Forum: Politik
USA unter Donald Trump: Was jetzt auf dem Spiel steht
Drew Angerer/ AFP

Donald Trump beweist im Kampf um das Amtsenthebungsverfahren einmal mehr, dass er ein geschickter Manipulator ist. Kommt er wieder damit durch? Ein Versagen der amerikanischen Demokratie wäre eine Katastrophe - nicht nur für die USA.

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Nubari 05.10.2019, 10:02
50. Nicht ganz hoffnungslos

Zitat von Fuxx2000
Trump ist nur die Perfektion dieses Systems. Der Wahlkamof in den USA wird offen finanziert von Milliardären und Großkonzernen. Das System ist korrupt durch und durch und viele Amerikaner haben davon die Schnauze voll. Man hat es doch am Wahlbetrug der Demokratischen Partei im letzten Vorwahlkamof gesehen wie das abläuft. Sanders wurde von der Partei betrogen und nicht einmal nach der blamablen Niederlage gg Trump hat man gemerkt welche Stunde geschlagen hat. Wieder soll ein Mann aus dem System der Kandidat werden. Wieder ein Megamultimillionär dessen Familie Finanzgeschäfte auf der ganzen Welt macht. Für wen wird wohl seine Politik gut sein?
Zwar haben Sie Recht, lieber fuxx2000, es ist viel zu viel schmutziges Geld im Spiel. Seit Beginn des Impeachment sind der Kandidatur Trumps weitere 50 Millionen Dollar von Großspendern zugeflossen, damit beträgt Trumps Budget bereits 163 Mio USD, mehr als alle Kandidaten zusammen. Trump wird unterstützt, gerade weil er autokratisch regiert und versucht, die demografischen Veränderungen im US-Wahlvolk durch Ernennung von Richtern, Zuschneidung von Wahlkreisen und Wählerunterdrückung auszubremsen und die Macht der Rechten zu erhalten. Hoffnung besteht, weil Trumps Verhalten ganz und gar abstoßend und staatsbürgerlich untragbar ist und dier Eid auf die Verfassung für ihn nichts gilt. Darum gewinnt das Impeachment Zustimmung im Wahlvolk und damit steigen die Chancen, dass ein Kandidat der Demokraten die Wahl 2020 gewinnt. Mit Elizabeth Warren steht eine ehrliche und nicht korrupte Kandidatin bereit, die dabei ist, Joe Biden in immer mehr Umfragen zu überholen. Warren gilt zwar als "links" und würde in normalen Zeiten keine Wahl gewinnen können. Doch sagen bereits 50% der befragten Wähler, dass sie jeden Kandidaten Donald Trump vorziehen. Erstmals gibt es Chancen für eine (US-)progressive Kandidatin, Präsidentin zu werden und ich drücke ihr die Daumen. Ob Warren gegen den tiefen institutionalisierten Sumpf in Wahington ankommt, muss man aber erst noch sehen.

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kleinsteminderheit 05.10.2019, 10:06
51. Vorboten eines Bürgerkriegs

Trump wird seinen Posten nie freiwillig räumen. Weder aufgrund von Einsicht in seine Fehler, noch aufgrund eines Impeachments, noch nach Ende der zweiten Amtszeit. Er trennt nicht zwischen seinem Wohlergehen und dem Wohl der Nation. Und er ahnt, dass nach Ende seiner Präsidentschaft nur noch Ungemach auf ihn warten.
Er wird weder Gerichtsbeschlüsse, noch Kongressbeschlüsse noch Wahlergebnisse akzeptieren. Er wird sich auf Roosevelt und nationale Notstände berufen, wenn er zum dritten und vierten Mal zur Wahl antritt. Bis dahin wird er die letzten vernünftigen Führungskräfte im Beamtenapparat durch Karrieristen und religiös-nationale Dumpfbacken ersetzt haben. Er wird seine politische Gegner zu Feinden der USA erklären und viel Verständnis dafür zeigen, wenn diese Opfer nationalistischer Gewalt werden. Im Fall einer Amtsenthebung wird er seine Anhänger zum Aufstand gegen sämtliche staatliche Institutionen aufrufen und eher einen Bürgerkrieg anzetteln als die Macht abzugeben. Es gibt keine checks und balances, die der manipulativen Macht eines twitternden Psychopathen innerhalb einer gespaltenen Nation gewachsen sind.
Trump ist keine Panne der amerikanischen Demokratie. Amerika ist vielmehr eine zutiefst desorientierte Nation und hat sich den Präsidenten gewählt, der zu ihr passt.

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Malle2000 05.10.2019, 10:07
52. Eigentlich ganz einfach

Zitat von herumnöler
Einerseits hört man, dass es der US-Wirtschaft nun schlechter gehe, und zwar immer mehr, andererseits boomt der US-Arbeismarkt. Entweder ist eine der beiden Nachrichten fake, oder Donald Trump ist der beste Sozialpolitiker aller Zeiten und dazu noch grün. Er schafft Arbeitsplätze und zuglaich schadet er den klimagefährlichen Industrien wie Airbus. Boeing darf bald auch nicht mehr fliegen. Etwas Besseres kann es doch kaum geben! Helft mir bitte! Wo verstehe ich was falsch?
Unter Bush jr. fiel die Konjunktur auf einen Tiefpunkt. Seit Obama übernommen hatte ist die Konjunktur stetig angestiegen. D.h. die Konjunktur steigt in den USA seit 11 Jahren kontinuierlich an. Allerdings treffen die Strafzölle auch die Unternehmen in den USA weswegen dort gerade massiv Arbeitsplätze wegfallen. Für jeden neuen Job in der Alluminiumbranche fallen dutzende Jobs in der Agrarbranche weg. Sie dürfen jetzt selbst entscheiden, welche Jobs von den Republikanern gerne beispielhaft angeführt werden.

