Forum: Politik
Verbot von Youtube und Facebook: Präsident Gül stellt sich gegen Erdogan
REUTERS

Der türkische Premier Erdogan will YouTube und Facebook verbieten lassen - und bringt damit den Präsidenten seines Landes gegen sich auf. Ein solches Verbot sei mit ihm nicht zu machen, sagt Abdullah Gül.

Seite 5 von 8
hanseat0815 07.03.2014, 14:44
40.

Persönlichkeitsrechte stärker im Internet zu schützen, wäre bei der gegenwärtigen Entwicklung auch hier in Deutschland erforderlich. Aber wo zieht man die Grenze zur unzulässigen Zensur? Die Situation in der Türkei ist eher letzteres.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
huggi 07.03.2014, 14:48
41. Titel

Zitat von chris__78
Und was hat die EU damit zu schaffen? Außer, dass man jegliches Ansinnen über einen Beitritt der Türkei zur EU wohlbegründet ablehnen kann.
... neben Frankreich haben noch weitere EU Länder eine Abstimmung der Wähler vor dem Beitritt neuer EU Kandidaten gesetzt, da ist mir nicht bange.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
braveman 07.03.2014, 14:50
42. Verzweifelte Aktionen

Was tut dieser Mann nicht alles, um seine Korruptionen zu decken? Aber anscheinend gibt es niemanden in der Türkei, der diesem Entdemokraisierungsprozeß Einhalt gebetet. Vielleicht wäre es das Beste, dass das Militär für eine Zeit eine Übergangsregierung bildet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rechnernetzstecker 07.03.2014, 15:02
43. Wie erkenne ich einen Diktator?

Zitat von Whitejack
Ein solches Verbot würde Erdogan nie durchkriegen. In der Türkei gibt es viel zuviele junge Leute, die das niemals akzeptieren würden.
Aber allein sein Ansinnen zeigt, dass er sich allmählich zum Wiktor Erdogan wandelt.
Wiktor? Nun, wenn man bedenkt, dass Erdogan wie Janukowitsch nach außen den harten Führer geben und für sich selbst zig-Millionenbeträge zur privaten Ver(sch)wendung aus den Staatseinnahmen (also aus den Geldbörsen des Volkes) abzweigen, dann ist der Vergleich nicht weit her geholt.
Die EU sollte übrigens wählerischer sein, wenn sie kein Verbund von Schurkenstaaten werden will. Sowohl Janukowitsch als auch Erdogan hätten, trotz ihres eher absolutistischen Staatsverständnisses, und die Erfüllung einiger Minimalforderungen vorausgesetzt, schon längst Eingang in die EU gefunden, wenn auch ggf. für's erste in einem assoziierten Übergangsstatus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nota.bene 07.03.2014, 15:04
44. Es nutzt nichts...

Zitat von sysop
Der türkische Premier Erdogan will YouTube und Facebook verbieten lassen - und bringt damit den Präsidenten seines Landes gegen sich auf. Ein solches Verbot sei mit ihm nicht zu machen, sagt Abdullah Gül.
Dann werden die Mitschnitte der krummen Dinger, die er, seine Regierungsmitglieder und sein Familienclan drehen, eben auf anderen Portalen gepostet. Erdogan wird dieselbe Erfahrung machen müssen wie hunderte von Machthabern vor ihm: es nutzt nichts, den Überbringer schlechter Botschaften umzubringen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
optional_muenchen 07.03.2014, 15:05
45. Aldatma ve Kandirma Partisi Fans - Wo seid ihr?

Zitat von sysop
Der türkische Premier Erdogan will YouTube und Facebook verbieten lassen - und bringt damit den Präsidenten seines Landes gegen sich auf. Ein solches Verbot sei mit ihm nicht zu machen, sagt Abdullah Gül.
Ich vermisse die vielen RTE/AKP Befürworter. Wo seid ihr alle, was sagt ihr zu diesen Entwicklungen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
galolar 07.03.2014, 15:15
46. Bedacht..

Zitat von Tom Joad
Da zeigt sich in einem Satz die gesamte Denkweise des Herrn Erdogan: "Der Staat/die Nation bin ich."
Ist Ihre Meinung hier meiner Ansicht nach nicht, denn wenn Sie türkisch können, dann sollten Sie das gesamte Interview anschauen, wenn Sie kein türkisch können, sollten Sie bitte keine Kommentare abgeben.

Denn Kommentare wie Ihre sind lächerlich, dass wird sich Ende März zeigen, wenn wieder fast 50 % der Wähler Erdogan und seine Partei wählen.

Also bitte erst andere Quellen nachlesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Luna-lucia 07.03.2014, 15:20
47. bei einer Tasse Tee

Zitat von metalslug
Selten dämlich von Erdogan. Damit hat er sich selbst des Amtes enthoben. Gülen kann sich nun fast zurücklehnen und Erdogans Untergang bei einer Tasse Tee genießen.
ist gut! Aber Präsident Gül hat schon Recht! Der Erdogan ist nicht nur, kein Türke mehr, er ist zu einem Fremdkörper auf dieser Welt geworden! Ej, das hat eine echte Türkin, eine Kommilitonin von uns, voll wütend in der Mensa gesagt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bazingabazinga 07.03.2014, 15:29
48. Sehr geschickt von Erdogan

"Ich werde nicht zulassen, dass unsere Nation Facebook und YouTube geopfert wird." sagte er.
Es ärgert Erdogan, dass Menschen die Anonymität nutzen um andere Menschen zu beleidigen oder Lügen zu verbreiten. So geht es nicht nur ihm, sondern vielen Internetnutzern.

Natürlich wird er Facebook und Youtube nicht abstellen, obwohl er und andere sicher auch ohne leben könnten. Ohnehin würde man über ausländische Proxis auf Facebook kommen. Also soetwas, was auch die CDU schon vorschlug ("Stopschilder") kann man umgehen.

Ausländische Proxis muß man übrigens benutzen weil viele Youtubevideos - vor allem Musik - wegen des Konflikts mit der Gema gesperrt sind! Auch wenn man nackte Haut auf der Fotoseite Flickr.com sehen möchte, muß man wegen der Sperrung in Deutschland über einen ausländischen Proxi gehen.

Erdogan hat das geschickt gemacht. Den Konservativen spricht er aus der Seele, für die Anderen ist Gül da. Außerdem wartet er ab wie sich Spiegel, Süddeutsche, BILD und FAZ das Maul mit Spekulationen zu zerreissen um dann ganz in Ruhe zu fragen "Wann habe ich gesagt, dass ich Facebook nach den Wahlen sperren werde?".
Die einseitige Berichterstattung westlicher Medien hat der AKP mehr genützt als geschadet.
Zu guter Letzt kann er immer auf das gute Verhältnis von Deutschland mit der Diktatur China hinweisen. Die Chinesen bekommen so einen einseitigen Hass nicht zu spüren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Paul-Merlin 07.03.2014, 15:34
49. Alles oder nichts

Zitat von sysop
Der türkische Premier Erdogan will YouTube und Facebook verbieten lassen - und bringt damit den Präsidenten seines Landes gegen sich auf. Ein solches Verbot sei mit ihm nicht zu machen, sagt Abdullah Gül.
spielt jetzt Erdogan. Scheinbar ist er aber sehr zuversichtlich, dass Machtspiel zu gewinnen und sich als alleinherrschender "Sultan" an der Spitze des Staates etablieren zu können. Wie es auch sei, deutlich dürfte inzwischen sein, dass die Türkei auf längere Zeit keinesfalls reif für eine Mitgliedschaft in der EU ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 8