Forum: Politik
Verfassungsklage: Die Lebenslüge der Atomindustrie

Die zwei größten AKW-Besitzer klagen vor dem Verfassungsgericht gegen den Atomausstieg. Sie fordern Schadensersatz. Doch es geht nicht nur ums Geld. Die Fukushima-Katastrophe hat die Maßstäbe für die Einschätzung des Restrisikos bei der Kernenergie verschoben - und so die Lebenslüge der Atomindustrie zerstört.

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richie 30.06.2011, 14:29
150. ...

Zitat von Gast100100
Italien ist seit Tschernobyl antiatom eingestellt und lässt sich mit Kernenergie aus dem Ausland durchfüttern.
Ja und? Dann muss sich Italien schon nicht um die Entsorgungskosten der Kernenergie kümmern...
Zitat von
Das wird aber bald vorbei sein.
Wie kommen Sie darauf?
Das Ergebnis der Volksabstimmung war eindeutig!

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Volker Tuermer 30.06.2011, 14:30
151. ...

Zitat von kraij
Für sie sind Leute wie Grossmann, welche den Steuerzahler vertreten durch vergangene Bundesregierungen um Millionenbeträge, wenn nicht Milliardenbeträge betrogen haben seriösere Geschäftspartner?
Wenn Sie meinen Grossmann sei ein Betrüger, verklagen Sie ihn. Ansonsten ist das nur substanzloses Geschwätz.

Zitat von kraij
Ansonsten ist ihre visionslose Denke und Panikmache bezeichnend. Es gibt weitaus mehr Optionen als Desertec nur was der Bauer nicht mag das frisst er nicht, gell?
Stimmt, die gibt es. Kernfusion z.B. für die es Trittin vor einigen Tagen erst ablehnte weitere Forschungsgelder locker zu machen.

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hornbeam 30.06.2011, 14:32
152. ++++

Zitat von BonChauvi
In Japan hat sich ein Risiko realisiert, das man hätte kennen können und mit dem man hätte rechnen müssen. In Deutschland ist das anders. Das Risiko eines schweren Erdbebens und eines Tsunamis ist hier ausgeschlossen. Daher meine Frage: was, ausser der öffentlichen Meinung, soll sich hier durch Fukushima verändert haben?
Nur selten, nicht ausgeschlossen.
In Lissabon gab es ein Erdbeben der Stärke 9-10 auf der Richterskala mit tausenden Toten.
Vor 500 Jahren.

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TachAuch 30.06.2011, 14:46
153. ...

Zitat von masshole
Wenn man Unsinn 30 Jahre lang widerkaeut wird er nicht besser.
Ich weder gesagt das die Argumente gut oder schlecht sind, sondern nur das die Gegner nicht plötzlich hysterisch geworden sind.


Zitat von masshole
Das ist doch laecherlich: der Grund warum wir noch keine modernen Reaktoren haben sind gerade die "Atom-Gegner", die saemtliche, Forschung, Upgrades, und Neubauten erfolgreich verhindert haben.
Wenn die Zahlen aus einem vorheigen Post stimmen, wurden in 50 Jahren 50Mrd in die Technik und Forschung in Deutschland investiert. Das letzte AKW ging 1989 ans Netz. Also von kompletter Blockade kann wohl keine Rede sein. In der PTB in Braunschweig gab es z.B. auch einen Versuchsreaktor, der in den neunzigern abgeschaltet wurde. (Nicht auf öffentlichen Druck, sondern weil nicht mehr benötigt)


Zitat von masshole
Richtig - es laesst sich nicht beziffern. Es gibt aber genuegend serioese Studien, die die Obergrenze deutlich unter 1000 sehen - davon die meisten aus dem Pool der Aufraeumarbeiter.
Da man nicht beweisen kann wieso der Krebs entstanden ist, ist jede Studie nur ein thoretisches Produkt mit wenig Aussagekraft. Denn vielleicht hätten 80% der 1000 sowieso Krebs bekommen. Außerdem ist bei diesen Studien immer interessant wer sie bezahlt hat.

Zitat von masshole
Haengt das damit zusammen, dass die MSM und die Oekohysteriker jeden Mist vollkommen uebertreiben? Yup.
Genauso wie die Befürworter alles untertreiben. In der Mitte wird die Wahrheit liegen. Außerdem haben die AKW Betreiber schon mehr als einmal versucht Vorfälle zu vertuschen, auch meldepflichtige. Die wurden teilweise erst Monate später durch Zufall bekannt.


Zitat von masshole
Shesh - Harrisburg war WEGEN der Technologie extrem lokal. Ein klassischer Beweis des Erfolgs der Containment systeme. Tschernobyl war ein unverantwortliches Experiment mit einem voellig veralteten Gen I Reaktor. Und in Fukushima hat ein Jahrzehntausend Ereignis eingeschlagen und ZEHENTAUSENDE Menschen tatsaechlich getoetet. Fukushima ist da laecherlich irrelevant (zudem die Primary Containmentsysteme ausserordentlich erfolgreich waren - das Problem waren fehlende Upgrades: Gen II+ oder besser).
Aufgrund fehlender Messgeräte in der Umgebung ist bis heute nicht bekannt welche Fläche direkt verstrahlt wurde. Dazu folgendes: "1997 wies der Epidemiologe Dr. Steven Wing eine acht- bis zehnfach erhöhte Leukämierate in den betroffenen Regionen nach. Die Lungenkrebserkrankungen stiegen in Windrichtung der Anlage um 30 Prozent. " Und wenn es nur 10% Prozent waren ist das noch eine Menge.

