Forum: Politik
Vergrünung der CDU: Merkels Ausstieg aus dem Automobilbau
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Nach der Atomwende kommt jetzt die Autowende. In einem Interview hat Angela Merkel die weitere Deindustrialisierung Deutschlands angekündigt. Einem Bündnis mit den Grünen steht nichts mehr im Wege.

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Medienkritiker 18.08.2017, 10:59
410. Nein

Zitat von juergenph
Vor 15 Jahren hat der damalige Umweltminister Trittin auf der IAA von BMW eine Wasserstofftankstelle incl. Auto vorgestellt bekommen. Es ist doch eindeutig, dass die Politik an veralteten Produkten festhält. Hätte der Mann was getan, hätten wir Heute ein flächendeckendes Netz an Wasserstofftankstellen.
Hätten nach der Vorstellung hunderttausende potenzielle Kunden nachgefragt, wann sie dieses Auto denn endlich bestellen können, dann hätte sich die Industrie gerührt. Erstaunlicherweise haben dies aber noch nicht einmal die Parteimitglieder der Grünen getan - warum nicht?

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labuday 18.08.2017, 11:00
411. Merkel ist die beste Bundesskanzlerin der Nachkriegszeit - da beißt

Zitat von beobachter68
Seit 12 Jahren regiert Frau Merkel oder anders gesagt, regiert Mittelmäßigkeit. Die ist mit Abstand die schlechteste Nachkriegskanzlerin, nichts Positives hat sie auf dem Weg gebracht. Deutschland bleibt ein politischer Zwerg, ihre "Errungenschaften" sind völlig unsinnige Entscheidungen wie AKW-Abschaltungen, offene Grenzen für die ganze Welt, Koalitionen mit jeder Partei, vorausgesetzt sie bleibt an der Macht usw. Ganz abgesehen davon, dass kein Politiker mit Anstand würde mehr als 8 Jahren an der Macht bleiben wollen, weil Macht jeden korrumpiert, stellt sich doch die Frage: wie ernsthaft meinen die Medien "es gibt keine Alternative zu Merkel"? Ist jemand wirklich bereit zu behaupten: unter 82 Millionen Deutschen, auch nach 12 Jahren an der Macht, Merkel ist der einzige Mensch, der das Land führen kann? Leider, wird es tatsächlich so dem Wahlvolk suggeriert... Unsinniger geht nicht.
die Maus keinen FAden ab.
Ich bin heilfroh, dass wir diese Frau haben - und das Mittelmäßigkeit regiert, ist eine gewagte Behauptung und absolut subjektiv.
Auch ich kann der Energiewende im Nachhinein noch nichts abgewinnen und dem Ende des Verbrenners auch nicht - aber bisher waren die Entscheidungen (oder die Mittelmäßigkeit oder da Aussitzen) goldrichtig.
Auch die Aussage zum Ende des Verbrenners (außer ev. Gas) ist vernünftig - die deutsche Industrie muss ab und zu einen neuen Denkanstoß bekommen, sonst ruhen die sich auf ihren Lorbeeren aus - so sind nun mal Ingenieure. Aktuelle Probleme werden glänzend gelöst, aber etwas weniger Glanz und dafür zukunftsträchtig ist schon zuviel verlangt.
Sie hat explizit nur vom Ende des Verbrenners gesprochen - das kann man als Ansporn nehmen oder als Katastrophe sehen.
Ich sehe die Chancen - allein die Materialverschwendung im bisherigen Automobilbau würde bei Abbau schon enorme Einsparungen bringen, die die Umwelt und die Menschheit entlasten.
eMobil ist auch NICHT die Zukunft - das ist nur eine Teillösung und keine Endlösung - ein vernünftiger Mix der Antriebsarten bringt mehr und kostet weniger.

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romeo_mike 18.08.2017, 11:06
412.

Zitat von Aquifex
.... Schließlich hat die Physik der Politik zu gehorchen, wenn es um die gute Sache geht! Daß das funktioniert, zeigt ja die Energiewende. ...oder habe ich da was falsch verstanden?
Ob Sie etwas falsch verstanden haben weiss ich nicht.

Was allerdings das Zusammenspiel von Physik und Politik angeht, stelle ich halt einfach fest, dass Deutschland 2016 rund 50 Milliarden Kilowattstunden ins Ausland exportiert hat. Das entspricht etwa der Erzeugung von fünf Atomkraftwerken.

Und das mit dem Export findet nicht erst seit "Gestern" statt. Es wird einfach immer noch mehr. Trotz stillgelegter Kernkraftwerke!
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153533/umfrage/stromimportsaldo-von-deutschland-seit-1990/

Aber lassen Sie uns auf das Zusammenspiel von Physik und Politik zurückzukommen: Realistischerweise kann sich in diesem konkreten Fall die Physik doch sicher im Rahmen von sagen wir mal 30 Milliarden Kw/h pro Jahr schon der Politik "unterordnen". Will z.B. heissen weniger Kernkraft- und Kohlekraftwerke.

