Forum: Politik
USA unter Trump: Amerika, wie tief bist Du gesunken
Jacquelyn Martin/ REUTERS

Das Jubiläum der Mondlandung erinnert daran, dass die USA ein Vorbild für Freiheit, Fortschritt und Weltoffenheit waren. Unter Präsident Trump ist es damit vorbei - er appelliert an die niedersten Instinkte.

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AirSeal 18.07.2019, 08:20
50.

Zitat von claus7447
Ich hatte das Glück über 30 Jahre hin immer wieder die Vereinigten Staaten zu besuchen. Meist privat. Es gibt nur wenige Bundesstaaten wie z. B. Alaska die ich nie kennengelernt habe. Mein Verhältnis zu den Menschen war gespalten, ambivalent. Es gab wunderschöne, offene gastfreundliche Begegnungen. Es gab Aufschlussreiche wie 2000 während eines Sommersemesters in Stanford. Ich erlebte Naivität, aber auch Rassendiskriminierung damals schon. Antisemitismus. Geblieben sind aber die schönen Erlebnisse. Das Land, die unendliche Weite, die Berge, der stille Pazifik. Das alles verblasst. Ich erlebe heute ein Amerika, dessen Werte auf die unterste, primitivsten Stufen gefallen sind. Ein Amerika wo der Rassenhass täglich gepflegt wird. Wo ich nur noch warte, bis morgen der Kukluxklan öffentlich Auftritt, wo die ersten Menschen wieder an Bäumen aufgehenkt werden. USA hat sich neben einem üblen Lügenbold, einem Hetzer, Rassisten auch noch einen kompletten Dummkopf zum Präsidenten gewählt. Er wurde es nicht einmal durch die Mehrheit der Stimmen. Er wurde es durch ein ihm in die Arme spielendes Wahlsystem. Er wurde es, weil ihm eine Partei die Unterstützung gab, die selbst nicht mehr an die Werte dieses Staates glaubt, die sich selbst verraten haben.
Dann sollten sie mal wieder in die USA reisen , denn das was hier für ein Bild aufzeichnen ist milde ausgedrückt der totale Unsinn .

Aber auch hier gilt , als Deutscher sollte man lieber einmal nach sich selber schauen und die Zu ;-und Umstände in Deutschland betrachten , bevor man andere Nationen so pauschal negativ darstellt wie sie das machen .

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Michael Pilipp 18.07.2019, 08:20
51. Leider ist es so

Ein guter Artikel, wie ich finde und leider ist das so. Die USA waren früher das Land meiner Träume. Viele Male war ich dort, liebte das Leben, das Klima, die Menschen und selbst das Essen dort. So lange Trump noch an der Macht ist, werde ich die USA nicht mehr betreten, das schwor ich mir. Sehr schade!

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seniorfd 18.07.2019, 08:24
52. Man on the Moon

If you believe they put a man on the Moon....
Man muss sich nur die Frage stellen ob Amerika damals wirklich das Risiko eingegangen wäre das die Astronauten unter den Augen der Weltöffentlichkeit scheitern oder gar sterben.
Auf ewig wären tote Amerikaner mit jedem Blick zum Mond in Verbindung gebracht worden.
Wer wirklich glaubt Amerika wäre dieses Risiko eingegangen, der glaubt auch daran das wir in einer Demokratie leben.

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Bernd Hofmann 18.07.2019, 08:24
53. Es muss erst noch schlimmer werden, bevor es besser werden kann!

Auch die USA formieren sich zu einer neun Gesellschaft. Und vorher muss die White Majority noch mal groß aufspielen, bevor sie untergeht.

Ich sehe diese Entwicklung als wichtig an, bevor etwas Neues entstehen kann. Denn die Demokraten sind tief gespalten, was Trump zu Gute kommt!

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mats73 18.07.2019, 08:25
54. Er ist die Ursache!

Zitat von echtermünchner
ist nicht nur New York City oder Los Angeles. Es ist auch Montana, Wyoming,New Mexico. Nochmals: Trump ist nicht die Ursache. Er ist das Symptom.
Niedere Instinkte liegen in jeder Gesellschaft latent vor, wie Bakterien im Körper, die eigentlich ungefährlich sind. Es braucht nur jemanden, der dieser weckt und konsequent bedient,befeuert und mehrt!
Wie im Deutschland der 30ger Jahre oder dem Jugoslawien nach Nach-udssr-Zeit ist es innerhalb kürzester Zeit möglich, dass Nachbarn die zusammen Grillfeste gefeeiert haben und deren Kinder in den gleichen Schulen und Vereinen waren sich gegenseitig bestialisch niedermetzeln. Am gefährlichsten ist es zu glauben, so was sei hier aktuell nicht möglich...in Erdogistan ist die Bevölkerung auch schn teilweise bedingungslos zur Säuberung bereit.
Trump weckt alle niederen Instinkte perfekt und befeuert Sie zum eigenen Vorteil konsequent und mehrt sie dadurch soweit, dass diese Zersörerisch wirken.......

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tommuc1978 18.07.2019, 08:25
55. Back to the roots

Aber nicht die USA, sondern der Spiegel! Nach einem ungewöhnlich positiven Artikel gestern, in dem endlich mal zugegeben wurde, dass die USA mit der niedrigsten Inflationsrate seit vielen Jahren eine Menge richtig machen, geht nun das altbewährte Trump Bashing im Spiegel wieder los, dass hat man doch den deutschen jetzt jahrelang eingeredet und da kann man doch nicht plötzlich sagen der Mann macht einen guten Job.
Ich wiederhole mich hier immer wieder gerne gebt dem Mann eine Chance, er macht eine Menge richtig. Oder mein Lieblingssatz von einem französischen Kollegen: ihr Deutschen seid komische Menschen, ihr liebt Macron der von seinem eigenen Volk gehasst wird und ihr hasst Trump, der von seinem eigenen Volk geliebt wird! Warum tickt ihr Deutschen so?

