Forum: Politik
USA: Wall-Street-Proteste erreichen Washington

Sie marschierten in der Hauptstadt*Washington, in*Los Angeles, selbst in Alaska: Die Wirtschaftsproteste amerikanischer Wutbürger, die in New York begannen, breiten sich über das Land aus - nun zeigte selbst ein Vertreter der Notenbank Verständnis für die Demonstranten.

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Hupert 07.10.2011, 10:08
70. ...

Die Politiker "Führungseliten" des Landes bekunden nun ihr Bedauern und Verständnis, obwohl es sie selbst und die Regierungen davor waren, die diese Verhältnisse erst ermöglicht haben. Das sind doch nur noch Beileidsbekunden im Wissen das die Lunte lichterloh brennt und das eigene Volk bis unter die Hutkrempe bewaffnet ist. Das geht mir irgendwie alles runter wie Öl...

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spiekla 07.10.2011, 10:09
71. Wirtschaft und Geldjongleure

Zitat von alexreil
Es ist nur eine Frage der Zeit - dann gehen die Menschen auch bei uns auf die Strasse und demonstrieren gegen Sozialabbau und die Hätschelei der Reichen und der Wirtschaft. Und das mit Recht. Unsere Politiker machen immer deutlicher - dass sie unser Land auf dem Altar des Kapitalismus geopfert haben. Die Finanzkrise und ihre Folgen sind genau darauf zurückzuführen. In ihrem Deregulierungswahn haben unsere Politiker für die Finanzmärkte und den Investoren so ziemlich alle Schranken beseitigt - die dafür gesorgt haben, dass es immer noch einigermassen gesittet zuging. Inzwischen haben die Investoren alle Hemmungen verloren und treiben sogar ganze Staaten in den Ruin - nur um die schnelle Mark zu machen. Das kann nicht länger gut gehen - und die Menschen erkennen das. Vor allem kann es nicht sein, dass Steuergelder eingesetzt werden, um Banken die sich übernommen haben - zu retten.
Bitte nicht in einen Topf werfen. Wir haben noch eine der besten Wirtschaften weltweit, die wir nicht gleich mit abschaffen sollten. Es gibt noch Banken, die der Wirtschaft notwendige Kredite zu fairen Bedingungen geben.

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Maya2003 07.10.2011, 10:09
72. ..

Zitat von Crom
Mal wieder eine Revolution, die dann doch ausfällt?
In Deutschland wird die einfach verboten - und jeder hält sich daran. SO funktioniert unser geliebtes Land.

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Richard.M 07.10.2011, 10:13
73. Obama ist nicht das, was man sich erhofft hatte (leider)

Zitat von felisconcolor
die ganze zeit durch den Kopf. Mit Obama schimpft man ausgerechnet auf den falschen. Seine Ansätze wurden immer und immer wieder durch die Republikaner torpediert. Und stellen sich dann hin und stellen ihn als schwach dar.
Das ist er aber auch. Er hat viel zu lange versucht, mit den Republikanern vernünftig zu reden und Kompromisse zu machen und ist ihnen (teils in vorauseilendem Gehorsam) so weit entgegengekommen, dass die "Linken" ihn als Verräter an ihrer Sache sehen. (Die Rechten sehen ihn natürlich immer noch als muslimischen Kommunisten.)
Außerdem lässt er sich brav von der Wall Street seinen Wahlkampf finanzieren und hat viele von den für das Debakel Verantwortlichen als Berater angeheuert. Konsequenter Wandel schaut anders aus.

(Dass Obama natürlich immer noch himmelweit besser ist als die Komikertruppe, die gerade als "republikanische Präsidentschaftskandidaten" das Land bereist, macht die Lage nicht besser.)

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maemo 07.10.2011, 10:13
74. -

Zitat von rempfi
ich freu mich darauf, wenn es in Deutschland beginnt.... Bye Bye Angie, Tochter von Helmut und Cousin von Honecker... Ach ja, Gerhard, Wolfgang und die anderen Hartz IV-Verbrecher zieht euch sehr sehr warm an...
Dann sind Sie am 15. Oktober also dabei? Es ist ja in mehreren deutschen Städten was geplant, sicherlich auch in Ihrer Nähe.

