Forum: Politik
Vereinigte Staaten von Europa: Ladenhüter der Linken
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Martin Schulz will die Vereinigten Staaten von Europa. EVP-Fraktionschef Manfred Weber hält davon nichts. Die EU brauche keine Theoriedebatten, sondern müsse Probleme lösen, fordert der CSU-Vize im Gastbeitrag.

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Pfaffenwinkel 10.12.2017, 13:10
1. Weber ist ein CSU-Politiker

und vertritt nur seine Meinung (wenn auch fundiert). Schulz hingegen hat eine Vision, die vielleicht in 20 oder 30 Jahren Realität werden könnte. Wichtig wäre m.E., dass Europa zusammen wächst.

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dingstabumsta 10.12.2017, 13:10
2. Immer druff auf...

...die Linken, die ganz und gar nicht gegen Europa sind, sondern sich Europa anders vorstellen, indem Europa eben nicht nur eine Gelddruckmaschine der elitären Gesellschaft ist! Schulz hat mit der Idee des Vereinigten Europa nur eines geäußert...das die SPD gar keine Alternative zu CDU ist, zudem keine Ideen oder Konzepte zur Erwerbsarmut, Kinderarmut und vor allem bei der Altersarmut haben! Was Interessiert mich Europa bei diesen wirklich auch für mich tagtäglich real existierenden Problemen, die bis heute keine Partei mit denen in Koalitions - Verhandlungen auf dem Bildschirm haben, sondern sich durch WischiWaschi Themen übers Wasser halten wollen! Wir fahren das Land direkt vor die Wand, in dem wir sowas zulassen, indem wir es zulassen, dass wir bald nur noch extrem Rechts oder extrem Links Wählen wollen!

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SvenMeier 10.12.2017, 13:15
3. Ich distanziere mich von "unserer Identität und Leitkultur"

Die Kultur von Herrn Weber und seinen Wählern aus Bayern entspricht ganz und gar nicht meiner Kultur: Ich fühle mich anderen liberalen Bürgern in ganz Europa viel näher.

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thoms1957 10.12.2017, 13:18
4. Ausgerechnet die CSU!

Die Partei, die mit antieuropäischen Parolen zu Hause die Deutungshoheit am Stammtisch gewinnen möchte, die andere Staaten besserwisserisch belehrt, die die Ausländermaut als gerecht verkauft und die den Glyphosateinsatz gegen Koalitionsabsprachen durchwinkt , ausgerechnet diese Partei möchte uns weismachen, dass sie - also die CSU - wahrlich proeuropäisch sei. Das glauben sie wahrscheinlich nichtmal in Bayern. Selten so gelacht!

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brotfresser 10.12.2017, 13:20
5. Sie fragen was interessiert mich Europa?

Zitat von dingstabumsta
...die Linken, die ganz und gar nicht gegen Europa sind, sondern sich Europa anders vorstellen, indem Europa eben nicht nur eine Gelddruckmaschine der elitären Gesellschaft ist! Schulz hat mit der Idee des Vereinigten Europa nur eines geäußert...das die SPD gar keine Alternative zu CDU ist, zudem keine Ideen oder Konzepte zur Erwerbsarmut, Kinderarmut und vor allem bei der Altersarmut haben! Was Interessiert mich Europa bei diesen wirklich auch für mich tagtäglich real existierenden Problemen, die bis heute keine Partei mit denen in Koalitions - Verhandlungen auf dem Bildschirm haben, sondern sich durch WischiWaschi Themen übers Wasser halten wollen! Wir fahren das Land direkt vor die Wand, in dem wir sowas zulassen, indem wir es zulassen, dass wir bald nur noch extrem Rechts oder extrem Links Wählen wollen!
Deutschland geht es so gut, WEIL es die EU gibt. Jeder Euro, den wir in die EU investieren, kommt vielfach NACH Deutschland zurück. Außerdem: über EU zu reden, heißt nicht, dass man die anderen Themen vergisst. Das ist nur ihre persönliche Sicht. Und wenn SIE extrem rechts wählen, dann ist das IHRE Entscheidung und Sie müssen damit mit sich im Reinen sein. Dann stehen Sie aber auch dazu, dass Siegern einen starken Nationalstaat haben wollen mit Grenzen zu allen anderen und reden nicht immer drum rum. Allerdings zeigt dies nur, dass Sie einem Bild aus dem Beginn des letzten Jahrhunderts nachtrauern. Mit allem, was dazugehört: Kriege etc...

