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USA: Wall-Street-Proteste erreichen Washington

Sie marschierten in der Hauptstadt*Washington, in*Los Angeles, selbst in Alaska: Die Wirtschaftsproteste amerikanischer Wutbürger, die in New York begannen, breiten sich über das Land aus - nun zeigte selbst ein Vertreter der Notenbank Verständnis für die Demonstranten.

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uthome 07.10.2011, 09:15
40. Es ist wirklich an der Zeit ....

auch bei uns mal in die Bankenviertel oder vor die Finanzministerien zuz marschieren um deutlich zu machen das es an der Zeit ist das Verhalten der Finazmanager zu ändern.
Die letzte Bankenkriese ist noch nicht ganz abgearbeitet, Bonis werden jedoch schon wieder in alter Höhe gezahlt, da kündigt sich schon die neue Bankenkriese an. Wieder garantiert der Staat (Steuerzahler) für die Sicherheit der Banken eben wieder mit dem Geld der Bürger. Die Gewinne aber stecken sich weiter die Manager, Broker oder Aktieninhaber ein. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren, das geht garnicht!!

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c.werner 07.10.2011, 09:20
41. .

Zitat von Crom
Mal wieder eine Revolution, die dann doch ausfällt?
Kann schon sein.
Allerdings kann es natürlich auch sehr schnell gehen.
Wer hätte letztes Jahr gedacht, dass sich in der Arabischen Welt eine Demokratiebewegung durchsetzt.
Noch am 7. Oktober 89 fühlten sich die DDR-Bonzen sehr sicher.
Einen Monat später waren sie Geschichte.

Mag sein, dass die Revolution ausfällt; die Voraussetzungen für eine Revolution sind allerdings gegeben.
Die Wirtschaft kann nicht mehr weiter wie bisher, die Politik kann nicht mehr weiter wie bisher und das Volk will nicht mehr so weiter wie bisher.
Warten wir es ab.

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c.werner 07.10.2011, 09:25
42. .

Zitat von Crom
Was, wenn man die eigenen Interesse nicht durch die Demonstranten vertreten fühlt? Geht mir jedenfalls so. Hat also nichts mit Bequemlichkeit zu tun.
Selbst Ihnen wird doch nicht entgangen sein, dass die Protestbewegungen global stetig zunehmen.
Natürlich wird dort nicht jede Meinung vertreten.
Aber es werden immer weniger, die wie Sie ein "weiter so" befürworten.

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WStrehlow 07.10.2011, 09:25
43. Wutbürger ist falsch,

Zitat von sysop
Sie marschierten in der Hauptstadt*Washington, in*Los Angeles, selbst in Alaska: Die Wirtschaftsproteste amerikanischer Wutbürger, die in New York begannen, breiten sich über das Land aus - nun zeigte selbst ein Vertreter der Notenbank Verständnis für die Demonstranten.
es handelt sich um in ihrer finanziellen Exixtenz bedrohte Menschen, die haben einen völlig anderen Hintergrund als die "Wutbürger" in Deutschland. Da kann in dem Artikel des Benutzers "taiga" nur voll zustimmen.

Und ich möchte mich - als bekennender Agnistiker - an dieser Stelle mal auf die Bibel beziehen:
Jesus wusste schon, warum er die Geldeintreiber aus dem Tempel rausschmiss.
Etwas ähnliches entwickelt sich zur Zeit auch in den USA (und nicht nur da), nur auf breiterer Basis, da so langsam auch die dümmsten bemerken, dass sie von der Oberschicht (wer auch immer dazugezählt werden darf) ziemlich über den Tisch gezogen werden.
Immer mehr Menschen erkennen, dass irgendetwas oberfaul ist, wenn Banken Billionen verzocken, dafür nicht zur Kasse gebeten werden und sich als Dankeschön kurze Zeit später wieder dicke Provisionen für ihre verdienten Mitarbeiter gönnen dürfen, die jedoch letzlich von den Steuerzahlern gezahlt werden.
Ich habe die Befürchtung, dass hier global der Nährboden für neue "Führer" geschaffen wird.

Liebe Politiker, habt ihr mal in die Geschichtsbücher geschaut und euch mit der Weimarer Rebublik (nur mal so als Vorschlag, da gibts sicher auch noch andere Beispiele...) beschäftigt??
Da gibt es Parallelen!!!!
Aber offensichtlich sind auch Politiker nicht in der Lage, aus Geschichte zu lernen.