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ratxi 07.10.2011, 10:14
75. Titel übergestülpt

Zitat von Crom
Ziemlich dreist zu behaupten, man würde für 99% der US-Bürger sprechen. Ich denke das Land ist in seinen Meinungen doch heterogener.
Vermutlich.
Es ist immer schon hochgradig verdächtig gewesen, wenn jemand meinte, quasi für alle zu sprechen.
Ein Jeder mag seine Wahrheit finden.
Die gilt auch.
Aber nur für ihn.
Immer dann, wenn jemand seine Wahrheit anderen überstülpen möchte, beginnen die Probleme für die Menschheit...

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ratxi 07.10.2011, 10:15
76. Titel für den Frühling

Zitat von fleischwurstfachvorleger
hat jetzt im Herbst auch die USA erreicht. Es wird eine weltweite Bewegung werden, die sogar am Ende Deutschland in Brand setzen wird. Die Menschen sind es einfach leid, von systemrelevanten Banken und ihr Hab und Gut gebracht zu werden.
Wir müssen nun nur den Winter überstehen, dann könnte es ein amerikanisch-europäischer Frühling werden.

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maemo 07.10.2011, 10:16
77. Hier nicht

Zitat von Crom
Mal wieder eine Revolution, die dann doch ausfällt?
In Deutschland wird es keine Revolution geben, weil die täglichen Besucherzahlen im Reichstagsgebäude begrenzt sind. Aber vielleicht bei unseren europäischen Nachbarn.

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Maya2003 07.10.2011, 10:16
78. ..

Zitat von hornbeam
Hoffentlich schließen sich die deutschen Pappnasengewerkschaften den Protesten endlich auch noch an.
Gibts die noch ? Oder sind deren Vorstände nicht ganztagig mit der Mehrung des EIGENEN Wohlstands beschäftigt ?
Die Arbeiterführer - von Schröder gelernt.

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hallalie 07.10.2011, 10:17
79. Wutbürger?

Zitat von sysop
Sie marschierten in der Hauptstadt*Washington, in*Los Angeles, selbst in Alaska: Die Wirtschaftsproteste amerikanischer Wutbürger, die in New York begannen, breiten sich über das Land aus - nun zeigte selbst ein Vertreter der Notenbank Verständnis für die Demonstranten.
Die Menschen fordern das ein, was ihnen versprochen wurde. Ihnen wurde gesagt eine gute Ausbildung verschafft einen Platz in der Gesellschaft und wer sich an die Regeln hält, dem wird es gut gehen. Wenn nun die Politiker (die Vertreter des Volkes - also all derer die sich an die Regeln halten) die Werte auf der eine Gesellschaft basiert nicht schützen, was bleibt dann noch? "Wutbürger?" - Eine sau blöder Bezeichnung für Menschen die sich ihre Macht zurück holen, die ihnen von Psychopathen gestohlen wurde.
Dieses Wirtschaftssystem ist ungerecht und Menschenfeindlich. Dabei kann man sicherlich wütend werden, es ist aber längst nicht mehr Wut alleine welche die Menschen auf die Straße treibt. Es ist Verzweiflung und die Gewissheit die Notbremse ziehen zu müssen. Die Entdemokratisierung ist in den westlichen Demokratien voll im Gange. Der Bürger will seine Macht zurück und ein würdiges Leben führen. Natürlich sind die Bürger der Industriestaaten auch daran schuld. Wer sich in sinnlosem Konsum verliert, darf sich nicht wundern wenn er irgendwann unter einer Brücke wach wird. Wer aber die Fäden in der Hand hält und lieber Milliarden in Kriegen auf den Kopf haut statt den Menschen im eigenen Land ein besseres Leben zu ermöglichen, der wird irgendwann davongejagt.
Sei es diese Bewegung in den USA, die "Echte Demokratie jetzt" in Spanien oder der Wahlerfolg der Piraten in Berlin. Immer mehr Menschen haben die Schnauze voll davon zugelabert zu werden und sich anhören zu müssen "man hätte es ihnen besser vermitteln müssen!" Ein Eimer voller Scheiße ist auch dann noch ein Eimer voller Scheiße, wenn man Lobeshymnen darüber sinkt. Die Rettung der Banken und die Rettung des Euros, retten nur die Banken und den Euro. Die 99% werden dadurch nicht gerettet!

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