Forum: Politik
USA unter Donald Trump: Was jetzt auf dem Spiel steht
Drew Angerer/ AFP

Donald Trump beweist im Kampf um das Amtsenthebungsverfahren einmal mehr, dass er ein geschickter Manipulator ist. Kommt er wieder damit durch? Ein Versagen der amerikanischen Demokratie wäre eine Katastrophe - nicht nur für die USA.

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sekr 05.10.2019, 10:55
80. Natürlich sind nicht

alle in den USA stolz auf ihr System!
Und die anderen sind es "zu Recht"?
Das ganze Regelwerk ist uralt und wie man sieht: kann locker ausgehebelt werden.
Ziel sollte doch nicht sein, das hochzuhalten, sondern aus Trump zu lernen und es zu verbessern!!

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cipo 05.10.2019, 10:56
81.

Inwiefern ist Viktor Orbán denn ein Trump-Nachahmer? Er ist ja wohl eher ein Vorläufer, Herr Nelles.

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linoberlin 05.10.2019, 10:57
82. leuchtendes Beispiel für Demokratie?

Wo genau ist denn die Demokratie à la USA kopiert worden? Die Elemente sind überall anders. Selbst dort, wohin die Vereinigten Staaten die Demokratie hin "exportiert" haben, gibt es Unterschiede. Richtig: man sollte die jeweiligen Mängel der Konstruktion beobachten und analysieren. Ebenso die Vorzüge. Für D könnte es bedeuten: zeitlich begrenzte Kanzlerschaft.

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oligol127 05.10.2019, 10:58
83. Die Republikaner werden ihn immer decken

Nach demokratischen Regeln können die Republikaner sich nicht mehr an der Macht halten. Für sie ist es eine einfache Entscheidung: Entweder sie folgen den demokratischen Spielregeln und ihre Partei ist dem Untergang geweiht, oder sie hebeln die Demokratie aus um an der Macht zu bleiben. Ihre politische Klientel sind die Grosskonzerne und die Superreichen, was Geld einbringt aber keine Stimmen. Diese bekommen sie durch den Populismus, Rassismus, Nationalismus und die Bigotterie von Trump, der ihnen die Stimmen der verbitterten Wutbürger bringt. Die Republikaner brauchen Trump mehr als er sie braucht, sie werden ihn immer decken, völlig egal wie kriminell oder korrupt er handeln wird.

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mlneumann 05.10.2019, 10:59
84. Um was geht es Trump wirklich?

Bei Trumps unflätigem Dauergetöse geht unter, zu fragen, was er denn eigentlich will? "America first" ist nur ein Slogan, noch nicht mal ein besonders wertiger. Was will er denn: Weltherrschaft wie james Bonds Gegenspieler?

Es ist sehr schwierig, in seinem anfallartigen Poltikverständnis auch nur einen Zipfel Plan zu erkennen. Es widerspricht jeder Führungsidee, denn seine Manipulationen sind nur kurzfristig erfolgreich.

Wir vergessen zu fragen, was er da einseitig – und damit absurd – plant! Merkmale eines pathologischen Narzissten könnten erhellend sein.

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aysnvaust 05.10.2019, 11:03
85. Dieser Kommentar greift zu kurz, Herr Nelles

Die US Demokratie ist nicht erst seit der Amtsübernahme von Private Bonespurs gefährdet. Trump ist nicht das Problem, sondern das Symptom. Ein Land, das einen Menschen wie ihn (und wes Geistes Kind er ist, war ja auch schon 2016 bekannt) mit fast 50% der Wählerstimmen zum Präsidenten macht, befindet sich bereits seit Langem in einer Krise. In einer funktionierenden Demokratie hätten Menschen wie er nicht den Hauch einer Chance, das höchste Amt zu bekleiden (gilt übrigens weltweit).

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kajoter 05.10.2019, 11:04
86. @ #34

Zitat von astat
Das stimmt nicht. Biden hat nicht damit "geprahlt", den Chefermittler gegen seinen Sohn absetzen zu lassen. Er hat gesagt, den untätigen Staatsanwalt der Ukraine absetzen zu lassen, damit der endlich seinen Job macht und die Ermittlungen aufnimmt. Denn der besagte Staatsanwalt hat NICHTS gemacht. Deswegen haben eine Vielzahl von Staat - auch die EU - dessen Absetzung unterstützt. Die USA war nur einer davon. Das ist die ganze Geschichte. Den Rest hat Trump dazugedichtet. Und eine Spionage der Demokraten gegen Trump hat es nie gegeben. Dafür gibt es nicht den kleinsten Beweis. Auch das ist eine der vielen Lügen Trumps. Die Vorwürfe gegen Trump hingegen sind eindeutig bewiesen.
Nicht nur das.
Die Forderung nach Absetzung dieses ukrainischen Staatsanwalts wurde auch von der EU und sogar von einigen republikanischen Senatoren getragen. Diese haben ihre Forderung sogar in Briefform verfasst, welche auf CNN präsentiert wurde.
Daher Trumpisten: Hört endlich mit dieser Lügengeschichte um Biden und dessen angeblicher Erpressung auf.

