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Venezuela: Deutschland erwägt Anerkennung von Guaidó als Präsident
AFP

Im Machtkampf in Venezuela stellt sich die Bundesregierung hinter Parlamentspräsident Juan Guaidó als Staatschef. Man erwäge, ihn anzuerkennen, wenn es nicht zu freien Wahlen komme, sagte Regierungssprecher Seibert.

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akkronym 25.01.2019, 14:14
50. Deutschland würde sich besser

nicht an dieser unwürdigen Inszenierung beteiligen. Dieses Verhalten mag dem Großen Bruder gefallen, untergräbt aber das weltweite Bild einer dt. Souveränität und,-noch schlimmer- auch das einer dt. Integrität.

Peinlich, wie Maas sich hier den USA anbiedert.

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archi47 25.01.2019, 14:14
51. Deshalb sollten wir vermitteln

Zitat von Niteftef
Jetzt gilt es, einen Bürgerkrieg zu verhindern, beide Parteien scheinen zu Gesprächen bereit, das muss man nicht durch so eine Aktion, die Maduro siche als Provokation sehen würde, torpedieren! Helfen und vermitteln und hoffentlich freie demokratische Wahlen unterstützen, das wäre eine gute Linie
Da wir schon Stellung bezogen haben, könnte es sein, dass sich die EU selbst, vielleicht mit Mexiko Vermittler macht.
Der Preis für eine Einigung "Amnestie" wurde ja schon von den Konfliktparteien angeboten. Wenn man sich auf eine allgemeine Amnestie bei Wiedereinsetzen der verfassungsgemäßen Organe einigen könnte, dann könnte es ohne weiteres Blutvergiessen zu international überwachten Wahlen kommen.

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Claes Elfszoon 25.01.2019, 14:15
52. Wohlstand und ...

Zitat von Emderfriese
In Venezuela tobt - wie in fast allen anderen südamerikanischen Ländern auch - ein Klassenkampf zwischen Arm und Reich. Das ist der Hintergrund. Und der sogenannte Mittelstand steht dazwischen, entscheidet sich aber traditionsgemäß für die reichere Seite, weil er Angst vor Veränderungen von unten hat. Dass sich diese Vorgänge inzwischen beinahe weltweit abspielen, und selbst ökonomisch top-entwickelte Nationen wie etliche europäische und sogar die USA betreffen, sollte allen zu denken geben, die meinen, mit einem schlichten Machtwechsel von Maduro zur Opposition wäre Wohlstand und Frieden garantiert.
... Frieden sind zunächst einmal nicht das Ziel. Der Hunger, die Willkür des Regimes und die Gewalt müssen erst einmal besiegt werden. Für all das steht Maduro und seine Wahlverlierer von 2015. Danach kann sich das Land erst von der Unrechtsherrschaft regenerieren. Mit diesen Sozialisten geht nichts mehr.

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ftraven 25.01.2019, 14:22
53. Welch ein Unsinn

Will sich Maas bei den USA anbiedern?
Die USA haben sich seit Jahrzehnten in Südamerika und Umland eingemischt und viel Unheil angerichtet
(Guatemala, Nicaragua, Chile, Kuba, Grenada, Panama u.v.m.).
Dieser Möchtegernpolitiker Guaido ist NICHT vom Volk gewählt worden.
Wir sollten nicht einen möglichen, blutigen Bürgerkrieg befördern.

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Faceoff 25.01.2019, 14:23
54. Sozialistische Internationale

Zitat von solosola
Die Mehrheit der Foristen hier hat weder Wissen noch Hintergründe zu Chavismus noch zu den Ereignissen und Machtbeugung und Machenschaften der herrschenden Clique in Venezuela.Die Geissel Lateinamerikas ist die Korruption und die grassiert sowohl links als auch rechts. Völlig hahnebüchen die Trumpreflexe - Venezuela ist trotz weltgrössten Ölvorkommen aufgrund Unfähigkeit, Korruption und Cleptokratie das Armenhaus Südamerikas, ein einzigartiger Raubzug einer kriminellen Bande unter dem Deckmantel des Spzialismus.. Grüsse aus Riohacha, Colombia
Dass hier ausgerechnet jemand aus dem hochkorrupten Kolumbien die (möglicherweise noch größere) Korruption in Venezuela kritisiert, entbehrt nicht einer gewissen Komik.

