Forum: Politik
USA unter Donald Trump: Was jetzt auf dem Spiel steht
Drew Angerer/ AFP

Donald Trump beweist im Kampf um das Amtsenthebungsverfahren einmal mehr, dass er ein geschickter Manipulator ist. Kommt er wieder damit durch? Ein Versagen der amerikanischen Demokratie wäre eine Katastrophe - nicht nur für die USA.

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alles-roger 05.10.2019, 09:30
30. Die Demokratie ist die Diktatur des Kapitals?

Blendungen, Manipulationen und Lügen sind die Grundlagen einer Diktatur. Kommt zusätzlich noch die Macht des Kapitals dazu, ist die Diktatur etabliert.
Unzählige Beispiele gibt er in der Vergangenheit und Gegenwärtig. Das Machtspiel in den USA ist noch nicht entschieden. Wohin schlussendlich der Weg führen wird, sehen wir bei der Wahl am 3. November 2020.

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claus7447 05.10.2019, 09:30
31. Bewundernswert....

Zitat von HerrMichaelJ.
Es gibt mit der Ukraine ein älteres Abkommen, dass sich die Länder austauschen können. Auch sonst darf der Präsident jegliche Hilfe in Anspruch nehmen, um Korruption zu untersuchen. Die Demokraten haben Trump beim Wahlkampf ausspionieren lassen. Das ist viel bedenklicher. Biden hat bei einer Konferenz damit geprallt (als er noch Vizepräsident war), die Ukraine unter Druck gesetzt zu haben, den Chefermittler gegen seinen Sohn abzusetzen, unter Androhung Gelder nicht fließen zu lassen. Das sollte hier die Story sein. Dieses Video, wo er damit prallt, kann jeder im Internet sehen oder eben auf Trumps Twitter-Konto.
... egal was kommt, sie halten durch. Da geben Rechtsexperten in den USA (die sicher noch näher an der Justiz und an den Gesetzen sind) ihr Urteil ab, da gehen Politiker (auch Republikaner) auf Distanz, sie halten durch. Ich will jetzt nicht die Argumente zerpflücken, da sie schon x-mal dargelegt, durchleuchtet wurden und werden, aber eine Frage hätte ich: was treibt sie? Glauben sie das wirklich? Sie haben geschrieben sie sind konservativ, nun ich sehe dies unter Starrsinn und fehlendem Urteilsvermögen.

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dirsch 05.10.2019, 09:30
32.

Dem Kommentar würde ich in großen Teilen Zustimmen. Es ist aber auch eine typisch deutsche oder europäische Sicht.
Fragte man sich außerhalb der USA schon, wie man jemanden wie Trump nur wählen kann und war man sich recht sicher, dass Hillary Clinton das Rennen macht, so sahen die US-Amerikaner das eben anders...

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kanuto 05.10.2019, 09:32
33. Es ist falsch...

...Trump als großen Manipulator und “geschickt” in seinem Verhalten zu beschreiben, da das eine bewusste Herangehensweise seitens Trump voraussetzt. Dabei ist ihm als lupenreinen Narzissten solche Sachen gleich mit in die Wiege gelegt worden. Er ist frei von Selbstzweifeln, hat null Empathie mit anderen, und sieht sich stets als gewitzter als alle anderen (was er aber nicht ist).
Das Problem für die Demokraten ist jedoch, das sie bis jetzt noch keine Strategie entwickelt haben, ihm erfolgreich zu kontern. Nicht um ihn bloßzustellen, sondern um seinen Anhängern die Augen zu öffnen.
Möglicherweise könnte die jetzige Sache mit der Ukraine jedoch die Wende bringen: Trump hat selbst gesagt, das er ausländische Unterstützung angefordert hat, um seinen potenziellen Gegner bei der 2020 Wahl zu schaden. Zudem hat er China als Quelle mit einbezogen, und die sind von den meisten Amerikanern gesehen.
Er hat damit eine rote Linie überschritten. Es ist noch zu früh zu sagen, wie das ausgehen wird, aber die Stimmung hier hat sich in der Woche in der Mehrheit gegen ihn gewendet.

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astat 05.10.2019, 09:34
34.

Zitat von HerrMichaelJ.
Es gibt mit der Ukraine ein älteres Abkommen, dass sich die Länder austauschen können. Auch sonst darf der Präsident jegliche Hilfe in Anspruch nehmen, um Korruption zu untersuchen. Die Demokraten haben Trump beim Wahlkampf ausspionieren lassen. Das ist viel bedenklicher. Biden hat bei einer Konferenz damit geprallt (als er noch Vizepräsident war), die Ukraine unter Druck gesetzt zu haben, den Chefermittler gegen seinen Sohn abzusetzen, unter Androhung Gelder nicht fließen zu lassen. Das sollte hier die Story sein. Dieses Video, wo er damit prallt, kann jeder im Internet sehen oder eben auf Trumps Twitter-Konto.
Das stimmt nicht. Biden hat nicht damit "geprahlt", den Chefermittler gegen seinen Sohn absetzen zu lassen. Er hat gesagt, den untätigen Staatsanwalt der Ukraine absetzen zu lassen, damit der endlich seinen Job macht und die Ermittlungen aufnimmt. Denn der besagte Staatsanwalt hat NICHTS gemacht. Deswegen haben eine Vielzahl von Staat - auch die EU - dessen Absetzung unterstützt. Die USA war nur einer davon. Das ist die ganze Geschichte. Den Rest hat Trump dazugedichtet. Und eine Spionage der Demokraten gegen Trump hat es nie gegeben. Dafür gibt es nicht den kleinsten Beweis. Auch das ist eine der vielen Lügen Trumps.