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mr green 30.06.2011, 14:49
154. !

Zitat von masshole
Richtig - es laesst sich nicht beziffern. Es gibt aber genuegend serioese Studien, die die Obergrenze deutlich unter 1000 sehen - davon die meisten aus dem Pool der Aufraeumarbeiter.
die russische akademie der wissenschaft, beileibe nicht der übertreibung verdächtig, beziffert die zahl der opfer(durch den unfall in tschernobyl) auf 200 000 - bis heute.

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Viminal 30.06.2011, 14:50
155. Realsatire, man könnte Tränen lachen.

Zitat von Volker Tuermer
Stimmt, es ist absurd. In Deutschland sind mehr Menschen gestorben weil sie Biogemüse gegessen haben als an der Atomkraft. Aber Atomkraft ist pöse - wenn es nicht so traurig wäre, man könnte Tränen lachen.
Genau! Und Rauchen ist auch nicht ungesund! Denn ein Raucher der EHEC bekommt, der stirbt binnen Tagen - vom Rauchen stirbt er ja nur binnen Jahrzehnten. Lächerlich also Rauchen für ungesund zu halten. Gilt genauso für AIDS - total ungefährlich! Ein Autounfall bringt einen viel schneller um. Warum also Kondome?

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affenkopp 30.06.2011, 14:51
156. Entschädigung für was

Nun werden wir sehen ob das Bundesverfassungsgericht Verfassung und Bürger schützt oder aber die Protiftinteressen einer kleinen Junta. Das Urteil von 1978 ist und war nie verfassungsgemäß. Es war, wie zu dieser Zeit üblich, ein politisch erwünschtes Urteil und so viel es auch aus. Um sich aus der Verantwortlung zu stehlen, schob man diese "Überprüfungsklausel" durch die Politik mit ein.
Was nun die Klage der von EON und RWE angeht, so ist bezeichnend, daß sie hier von CDU-Abgeordneten unterstützt werden. Damit dürfte auch dem letzten naiven CDU-Wähler klar werden, wessen Interessen diese Damen und Herren eigentlich vertreten. Geht es nach Recht und Gesetz so hat die Klage keine Aussichten auf Erfolg, sondern müßte eigentlich zum Boomerang werden. Um eine Entschädigung einzufordern, müssen EON und RWE erst einmal einen Verlust nachweisen. Da aber ihre Anlagen allesamt mit Steuermitteln gebaut wurden, Betriebsrisiko als auch Entsorgungskosten ebenso auf den Steuerzahler abgewälzt wurden, entsteht ihnen kein Schaden.
Es bleibt also zu hoffen, daß unsere Verfassungsrichte im Sinne von Verfassung und Bürger entscheiden...

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grubers 30.06.2011, 14:52
157. ...

Zitat von hansklauspeter
Mag auf den Papier so sein... einen Beitrag zur Sanierung der Asse wird aktuell schwerlich vermisst. Die Praktikabilität lässt auch Zweifel. Wenn es EON in 500 Jahren nicht mehr gibt... wer zahlt dann für deren Müll im Endlager?
So wie es heute schon bei der Handhabung von Chemieabfällen abläuft.
Der Erzeuger des Abfalls zahlt eine gewissen, einmalige Einlagerungsgebühr. Ob der Betreiber der Entsorgungseinrichtung damit über die Jahre (bei Chemieabfällen nicht nur unendlich lange) finanziell klar kommt, liegt an dem seiner Kostenkalkulation.

Hochgiftiger Chemieabfall unterliegt teilweise noch strengeren Einlagerungsvorschriften...

http://de.wikipedia.org/wiki/Unterta...ll-Einlagerung

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TachAuch 30.06.2011, 14:53
158. Verallgemeinern

Zitat von Blackysmart
Frei nach dem Braunschweiger Motto, ich hab zwar keine Ahnung, weiß aber trotzdem alles besser. Laut EEG werden folgende Erzeugungsarten betrachtet: - Wasserkraft - Deponie-, Klär- .....
Ich bitte Sie nicht alle über einen Kamm zu scheren. Ich bin auch Braunschweiger und auf mich trifft Ihre Behauptung nicht zu.

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moex 30.06.2011, 14:54
159. .

Ich finde es immer wieder erstaunlich,dass bei der ganzen Diskussionen um die Gefahren von AKWs in der aktuellen Diskussion zu oft das Problem der Endlagerung außen vor gelassen wird.
Man muss sich das einfach mal klar machen,dass unsere Generation für eine relativ kurze Zeitspanne von einem halben Jahrhundert,in der wir von der Atomenergie profitieren,jede Menge strahlenden Abfall hinterlassen,der die Welt noch Tausende von Jahren belasten wird.Wirtschaftliche Bedenken schön und gut,aber wenn man das Ganze mal in einem größeren Zusammenhang betrachtet,sollte einem doch klar sein,dass das eine sehr egoistische Haltung ist.

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