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Venezuela: Im erdölreichsten Land stehen Autofahrer tagelang Schlange für Benzin
REUTERS

So schlecht geht es nur Ländern im Krieg: In Venezuela gibt es kaum noch etwas zu kaufen - und bezahlen können die meisten auch nicht mehr.

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adama. 18.05.2019, 14:43
10. Die rosarote Brille und die Scheuklappen ablegen bitte

Zitat von pitt1968
dank der Sanktionen "ausgehungert". Sie können nichts exportieren, womit sie Devisen für Importe erwirtschaften können. Venezuela könnte reich sein wie die Saudis... doch weil das gewählte Gesellschaftssystem nicht genehm ist, wird das Land vom Welthandel abgeschnitten. Die Menschen hungern nicht wegen Maduro, sondern wegen der Geldgier des westlichen Kapitalismus.
Venezuela sanktioniert sich selbst. Da ist einmal die streikende Opposition, da werden sie mir sicher zustimmen und hinzufügen, von den USA gesteuert. aber da sind auch die geistig minderbemittelten Sozialisten und deren Anhänger, die nicht in der Lage sind die Versorgung mit Benzin und Grundnahrungsmitteln sicher zu stellen, obwohl sie nicht nur die Produktion und die Arbeiter kontrollieren, sondern auch das Militär und die Polizei. Anders als in Chile und Argentinien, wo das Militär schon vor 5-10 Jahren geputscht hätte.
Aber das ist auch typisch Links. Militär ist gut, wenn es Arbeiteraufstände in der DDR, Ungarn, CSSR, China niederschlägt, und schlecht, wenn es sozialistische Experimente beendet.

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mursol 18.05.2019, 14:45
11. Ohne die Ketten der USA

Würden sich alle um das billige Öl aus Venezuela streiten und die Bevölkerung wäre reicher als die deutsche !
So aber kreisen die Europäer wie Geier um den noch lebendigen Kadaver endlich zu Fressen.

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volkerettlich 18.05.2019, 14:48
12. "Regelbasierte Weltordnung"

Seit 1945 nichts Neues im Westen. Mittelalterliches Verfahren - Blockieren, Aushungern, Stürmen. Der Beispiele sind Legionen: Iran, Chile, Nicaragua, Cuba, Irak, Libyen, Syrien.... etc. pp. & jetzt Venezuela und wieder Iran.
In Europa der gesamte "Ostblock" (Cocom - Liste).
Lasst doch die Länder einfach so leben, wie sie wollen und wie es die inneren Kräfteverhältnisse hergeben - Nichteinmischung und Völkerrecht waren einmal Regeln - lang ist's her ……

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HeisseLuft 18.05.2019, 14:50
13. Sandimport

Zitat von Düppel
Manduro ist Sozialist. Im Sozialismus steht man am. Wo ist das Problem? Die Welt stimmt an der Stelle insoweit. Neu ist nur, dass das jetzt jemand ausgerechnet im erdölreichsten Land der Welt hinbekommen hat. Das spricht dann doppelt gegen jede Art von Sozialismus.
Erinnert mich an den Witz aus den 80er Jahren. Zur Zeit der EU-Butterberge und Milchseen.

Sowohl das Angebot der EU als auch der Sowjetunion an die Saharastaaten beim Aufbau der Wirtschaft wurde abgelehnt. Mit der EU hätte die Sahara alsbald 1.000 m über dem Meerespiegel gelegen, mit der Sowjetunion hätte alsbald Sand importiert werden müssen.

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HeisseLuft 18.05.2019, 14:52
14. Dolchstoßlegende, sozialistische Version

Zitat von pitt1968
dank der Sanktionen "ausgehungert". Sie können nichts exportieren, womit sie Devisen für Importe erwirtschaften können. Venezuela könnte reich sein wie die Saudis... doch weil das gewählte Gesellschaftssystem nicht genehm ist, wird das Land vom Welthandel abgeschnitten. Die Menschen hungern nicht wegen Maduro, sondern wegen der Geldgier des westlichen Kapitalismus.
Deren Wirtschaft ist schon seit geraumer Zeit im Abstieg. Seit vielen Jahren nun schon flüchten die Menschen aus dem Land. Und nicht erst seit gestern.