Mal schauen, vielleicht wirds diesmal ja eine Führerin?? :-)) und vielleicht wird nicht gleich wiedre die Welt mit Krieg überzogen....

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zauberberg007 07.10.2011, 09:26
44. Wurtbürger

Zitat von adesat
Der Begriff "Wutbürger" ist herabsetzend und dämlich.
...und zwar nicht nur in diesem Kontext, sondern auch in anderen Kontexten wie S21. Statt sich künstlich über andere zu erheben sollte die Journaille lieber hinter die Kulissen sehen: wofür tun das diese Menschen?

In diesem Fall verkörpern sie das, was viele Menschen (die nicht unbedingt aud die Straße gehen) denken. Und nicht nur ein paar dieser Menschen. Auch in Deutschland gibt es wesentlich mehr Leute, die sich mit den Auswirkungen eines entgrenzten Kapitalismus auseinandersetzen und das sind weiß Gott nicht nur gelangweilte und halbparanoide Akademiker. Über den Tellerrand zu sehen kann (auch Journalisten) bilden!

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solomong. 07.10.2011, 09:28
45. ?

Zitat von ergoprox
Glaube ich nicht. Was sind 500 Menschen in einem 280Mio-Land? Lächerlich. Der weit überwiegende Großteil der Menschen (auch hier) will davon nichts wissen. Die wollen lediglich Brot und Spiele. "Politik? Interessiert mich nicht!"
Die 40 Mio. Analphabeten in den USA haben es gar nicht mitbekommen und die hätten vielleicht Interesse? Ia

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Schreikrampf 07.10.2011, 09:28
46. .

Zitat von keppler
freuen sich wohl zu früh. Nichts wird sich ändern.
Mit so einer Einstellung ganz sicher nicht!
Resignation oder Feigheit?

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Frederik72 07.10.2011, 09:31
47. .

Zitat von Crom
Ziemlich dreist zu behaupten, man würde für 99% der US-Bürger sprechen. Ich denke das Land ist in seinen Meinungen doch heterogener.
Ziemlich dreist das sie glauben das beurteilen zu können.

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spiekla 07.10.2011, 09:32
48. Generell gegen Kapitalismus?

Zitat von Carnival Creation
"Die genauen Ziele der heterogenen Gruppe mit dem Motto "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") sind unklar." Sie sind DESWEGEN 'unklar', weil sie alle.....
Nein, es geht nur um die Schäden; denn die Amerikaner waren erfolgreiche Kapitalisten. Wenn die Geldjongleure dieses System jedoch einseitig für sich nutzen, wird der Protest grundsätzlicher. Der Kapitalismus muss der breiten Masse nutzen, was in Amerika bis ca. 1980 gut funktioniert hat. Ab 1985 machen die Chinesen es besser.
Und wir bekommen Probleme, die Balance zu halten zwischen Motivation versus Steuern & Abgaben.

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gebeer 07.10.2011, 09:32
49. Genau hinschauen

Zitat von Crom
Ziemlich dreist zu behaupten, man würde für 99% der US-Bürger sprechen. Ich denke das Land ist in seinen Meinungen doch heterogener.
Das behauptet doch niemand. Erst informieren, dann denken, dann schreiben.
Die Demonstranten bezeichnen sich als Teil der 99% der Bürger, die von nur 1% der Bürger ausgebeutet werden.
Das Ganze ist symbolisch zu sehen und rührt aus der ungleichen Verteilung des Reichtums, nicht nur in den USA. 2007 hielten nach offizieller Statistik (s.a. http://sociology.ucsc.edu/whorulesam...er/wealth.html) 20% der US-Bürger sagenhafte 85% des Reichtums, wohingegen die restlichen 80% der Bürger nur 15% besaßen. Die obersten 1% der Bürger hielten 34,6% des Reichtums der gesamten Vereinigten Staaten. Tendenz steigend.
Bei uns ist die Entwicklung übrigens ähnlich und die Tendenz, bedingt durch das Zinsgeldsystem, ebenfalls steigend.
Es muss sich grundlegend an unserem Wirtschaftssystem etwas ändern, damit diese ungerechte Umverteilung von Unten nach Oben ein Ende hat. Um diese grundlegende Problematik geht es den Demonstranten von OccupyWallStreet und den vielen anderen Gruppen, die momentan weltweit am entstehen sind (siehe http://www.occupytogether.org/).

Diese grundlegenden Forderungen sind auf der Website der Bewegung http://occupywallst.org/ einzusehen. In einem sauber recherchierten und objektiven Artikel hätte diese Info sicherlich Erwähnung verdient.

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