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Verhältnis von CDU und AfD im Osten: Noch hält die Brandmauer
DPA / Michael Reichel

CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring zögerte lange, seine mögliche Wahl zum Thüringer Ministerpräsidenten mit Hilfe von Stimmen der AfD abzulehnen. Erst jetzt hat er es getan. Zu spät?

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bigroyaleddi 07.11.2019, 12:52
1. Jetzt kommen die Ratten aus den Löchern

und zeigen uns, was der wahre Impetus diese Ost-cdU ist. Krachende Verluste durch einen Rechtsschwenk zu konterkarrieren. Na vielen Dank auch. Irgendwie muss ich da nicht nur an die hier zitierte "Brandmauer" denken.

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brandmauerwest77 07.11.2019, 12:55
2. Ja

CDU, da heisst es fest die Reihen schliessen. Ein Bündnis mit
der AFD wäre politischer Selbstmord, weil man dann bei der
nächsten Wahl gleich das Original wählt und das wäre die AFD,
deren Profil, nämlich rechtsradikal , eindeutig klar ist, während
man bei der CDU nur noch rumeiert.

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Xicht123 07.11.2019, 12:57
3.

Bei der aktuellen Diskussion und dem Verhalten der CDU könnte man meinen die CDU hätte die Wahl gewonnen...Hat sie aber Nicht!
Jetzt sind erst die Linken dran. Wenn die CDU nicht mit ihnen oder der AfD zusammenarbeiten will, dann hat sie eine Minderheitregierung der Linken zu unterstützen! Mehr dazu gibt's nicht zu sagen.

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colinchapman 07.11.2019, 12:58
4. ich bin ganz bestimmt kein Fan der AfD

aber die CDU macht jetzt dieselbe Phase durch wie vor zwanzig Jahren die SPD mit der PDS. Erst schwört man der radikalen Partei am Flügel ab, aber irgendwann redet man doch mit ihr. Mir persönlich behagt die Ideologie der AfD nicht und die der Linken noch viel weniger, aber zweistellige Fraktionen an den Rändern der Parteienlandschaft sind zu stark, um sie auf Dauer aus allem auszuschließen. Schwarzblau wird kommen, die Frage ist nicht ob, die Frage ist nur wann.

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M. Thomas 07.11.2019, 12:59
5. Wir wissen doch alle, wie es weitergeht!

Vielleicht wird Mohring es nicht erreichen und er wird seinen Traum zu regieren, mangels AfD-Unterstützung noch platzen sehen.
Die CDU ist aber vollständig verzweifelt. Sie hat nach all diesen Jahren jeden Schulterschluss zur Realität eingebüßt und ihre Bundes- und Landesvorstände hatten sich vorgestellt, dass es die nächsten zwanzig oder dreißig Jahre einfach so weiterginge. Sie haben es sich im Geld, in der Macht äußerst gemütlich eingerichtet - und jetzt holt sie die Wirklichkeit mit brachialer Gewalt ein. Die CDU hat schon lange keine Antworten auf tagesaktuelle Fragen mehr, sie interessiert sich auch nicht dafür. Ihr Abstand zu Fragen, die den Bürger umtreiben, beträgt seit langem schon Lichtjahre.
Und weil sie keine Antworten, keine Ideen, keine Visionen, keine Pläne und keine Ahnung mehr hat und trotzdem an der Macht bleiben will, ist sie nun zur Reaktion auf ihren Niedergang gezwungen. Und es ist ihr völlig egal, wer ihr zur Macht verhilft. Sie würde mit Beelzebub ebenso paktieren wie mit der AfD - momentan steht ihr nur ihr eigenes Versprechen im Wege, es nicht zu tun. Das wurde aber abgegeben, als ihre schiere Existenz noch nicht zur Diskussion stand.
Das CDU-Präsidium ist hysterisch aufgescheucht. Es kommt nicht auf die Idee, substanziell politisch zu arbeiten, sondern sucht nur verzweifelt nach einem trojanischen Pferd, in welchem sie in die Macht reiten bzw. sich darin halten kann. Die Politik der CDU wird immer kurzatmiger, widersprüchlicher und immer weniger nachvollziehbar.
Ich sah vor vielen Jahren mal ein Interview mit Bundesmutti Merkel. Da wurde sie kurz nach einer erfolgreichen Wiederwahl gefragt, welche Pläne sie hätte. Darauf gab sie sanft erheitert zur Antwort, dass sie gar keine habe. "Warum auch," sagte sie sinngemäß, "wir entscheiden einfach je nachdem, was kommt. Pläne machen wir nicht und haben wir nicht."
Genauso kam mir ihre Regierung vor.