Ich sehe gerade: Die Partei von Guaido ist Vollmitglied der "Sozialistischen Internationale".
1. Ob wohl Trump das wusste, als er Guaido umgehend als Präsidenten anerkannte?
2. Geht dann etwa der "Raubzug unter dem Deckmantel des Sozialismus" unter Guaido munter weiter? Bedient sich dann einfach nur der Nächste?

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Pecaven 25.01.2019, 14:27
55.

Zitat von oliviaöl
was soll eigentlich dieses abfällige Linkenbashing?! Wenn ich mir die USA so ansehe, kriege die Rechten auch nix geschissen.
Es geht hier nicht um die USA, sondern um den Unsinn, der hier von Linken geschrieben wird. Erklaeren sie mir, wer rechtmaessig in Venezuela gewaehlt wurde, die Asamblea Nacional, von den Wahlverlierern, den Linken um Maduro, entmachtet, oder Maduro, dessen Wahl nicht haette stattfinden duerfen.

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Emderfriese 25.01.2019, 14:33
56. Ernsthaft

Zitat von Claes Elfszoon
... Frieden sind zunächst einmal nicht das Ziel. Der Hunger, die Willkür des Regimes und die Gewalt müssen erst einmal besiegt werden. Für all das steht Maduro und seine Wahlverlierer von 2015. Danach kann sich das Land erst von der Unrechtsherrschaft regenerieren. Mit diesen Sozialisten geht nichts mehr.
"Wohlstand und ... Frieden sind zunächst einmal nicht das Ziel..."
Soso. Was denn dann? Glauben Sie ernsthaft, dass mit einem "Siegfrieden" der Opposition der Hunger und die Gewalt beendet werden? Die Beispiele, dass das nicht klappt, sind Legion - nicht nur in Südamerika. Ohne eine gerechte Verteilung des Ergebnisses der Tätigkeit aller Menschen in einem Land wird kein Frieden entstehen. Und für eine gerechte Verteilung steht die Opposition nun wirklich nicht. Denen geht es um den Erhalt alter Pfründe und das Schaffen neuer. Mag sein, dass auch Chavez und Maduro auf einem falschen Weg waren bzw. sind - aber sie haben wenigstens versucht, eine sozialere Politik zu betreiben.

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Fuscipes 25.01.2019, 14:35
57.

Zitat von cobaea
Um das in demokratischen Wahlen klären zu können, muss erst Maduro aus dem Amt sein, denn er lässt keine demokratischen Wahlen mehr zu...
Wahlen fordern ist ausreichend, und es würde reichen dies als Position der EU zu postulieren. In dieser Situation nach dem Motto "Wir haben keinen Plan, aber alle Optionen sind offen" eingreifen zu wollen führt schlimmstenfalls zur Eskalation, und genau das sollte vermieden werden, verbände damit eine weitere Verschlechterung.
Der Maduru ist natürlich auf Dauer auch keine Lösung...

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Dr. Kilad 25.01.2019, 14:41
58. Völkerrechtlich eigentlich klar:

Guaidó muss Abstand vom Putsch nehmen, um Wahlen zu ermöglichen. Hinzu kommt ja noch, dass dieser Putsch bisher nicht erfolgreich war (ebenso wie seine Niederschlagung) und die Staaten die hier schon mal Guaidó anerkennen, Einmischung in einen souveränen Staat betreiben. Klar, wegen dem Öl. Ich wundere mich nur, wie wenig diese ganzen antidemokratischen Allüren - auch deutscher Politiker - kritisch reflektiert werden. Aber wer im Ausland für Bruch des Völkerrechts ist, dem sollte man auch für das Inland nicht mehr ganz trauen.

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westin 25.01.2019, 14:48
59. Keine Veränderung nach Neuwahlen

Wer ist in Südamerika nicht korrupt.
Überall wo es um viel Geld geht,findet die Korruption ihre Wege.
Bei uns genauso ,siehe Flughafen Berlin.
Und der Herr Guaidó wird schon ein Konto in den USA eingerichtet bekommen.

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