Forum: Politik
USA und Jerusalem: Trumps Botschaft mit der Botschaft
ABIR SULTAN/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Donald Trump macht Ernst: Inmitten einer aufgeheizten Stimmung zieht die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Was bedeutet der Schritt?

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thormueller 13.05.2018, 11:43
30.

Zitat von dirk.resuehr
Das bringt die "Diplomatie" des Friedensengels DT.Ob das für Israel so toll ist, von Todfeinden umringt zu sein? Was, wenn Sunniten und Schiiten sich irgendwann verbrüdern, weil sie letztlich beide Muslime sind? Der Großdenker im Weißen Haus hat bestimmt vergessen, daß die meisten Attentäter von9/11 aus Saudi Arabien kamen.
Sie verkörpern den Verlust der europäischen Gradlinigkeit in Perfektion. Das was Sie Diplomatie nennen, ist in Wahrheit der Weg des geringsten Widerstands und der Schwäche. Dieser "Atomwaffenhinauszögerungsvertrag" mit dem Iran haut in die gleiche Kerbe.

Ob die Vereinigten Staaten von Amerika ihre israelische Botschaft in Tel Aviv, Jerusalem oder sonstwo platzieren ist zunächst eine Angelegenheit zwischen Israel und den USA.

Israel steht aufrecht und lässt sich von seinen Todfeinden niemals einschüchtern. Das ist bemerkenswert und vollkommen richtig, denn sollten die Araber mit ihrem fortwährenden Klamauk einmal erfolgreich sein, werden die Erpressungsversuche dreister und dreister.

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antelatis 13.05.2018, 11:48
31. Ist es nicht offensichtlich?

Trump interessiert sich doch kein bisschen für die Sorgen Israels, das ist doch wohl jedem klar, oder? Was Trump hier macht, sind Zugeständnisse an Israel, damit die ihn bei seine Iran-Politik unterstützen (was ja offensichtlich gut funktioniert). Und bei seiner Iran-Politik geht es mal wieder nur um Öl und Geld für Amerika. Die Israelis bekommen also was sie wollen, damit sie Trump dabei helfen, dass er bekommt, was er will.

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Neandiausdemtal 13.05.2018, 11:48
32. Ich teile Ihre Einschätzung

Zitat von erwin9
Trump betreibt eine Politik des maximalen Drucks und der maximalen Bedrohung und Missachtung von Rechten und Verträgen, sowie der Würde anderer. Sein Erfolg in Nordkorea, der der Welt den Angstschweiß auf die Stirn trieb, bestätigt ihn fatalerweise in diesem Kurs. Mahner sind in seinen Augen und denen seiner bewunderer nur noch Memmen. Sehr gefährlich! Er glaubt felsenfest an seine Chuzpe und Brutalität. Wir treten jetzt also in eine Phase der extrem gefährlichen Eskalation in jedem nur denkbaren Bereich. Trump wird die Welt verändern, ohne Frage. Ob das gutgeht, eine andere. Im Koreakonflikt hat man dank der Besonnenheit anderer Länder noch mal die Kurve gekratzt, ob das im Falle Nahost gelingt, muss sehr bezweifelt werden, da die Gemengelage weitaus verzwickter ist. Trump versucht nach Vorbild Alexanders,den gordischen Knoten mit Gewalt zu durchschlagen Das wird sich rächen.
Jedenfalls in weiten Teilen. Allerdings sehe ich keinen Erfolg Trumps in Korea, eher deutet sich da ein Erfolg Kims und der Koreaner überhaupt an. Trotz Trump.
Grundsätzlich - so meine Erfahrung auch mit üblen und gewalttätigen Menschen - gilt nie nachzugeben, immer Gegendruck aufbauen und schauen wo die Schwächen sind, dabei auf nichts Rücksicht nehmen, was den Gegner betrifft.

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wannbrach 13.05.2018, 11:52
33.

Selbst bei den bisherigen Friedensverhandlungen waren die USA ganz eindeutig auf der Seite der Israelis und nie ein gerechter Vermittler, sondern haben die Palästinenser nur hingehalten. Von echten Friedensverhandlungen sind die USA meilenweit entfernt und daher wird es nie zu einer Zweistaaten-lösung kommen.

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jojack 13.05.2018, 11:58
34. Richtig und wichtig

Jerusalem ist die Hauptstadt Israels. Der Sechstagekrieg 1967 war eine Reaktion auf die Aggression der muslimisch geprägten Anrainer gegenüber dem noch jungen Staat Israel. Und bekanntlich hat Israel den Konflikt für sich entschieden - Jerusalem ist seitdem Teil Israels. Dieser Realität mehr als 50 Jahre später durch dem Umzug der Botschaft Rechnung zu tragen ist also vor allem eines: überfällig. Im Übrigen hat auch der bisherige Standort der Botschaft diverse Intifadas und andere Terrorakte der Palästinenser nicht verhindern können. Statt dessen hat die israelische Herrschaft über die heilige Stadt sicher gestellt, dass alle Religionen dort friedlich und uneingeschränkt ihre jeweiligen heiligen Städten besuchen können. Und ich bin immer noch empört über das Abstimmungsverhalten der deutschen U.N.-Delegation, als die USA dafür verurteilt wurden, wo sie ihre (!) Botschaft ansiedeln.