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Dio_genes 18.08.2017, 11:11
413. Vergleich

Zitat von chaos_rnr
Wie kann man denn den Vorschlag zum Veggie-Day mit dem Vorschlag gleichsetzen aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen. Wenn das Teil Ihrer Argumentationskette ist, dann ist der Beitrag zum Glück nicht auf Papier geschrieben, das wäre es bei weitem nicht wert.
Das stimmt, das kann man nicht vergleichen.

Der Veggie-Day war ein Vorschlag einer Partei, dass die Bürger ggf. überlegen sollten, ob sie nicht freiwillig einen Tag in der Woche auf Fleisch verzichten könnten.

Die Entscheidungen der Kanzlerin dagegen sind dagegen gewohnt (Sie kennen mich) undemokratisch (unüberlegte Kurzschlusshandlung ohne Absprachen oder Beteiligung der zuständigen Gremien - z. B. Parlament) gegen das Programm der eigenen Partei und für das Land beinahe ruinös (Kosten für Millionen Flüchtlinge wenn man Familiennachzug berücksichtigt und daher Abschaffung von Deutschland - die Berechnungen von Sarrazin haben sich nämlich dadurch noch deutlicher verschärft).

Gegen die Grünen wurde für Nichts eine Hexenjagd betrieben. Die rotgrüne Kanzlerin dagegen ist gefährlich für das Land.

Es fehlt nur noch die Frage, ob Merkel bei den Wahlen in 4 Jahren Positionen der Linkspartei (Vermögenssteuer, höhere Erbschaftssteuer) übernehmen wird. Vielleicht ja auch schon in den nächsten Monaten, denn sie ist ja unberechenbar (und in dieser Eigenschaft kennen wir sie).

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schnulli602 18.08.2017, 11:12
414. Perfekt auf den Punkt

Herr Fleischhauer, Sie bringen es perfekt auf den Punkt. Diese Frau ist mittlerweile unwählbar. Den Schaden, den Sie angerichtet hat (Atomausstieg, Migrantenkrise) wird man noch in Jahrzehnten spüren. Leider ist es in unserer "Demokratie" nicht möglich, den Kanzler direkt zu wählen. Viele wollen Merkel nicht mehr, wählen aber trotzdem die CDU. Ein WIderspruch in sich. Wenn Merkel noch 4 Jahre Kanzlerin bleibt, werden wir unser Land nicht mehr wiedererkennen

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tom_ppp 18.08.2017, 11:18
415. an die

die hier schreiben die deutsche Automobilindustrie wäre am Ende. Da trifft die Bezeichnung Ahnungslosigkeit schon nicht mehr zu, es ist vielmehr eine dumme Lüge. Wir reden hier von ein profitablem Zweig der Weltweit beneidet und kopiert wird.
Elektromobilität benötigt noch Jahrzehnte bis es flächdeckend den Durchbruch geschafft hat, wenn es überhaupt so weit kommt...

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rkinfo 18.08.2017, 11:33
416. Merkel verbietet dann weltweit ?

Zitat von Aquifex
...da hatte ich jetzt gedacht, daß einen meine Ironie direkt anspringen muß.... Natürlich ist die Energiewende KEINE gute Sache und funktioniert auch schlicht nicht, solange sich EE Strom nicht zur Grundlastfähigkeit speichern läßt. Die Vögel sind da noch das kleinste Problem. Die Energiewende ist genauso ideologiegetrieben wie jetzt die Farce um E-Mobilität. Weder die technischen Voraussetzungen existieren, noch die Infrastruktur, noch die Versorgung. Man rennt hier einem goldenen Kalb nach, um sich besser zu fühlen als die, die tatsächlich etwas technischen Sachverstand haben und ein wenig Realismus in die Diskussion bringen wollen. Aber technischer Sachverstand ist etwas, das ohnehin schon lange auf dem Altar der Ideologie geopfert wurde. Wo käme man schließlich hin, wenn man immer erst zeigen müßte, daß Dinge auch wirklich funktionieren, die man politisch will...
Die CO2 - Minderungsbilanz für Deutschland ist für 2020 bescheiden. Wobei auch 'legale' Traumwerte um 5l je 100km für Oberklasse-PKW mithelfen. Allerdings werden so auch E-Autos mit Reichweiten beworben, die gerade mal zur Hälfte im Alltag zur Verfügung stehen - Ernüchterung naht.

Für E-Autos zeichnet sich die Tesla-Lösung relativ großer Akkus für reine E-Autos ab. Hingegen erfordern kostengünstige Autos kleine Akkus, die dann nur mit Reichweitenextender sinnvoll zu betreiben sind (wie VAG e-tron).

