Forum: Politik
Vereinigte Staaten: US-Präsident soll mehrfach Nato-Austritt erwogen haben
REUTERS

Er vermöge den "Sinn" nicht zu erkennen: Donald Trump soll laut "New York Times" mehrmals mit den Rückzug aus der Nato geliebäugelt haben. Nur sein Team konnte ihn angeblich davon abhalten.

Seite 9 von 18
HeisseLuft 15.01.2019, 20:59
80. Prima Idee

Zitat von hzj
Dann würde dieses überflüssige Relikt des Kalten Krieges endlich abgeschafft und die Europäischen Staaten könnten bzw müssten endlich einen gemeinsamen Nenner finden, wie sie sich gegen etwaige reale und eingebildete oder herbeisanktionierte Bedrohungen positionieren und wie sie einen unabhängigen Kurs für ein friedliches Europa gestalten. Das wurde nach dem Zusammenbruch des SU und des Warschauer Paktes fahrlässig versäumt und mit dem Nato Austritt der USA gäbe es eine neue Chance. Auch die Stationierung von US Truppen und US Atombomben in Deutschland wäre damit endlich beendet.
Klar doch!
Ohne einsatzfähige Armee und blockfrei! Blockfrei m Besten per Gesetz!
Das wahrt den Frieden und die Sicherheit!
So wie in der Ukraine z.B!

...

Äh. Oh. Upps...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HeisseLuft 15.01.2019, 21:02
81. lach

Zitat von etlamu
Warschauer Paktes aufgelöst werden sollen, denn es gibt doch keinen Gegner mehr. Die Argumente mit der Ukraine/Krim zählen nicht, da Russland dort Menschen schützen musste. Was die USA, der wir komischerweise vertrauen, schon so alles veranstaltet hat, zähle ich lieber nicht auf. Es reicht zumindest auch dieser Macht nicht zu trauen. Es gibt auch keine Motivation auf Seiten Russlands in die EU-Länder einzumarschieren. Der Widerstand der Bevölkerung inklusive Partisanen erfordert eine Besatzungsmacht in den Ländern. Diese kosten Soldatenleben und sehr viel Geld. Eine bessere Variante wäre ein friedlicher eurasischer Wirtschaftsraum, wo von so wohl die EU als auch Russland profitieren würde. Das Problem sind hier die USA, die das natürlich überhaupt nicht gerne sieht. Vielleicht kann man die USA da irgendwie einbinden.
"Die Argumente mit der Ukraine/Krim zählen nicht, da Russland dort Menschen schützen musste."
Welche denn?
Ist die russische Minderheit in der Zentralukraine nicht viel verletzlicher?
Warum hat er dann da nicht eingegriffen?
Z.B. über eine Initiative bei UNO oder OSZE?

Nix, nicht wahr?

Tja... warum wohl?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gehel 15.01.2019, 21:06
82. Chaosteam im Weißen Haus

Man muss sich aber auch die Frage stellen, was das westliche Bündnis noch für einen Wert hat, wenn man an der Führungsmacht zweifeln muss. Bei der Frage des US-Präsidenten nach Wert des Bündnisses muss man den Präsidenten daran erinnern, dass es die USA waren, welche die Hilfe des Bündnisses nach 9/11 eingefordert haben. Wenn die USA viel Geld in ihre Verteidigung stecken, dann mag das in erster Linie an ihren strategischen Interessen in der Welt liegen, nicht an dem zu geringen Verteidigungsbudget anderer Staaten. Wenn Trumpp aus der NATO aussteigen will, dann soll er das tun, dann sollte er sich aber auch nicht wundern, wenn dann in Europa umgehend eine andere Politik gegenüber Moskau angestrebt wird. Er spielt doch Putin damit nur in die Hände und wird dann sicherlich seine Stützpunkte in Europa schnell verlieren. Trumpp hat eben von Weltpolitik keine Ahnung. Man muss sich fragen, von was er überhaupt eine Ahnung hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Cyman 15.01.2019, 21:09
83. USA raus, Russland rein oder NATO-Aus und ein neuer Verein?

