Forum: Politik
Venezuela: Maduro weist EU-Ultimatum für Neuwahlen zurück
Cristian Hernandez/EPA-EFE/REX

Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro hat die von europäischen Ländern gesetzte Frist für Neuwahlen als "Frechheit" bezeichnet. Über den EU-Kurs im Umgang mit Venezuela soll am kommenden Donnerstag weiter diskutiert werden.

Seite 3 von 4
westin 27.01.2019, 20:08
20. Simón Bolívar

Simón Bolívar war ein südamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer.
Fast in jeder Stadt Venezuelas gibt es ein" Plaza Bolivar" .
Es ist ein Hohn dieses Guaidós hier sein Bild hochzuhalten,gleichzeitg aber Vernezuela wieder zu versklaven.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Guerilla_79 27.01.2019, 20:21
21. ...

Zitat von chris.ponte6422
Chavez wollte das Geld aus dem Ölgeschäft der eigenen Bevölkerung zukommen lassen? Meinen Sie das im Ernst? Dieses Geld diente fast ausschliesslich der Selbstbereicherung der machthabenden Eliten und der Bestechung von nützlichen Idioten wie Richtern, Militärs etc., um den Machterhalt zu sichern. Der Bevölkerung fehlt es am Nötigsten für die Grundversorgung.
Meine ich ernst.
Zumindest unter Chavez, bei Maduro bin ich mir nicht sicher, wobei es im Bereich des Möglichen liegt das der US Regime-Change soweit vortgeschritten ist das man sich kein realistisches Bild mehr machen kann. - oder er ist wirklich heillos korrupt.

Aber man war in den USA erst so richtig "pissed off" als Chavez die Ölkonzerne verstaatlichte um das Geld IM Land zu halten.

Danach ist die USA dann von "Staatoberhäuptern kaufen" umgestiegen auf "regime Change".

Heutztage stehen natürlich ein paar mehr Optionen zur verfügung als A-Bomben, Uran-Munition, Napalm und Agent Orange....

Das Rebelieren von Chavez gegen die Ausbeutung durch die USA und EU haben zu dem heutigen Ergebnis geführt.
Maduro ist eigentlich uninteressant.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chris.ponte6422 27.01.2019, 20:28
22. Bolívar vs. Bolivarismus

Zitat von westin
Simón Bolívar war ein südamerikanischer Unabhängigkeitskämpfer. Fast in jeder Stadt Venezuelas gibt es ein" Plaza Bolivar" . Es ist ein Hohn dieses Guaidós hier sein Bild hochzuhalten,gleichzeitg aber Vernezuela wieder zu versklaven.
Das ist der Unterschied zwischen Bolívar und dem von Chavez/Maduro proklamierten Bolivarismus. Ersterer war ein Unabhängigkeitskämpfer, letztere haben das Volk von staatlichen Almosen abhängig gemacht, den staatlichen Erdölkonzern geplündert, die wenigen profitablen Privatunternehmen ruiniert, das Parlament entmachtet und das Volk in grenzenlose Armut und Diktatur geführt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahnbert 27.01.2019, 20:36
23. ist schon interessant

So mal als neutraler Beobachter im SPON Forum finde ich die Wendungen schon bemerkenswert. Wieviele Foristen im Forum überhaupt kein Problem damit haben sogenannte " linke " und offensichtlich Menschenverachtende Diktaturen zu verteitigen. Honneckers Erben sind schon noch stark vertreten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chris.ponte6422 27.01.2019, 20:41
24.

Zitat von Guerilla_79
Meine ich ernst. Zumindest unter Chavez, bei Maduro bin ich mir nicht sicher, wobei es im Bereich des Möglichen liegt das der US Regime-Change soweit vortgeschritten ist das man sich kein realistisches Bild mehr machen kann. - oder er ist wirklich heillos korrupt. Aber man war in den USA erst so richtig "pissed off" als Chavez die Ölkonzerne verstaatlichte um das Geld IM Land zu halten. Danach ist die USA dann von "Staatoberhäuptern kaufen" umgestiegen auf "regime Change". Heutztage stehen natürlich ein paar mehr Optionen zur verfügung als A-Bomben, Uran-Munition, Napalm und Agent Orange.... Das Rebelieren von Chavez gegen die Ausbeutung durch die USA und EU haben zu dem heutigen Ergebnis geführt. Maduro ist eigentlich uninteressant.
Und was hatte die Bevölkerung von den Verstaatlichungen? Solange die Despoten Chavez/Maduro noch ganz "demokratisch" Wählerstimmen benötigten, hat das parteifreundliche Volk noch ein paar Almosen bekommen. Mittlerweile sind die obersten Richter und das Militär dermassen gekauft, dass man gar nicht mehr so viele Wählerstimmen braucht, um die eigene Macht zu garantieren. Resultat: Über 3 Millionen Flüchtlinge, grenzenlose Armut und Diktatur.

Bolivarische "Revolutions-Regierungen" in Südamerika haben staatliches Geld noch nie wirklich dem Volk zukommen lassen. Zumindest nicht mittel- und langfristig, sondern immer nur so lange, wie sie die Wählerstimmen brauchten, um die Demokratie abzuschaffen und die eigene Macht zu zementieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Guerilla_79 27.01.2019, 20:53
25. ...