Die Vorwürfe gegen Trump hingegen sind eindeutig bewiesen.

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klute1972 05.10.2019, 09:34
35. Westeuropa weit überlegen

Dieser Kommentar macht mich sprachlos. Nichts an den USA ist politisch gesehen mehr vorbildhaft und das sage ich als Amerikanerin. Das Justizsystem ist eine Katastrophe, mit den meisten Flaschverurteilungen weltweit (ich vergleiche mit Westeuropa); Das Wahlsystem ist schon von seiner Anlage her zutiefst undemokratisch und sorgt regelmässig dafür, dass der Kandidat, den weniger Menschen haben wollen, gewinnt - ausserdem ist es korrupt und bevorteilt reiche Kandidaten. Die Politik ist machtlos gegenüber Interessensverbänden (Waffen); der Lebenstandard der Unterschicht is eine Katatstrophe; das Bildungssystem (zumindest für die Unterschicht und untere Mittelschicht) grottenschlecht und bringt Bürger hervor, die ihr eigenes politisches System nicht kennen. Ich könnte noch ewig weiter aufzählen. Nein, lieber Autor, die USA sind schon lange kein leuchtendes Beispiel mehr. Die Amerikaner haben vielleicht schönere Landschaften, freundlichere Menschen, bessere Fernsehserien und eine generell innovativere Gesellschaft. Aber was die Politik anbelangt, sind West - und Nordeuropa (Grossbritannien nehme ich da jetzt mal aus) den USA schon lange weit, weit überlegen.

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Sandlöscher 05.10.2019, 09:38
36. Wie viele

Threads will SPON noch zu diesem Thema öffnen? Lasst die Justiz ihren Job machen und dann sehen wir weiter. Auf eine fundierte Analyse, warum er ins Amt gewählt wurde, warum es einen Premierminister Johnson in UK gibt, die AfD in D zweitstärkste Partei D, sprich unsere Demokratie in einem miserablen Zustand ist, hören wir wenig bis gar nichts. Die qualitative Erosion des Journalismus trägt sichtlich einen nicht unerheblichen Anteil daran.

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Outdated 05.10.2019, 09:38
37. Denkt mal über folgendes nach:

Eines von Trumps Wahlkampf versprechen war:
"drain the swamp!"
Also der Kampf gegen die Korrupte Elite Washingtons und hier der wackere Präsident der sich nicht einmal auf seine eigenen Behörden verlassen kann, weil die ja lieber ihn jagen und dort ein perfektes Beispiel für Korruption.
Der Sohn von Biden schick und kuschlig im Aufsichtsrat einer großen Ukrainischen Firma untergebracht und das noch zu einer Zeit als Biden im Amt war und die Ukraine dringend amerikanische Hilfe brauchte...
Oh und aufeinmal ist das ein riesiger Skandal Trumps der würdig ist ihn des Amtes zu entheben.

wie gesagt: denkt mal drüber nach.

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insideman 05.10.2019, 09:39
38. Nelles

Ich verstehe ihn ja, aber er ist auf einem Auge blind. natürlich sind Biden und sein Sohn korrupt, man muss gar kein Anhänger von Verschwörungstheorien sein um das zu begreifen. Trump greift bewusst nicht Warren oder Sanders an weil er weiß dass die beiden sauber sind. Biden dagegen ist ähnlich wie Clinton ein Teil des DC Establishment, des alten Systems und damit angreifbar. Die Amerikaner sind diese Deals einfach leid, sie durchschauen sie sofort. Biden’s Sohn bekam mehr als $1 Millionen pro Jahr für den Posten im Vorstand einer ukrainischen Gasfirma. Für was, welche Qualifikation hatte er dafür? Seine Qualifikation war, dass er der Sohn des US Vizepräsidenten war. So einfach ist es. Warum wird dieses Thema nicht mal aufgegriffen? Im letzten Wahlkampf gab es eine Investigation gegen Trump und sein Team. Angeordnet vom damaligen Präsidenten Obama.. Steht ein Präsidentschaftskandidat über dem Gesetz? Nein tut er nicht. Also worüber die Aufregung.

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chillimarie 05.10.2019, 09:43
39. Nich5 mehr zeitgemäß

Zu Zeiten George Washingtons war die Präsidialdemokratie ohne Zweifel ein entscheidender Sprung in die politische Neuzeit, im Vergleich zu Monarchie und Absolutismus. Heute allerdings, und da hilft auch kein Checks and Balances, ist das System nicht mehr zeitgemäß. In einer funktionierenden parlamentarischen Demokratie hätte einer wie Trump keine Chance und Macht. Das fängt schon beim amerikanischen Wahlsystem an, das es nur Kandidierenden mit ausreichend Geld ermöglicht (verdient, gesammelt oder ergaunert), überhaupt zur Wahl antreten zu können und welches wie im Fall Trumps dazu führen kann, dass der Präsident weniger Wählerstimmen auf sich vereint als der Kandidierende der Opposition.

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