Genau, sollen die USA mal aus der NATO austreten und Russland wird Mitglied. Das wäre doch der Witz schlechthin!
Aber mal ernsthaft, ich frage mich seit geraumer Zeit, warum Russland nicht auch längst Mitglied ist.
Liegt es daran, dass der Westen ihnen nie angeboten hat?
Oder liegt es an starrköpfigen Russen, die zu stolz waren und das Verlieren des Kalten Kriegs und den Zusammenbruch des Sowjetreichs nie überwunden haben?
Vermutlich eher Letzteres.
Ansonsten wäre es vielleicht an der Zeit, das bestehende System neu zu überdenken und die Russen gleich mit an den Tisch zu holen anstatt dieses alte Blockdenken weiter zu erhalten - allerdings sehe ich im Augenblick gewaltige Hindernisse, was Ansprüche und Konflikte mit dem Völkerrecht betrifft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 15.01.2019, 21:10
84.

Tja, angeblich wollte er ja auch aus der UNO raus und die UNO aus dem Haus in NY rauswerfen ... halt Geld einsparen, wo immer er kann. Das Dumme ist nur ... wenn er das macht, dann haben in 15 Jahren weitere 10 Länder Atomwaffen und ggf. schnelle Mittelstreckenraketen, oder anderes gefährliches Zeugs ... und wir hätten eine kaum kontrollierbare Welt. Er mag sich da drüben ja sicher fühlen, aber wenn ich mir ansehe, wieviel kleiner die Welt in den letzten paar Jahrzehnten geworden ist ... soooo breit ist der Atlantik bzw. der Pazifik inzwischen auch nicht mehr. Die NATO ist für mich nun nicht gerade traumhaft, aber die Welt schien mir sicherer, als wir noch die 2 Systeme hatten - jeweils mit Burgfrieden und Hegemon, aber eben stabilisiert durch die Gegenseite. Seither werden die Fliehkräfte immer größer. Da die USA relativ zum Rest der Welt seit 1950 permanent an Wirtschaftskraft verlieren, ist es klar, daß sie sich die volle Kontrolle nicht mehr für immer werden leisten können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bernd.Brincken 15.01.2019, 21:11
85. Mitarbeit

Zitat von njotha
... oder doch Putins bezahlter Mitarbeiter? Jedenfalls braucht Russland nicht mehr mit Amerika um die Vormachtstellung in der Welt zu streiten, Trump macht sein Land ganz ohne Krieg kaputt - und das so nachhaltig und gründlich, wie es keine Armee geschafft hätte.
Die USA haben, 30 Jahre nach der Selbstauflösung der SU und dem Zerfall des Ostblocks, einen mehrfachen militärischen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und medialen Einfluss auf die Welt als Russland. Die Vormachtstellung besteht, egal welcher Präsident welche Außenpolitik verfolgt.
Wenn wir in D und EU mal anfangen, nicht mehr in Kategorien von "kaputt machen" zu denken, könnten wir uns vielleicht auch von der NATO lösen. Aktuell wird das nicht passieren, weil hier noch zu viele Strukturen aus der alten Zeit bestehen, die ihre Identität an solchen Mustern festmachen. Russland ist da - zwangsläufig - weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hugahuga 15.01.2019, 21:13
86.

Wenn ich einem Stoltenberg zuhöre, dann möchte ich den sofortigen Austritt aus der NATO. Dieser Mann - wie ehemals Rasmussen - vertritt den US Hegemon und stachelt die Nato Staaten an dort Geld auszugeben, wo man zuvor Unruhe geschürt hat. Würden nun die USA austreten, wäre die Notwendigkeit der Europäer eine eigene Grenzsicherung zu betreiben verständnlich und nachvollziehbar. Eine Notwendigkeit Soldaten - nach US Vorgabe - an die russische Grenze zu schicken, sehe ich nicht. Es wäre also ein großes Einsparpotential vorhanden, welches der Sicherung der Aussengrenzen zugute käme. Wenn "Verantwortung übernehmen" zu einem Synonym verkommen ist, in fremden Ländern postkoloniale Gegebenheiten zu zementieren oder zu implementieren, dann ist das mMn der falsche Weg. Und "Verantwortung übernehmen" ist ein Ami Sprech, dem zu mißtrauen ist, da es nicht darum gehen darf, die ganze Welt nach vorgegebenem US Muster zu verändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainbow-warrior999 15.01.2019, 21:14
87. Gemeinsamer Nenner - richtig : FRIEDEN !