Zitat von wahnbert
So mal als neutraler Beobachter im SPON Forum finde ich die Wendungen schon bemerkenswert. Wieviele Foristen im Forum überhaupt kein Problem damit haben sogenannte " linke " und offensichtlich Menschenverachtende Diktaturen zu verteitigen. Honneckers Erben sind schon noch stark vertreten.
An-und-für-sich würde ich mir die "beurteilung" verbitten.

Ich bin erstensmal "Westdeutscher" und das nichtmals richtig (Schotte, Besatzungskind wie mich die garnicht rechtslastige Polizei mal betitelte...), garantiert kein Kommunist und nur bedingt Sozialist.

Ich verorte mich eher bei 68-77.... ihre schlüsse können Sie ziehen daraus wie sie wollen.

Allerdings hege ich ausschweifende Zweifel an der "West-Propaganda" die auch gerne über die Presse verteilt wird.

Angeblich ist doch alles so kompliziert das der doofe Bürger nicht mitreden kann bzw. darf.

Bei solchen fällen ist auf einmal alles sooooooooo einfach, Sozialist/Kommunist/Korrupt/Dikatur..... - Punkt.
Mehr braucht man nicht wissen und auch garnicht zu hinterfragen.

Ernsthaft so einfach "anderswo" und soooooooooo kompliziert "hier"?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nach-mir-die-springflut 27.01.2019, 21:07
26. Das Mühlebrett

Zitat von chris.ponte6422
Das ist der Unterschied zwischen Bolívar und dem von Chavez/Maduro proklamierten Bolivarismus. Ersterer war ein Unabhängigkeitskämpfer, letztere haben das Volk von staatlichen Almosen abhängig gemacht, den staatlichen Erdölkonzern geplündert, die wenigen profitablen Privatunternehmen ruiniert, das Parlament entmachtet und das Volk in grenzenlose Armut und Diktatur geführt.
Sozialismus meint immer die Diktatur. Venezuela braucht etwas Sozialistisches um die Energierohstoffe herum, dass die Einnahmen daraus dem Volk zufließen, der Sozialismus an sich aber, mitsamt seiner Planwirtschaft, meint am Ende Verarmung. Das Land scheint in der Zwickmühle zu stecken zwischen zwei korrupten wirtschaftlichen Modellen. Dem Petrodollar gefällt die Abkehr von ihm nicht. Ob nun Geld aber dem kapitalistischen Monopolisten zugeht oder dem sozialistischen Diktator, ist einerlei. Bei beiden fallen nur Krümel fürs Volk vom Tisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Calen 27.01.2019, 21:19
27. Freunde der Demokratie

Zitat von Marvin__
Und was die Neuwahlen angeht: Kann demnächst auch der Bundestag die Bundeskanzlerin mit einfacher Mehrheit absetzen? Das EU-Parlament den Kommissionspräsidenten? Der US-Kongress Herrn Trump? Üblicherweise gibt es demokratische Verfahren für Regierungswechsel, die durch Krankheit, Tod oder sonstiges Ausfallen von Regierungschefs erforderlich werden. Unter Beteiligung von Regierung, Parlament und Justiz.
Es wird sie überraschen, aber der Bundestag kann den Bundeskanzler abwählen, zwar nicht durch eine einfache und auch nicht ohne gleichzeitig einen neuen zu wähle, aber er kann.
Außerdem werden nur Wahlen nach demokratischen Standards gefordet. Man wäre in Venezuela ja schon froh, die Wahlen hätten den niedrigen Russlands Standard oder sogar Türkeis Standard damals gehabt.
Die Allianz, die für Maduro derzeit eintritt, ist aber schon bemerkenswert. Russland, China und Türkei. Warum eigentlich? Ich hoffe, die beuten Venezuala nicht aus, wie es die anderen Staaten getan haben. Die Unterstützung für Venezuala durch diese Länder zeigte sich in den letzten Jahren. Seit der böse Einfluss der kapitalistischen Staaten zurückgedrängt wurde, Venezuela wieder frei war und durch diese Länder unterstützt wurde, haben wir eine Hyperinflation, volle Gefängnisse, Hungersnöte und 3 Mio. Flüchtlinge. China und Russland sollten noch weitere Länder unterstützen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
walter_de_chepe 27.01.2019, 21:23
28. Wenn EU-Länder einmal drohen wollen

Die EU-Länder können sich auf eine Seite schlagen, wenn sie meinen, dort mitmischen zu müssen; und mit den USA zu gehen, ist sicherlich taktisch klug. Doch ein Ultimatum zu stellen, ist selten dämlich. Der größte Erfolg dürfte sein, dass Venezuela überhaupt reagiert hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gorlois7 27.01.2019, 21:28
29.

Die Politiker in der EU scheinen sehr viel Zeit zu haben, ich hoffe, sie bekommen für ihre aktive Regierungstätigkeit in Venezuela auch entsprechend Gehalt!
Und ausserdem sind sie offenkundig so umfänglich informiert, dass sie aus dem Handgelenk staatstragende Entscheidungen in Übersee treffen können. Für die EU scheint das ja nicht möglich zu sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4