Forum: Politik
Vergiftete Politikdebatte in Amerika?

Der Attentäter der demokratischen Kongressabgeordneten Giffords wetterte im Internet heftig gegen die Regierung. Die politische Auseinandersetzung in Amerika ist durch die Tea-Party-Bewegung mehr und mehr vergiftet. Eskaliert der politische Streit in den USA?

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deus_ex_machina 10.01.2011, 15:25
650.

Zitat von amw52
Die Darstellung Sarah Palins erinnert stark an die seinerzeitige Darstellung Ronald Reagans in deutschen Medien, als dieser sich anschickte US-Präsident zu werden. Die völlige Niete Carter wurde dagegen natürlich bejubelt.
Jetzt hätte ich fast den Friedensnobelpreis für Carter als Argument auspacken wollen, aber die 2009er Verleihung hat ja klar gemacht, dass der Friedensnobelpreis in etwa den gleichen Stellenwert hat wie ein 12. Platz in einem Angelwettbewerb in Kleckersdorf mit 13 Teilnehmern. Nur ist er pekuniär besser aufgestellt.
Allerdings ist Reagan doch auch eher das Pin-Up-Bild der NRA-Mitglieder und Armeeangehörigen.

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Humanist 10.01.2011, 15:26
651. wider den titelzwang

Zitat von amw52
Wer hier entsetzlich doof ist, möchte ich daher einmal dahingestellt sein lassen.
Lassen Sie mich raten: Sie spielten damit auf sich selbst an?!
Egal, in welcher kognitiven Verfassung Sie sich befinden mögen, die Rhetorik und Symbolik der Sarah P. aus A. kann auch bei wohlwollendster Betrachtung nur als tendentiös bezeichnet werden.

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h.brentano 10.01.2011, 15:30
652.

Zitat von Softship
dass Hitler dort beliebt ist, schon. (Er hat die Engländer so gut angelenkt, dass die Indier sich von ihnen befreien konnte.)
Etwas ungelenk angelenkt, Hauptsache die Inder sind frei.
Zum eigentlichen Thema, da ist doch wichtig, dass das freie Wort nicht im Pulverdampf verboten wird.
Die Republikaner in den USA sollen auch weiterhin in aller gebotenen Deutlchkeit die Demokraten angreifen können.

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dent42 10.01.2011, 15:31
653. Re

Zitat von b00m
Ich bin eine autochtone Amerikanerin, die vor langer Zeit in Deutschland Germanistik studiert hat und den Spiegel und das Forum liest, damit meine Deutschkentnisse nicht total einrosten. (Das Wort "autochton" habe ich hier gelernt, erinnert ein wenig an eine Erkaeltung, bei der man viel spucken muss. Und .....
Diese Form von Antiamerikanismus ist in Deutschland und Europa weit verbreitet, das Bild von Amerika ist dabei so differenziert wie das Bild von den Deutschen Als Lederhosen tragende, Krautfressende, Hasselhoff-Fans mit Hang zu Pünktlichkeit und Faschismus. Da kann man auch mit harten Fakten kaum gegen ankommen.

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sorata 10.01.2011, 15:32
654. Kein Wunder

Zitat von Softship
In "meinem" Bundesland, New Mexico, sind die "weißen" die Minderheit. Viele Politiker sind Hispanic, unser gerade abgewählter Gouverneur war Hispanic, unsere neue Gouverneurin ist Hispanic, der Chef meines Bruders war Hispanic – der nächste Chef wird es vermutlich auch sein. Ich habe Hispanics als Ärzte und als Zahnärzte gehabt, und auch als Freunde. Beide meiner Brüder waren mit Hispanics verheiratet. Also erzählen Sie bitte keinen Käse.
Ist ja auch kein Wunder, gehörte doch New Mexiko bis vor noch nicht allzulang zu Mexiko. Also bis die USA mit einem lächerlichen Vorwand gegen Mexiko einen brutalen Eroberungskrieg startete, in dem es scheinheiligerweise nur um Texas gehen sollte, die USA jedoch gleich Florida, Arizona, New Mexiko und Californien mit annektierten. Ja, ja
die stets um Frieden und Menschenrechte esorgten Amerikaner.

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tomblu 10.01.2011, 15:32
655. ...

Natuerlich musste der Artikel wieder das dortige Waffenrecht kritisieren. Nur weil in Deutschland ein scharfes Waffenrecht existiert heisst das noch lange nicht, dass geistesgestoerte Menschen nicht an eine Waffe kommen koennen und Unheil anrichten koennen.

Als jemand der in den USA lebt muss ich sagen, dass ich selten einen so schwachsinnigen Artikel gelesen habe. Der Autor/Die Autorin hat absolut keinen Plan, was in den USA abgeht. Von einem vergifteten politischen Klima oder dem Aufloesen der Grenzen zwischen Politik und Gewalt kann man ja nun wirklich nicht sprechen. Was fuer ein Schwachsinn...

