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Vereinte Nationen: Sicherheitsrat fordert Abzug schwerer Waffen aus Ostukraine
AP

Der Uno-Sicherheitsrat zeigt sich "tief besorgt" angesichts der kritischen Sicherheitslage im Osten der Ukraine und die Verstöße gegen die Waffenruhe. Russland gehört zu den Unterzeichnern der Erklärung.

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b1964 07.06.2018, 09:47
10. Staatliche Integrität

Wer auch immer hier den Konflikt schürt, will man ihn beenden, ist als erster Schritt die staatliche Integrität der Ukraine wiederherzustellen. Diese wird von Russland missachtet. Dann im zweiten Schritt sind die Minderheiten zu respektieren und zu schützen. Dafür ist die Ukraine verantwortlich. Und erst im dritten Schritt hat die Ukraine in freier Souveränität innenpolitisch zu klären, ob der Donbas/Donbass einen Autonomiestatus erhält oder gar sich abspalten darf. Das bestimmt der Donbas nicht alleine, sondern die Gesamt-Ukraine. Jeder andere Weg ist indiskutabel, weil völkerrechtswidrig und mit Blutzoll verbunden.

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ulrich-lr. 07.06.2018, 09:53
11. Information

Zitat von mostly_harmless
Die unvermeidliche russische Desinformation, wie immer wenn es um die Ukraine geht. Nicht die demokratisch gewählte ukrainische Regierung verhindert Wahlen im Donbass, sondern die russischen Söldner. Und nicht die Ukraine hat eine Interesse an einem fortgesetzten Krieg im Donbass, sondern Russland. Und - nur ganz nebenbei - nicht in der Ukraine erhalten Faschisten über 10% der Stimmen bei Wahlen, sondern in Russland.
Da Sie so gut Bescheid wissen, sollten Sie uns mal erzählen, warum Kiew folgende ganz klare Verpflichtung aus Minsk II nicht einhält: Binnen 30 Tagen nach Unterzeichnung hatte Kiew den Autonomiestatus der Gebiete im Donbass zu gewähren. Bis heute nicht geschehen.

Weiterhin war eine Amnestie zu gewähren. Ebenfalls nicht geschehen. Das baut natürlich Vertrauen auf.

Also kurze Frage: Warum verhindert die demokratisch gewählte Regierung in Kiew die Einhaltung von Minsk II?

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sven2016 07.06.2018, 09:54
12.

Schaut man sich die Filmberichterstattung von Reportern an, die zu Beginn in den von Russland besetzten Gebieten der Krim und der Ostukraine gedreht wurden, sieht man Terror durch vermummte Milizionäre, die von russischen Soldaten geschützt wurden, Volksgerichtshöfe, unprovozierte Gewalt an Zivilisten, Footergefängnisse in Kellern und die völlige Unfähigkeit, die Bevölkerung zu versorgen.

Zu Kommentatoren: Sollten sich die Stadtteile in Berlin mit hohem russischen Bevölkerungsanteil zu Russland bekennen, wäre der Schutz durch die russische Armee in Ordnung?

Trolle, schleicht euch.

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anders_denker 07.06.2018, 10:01
13. Das Problem wird so schnell nicht verschwinden!

Da gerade die Ukraine am meisten davon profitiert (Hilfsempfänger) ist man logischerweise nicht an einer Lösung interessiert. Evtl. sollte man mal LAUT darüber nachdenken die trickreich erschlichene Krim endlich als Teil Russlands anzuerkennen. Vermutlich wacht dann jemand auf im Gasdiebeland!

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ulrich-lr. 07.06.2018, 10:02
14. Die Hälfte derWahrheit

Zitat von mostly_harmless
Das Land, das DIREKT verantwortlich für den Krieg in der Ost-Ukraine ist, und aus deren Beständen die meisten schweren Waffen in der Ost-Ukraine stammen, stimmt für deren Abzug? Putin kann den Abzug dieser Waffen ANORDNEN. Woran man - mal wieder - sieht, dass Russland sich unter Putin in einen Schurkenstaat verwandelt hat
Das ist nur die halbe Wahrheit. Selbstverständlich kann Putin den Abzug der schweren Waffen der ukrainischen Truppen anordnen. Vermutlich hören die aber gar nicht auf ihn. Bisher zeigt Kiew ja nach OSZE-Berichten wenig Neigung, die schweren Waffen abzuziehen.

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egoneiermann 07.06.2018, 10:07
15.

Ups und schon sind die russischen Bots da. Ich frage mich immer, woher die schweren Waffen der "Rebellen" kommen, wenn Russland doch so unbeteiligt ist. Wenn wir wenigstens mal ehrlich diskutieren könnten, dann hätte ich nichts dagegen auch die Politik der ukrainischen Führung unter die Lupe zu nehmen. Aber wer weiterhin die Einmischung Putins negiert, mit dem lohnt es nicht zu reden.

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CancunMM 07.06.2018, 10:07
16.

Zitat von jens.kramer
Die ukrainische Führung hat kein Interesse an Minsk, denn dann müsste sie Wahlen im Donbass zulassen und das Ergebnis wäre wohl nicht im Sinne der rechten Milizen.
Na das war ja auch der Sinn russischer Siedlungspolitik seit Jahrzehnten in den Satellitenstaaten den Anteil der russischen Bevölkerung hochzutreiben. Was sollen das für Wahlen im Donbass sein ? Können ja entweder nur Regionalwahlen sein oder zum ukrainischen Parlament. Alles andere wäre ja rechtswidrig.
Und zum Glück ist ja die russiche Regierung nicht korrupt.
Hier wird ständig verwechselt wer Aggressor und wer Angegriffener ist.

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mostly_harmless 07.06.2018, 10:07
17.

Zitat von ulrich-lr.
[...] Also kurze Frage: Warum verhindert die demokratisch gewählte Regierung in Kiew die Einhaltung von Minsk II?
Voraussetzung für alle weiteren Schritte bei Minsk II ist der Abzug der russischen Söldner aus der Ukraine und die Kontrolle der Grenzen der Ukraine durch die Ukraine. Das hat Russland nicht eingehalten. Entsprechend ist ihre Behauptung ebenfalls nichts weiter als russische Desinformation

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discprojekt 07.06.2018, 10:10
18. Also,

Wenn sich die NATO (USA) in Regionen einmischt, wird's nicht gut. Siehe Nahe Osten. Und diese Heuchelei, die "Arme Bevölkerung", es geht um Macht, Einfluss in diesen Regionen, Rohstoffe, Absatzmarkte, Geld.

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egoneiermann 07.06.2018, 10:10
19.

Zitat von ulrich-lr.
Das ist nur die halbe Wahrheit. Selbstverständlich kann Putin den Abzug der schweren Waffen der ukrainischen Truppen anordnen. Vermutlich hören die aber gar nicht auf ihn. Bisher zeigt Kiew ja nach OSZE-Berichten wenig Neigung, die schweren Waffen abzuziehen.
Schwere Waffen brauchen ständigen Nachschub, wenn Putin wollte wäre der Spuk baldigst vorbei. Die "Rebellen" wären kaum in der Lage sich Munition auf den internationalen Schwarzmarkt zu kaufen.

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