Forum: Politik
Venezuela: EU-Parlament erkennt Guaidó als Interimspräsidenten an
Getty Images

Mehrere europäische Staaten hatten der venezolanischen Regierung von Staatschef Maduro ein Ultimatum gestellt - jetzt prescht das EU-Parlament vor: Die Abgeordneten erkannten Juan Guaidó als Interimspräsidenten an.

Seite 1 von 11
moeh1 31.01.2019, 13:24
1. Maduro

Es ist schon bezeichnend wie sich europäische Linke schwer tun Menschenrechtsverletzer und skrupellose Diktaturen zu verurteilen wenn diese sich als Links bezeichnen. Dies gilt für die Deutschen Linken genauso wie für die Griechen.

Beitrag melden
heissSPOrN 31.01.2019, 13:27
2.

Europa sollte sich da komplett raushalten - hier gibts genug Probleme, um die sich die Politiker zu kümmern haben!

Beitrag melden
guest54 31.01.2019, 13:28
3. Einmischung

Was ist denn die Grundlage dieses Entschlusses. Matura ist doch gewählt worden. Ich finde keine Beweise dafür, dass die letzte Wahl gefälscht wurde. Im Zweifel für den Angeklagten. Ich halte es für leichtfertig, sich in Angelegenheiten souveräner Staaten einzumischen. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigten ja wohin das führt. Persönlich finde ich es dennoch bedauerlich, dass ein eigentlich so reiches Land so verarmt. Andere fanden bedauerlich, dass Chavez alle ausländischen Ölfirmen rausgeschmissen hat.

Beitrag melden
deufin 31.01.2019, 13:40
4. Das darf doch wohl nicht wahr sein...

Jeder der sich auch nur mal ein paar Stunden Zeit nimmt die letzten 10 Jahre in Venezuela zu studieren und nachzuverfolgen was da geschehen ist, der weiß, daß Guaidó mitnichten einen Anspruch auf das Amt des Präsidenten hat. Maduro ist nachwievor der rechtmäßig gewählte Präsident und hat nach allen Umfragen immer noch die Mehrheit der Stimmen, wenn jetzt gewählt würde. Wohlgemerkt die Umfragen der englischsprachigen Medien, die sich tatsächlich mal auf den Weg nach Venezuela gemacht haben um mit den Menschen vor Ort zu sprechen.

Das ist eine Farce und die EU spielt hier schön das Schoßhündchen der USA. Da schäme ich mich richtig Europäer zu sein.

Beitrag melden
hdwinkel 31.01.2019, 13:41
5. Regime Change

Wieder ein maßgeblich durch die Amerikaner initiierter Regimechange, wieder geht es ums Öl, wieder sind wichtige europäische Staaten für den moralisch Anstrich dabei. Hoffentlich gibt es nun nicht auch wieder die hunderttausenden Toten, die bei den letzten malen im Irak, in Libyen und in Syrien zu beklagen waren.
Und auch die Mittel gleichen sich: Erst wird das Land boykottiert, um anschließend die Unfähigkeit der Führung anzuklagen, die eigene Bevölkerung nicht versorgen zu können.
Ich wette darum, daß demnächst auch wieder eine Befreiungsarmee auftaucht. Die von den USA unterstützten Todesschwadronen, die über eine Million der indigenen Bevölkerung in Guatemala, Nicaragua und El Salvador auf dem Gewissen haben, sind ja noch in unguter Erinnerung.
Nein, auch wenn es schwierig erscheint, Venezuela muß seine Probleme allein lösen.

Beitrag melden
Idinger 31.01.2019, 13:43
6. Interessant wäre

natürlich auch die Information, wem die Nein-Stimmen und Enthaltungen zuzuordnen sind; wir müssen doch für die kommende Europawahl wissen, wer wen unterstützt.

Beitrag melden
akkronym 31.01.2019, 13:48
7. opportunistischer Schachzug

Dieser opportunistische Schachzug wird die EU einiges an Glaubwürdigkeit kosten.
Würde sich die EU zum Beispiel im Fall Türkei und Erdogan ähnlich verhalten? Gelegenheit dazu hätte sie gehabt.

Beitrag melden
HardyPDM 31.01.2019, 13:55
8.

Dann unterstützt das Europäische Parlament einen von außen initiierten Regime Change. Gegen das Völkerrecht. Nicht meine Volksvertretung.

Beitrag melden
andraschek 31.01.2019, 13:56
9. Und wieder mischen wir uns in die inneren Angelegenheiten ein.

Ich halte Manduro nicht für einen guten Präsidenten und auch bin ich der Meinung das er nicht viel von Demokratie hält, aber sind wir daudrch wirklich berechtigt uns in die inneren Angelegenheiten eines suveränen Staates einzumischen? Ich meine nein! Besonders da keine politische Linie auszumachen ist. Bevor wir selektiv bestimmten Staaten sagen welche Staatsführung sie ausüben sollen, sollten wir uns erst ersteinmal über eine alle Staaten betreffende Vorgehensweise einigen. Wir sollten offiziell sagen welche Staaten wir warum Sanktionieren und aus welchen Gründen wir Staaten mit gleichen Verfehlungen nicht sanktionieren. Das wäre zumindest einmal ein Anfang und nicht diese ewige Heuchelei.

Beitrag melden
Seite 1 von 11
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!