Forum: Politik
Verhältnis zu Nato und Russland: Wie feige sind die Deutschen?
REUTERS

Eine US-Studie enthüllt: die Deutschen misstrauen der Nato und wollen nicht gegen Russland kämpfen. Ist das ein Zeichen von Feigheit - oder von Vernunft?

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Tiberias 11.06.2015, 17:01
160. Also nun mal halblang...

Innerhalb von Jahresfrist hat die westliche Welt die Zeit um 25 Jahre zurückgedreht und den Kalten Krieg wiederbelebt. Was soll dieser Blödsinn. Sicher: Russland hat die Krim besetzt und führt einen illegalen Krieg in der Ukraine. Im Gegenzug dazu sollte man aber auch nicht vergessen, dass die USA Beweise gefälscht haben, um einen Vorwand zu finden, in den Irak einzumarschieren. Das war auch nicht sonderlich moralisch. Wenn man sich also das Verhalten von Russland und den USA in den letzten Jahrzehnten so ansieht, kann man leider nicht mehr uneingeschränkt Freunde und Feinde benennen. Diese Erkenntnis hat wohl einfach eine Menge Leute in Deutschland ereilt. Zudem sind die Weltkriegsszenarien, die in den letzten Monaten immer mehr an die Wand gemalt werden, vollkommen überzogen. Wenn Putin das wollte, dann hätte er innerhalb von einer Woche mit seiner Armee die Ukraine plattwalzen können und die Regierung in Kiew absetzen. Ebenso wäre es für ihn ein Leichtes, innerhalb von Tagen das Baltikum zu besetzen, noch bevor Obama das Baltikum überhaupt auf der Landkarte gefunden hätte. Dass Putin dies bisher nicht getan hat, sondern durch seine verschlagene Unterstützung sog. Separatisten Gebietsgewinne in der Ukraine durchsetzen will, zeigt, dass wohl keine Invasion Europas bevorsteht. Die zentrale Frage, die man hier einfach mal stellen sollte, ist, warum Russland in Europa einmarschieren sollte. Es gibt keine wertvollen Ressourcen hier oder große Reichtümer abzustauben. Vielmehr ist Europa chronisch pleite und verliert von Jahr zu Jahr aus eigener Schuld und Dummheit global an Einfluss. Warum sollte man so einen maroden Kontinent denn bitteschön erobern wollen. So dumm ist nicht einmal Putin...

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gerdaflachmann 11.06.2015, 17:02
161. aber es geht nun mal leider nicht ohne...

Zitat von infonetz
Ich würde sagen das das Naivität ist. Keiner will Krieg aber es geht nun mal leider nicht ohne.
.. wenn die Rüstungsindustrie verdienen möchte!

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garfield 11.06.2015, 17:03
162.

Zitat von Robert_Rostock
Augstein behauptet, es würde von Politik und Medien unablässig die Mär vom bösen Russen erzählt, also völlig unbegründet gegen Russland gehetzt. Heißt für mich im Umkehrschluss, dass es nach Meinung Augsteins keinerlei Grund für irgendwelche Kritik an der russischen Politik gibt.
Und Sie finden Ihren "Umkehrschluss" nicht ein wenig Schwarz-Weiß?
Wäre mir zwar neu, dass die Kritik an A gleichzeitig einen Persilschein für B bedeutet, aber bei Ihnen ist das wohl so.

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hubertrudnick1 11.06.2015, 17:04
163. Stimmungsmacherei

Hat noch keiner begriffen, dass das alles nur ein fürchterliche Stimmungsmacherei ist, die gewissen Leute hier nach Deutschland hineintragen wollen, sie wollen Deutschland in ihren Abenteuerzirkus tiefer mit einbinden.
Hinter all dem stecken ganz bestimmte Interessen, so wie man jede Krise inzeniert, so wird auch damit eine ideolgische Sache vorangetrieben.

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mam71 11.06.2015, 17:04
164.

Zitat von fmerk
Herr Augstein: Was für ein Land wollen Sie eigentlich? Wollen Sie eine völlig verweichlichte Anarchie, in der jeder machen kann was er will? Gern auch auf Kosten anderer?
Wenn ich es richtig deute, hätte Herr Augstein nichts gegen den Putinismus einzuwenden, also einen erzreaktionären, homophoben, antiliberalen und imperialistischen Staatsapparat, dessen Legitimation auf Küngelei mit kirchlicher Nomenklatur und willfährigen Oligarchen beruht. Ein prämoderner Staat, in dem anstatt Umweltschutz Jagd auf geschützte Tiere gefeiert wird, in dem die Schere zwischen superreich und bettelarm klafft wie sonst kaum irgendwo und der Kollege Fleischhauer mit einer Portion Polonium ruhiggestellt würde.

