Forum: Politik
USA unter Trump: Amerika, wie tief bist Du gesunken
Jacquelyn Martin/ REUTERS

Das Jubiläum der Mondlandung erinnert daran, dass die USA ein Vorbild für Freiheit, Fortschritt und Weltoffenheit waren. Unter Präsident Trump ist es damit vorbei - er appelliert an die niedersten Instinkte.

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fördeanwohnerin 18.07.2019, 09:41
130. -

Zitat von danilo.pecher
Wenn wir Russland mit Sanktionen belegen, Polen und Ungarn innerhalb der EU unter Feuer genommen werden (und alles das ist auch richtig so), warum schweigt der Westen, wenn der einstige "Leader der freien Welt" zum Hitler-Immitat verkommt? Wir können nicht glaubwürdig gegen Rechtsstaatverstösse in Europa vorgehen, wenn wir unserem wichtigsten Alliierten blanken Rassismus durchgehen lassen.
Welcher Westen? Derjenige, der NATO-Partner der USA ist? Derjenige, der nach dem 2.WK so viel Unterstützung für den Wiederaufbau von dort erhielt? Derjenige, der ganz unterschiedliche Vorstellungen davon hat, was geht und was nicht geht? Derjenige, der sich u.a. gegen China als neuer Weltmacht behaupten muss?
Das ist etwas anderes als die Beziehung zu Russland, das eben keine Weltmacht ist.

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Emderfriese 18.07.2019, 09:41
131. Weltgemeinschaft

"...Die USA markierten mit der Apollo-11-Mission ihren Anspruch als große, unangefochtene Führungsmacht der Welt. Zugleich konnten sich aber alle Erdenbürger freuen, weil plötzlich deutlich wurde, dass die Menschheit als Ganzes etwas Großartiges erreicht hatte. Jeder konnte sich in diesem Moment als Teil einer friedlichen, glücklichen Weltgemeinschaft fühlen, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe..."

Der erste Satz stimmt. Was danach kommt, nicht. Es ging um die Dominanz im Kalten Krieg, um die Zur-Schau-Stellung US-amerikanischer Macht weltweit Die Sowjetunion hatte mit ihren Erfolgen in der Erdumlaufbahn viele Nationen dahingehend beeinflusst, dass die US-Herrschaft über den Globus endgültig gebrochen war. Diese Tendenz musste mit allen Mitteln aufgehalten werden. Dazu kam ein Ex-Nazi (Ex?) als Raketenbauer gerade recht. Nebenbei fiel auch die Weiterentwicklung militärisch zu nutzender Raketentechnik ab. Der letzte Satz des obigen kurzen Abschnittes ist deshalb tatsächlich reiner Zynismus.

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s.l.bln 18.07.2019, 09:42
132. Sie beschreiben den Punkt...

Zitat von Knacker54
"Das Jubiläum der Mondlandung erinnert daran, dass die USA ein Vorbild für Freiheit, Fortschritt und Weltoffenheit waren." Einer von uns beiden hat ein schwaches Gedächtnis bzw. fehlerhaftes Erinnerungsvermögen, Herr Nelles: Ich erinnere mich anlässlich dieses Jubiläums an den Vietnamkrieg, die McCarthy-Aera, Watergate, permanenten und immer wiederaufflammenden Rassismus (Attentat auf Martin Luther-King, Kuklux-Clan usw.). Diese freiheitlichen und demokratischen Attitüden lassen sich kontinuierlich bis heute weiter verfolgen - ob das nun Guantanamo ist oder der von Friedensnobelpreisträger Obama verbrochene Drohnenkrieg ist, dem auch tausende Unschuldiger zum Opfer fielen, ob das der Irakkrieg ist oder sonst was - bis hin zu der Tatsache, dass die USA (fast?) IMMER die größten Waffenexporteure der Welt waren und sind. Sorry, Herr Nelles, ich habe da andere Erinnerungen...
...an dem sie die USA vor 50 Jahren befunden hat.
Sie werden zugeben müssen, daß sich die USA insgesamt seit damals weiterentwickelt hatte, genau wie andere westliche Gesellschaften.
Obamas Präsidentschaft dürfte als Beweis dafür genügen. 1969 wäre sowas science fiction gewesen.

Der Grundstein dafür wurde in genau dieser Phase gelegt, von Teilen einer Generation, die Sie in Ihrer Aufzählung unterschlagen.
Blöd nur, daß dort nun Leute am Ruder sind, die wieder in die 60er zurück wollen, oder besser noch weiter davor.

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draco2007 18.07.2019, 09:43
133.

Zitat von -su-
Es fällt auf, wenn man nicht auf Trump einprügelt, wird der Beitrag in den seltensten Fällen veröffentlicht. Wenn man es dann auch noch wagt, die Hetze gegen Alte und Männer anzusprechen, ist eine Nichtveröffentlichung sicher. Lustig dabei, dass sich SPON als Kämpfer gegen Diskremimierung gibt und selber gegen Weiße, Alte und Männer schreibt.
SO ein Unfug, hier stehen genügend Kommentare, die Trump komplett zujubeln mit der üblichen Propaganda-Lügen-Geschichte...