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GeMe 07.11.2019, 13:00
6. Die Wähler nicht in eine Bunker-Mentalität treiben

Die AfD Wähler haben sich selbst in den Bunker getrieben. Sie können da auch ganz einfach wieder hinaus, in dem sie unser Grundgesetz lesen und sich dann zurück auf den Boden unserer Verfassung begeben.
Wer das nicht will und lieber die unterstützt, die unsere Verfassung nicht anerkennen, der bleibt dann eben in seinem Bunker.

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haarer.15 07.11.2019, 13:01
7. Erst jetzt Herr Mohring ?

Man reibt sich doch nur noch verwundert die Augen. Mit einer 12 % Talfahrt der CDU ist Mohrings Anspruch aufs Amt ohnehin doch völlig neben der Spur. Um nicht zu sagen völlig realitätsblind. Zudem wurde Mohring gleich nochmals abgestraft in seinem Präsidium. Nur noch blamable 66 % - auch das ist eine gehörige Klatsche. Ja wie hätte das erst ausgesehen mit einem Gegenkandidaten ? Er wäre weg vom Fenster gewesen. Naja, die völlige Realitätsferne der Thüringer CDU ist Fakt - und die Selbstzerlegung dieser Partei schreitet munter voran. Selber schuld.

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markus.pfeiffer@gmx.com 07.11.2019, 13:03
8. Mal realistisch betrachtet

Wenn man die Stärke von AFD und CDU in Thüringen anschaut, wäre es doch nie eine Option gewesen, dass Herr Mohring mit den Stimmen der AFD zum MP gewählt wird, sondern wennschon dann Herr Höcke mit den Stimmen der CDU... Bei jeder Konstellation, bei der die CDU auch nur 0,1% mehr Stimmern hat als die zweitstärkste Partei (siehe 2005 im Bund) wurde von Seiten der CDU immer darauf gedrängt, dass natürlich die stärkere Partei die Regierungschefin/den Regierungschef stellt - warum sollten jetzt andere zu Gunsten der CDU von dieser Linie abweichen???

Überhaupt wäre es doch eine interessante Option, die AFD mit einer Minderheitsregierung kämpfen zu lassen - da müsste die nämlich plötzlich auf die anderen zugehen und Kompromisse suchen, um überhaupt handlungsfähig zu sein.

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hasselblad 07.11.2019, 13:04
9.

Und wieso "die AfD-Anhänger nicht verprellen"? Rassisten, die eine verkappte Nazi-Partei wählen, welche per Gerichtsentscheid als "parlamentarischer Arm von Rechtsterroristen" und deren Fraktionschef ebenfalls per Gerichtsentscheid ein Faschist genannt werden darf, sollte man nicht nur verprellen, sondern konsequent in ihrem braunen Sumpf vergammeln lassen. Der Grund, warum die AfDlinge gewählt werden, ist bekannt und hat nichts mit Protest oder konservativer Bürgerlichkeit zu tun, sondern ausschließlich mit "Deutschland den Deutschen". Damit haben sich die Wähler halt für alle Zeiten demokratisch delegetimiert, selber schuld.

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