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mrs_chaplin 05.10.2019, 11:06
87.

Ich kann nur vermuten, warum Trump mit alle dem relativ offensichtlichen Mist durchkommt.

Mein Bauchgefühl sagt derzeit, dass es den Menschen schlicht egal ist. Sie haben die Wahl zwischen Pest und Cholera. Trump verstößt anscheinend ganz offensichtlich gegen Gesetze. Und Biden eigentlich nicht. Aber gefühlt macht das wohl kaum einen Unterschied. Sowohl Trump als auch Biden sind Teil einer anderen Welt. Einer Pseudo-Aristokratie, wo alles nach anderen Regeln funktioniert und richtig und falsch nicht mehr ohne ein Heer von hochbezahlten Anwälten auszumachen sind.

Da ist es doch äußerst unterhaltsam, wenn einer unter ihresgleichen über die Stränge schlägt, und zwar so radikal, dass auch der Letzte aufmerkt. Trump klettert eben bei der Dinner-Party auf dem Tisch und kackt direkt unterm Kristall-Lüster neben das teure Tafelsilber. Er entlarvt sich und seine Partei ebenso wie seine Gegner.

Und Biden, der vielleicht nix falsch gemacht hat, aber doch beschädigt ist, würde jetzt niemals jemand anderem den Vortritt lassen.

Und alle warten darauf, dass das System sich fängt, sich hinterfragt oder implodiert. Und die Anzahl der Menschen, die selbst den vollständigen Zusammenbruch für eine Option halten. wächst.

Vielleicht weil jede hofft, dass es den Anderen mehr schadet als einem selbst. Als gäbe es ein Netz, das verhindert, dass zu tief fällt. Vielleicht wiegen sich alle nur zu sehr in Sicherheit, dass es immer weiter geht und die Fallhöhe so schlimm nicht sein kann. Wer weiß.

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rationis 05.10.2019, 11:08
88. Trump bleibt im Amt, weil

Solange die Republikaner eine Mehrheit im Senat haben, wir jegliches zuvor vom Kongress eingeleitete Impeachmentvrrfahren spätestens dort abgeschmettert werden. Und der Senat hat bislang bewiesen, dass er Trump hörig ist.
Trump schreibt gerade die Regeln der Demokratie um, und es gibt niemanden, der das verhindern kann, so lange seine Wähler asus und anscheinend auch die republikanische Partei ihn mit allem gewähren lassen.

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Neandiausdemtal 05.10.2019, 11:11
89. Danke!

Zitat von klute1972
Dieser Kommentar macht mich sprachlos. Nichts an den USA ist politisch gesehen mehr vorbildhaft und das sage ich als Amerikanerin. Das Justizsystem ist eine Katastrophe, mit den meisten Flaschverurteilungen weltweit (ich vergleiche mit Westeuropa); Das Wahlsystem ist schon von seiner Anlage her zutiefst undemokratisch und sorgt regelmässig dafür, dass der Kandidat, den weniger Menschen haben wollen, gewinnt - ausserdem ist es korrupt und bevorteilt reiche Kandidaten. Die Politik ist machtlos gegenüber Interessensverbänden (Waffen); der Lebenstandard der Unterschicht is eine Katatstrophe; das Bildungssystem (zumindest für die Unterschicht und untere Mittelschicht) grottenschlecht und bringt Bürger hervor, die ihr eigenes politisches System nicht kennen. Ich könnte noch ewig weiter aufzählen. Nein, lieber Autor, die USA sind schon lange kein leuchtendes Beispiel mehr. Die Amerikaner haben vielleicht schönere Landschaften, freundlichere Menschen, bessere Fernsehserien und eine generell innovativere Gesellschaft. Aber was die Politik anbelangt, sind West - und Nordeuropa (Grossbritannien nehme ich da jetzt mal aus) den USA schon lange weit, weit überlegen.
Ein Kommentar aus berufenem Munde, ohne Geifer und Hass, einfach die Tatsachen aufzählend und von vor Ort.

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