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bammy 18.07.2019, 09:43
134.

Zitat von qoderrat
Ich sehe das genau wie Sie, da blickt Hr. Nelles doch mit einem etwas verklärten Blick in die Vergangenheit und übersieht die vielen Kriegshandlungen in die die USA ursächlich verwickelt sind und waren. Also moralisches Vorbild war dieses USA noch nie für mich. Auch nichtkriegerische Exporte wie Asozial-Kapitalismus und Zocker.Bankertum sind keineswegs erstrebenswert. Ihrem letzten Satz muss ich aber widersprechen, Trump hat zwar bisher mehr Schaden im eigenen Land angerichtet, aber mit der Aufkündigung des Iran-Atomabkommens bemüht er sich gerade nach Kräften in die Reihe der Vorgänger einzutreten. Wir können alle nur inständig hoffen, dass er an diesem Vorhaben genauso scheitert wie an seiner Mauer.
Vielleicht filtern Sie und der Forist auch nur ausschließlich Negativbeispiele. Während der Autor anhand der positiven Beispiele, das Trump-Desaster herausstellen will. Sowas nennt man Kontext. Wobei er auch erwähnte das nicht Alles Supi bei den USA ist.

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carstenbittner 18.07.2019, 09:43
135. Oberlehrer

Wir sollten uns besser um unsere eigenen Probleme kümmern, anstatt anderen Nationen ihre vermeintlichen Fehler vorzuhalten und sie darüber belehren zu wollen, was sie wirklich brauchen.

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udo.fischer 18.07.2019, 09:44
136. Nase voll

Die einfachen und bodenständigen Amerikaner haben ganz einfach die Nase voll von den Eliten der Ost und Westküste.
Anstatt gegen das Firmensterben zu kämpfen, wurden Begriffe wie der " Rustbelt " erfunden, um diesen Niedergang zu beschreiben.
An der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Küstenregionen geht der Großteil der Amerikaner vorbei.
Die Wut darauf hat Trump nicht erschaffen, aber es ist politisch legitim sie zu nutzen.
Die deutschen Haltungsmedien können sich täglich darüber erregen, ändern werden sie es nicht.

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eubuleus 18.07.2019, 09:44
137.

Trump ist ein Symptom und ein Protagonist einer polarisierenden Gesellschaft. Diese Polarisierung betreiben mittlerweile alle Gruppen. Jeder hat sein Feindbild, welches in hässlichsten Farben ausgemalt wird.
Die Grünen stellen sich als die Guten dar, ohne die die Welt untergehen wird. Wer nicht mit den Linken ist, wird von bösen reichen Kapitalisten unterjocht, wer nicht AfD wählt, geht im Islamismus unter, ...
Und am verrücktesten sind die Deutschen, die zwar Deutschland am liebsten am Boden sehen würden, aber trotzdem der halben Welt Vorschriften über Wohlverhalten machen wollen. Schizophrenie nennt man das.

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meinsenf123 18.07.2019, 09:44
138. Vollkommen daneben

Man kann von Trump halten was man will. Fakt ist, dass die Arbeitslosenquote, gerade bei ethnischen Minderheiten in den USA auf einem historischen Tiefststand ist, und dass das reale Lohnnieveau dieser Bevölkerungsgruppen erstmals seit Jahrzehnten wieder rapide steigt. Wer weiss was es bedeutet in den USA über längere Zeit arbeitslos zu sein müsste erkennen, dass, objektiv betrachtet, keine Administration in den vergangenen 50 Jahren mehr dazu beigetragen hat die Lebensqualität, Unabhängigkeit und Selbständigkeit von Afroamerikanern und Hispanics tatsächlich zu verbessern. Aber eben, den elitären selbsternannten Pseudo-Gutmenschen war die Bedienung der eigenen pervertierten Psychohygiene schon immer wichtiger, als das tatsächliche Schicksal dieser Menschen. Übrigens: Selbst unter Afroamerikanern geniesst Trump mittlerweile eine Zustimmungsrate von 30%. Aber das sind wohl ebenfalls alles rückständige Rassisten, nicht wahr?

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bschmid66 18.07.2019, 09:44
139. Naja?

Zitat von leontion
Trump ist bislang ein verbaler Rüpel und Hassprediger geblieben, was seine Entgleisungen aber nicht entschuldigen soll.
Da wird aber die Isolationspolitik, die Destabilisierung im Nahen Osten, die weltweite Verunsicherung durch das Infragestellen von Allianzen und Anbiedern an Diktatoren, das einseitigen Aufkündigen von Verträgen, sowie die Verunsicherung des Welthandels allgemein unterschlagen.

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