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Venezuela: EU-Parlament erkennt Guaidó als Interimspräsidenten an
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Mehrere europäische Staaten hatten der venezolanischen Regierung von Staatschef Maduro ein Ultimatum gestellt - jetzt prescht das EU-Parlament vor: Die Abgeordneten erkannten Juan Guaidó als Interimspräsidenten an.

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mwroer 31.01.2019, 14:38
30.

Zitat von friedrich_eckard
Wobei zu ergänzen wäre, dass ja die Amtsführung Maduros von links her keineswegs unkritisch betrachtet wird, und das, soweit mein Kenntnisstand reicht, auch mit Recht - aber das kann für Linke natürlich kein Grund sein, daran mitzuwirken, dass er durch einen Quisling Trumps und der US-Konzerne ersetzt wird.
Nun soweit ich das sehe will der Mann erstmal, zur Not mit internationaler Hilfe, nur sicher stellen dass es halbwegs faire Neuwahlen gibt. Für Parlament und Präsidentschaft.

Wer die dann gewinnt ist ja wieder eine andere Frage.

Die letzten Wahlen hat die Opposition krachend verloren weil sie so dämlich waren zum Boykott aufzurufen. Das ist natürlich auf der einen Seite extrem dumm - auf der anderen Seite nach den Erfahrungen mit der von der Opposition haushoch gewonnen Parlamentswahl 2015 auch zu verstehen.

Ich meine ... die Wahl hatte man haushoch gewonnen und die Regierung regiert einfach weiter und missbraucht das oberste Gericht Venezuelas diese Farce mitzumachen.

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rdp08 31.01.2019, 14:41
31.

ich finde es sehr traurig zu sehen wie zum Teil die Situation in Venezuela kommentiert wird. Totalitäres System, was nur über Druck funktioniert. die Korruption ist Alltag. politisch anders denkende haben keine Chance. Es ist doch all gemein bekannt das staatliche Firmen nicht funktionieren. Eines der ersten Entscheidungen vom Vorgänger maduros, Hugo Chaves, war die Rohstoff Industrie zu verstaatlichen seitdem werden nur rote Zahlen geschrieben. Enteignungen waren danach an der Tagesordnung. Das ist ein Grund für die miserie in Venezuela. Ich habe meine Informationen nicht aus den medien. habe selbst 21 Jahre in Venezuela gelebt,habe dort meine Frau kennengelernt und unsere 3 Kinder sind dort geboren. es tut mir weh wenn ich hören muss wie Politiker,die Linke, solch ein Regime verteidigen. Für mich nicht mehr wählbar.

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Raisti 31.01.2019, 14:41
32.

Finde es spannend das wir einen Interimspräsidenten unterstützen der sogar in der Opposition umstritten ist und wir damit auch klar das Völkerrecht verletzen.

Völkerrecht hat halt nur eine Bedeutung, wenn wir es gegen andere zu Felde führen können und es verkommt zur Makulatur wenn es um unsere Interessen geht.

Man möchte vor Scham nur noch im Boden versinken.

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go-west 31.01.2019, 14:44
33. Wenn es stimmen sollte,

daß Maduro immer noch die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich hat und zwar inklusive der bereits in’s Ausland geflohenen Menschen, dann dürfte er doch nichts gegen möglichst schnelle freie und öffentliche Wahlen haben. Daß politisch links orientierten Foristen ein gescheitertes und korrumpiertes sozialistisches Experiment immer noch lieber ist als eine „Einmischung“ der USA halte ich für bemerkenswert.

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hausfeen 31.01.2019, 14:51
34. Stimmt nicht. Die "Linke" weiß, dass Maduro kein Linker ist.

Aus durchsichtigen Gründen wollen das einige nicht sehen, wider besseren Wissens. Allen voran die bürgerlichen Parteien und ihre Medien. Ist es doch eine schöne Gelegenheit, das Schreckgespenst des Sozalismus an die Wand zu malen.

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Gottfried 31.01.2019, 14:53
35. Oppositionsführer Guaido erhöht Druck auf Maduro,

wie will er das denn anstellen. Eigentlich hat er nur die USA an seiner Seite, Deutschland, Frankreich und Spanien sind nicht die EU. Gerade ein Macron, der überhaupt keinen Rückhalt im eigenen Land mehr hat, sollte lieber schweigen. Merkel ist ein Auslaufmodell und Spaniens Sozialisten sind nur noch eine unbedeutende Minderheit. Der Rest, der hier mit schreit, sind die Hofhunde der USA. Hier geht es nicht um die Menschen in Venezuela, sondern um das Öl was dort in der Erde schlummert. Darum stützt man einen Mann wie Guaido. Amerika, hat im eigenen Land seine Ressourcen aufgebraucht, Öl aus Schiefer zu gewinnen ist teuer und unrentabel und verunstaltet riesige Landstriche.

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jens109 31.01.2019, 14:55
36. Eine Stimme aus Europa?

Warum mußte denn das europäische Parlament jetzt unbedingt vorpreschen? Damit wird nur gezeigt das es kein einiges Europa ist. Mir ist egal welches am Ende die richtige und sinnvolle Entscheidung dazu ist, ich kenne die Details zu wenig, aber man hätte doch mal wenigstens in Europa und seiner Strukturen eine gewisse Eingkeit beweisen können. So wird das nix mit einer gemeinsamen Aussenpolitik.

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dancar 31.01.2019, 14:56
37. unfassbar, wie hier Personen noch Maduro beispringen können

und in den Krankenhäusern in V. sterben die Schwachen (Kinder und Ältere) wegen fehlender Medikamente. Das macht mich sprachlos...
3 Mio sind geflüchtet, weitere 3 Mio sitzen auf gepackten Koffern und hier muss man lesen, dass die Bevölkerung zu 100% hinter Maduro steht; das sind ja FAKE NEWS hoch drei.

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irobot 31.01.2019, 14:58
38.

Zitat von rdp08
Eines der ersten Entscheidungen vom Vorgänger maduros, Hugo Chaves, war die Rohstoff Industrie zu verstaatlichen seitdem werden nur rote Zahlen geschrieben.
Die PDVSA wurde bereits 1976 verstaatlicht. Chavez hat nur die ausländischen Investoren rausgeschmissen. Und dann so ziemlich jeden Qualifizierten Angestellten, der nicht auf Linie war.

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boanerges 31.01.2019, 14:59
39. Die Russen wieder...

Die einzigen die Maduro beistehen sind die Russen, Chinesen und Iranis. Schöne Gesellschaft. Besonders wenn Putin Demokratie anmahnt. Hier in Spanien berichtet die Presse dass 20 Tonnen Gold aus Venezuela ausgeflogen wurden, vermutlich nach Russland. Vielleicht planen Maduro und seine Topgeneräle schon den Ruhestand.

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