Zitat von sufou
Es gibt 14000 Gründe warum wir froh sein können wenn die USA nicht aus der NATO austritt. Denn genau soviel gepanzerte Fahrzeuge hat Russland. Und diese Relikt aus dem kalten Krieg ist höchst Aktuell wieder! Russland verletzt ständig die Grenzen zu seine Nachbarn mit provozierende Überflüge etc. Nicht einmal das neutrale Schweden wird verschont. Oder glaube sie die Schweden üben gemeinsam mit Nato Soldaten (Nordic Watch) nur so zum Spass? Übrigens ist Schweden sehr friedfertig schützt sie aber nicht vor ständige Provakationen seitens Russland. Natürlich versucht Russland seine Nachbarn einzuschüchtern. Und "ihre" Position wird sicherlich NCIHT geteilt von zb die baltischen Staaten. Denn "gemeinsame" Nenner würde ich gerne mal sehen wenn 23% der Wähler hier in D warscheinlich mit Russland sympathisieren (Wählerschaft der AfD und Linke) Ach ja und eine gemeinsame europäische Armee wirch sicherlich ohne die UK sein. Ausgerechnet das am professionellste aufgesteilte Streitkräfte der EU wird fehlen
Nur mal so als Frage: Wer hat sich seit Mitte der Neunziger Jahre militärisch ausgedehnt ? Russland nach Westen oder die NATO nach Osten ?
Übrigens: man muss kein Putin-Fan sein, um diese Frage eindeutig beantworten zu können. Man braucht nur ein bisschen gesunden Menschenverstand bzw. Gefühl für De-Eskalation dazu.
Mir jedenfalls macht die martialische NATO-Drohkulisse mehr Angst als die Option "Frieden mit Russland". Gerade auch aus der Sicht deutscher Geschichte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Erythronium2 15.01.2019, 21:19
88.

Ich kann den Sinn der Nato für Deutschland auch nicht mehr so richtig erkennen. Wo es einen Nato-Einsatz gibt, da findet er in irgendwelchen exotischen Gegenden statt. Die Bundeswehr wird darauf getrimmt, Teil einer internationalen Eingreiftruppe zu sein und vor allem soll der Militäretat enorm aufgebläht werden, um irgendwann dem "2%-Ziel" genügen zu können. Womöglich wird dann immer noch die Wartung der angeschafften Technik in der Planung vernachlässigt und all das funktioniert trotz der uferlosen Kosten bald nicht mehr. Die Landesverteidigung ist anscheinend inzwischen sekundär.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hopfenundmalzverloren 15.01.2019, 21:21
89. N-atlantische-TO

Trump ist ein Medienmann und seine ganze Umgebung muss wohl wohl letztendlich auch so gesehen werden. Deshalb klammere ich jetzt mal verbreitete Begründungen etc. aus und schaue mir mal nackte Fakten an.

Die NATO beschäftigt sich meines Wissens nicht mit dem Pazifik (und dem Südatlantik, aber das lasse ich mal aussen vor). Aus Sicht der USA bedeutet aber der wirtschaftliche und militärische Aufstieg Chinas, dass sich auf der anderen Seite ihres Landes am anderen Ozean inzwischen eine ganz andere Situation ergibt, als noch vor ein paar Jahrzehnten.

Ich kenne selbstverständlich keine genauen Fakten, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die USA wirtschaftlich und militärisch China schon mittelfristig als weit gefährlicher und wichtiger für sich ansehen, als Russland oder irgend etwas, was sich hier in der Umgebung abspielt.

Da die NATO in diesem Fall in keiner Weise involviert ist, nützt sie den USA bezüglich ihres vermutlichen Hauptgegners der Zukunft wenig.

Insofern kann ich mir schon gut vorstellen, dass in den USA auch ausserhalb von Trumps Kopf viele einem NATO-Austritt der USA nicht abgeneigt gegenüber stünden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 18