Jedenfalls hält er es für vernünftig, gegen sowas nicht zu kämpfen. Das "Sturmgeschütz der Demokratie" hat wohl einen Knoten im Lauf.

Hm...

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rieberger 11.06.2015, 17:04
165.

Zitat von wanenheim
Das Schlimmste sind die richtigen Erkenntnisse von Sloterdijk und Wolffsohn. Unsere Gesellschaft muß um ihrer selbst Willen wehrhaft sein - sonst haben wir es nicht anders verdient, als mit unserer Gesellschaft ein weiteres Mal unter zu gehen.
Das ist eine brutale und einfache Wahrheit.

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gerdaflachmann 11.06.2015, 17:04
166. Wo..

Zitat von Olaf
Warum sollte man für sein Land kämpfen, wenn das die USA für einen tun?
wo kämpft die USA für uns? Im Gegenteil, sie versucht uns in jeden ihrer Sch..Kriege hineinzuziehen.

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korbburg 11.06.2015, 17:05
167. Vernunft statt Feigheit!

Deusche sind nicht feige, sondern vernünftig.
Tatsächlich liegt meiner Ansicht nach das Problem ganz woanders:
Die NATO wurde als Verteidigungsbündnis von Nordatlantikstaaten und den USA gegründet. Das sollte sie auch bleiben.
Das bedeute eben nicht, dass jeder nach Lust und Laune beitreten kann und dann letztlich auch verteidigt werden muß.
Je größer die NATO wird, je größer wird die Gefahr, dass
sie in Konflikte hineingezogen wird.
Hinzu kommt, dass sich Interessen einzelner Staaten so erselbstständigen, so dass keine vernünftige Führung mehr möglich ist.
EU und Euro-Zone lassen grüßen!
Die Osterweiterung von NATO und EU war ein Fehler. Jeder vorausschauende Politiker hätte erkennen müssen, dass dies zu Spannungen mit Russland führen kann. Das
Beste wäre gewesen, wenn die ehemaligen Sowjetrepubliken zur Neutralität verpflichtet worden wären, quasi einen Puffer gebildet hätten. Setzt die NATO ihre Osterweiterung fort, ist klar dass sich in Deutschland wenige finden werden, die für die Ukraine, Moldawien usw. ihr Leben lassen würden. Aber auch die Türkei ist ein weiterer Faktor. Die Muskelspiele von
Präsident Erdogan passen nicht in unser Verständnis.
Deutsche und niederländische Soldaten müssen in der Türkei Dienst tun, weil Erdogan sich in den syrischen
Bürgerkrieg einmischt, aber Angst hat eins auf den Deckel zu bekommen.

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edovonborhardt 11.06.2015, 17:05
168.

Zitat von alles-roger
Gewalt hat noch n i e ein Problem gelöst, sei es in der Familie, im Wirtshaus, im eigenen Land oder gar in der Welt. Irgendwelchen Manipulatoren nachlaufen werden wir auch nicht mehr, denn die Geschichte hat uns gelehrt.
Gewalt hat also noch n i e ein Problem gelöst? Es war alson keine Gewalt, welche das dritte Reich zu Fall gebracht hat und den Holocaust beendet hat? Es war also keine Gewalt, die z.B. im israelischen Unabhängigkeitskrieg die Existenz Israels gesichert hat? Das sind nur 2 Beispiele. Ich bin ja auch der Ansicht, dass Gewalt immer die letzte Option zu sein hat, aber zu behaupten Gewalt habe noch nie ein Problem gelöst, ist gelinde gesagt absurd.

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g_bec 11.06.2015, 17:05
169. Och nö.

Zitat von chrisof
Ein Europa von Lissabon bis Wladiwostok muss angestrebt werden.Darin hat jeder seinen Platz. Auch die baltischen Staaten mit 6-7 Mio. Einwohnern (darunter über 2 Mio.Russen) müssen sich dort zurechtfinden.Dann kommen die Russen auch wieder gern und machen an der Ostsee Urlaub.
Danke. Nein danke.
Nicht mit dem derzeit in RUS herrschenden grundsätzlichen Einstellungen zu persönlicher Freiheit und Menschenrechten. Da reicht mir Europa von Lissabon bis kurz vor Brest.
Und es gefällt mir auch ganz gut, dass die russischen Touristen nicht mehr überall zu finden sind. Das waren echt unangenehme Zeitgenossen, noch schlimmer als die Briten;-)

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