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Beat Adler 13.05.2018, 12:02
35. Die akzeptable Loesung? Gibt es die?

Zitat von mixow
Amüsant, sie widersprechen sich in ihrem eigenen Kommentar. Das muss man erstmal schaffen. Es wurden Israel mehrere akzeptable Lösungsvorschläge unterbreitet, die jedoch von Seiten Israels abgelehnt wurden. Wer sich derart gegen eine akzeptable Lösung der Probleme stellt, hat anderes im Sinn und möchte seine Macht im nahen Osten weiter ausbauen. Mehr muss man dazu nicht sagen
Die akzeptable Loesung? Gibt es die?

Die heutige Regierung Netanyahus ist auf die Koalition mit den ganz-rechts-aussen Extremisten, Naftali Benet, etc., angewiesen. Wenn sich diese Extremisten durchsetzen, wird Israel die Westbank, Cisjordanien, von den Rechts-Aussen in Israel Judaea und Samaria genannt, annektieren und die dort ansaessigen Palestinenser vertreiben. Das ist die Position der israelischen Falken.

Die Palestinenser wollen Israel in den Grenzen von Anfang Juni 1967 und eine Rueckkehr aller Nachkommen der Vertiebenen von 1947/8. Die Hauptstadt Palestinas ist in Jerusalem, versteht sich.

Beide Extrempositionen sind nicht durchfuehrbar. Ein neutraler Verhandler, der diese beiden Positionen in einem Kompromiss annaehert, gibt es heute nicht.

Schlussfolgerung: Es bleibt wie es ist, das heisst Unzufriedenheit allerseits!
mfG Beat

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instant feedback 13.05.2018, 12:03
36.

Zitat von Stäffelesrutscher
Die USA können auch gerne beschließen, dass München die Hauptstadt Deutschlands oder Rio de Janeiro die Hauptstadt Brasiliens ist.
Auch Israel erklärte Jerusalem 1949 zu seiner Hauptstadt und siedelte dort alle staatlichen Behörden an. Daher ist Ihr Vergleich mit München oder Rio absurd. Sogar Russland hatte noch im April 2017 erklärt, dass es West-Jerusalem als die Hauptstadt Israels betrachtet.

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wunderlichewelt 13.05.2018, 12:07
37.

Seit wie vielen Jahren in etwa wird verhandelt? Wie erfolgreich waren diese Verhandlungen? Seit wie vielen Jahren hochgerechnet gibt es Frieden in der Region? Na? Wenn alle neuen Wege reflexhaft verdammt werden, nur weil sie von Trump betreten werden, wofür spricht das dann?

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jojack 13.05.2018, 12:14
38.

Zitat von Siebengestirn
treffen m.E. den Kern der Dinge. Es wird das Recht des vermeintlich Stärkeren ausgeübt. Das kann im Nahen Osten nicht zu einem haltbaren Frieden, es wird leider zu weiterem Blutvergießen führen. Warum kann Jerusalem nun nicht zumindest zur Hauptstadt von 2 Staaten werden? Im Übrigen ist die schlichte Frage zu stellen, wieviel Dollar dieser Schritt Herrn Trump und seinem Clan bringt oder schon gebracht hat.
Was hat der Westen nicht versucht, Palästinenser und Araber zu einer Lösung des Israel-Konflikts zu bringen, die nicht in einer Auslöschung Israels besteht? Sogar mit dem Terroristen Arafat hat man verhandelt, ihm ganz und gar den Friedensnobelpreis verliehen. Und was hat das alles gebracht? Sicherheit hat Israel immer dann erlangt, wenn es sich gewehrt und die Aggression von Palästinenern und Anrainerstaaten militärisch bekämpft hat. Ich sehe nicht, warum man Jerusalem wie einst Berlin zur geteilten (Haupt-) Stadt machen sollte. Israel sichert seit Jahrzehnten den Zugang zu den heiligen Städten der drei Weltreligionen. Wie es um die heiligen Städten von Juden und Christen unter einer palästinensischen Übernahme der Stadt bestellt wäre, kann man sich prima angesichts der fehlenden Religionsfreiheit in den allermeisten islamischen Staaten ausmalen.

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matrix64 13.05.2018, 12:17
39. Frieden kann nicht mit Gewalt erzwungen werden!

Die Macht des Stärkeren stur auszunutzen ist kein wirklich Mittel um Frieden zu bekommen. Das scheinen aber noch nicht wirklich alle gelernt zu haben. Bei manchen dauert es halt länger. Wirklicher Frieden kann nur über Verhandlung erreicht werden. Dies scheinen aber momentan nicht wirklich alle zu wollen, ansonsten würde man auf Aktionen verzichten die diese belasten können. Der Frieden in dieser Region scheint mehr den je in weite Ferne gerückt zu sein.

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