rücksicht auf Verluste ein kurzfristiger (und kurzsichtiger) Deal nach dem anderen durchgezogen. Effekthascherei! Seine Gegner werden schnell daraus lernen und auf Beharrlichkeit setzen (siehe Putin). Die Partner (Kanada, Mexiko, EU) werden kurzfristig übervorteilt (neue Handelsabkommen) und daraus ihre Konsequenzen ziehen. Am Ende leidet die Einigkeit des Westens, was Machtverschiebungen zugunsten Chinas und Russlands zur Folge hat und neue Allianzen heraufbeschwört.

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StefanZ. 21.12.2018, 06:43
5. Man muss auch gönnen können

Donald Trump richtet so viel Schaden im Präsidentenamt an, dass es doch nur fair ist, ihm dafür zu gratulieren, dass er Soldaten aus einem Land heimholt, in das er nie eingeladen wurde und für die illegale Kriegsführung auch kein entsprechendes UN Mandat hatte. Für einen Augenblick sehen wir, dass er einmal gemäß seinem ursprünglichen Wahlkampfversprechen in Sachen militärisches Raushalten in fremden Ländern agiert. Mit diesen Aktionen (17 Jahre Afghanistan reichen ja wohl auch) könnte er locker leicht die fehlenden Milliarden für die schöne Mauer an der eigenen Südgrenze einsammeln. Allein, wer möchte wetten, die Falken in Washington werden wieder sehr kreativ dabei sein einen solchen Weg der Friedfertigkeit umzukehren.

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Tauschwert 21.12.2018, 06:54
6. Truppenabzug aus Afghanistan ein richtiger Schritt

Solange ich mich entsinnen kann wurde von den Aelteren stets gesagt Afghanistan kann man nicht besetzen oder den Afghanen einen Willen aufzwingen. Die Afghanen haben in Ihrer juengeren Landesfeschichte immer gegen “deren Besetzer” unerbittlich gekaempft. Keine auslaendische Macht konnte den Afghanen Ihren Willen aufdruecken. Das Land und deren Menschen haben auch das Recht auf selbstbestimmung. Wir Europaer und bislang auch vor allen die Amerikaner haben versucht unsere Demokratie dort einzufuehren. Traditionen und Lebensgewohnheiten kann man nicht von aussen bezwingen. Auch dieser Schritt von Herrn Trump ist fuer mich logisch. Warum soll man etwas militaerisch unterstuetzen , was man nicht gewinnen kann. Diese Gelder sollten in Schulen, Umiversitaeten, Austauschprogramme , Krankenhaeuser investiert werden.
Ich bin fuer den Abzug aller fremdlaendischen Truppen. Dies spart viel Geld, Leid und Tode.

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claus7447 21.12.2018, 07:01
7. Der Sieg der Taliban..

.. dürfte dann besiegelt sein. Uschi sollte sich rasch Gedanken machen wie unsere Resttruppe rauskommt. Die Polizei massiv aufrüsten, denn diese Mullas werden nicht Ruhe geben. Der Versuch einer Befriedigung scheint damit final gescheitert zu sein.

Und das alles weil Donald seine MAUER will.

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Ventil4tor 21.12.2018, 07:07
8.

Mal ehrlich, der USA wird ständig irgendwas vorgeworfen. Jetzt ist es ausgerechnet Trump, der es anders macht und bekommt Kritik? Viel zu früh? Wird eher Zeit, das die Truppen abgezogen werden! Wie lange sind dort schon? Jahre... Kann DT zwar 0 leiden, aber ich befürworte den Abzug. Der nahe Osten ist ein Fass ohne Boden.

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hausfeen 21.12.2018, 07:34
9. Und wer füllt das Machtvakuum? Die Geschichte lehrt, JEMAND wird ...

... es tun. Und wenn das Ergebnis dann nicht gefällt, dann haben wir richtig Krieg.
Klar ist, die Koalitionäre müssten die Lücken füllen oder auch gehen. Und dann? Nochmal Russland? Kaum, auch weil jetzt keine gemeinsame Grenze mehr.
Tadschikistan? Ich vermute keine Lust. Maximal vermindern sie die afghanische "Delle", die geografisch in ihr Land reicht.
Iran, Turmenen, Pakistan umkreisen noch lustlos das dürre Land. Und halt, da: China hat im Nordosten, am Ende der Samenschleuder eine winzige Grenze zum entlobten Land. Und DIE hätten einen Grund: Die Seidenstraße auf Ferrostäbchen durchs Land getrieben. Bis nach Erdoganien, wo die S-Bahnen darauf harren, nachts den Bosporustunnel einmal nachts für den Warenaustausch zwischen West und Ganzost freiumachen. Darauf einen Dujardin, oder einen Pflaumenschnapps. Ist sowieso alles eine Schnappsidee.

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