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Düppel 18.05.2019, 14:52
15. Egal

Zitat von bloub
Und trifft immer noch nicht zu. Muss man sich langsam dran gewöhnen, dass durch die Verstaatlichung einer einzigen Industrie kein Land zum Sozialismus wechselt.
Das heutige Venezuela spricht und steht doch für sich. Egal, was dort gemacht wurde und wird, es ist falsch. Die haben alles Öl der Welt, sind dazu noch koran-befreit und dann so was.

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Idinger 18.05.2019, 14:56
16. Ihre Annahme,

Zitat von pitt1968
dank der Sanktionen "ausgehungert". Sie können nichts exportieren, womit sie Devisen für Importe erwirtschaften können. Venezuela könnte reich sein wie die Saudis... doch weil das gewählte Gesellschaftssystem nicht genehm ist, wird das Land vom Welthandel abgeschnitten. Die Menschen hungern nicht wegen Maduro, sondern wegen der Geldgier des westlichen Kapitalismus.
die Venezolaner "können nichts exportieren, womit sie Devisen für Importe erwirtschaften können", dürfte so nicht stimmen: SPON selbst hat doch kürzlich berichtet, dass Maduro und seine Helfershelfer die Goldvorräte von Venezuela ausser Landes gebracht haben - doch vermutlich, um diese "Exporte" gegen Devisen (Rubel, Renminbi, türkische Lira etc) umzutauschen. Welchen anderen Sinn könnte diese Aktion sonst gehabt haben?

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mig68 18.05.2019, 14:59
17. Erdöl und Benzin

sind wie Äpfel und Birnen. Auf Grund der Sanktionen ist der Export und Transport von Rohöl eingeschränkt, dies führt dazu, dass die Mejoradores (Verarbeitung von schwerstem Faja-Rohöl zu synthetischem Leichtöl) gedrosselt werden mussten, das die Lagerkapazitäten voll sind. dies führt dazu dass die Erdölförderung in der Faja auf ca. 500k B/d gedrosselt werden musste. Erdöl ist also genug vorhanden.
Das andere sind die Raffinerien. Venezuela besitzt einen der größten Raffinerie Komplexe der Welt (Paraguana) mit einer Kapazität von knapp 1M B/d. Doch 20 Jahre Sozialismus haben Spuren hinterlassen (Korruption, Fehlplanung, Mangelwirtschaft) und aktuell können dort nur noch 17% der Kapazität verarbeitet werden. Die anderen Raffinerien im Land sehen auch nicht besser aus, Cardon und PLC sind praktisch stillgelegt. Bis vor 3 Monaten konnte die Regierung noch teures Benzin aus den USA importieren um diese groben Mängel zu kaschieren, aber das ist jetzt auch Geschichte..
Investitionen in die Zukunft wurden gemacht, in PLC wurden bei der Erweiterung der Raffinerie 4Mrd US$ in den Sand gesetzt, um eine zu 65% fertiggestellte Bauruine zu hinterlassen.
Sozialismus = Korruption

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multi_io 18.05.2019, 14:59
18.

Was passiert, wenn man im erdölreichsten Land der Welt den Sozialismus einführt?

Zuerst lange Zeit nichts. Dann wird das Erdöl knapp...

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hisch88 18.05.2019, 15:03
19.

Da der Aufhänger zu Venezuela "stehen Autofahrer tagelang Schlange für Benzin" ist, … die gab es schon Mitte 2017 (war vor Ort und hab Bilder davon). Ein Großteil der Wartenden waren aber nichts anderes als Benzin-Sammler die für einige "Reichere, Maduro-Mitläufer, kleinere Beamte & Militärs, etc." im Grenzbereich (zu Brasilien / Kolumbien) das Benzin abholen und ablieferten.

Von den Sammelstellen aus wurde das Benzin mit immensem Profit in die Nachbarländer verkauft.

Ach, und nicht vergessen, die (Schrott-) Autos haben teilweise keinen Motor, nur noch einen großen Tank und werden in die Tankstellen geschoben.

Damit kein Betrug an den Tankstellen vorkommt, werden die Autos schriftlich aufgenommen und auf der Windschutzscheibe mit einer Code-Nummer beschriftet. Das funktionierte sogar.

Maduro und seine politische Mannschaft machen dasselbe, aber mit Containerschiffen und direktem Geldtransfer ins Ausland.
(Schweizer Bankensprecherin hat das schon im Fernsehen bestätigt, dass die größten Geldeingänge 2016 aus Venezuela stattfanden.)

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