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meister_proper 18.07.2019, 08:30
56. Alles Richtig, bis auf die letzten zwei Absätze

Zum Schluss appellieren sie an die Demokraten "sich ... nicht in Flügelkämpfen zwischen Progressiven und Moderaten [zu] verfangen". Doch diese Auseinandersetzung ist unausweichlich. Denn der »moderate« Flügel ist ja nicht moderat in Bezug auf die Bedürfnisse der breiten Masse. Diese »moderaten« Demokraten finanzieren ihre Wahlkämpfe (genau wie die Republikaner) über Großspenden von Superreichen und sogenannte 'political action committies' (PACs) oder Super-PACs. Und genau in die Taschen dieser Großspender fließen riesige Geldströme aus dem Staatshaushalt (in der Form von Steuererleichterungen und Großaufträgen) oder sie profitieren durch gesetzgeberische Maßnahmen wie Deregulierung. Die Anstrengungen eine allgemeine Gesundheitsfürsorge zu etablieren sind exemplarisch für diese legalisierte Bestechung. Die Versicherungs-, Pharma- und Krankenhauswirtschaft investiert Unsummen in die Wahlkämpfe von »moderaten« wie Joe Biden, weil diese ihnen versprechen, dass sich nichts grundlegendes ändern wird. Derweil sind nach wie vor ca. 70 Millionen Amerikaner gar nicht oder schlecht krankenversichert. Viele akut Kranke gehen nicht zum Arzt, weil sie sich die Zuzahlungen (co-payments) nicht leisten können oder die Selbstbeteiligung ihres Vertrags (deductible) sie finanziell ruiniert. Die Kosten für Bildung sind ein weiteres großes Thema in den USA. Es gibt Studenten, die ihr Studium mit Schulden in der Höhe von ½ Million Dollar abschließen. Selbst ein einfacher College-Abschluss (ungefähr vergleichbar mit einer Fachhochschule in Deutschland) kann schnell $ 50.000 und mehr kosten. Genau diese Missstände sind es, welche ein(e) Kandidat(in) in 2020 adressieren muss, um genügend demokratische Wähler an die Urnen zu hohlen. Es geht nicht darum Stimmen von den Republikanern zu gewinnen - bei denen hat Trump Zustimmungswerte von über 90%. Es geht darum demokratisch registrierte und unabhängige Wähler zu mobilisieren. Diese stellen zusammen 68% der Wähler (40% Demokraten + 28% Unabhängige). Mit einer »moderaten« Strategie, die keinem etwas Grundlegendes bringt, wird man das nicht erreichen.

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dirk.resuehr 18.07.2019, 08:32
57. Die Wahrheit

aber leider nutzt sie nichts. Weil dem Potus ist es js auch gelungen
diese zu pervertieren. Er ist- wie das intellektuelle US-Amerika sagt - "a nightmare". Das wollen viele US-Amerikaner nicht sehen, sogar einige Deutsche finden ihn gut, darunter sogar Professoren von Fachhochschulen, die die "Wirtschaftspolitik" des Potus nicht durchschauen und nur auf die erkauften "Erfolge" der Börse sehen
und nicht auf die enormen Schulden und Umweltfolgen.
Die Frage ist mehr als berechtigt: Sind die USA nicht der Super-Schurkenstaat der Welt?

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horst-viersen 18.07.2019, 08:32
58. Rückkehr zum Isolationismus

1. Anlass: "Der Feldzug von George W. Bush im Irak – nach dem Schock der Anschläge vom 11. September 2001 als Beitrag zur Verankerung der westlichen Demokratie im Nahen Osten gedacht – kostete hunderttausende Menschenleben, verfehlte einige seiner wichtigsten Ziele und ließ die Unterstützung der amerikanischen Wähler für militärische Abenteuer weit jenseits der eigenen Grenzen abstürzen. "

2. Anlass: Die USA sind als Produzenten für die Weltmärkte gescheitert. Die Handelsbilanz der USA spricht Bände.
3. Anlass: Auch die Demokraten sind zerstritten, wenn es um die Konsequenzen aus der historischen Entwicklung der Welt geht.
4. Anlass: Der Freiheitsbegriff und die Solidarität befinden sich im Widerstreit - und Trump gewinnt.

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pepe83 18.07.2019, 08:33
59. Das ist Geschichtsklitterung

Herr Nelles schreibt, dass es damals eine friedliche, glückliche Weltgemeinschaft gab. Das ist Unsinn. Die Welt war damals in Blöcke zerfallen. Die USA haben international mindestens so exzessiv Machtpolitik betrieben wie heute. Die Mondlandung diente vor Allem der Propaganda. Damit sollte die Überlegenheit des Kapitalismus über den Kommunismus demonstriert werden. Innerhalb der USA gab es verbreiteten Rassismus. Die sozialen Unterschiede in der Bevölkerung waren enorm. Man könnte noch weiter aufzählen. Trump ist sicher kein guter Präsident. Aber die USA und die amerikanische Bevölkerung waren auch damals nicht sehr anders als heute.

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