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Koda 10.01.2011, 15:32
656. " In diesen Ländern üben auch 72 Jungfrauen im Paradies eine überirdischen Anziehung"

Zitat von forumgehts?
Andere Länder, andere Sitten. In den USA bekämpft man das, was man für das Böse hält, mit der Knarre, in .....
Das soll allerdings ein Übersetzungsfehler gewesen sein. Anstelle der Jungfrauen soll es sich in der Originalversion um Obst oder einen üppigen Obstgarten handeln, welches für den Sohn einer kargen, arabischen Wüste sicher ebenso anziehend gesesen sein mag wie Jungfrauen, die ja naich einmaligem Gebrauch ja auch keine Jungfrauen mehr sein dürften (*pfui, welch Vergleich*).
Mal abgehsenen davon, dass Selbstmörder auch im Islam nicht ins Paradies kommen -besonders, wenn sie Unschuldige töten- stelle man sich mal das blöde Gesicht eines vermeintlichen Sprengstoffgürtelmärtyrers vor, der im "Paradies" ankommt und anstelle anmutiger Jungfrauen stattdessen einen deftigen Obstsalat oder Obstsaft vorgesetzt bekommt.

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Torfkopp 10.01.2011, 15:33
657. Blödsinn

Zitat von graf.koks
[..] Mit einem Waffenverbot wird außerdem in vielen Fällen der Selbstschutz gegen Verbrecher verringert.
was Sie da schreiben.
a) wie oft sind Sie denn schon überfallen worden, wo sich sich mit einer Waffe hätten erfolgreich zur Wehr setzen müssen ?
b) Der von Ihnen zitierte 'eiskalte Killer', der Sie bedroht, ist Ihnen, Dank seiner Kaltschnäuzigkeit, klar im Vorteil und drückt ab, während Sie noch über die juristischen Folgen Ihres Tuns sinnieren.

In diesem Sinne warnen auch die Polizeibehörden eindringlich davor, im Falle eines Überfalls eine solche zu ziehen - Der Schuss geht in den meisten Fällen nämlich, aus besagtem Grund, nach hinten los.
Folglich frage ich mich jetzt, wes geistig Kind Sie eigentlich sind ?

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Der_Alex 10.01.2011, 15:34
658. ....

Zitat von Softship
Dass Bush in Indien "äußerst beliebt" ist, konnte ich dort nicht feststellen, aber dass Hitler dort beliebt ist, schon. (Er hat die Engländer so gut angelenkt, dass die Indier sich von ihnen befreien konnte.)
Tja, Tyrannen und Diktatoren können auch Helden sein. Kommt man drauf an wo man lebt und für wen man ist.
Trotz dem ist so ein Inder in unserer Geselschaft kein voller Mensch, denn er kam aus einer Dritten Welt. Für Amis ist er eigentlich ein Supermarkt Bediensteter und ein 0815 Programmer, dann gibt es noch den Telefon-Inder.

Genau sowenig sind die Kinder von Talibanen und die Talibanen selbst für uns und besonders für den radikalen Ami keine Menschen, denn die greifen Amerika mit Massenvernichtungswaffen an aus dem Höllensystem in Kakmandu.

Leider gehörte diese Abgeordnete zum Typ Mensch, was uns dazu bewegt, dass wir alle traurig sein müssen.

Vielleicht bin ich herzlos oder kalt oder der Typ Mensch, für den 50.000 Subjekte nur Statistik sind, wie es Stalin eins gesagt hat (der war auch Mensch). Aber der Tod von diesen Menschen dort zähle ich zu den Hungertoten aus Afrika, den Drogekriegsopferm und zu den Opfern der Flut einfach dazu.

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Humanist 10.01.2011, 15:35
659. kein titel nicht

Zitat von SaT
Es widerstrebt mir eigentlich Frau Palin und die Tea-Party zu verteidigen, aber noch einmal: nach allem was man bisher weiß ist der Täter weder Anhänger dieser Bewegung noch hat er sich von Frau Palin inspirieren ....
Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Der Zusammenhang Attentäter-Palin ist sehr konstruiert. Es lebe die Simplifikation, um tiefer Liegendes herauszuarbeiten. Frau Palin wurde von mir lediglich als - gerade bei uns - bekanntes Beispiel für einen emotionalisierten, unsachlichen, politischen Diskurs benannt, der bei schlichten Gemütern wie einigen Foristen und eben diesem Herrn Loughner zu Reaktionen führt, die so nicht gewollt waren.

Dennoch kann nicht bestritten werden, dass der religiös verquaste Debattenstil der Tea-Party gerade in der amerikanischen Provinz auf fruchtbaren Boden fällt.

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