Zur Verwendung der erneuerbaren Energie muss man sich auf auf ca. 3.000 Vollaststunden konzentrieren, die PV und Wind liefern. Dies kann im Sommerhalbjahr gute Versorgung ergeben. Im Winterhalbjahr hingegen ist die KWK, ggf. per Brennstoffzelle und Erdgas oder Clean Coal, nötig. Dafür fehlt aber jedes Konzept. Außerdem fehlen Ladestationen an Autobahnen und in Städten. Der Einbau in Gemeinschaftseigentum, wie Stellplätze/Tiefgaragen ist mangels gesetzlichen Regelungen heute praktisch nicht möglich. Sieh eher wie Chaos, als nach Innovation aus ;-)

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litholas 18.08.2017, 11:34
417.

Zitat von rennflosse
Wieso verstehen die "Fortschrittlichen" eigentlich unter Erhalt der Natur ihre schrankenlose Vollstellung mit Windmühlen und Photovoltaik? Das Problem der erneuerbaren Energie ist doch, dass sie viel mehr Fläche und Natur verbraucht als die fossile. Selbst einen Braunkohletagebau kann man später renaturieren.
Den Standort einer Windkraftanlage kann man noch viel einfacher renaturieren. Für die etwa 250.000 Tonnen Braunkohle, die für die Erzeugung der gleichen Menge Strom benötigt worden wären, müssten weit über 2 Hektar belebter Erdboden erstmal abgebaggert werden, und der Grundwasserspiegel im Umkreis von dutzenden Kilometern so weit abgesenkt werden, dass keine Pflanzen ihn mehr erreichen.

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OWL-Dirk 18.08.2017, 11:35
418.

Bei solchen Artikeln frage ich mich manchmal, ob Fleischhauer wirklich so ignorant ist und den Unsinn ernst meint, oder ob er hier nur konsequent seine Rolle spielt.
Genauso gut könnte er bejammern, dass in Deutschland keine Dampflokomotiven oder Fernschreiber mehr produziert werden oder dass man der deutschen Industrie durch "grüne" Vorschriften einst lukrative Produkte wie DDT, FCKW, Asbest oder Contergan genommen hat. Auch bei diesen Entwicklungen hätte F. wahrscheinlich das Schreckgespenst der drohenden Deindustrialisierung Deutschlands an die Wand gemalt.
Wenn man der deutschen Industrie einen Vorwurf machen kann, dann dass sie anstehende Paradigmenwechsel oft zu spät vollzieht, weil ihre größte Stärke, das konsequente Optimieren und Perfektionieren bewährter Produkte und Verfahren, dann in tot-optimieren ausartet und der notwendigen Entwicklung im Wege steht.
Die Autoindustrie wird unweigerlich in absehbarer Zeit einen grundlegenden Wandel weg von den Verbrennungskraftmaschinen vollziehen, da diese weitgehend ausoptimiert sind und weitere signifikante Verbesserungen hinsichtlich Effizienz und Umweltverträglichkeit nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand zu erreichen sind. Elektroantriebe, wahrscheinlich mit (weiterentwickelter) Akkutechnologie, vielleicht aber auch mit H2-Hochdrucktank/Brennstoffzelle, sind zwar momentan noch nicht in allen Aspekten konkurrenzfähig, haben aber das Potential, zu wesentlich umweltfreundlicheren, effizienteren, billigeren, wartungsärmeren und haltbareren Autos zu führen. Wenn ähnlich riesige Ressourcen für die Entwicklung von Speichertechnologie und konsequent konstruierten E-Autos aufgewendet würden, wie für die (Weiter-)Entwicklung konventioneller Fahrzeuge, könnten E-Autos schon bald in jeder Beziehung überlegen sein.
Dass die Autoindustrie und insbes. die etablierte Zulieferindustrie kein besonders großes Interesse an einem baldigen Durchbruch bei der E-Mobilität hat, ist nachvollziehbar, denn dadurch würde ein Großteil der Wertschöpfung verloren gehen, über Jahrzehnte angesammeltes Know-How und getätigte Investitionen würden weitgehend entwertet.
Konsequent konstruierte E-Autos benötigen u.a. nicht:
Verbrennungsmotor samt.
Tank, Kraftstoffpumpe und Leitungen, Einspritzanlage, Zündanlage, Turbo, Abgasreinigung, Schalldämpfer
Getriebe, Antriebswellen, Differential, Motorelektronik mit div. Sensoren

Wenn man sich diese Liste ansieht, wird klar, dass das Geschäftsmodell der meisten Zulieferfirmen akut bedroht ist.
Unsere Politiker und Wirtschaftsführer tun also gut daran, das nicht zu ignorieren oder aufhalten zu wollen, sondern sich beizeiten darauf einzustellen.

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ulrich g 18.08.2017, 11:36
419. Batterien

Jeder sollte mal darüber nachdenken, was er mit seinen Batterien der Fernbedienung, der Taschenlampe etc. macht. Die müssen separat gesammelt und entsorgt werden und aufwendig aufgearbeitet werden. Bei einem Elektroauto haben Sie nach spätestens 5-6 Jahren ein riesige Batterie die entsorgt werden muss, denn länger hält das Teil nicht. Neben den nicht gerade umweltfreundlichen Aufbereitungstechnologien stellt sich die Frage der Ressourcen Vergeudung und insbesondere der Kosten.

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