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jh2015 10.12.2017, 13:22
6. Nichts verstanden - anstelle dessen nur Parteipolemik - schwach

CSU Mann Weber hat entweder nichts verstanden oder einfach nur die eigene ideologische Brille auf . Natuerlich braucht die EU ausser der bisher rein wirtschaftlich gepraegten Orientierung einen gesamtpolitischen Rahmen .Dazu gehoert in der Tat eine viel enger abgestimmte Sozialpolitik , um das grassierende Lohndumping endlich wirksam zu bekaempfen. Dazu gehoert eine wesentlich wirksamere , enger abgestimmte Steuer - und Finanzpolitik , um die europaeischen Steueroasen auszutrocknen. Dazu gehoeren natuerlich auch verbindliche Vorgaben zu Menschenrecht , Justiz, Gleichberechtigung etc. wie man gerade an den Beispielen Polen und Ungarn sehen kann. Dies ueber eine gemeinsame Verfassung abzusichern , macht deswegen Sinn , weil es dadurch auch eine ueberfaellige Reduzierung auf DIE Staaten gibt , die ernsthaft in diesem Sinne zusammenarbeiten wollen - die anderen scheiden aus und schliessen Wirtschaftsabkommen ala GB. ( Die Zusammenarbeit bei Themen wie Verteidigung , Sicherheit und Aussenpolitik schliesse ich grundsaetzlich mit ein als Kernelemente).

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lathea 10.12.2017, 13:22
7. Deutschland profitiert beim Export am meisten vom.....

......Euro. Denn unsere Wirtschaftskraft ist sehr hoch und hätten wir noch die DMark, dann wären unsere Produkte viel teurer. Weil aber der Euro hinsichtlich der Wirtschaftskraft eine Mischwährung ist, können wir viel mehr und billiger exportieren. Gleichzeitig sind jedoch bei uns Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs teilweise viel billiger als in den Euro-Nachbarländern mit schwächerer Wirtschaftskraft. D.h. wir sind stark, weil andere EU-Länder schwach sind. Deshalb sind wir in der Pflicht, auch dafür zu sorgen, dass es den anderen EU-Ländern besser geht. Wer immer nur darüber jammert, dass wieder wir Deutschen etwas bezahlen sollen, dann übersieht er, dass unser Wohlstand auch aus der Schwäche der anderen Staaten stammt. Deshalb müssen wir im Verteilen solidarischer denken. Eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung und langfristige Angleichung von Sozialkassen würde den Binnenmarkt noch mehr stärken und die Flexibilität und Migration innerhalb der EU sowie das Leistungsgefälle verbessern. Das würde für alle EU-Bewohner mehr Wohlstand bringen.

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theodtiger 10.12.2017, 13:26
8. Bayerischer Wahlkampf

Herr Weber schreibt hier offenbar im Hinblick auf seine CSU Ambitionen. Bizarr ist auch F.J.Strauß als Vorkämpfer für ein vereintes Europa darzustellen. Es fehlt da nur Ausländermaut Dobrindt. Die Gegensätze, die Herr Weber im Kommentare aufbaut, erscheinen pauschal, unzutreffend und eher dem bayerischen Landtagswahlkampf geschuldet. Stattdessen sollte anerkannt werden, das Visionen durchaus sinnvoll sein und die Debattenkultur bereichern können. Es wäre gut, wenn Herr Schulz in Spon seine Ideen näher erläutern könnte. Dann hätten wir eine sinnvolle Diskussionsgrundlage statt Unterstellungen.

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toskana2 10.12.2017, 13:26
9. die Mär

Die Vereinten Staaten von Europa ist, zugegeben, ein Endziel.
Heute ist das eine Vision, die keinesfalls einen "Arztbesuch" (Schmidt-Sprech) suggerieren müsste.

Warum aber heute diese Idee abwegig erscheinen soll,
das wissen Weber und seine Gleichgesinnten!
Die Bayern haben auch nicht ihre Identität eingebüsst,
weil sie ein Bundesland geworden sind.
Im Gegenteil, sie sind heute ihrer Herkunft bewusster denn je.

Dass die Vereinigten Staaten von Europa den europäischen Ländern
ihre Identität vorschreiben würden, ist eine Mär.
Und warum eine übergeordnete, europäische Identität schädlich wäre, das verstehe, wer will.

Man schaue sich heute den Ist-Zustand Europas an:
Die Polen, die Ungarn und andere Staaten kochen ihr eigenes Süppchen, jeder für sich.
Ist das denn die Alternative?!

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