Ich hoffe das mit dem grünen Sozialpolitiker war nur ein schlechter Scherz zumal die Bevölkerung zum ersten mal seit Jahren keine Steuerrückzahlung bekommen hat sondern in den meisten Fällen eine Steuernachzahlung. Einzig die Superreichen haben eine Steuererleichterung bekommen. Deswegen auch die massive Neuverschuldung unter der Regierung Trump, weil überall das Geld fehlt. Und dass Trump den Klimawandel leugnet sollte auch bekannt sein.

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timi_moon 05.10.2019, 10:07
53.

Zitat von vandenplas
Gut, dass die Saüberung beginnt. Dürfte für einige Spitzenverdiener unter den Demokraten recht unbequem werden. Trump macht, was er im Wahlkampf versprochen hat, den Sumpf trockenzulegen. Darüberhinaus interessiert sich der Präsident und die Staatsanwaltschaft für die Genese des Russia-Collusion-Hoax, (in der Ukraine?) verloren gegangene DNC Server und der konspirativen Beeinflussung der Wahlen 2016 durch ukrainische und amerikanische Politiker, Regierungsbeamte und Geheimdienstler. Shifty Schiff, Nervous Nancy und Quid Pro Joe dürften schweren Zeiten entgegen sehen.
"Gut, dass die Saüberung beginnt." Und schon sind wir direkt im Nazisprech. Sie halten aber auch nichts mehr hinter dem Berg. Geradezu klassisch Ihre Verdrehung der Tatsachen: "Quid Pro Joe" und Verleumdung des politischen Gegners ebenso. Herzlichen Dank für das Offenlegen. Man weiß jetzt wenigstens, mit wem man es zu tun hat.

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architekt09 05.10.2019, 10:10
54. Macht macht Macht

Das Bittere ist: wenn man nur bereit ist, Macht verantwortungslos auszuüben, wird es immer und überall klappen. In der Firma wie in der Politik, im häuslichen Bereich wie im Öffentlichen. Das ist das eigentliche Drama.

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citroenfahrer 05.10.2019, 10:14
55. Aber

zwei vertraute und gewohnte Wörter fehlen in diesem Artikel. Hätte man nicht irgendwo noch "Putin" und " Moskau" unterbringen können ? Es gibt hier zwar keinen erkennbaren Zusammenhang, aber sonst geht es doch auch...

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citroenfahrer 05.10.2019, 10:14
56. Aber

zwei vertraute und gewohnte Wörter fehlen in diesem Artikel. Hätte man nicht irgendwo noch "Putin" und " Moskau" unterbringen können ? Es gibt hier zwar keinen erkennbaren Zusammenhang, aber sonst geht es doch auch...

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sgrettche 05.10.2019, 10:15
57. @kajoter #24. Steilvorlage

Ganz herzlichen Dank für diese vortreffliche Analyse!

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Carmencita 05.10.2019, 10:16
58. Wie Deutschland in den 30iger Jahren.

Der Trump-Kult lähmt diese Partei. Viele Abgeordnete sind brave Trump-Jünger, sie sehen die Welt wie er. Andere trauen sich nicht, gegen ihn aufzubegehren, weil sie fürchten, ihre Mandate zu verlieren. Es ist bitter, mit anzusehen, wie viele Menschen auf Trumps Tricks hereinfallen. Gleichzeitig ist ein Mitläufertum zu erleben, das für eine große Demokratie beschämend sein sollte.
Ich hoffe die Folgen von damals bleiben aus….

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99Augustus 05.10.2019, 10:16
59. Bürgerkrieg

Es lohnt in Shakespeares Drama „Julius Cäsar“ die Rede des Marc Anton vor dem römischen Volk nachzulesen. Nachdem es zunächst hinter Brutus stand, der mit seiner Rede mit besonnenen Worten die Ermordung Cäsars gerechtfertigt hatte, weil dieser die Republik durch eine Diktatur ersetzen wollte, gelingt es Marc Anton die Stimmung im Volk mit einer flammenden Rede umzudrehen. Die Taktik des mächtigen und reichen Mannes: „Ich bin nur ein einfacher Mann, ich bin nicht so redegewandt wie Brutus und ich sage nur frei heraus, was ich wirklich denke. Ich bin in allem so wie ihr. Nun werde ich von Brutus und den Senatoren angeklagt, also werdet auch ihr angeklagt.“ Das Volk ist begeistert und jubelt ihm zu. Der aber wendet sein Gesicht ab, damit das Volk nicht sieht, wie er grinst. Marc Anton entfesselte daraufhin einen blutigen Bürgerkrieg.

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