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Verhältnis zu Nato und Russland: Wie feige sind die Deutschen?
REUTERS

Eine US-Studie enthüllt: die Deutschen misstrauen der Nato und wollen nicht gegen Russland kämpfen. Ist das ein Zeichen von Feigheit - oder von Vernunft?

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samuel79 11.06.2015, 15:43
40. Auf nach Osten

mit Vernunft und Anstand. Verständnis für die lokalen Situationen haben. Wenn interessiert dort Vorort die Weltpolitik? Niemand! Die USA sind der denkbar schlechteste Partner für die EU bei solchen Konflikten. Wenn "Die Deutschen" mit dem Rest von Europa dort vorstellig werden, gibt es eine Möglichkeit der Verständigung. Dazu benötigt unsere Bundesrepublik leider eine Armee, die Schlagkräftig sein muss. Nicht um Kriege zu führen, sondern unsere freiheitlichen Werte mit Waffen und Kampfgeist zu untermauern. Die "aktuelle Truppe" nach der Wehrpflicht kann dies nicht mehr leisten. Das Material welches zur Verfügung steht, auch nicht.
Erhöht den Wehretat und macht der Gesellschaft klar das Führungspositionen von der unteren ebene ab in Wirtschaft und Staatsapparat, bevorzugt mit Militärische Ausgebildeten besetzt werden. Das könnte der Wandel sein.

Samuel, Dipl. Ing. und Geb. Jäger a.D.

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orick128 11.06.2015, 15:43
41.

Wenn ich die Kommentare hier lese frag ich mich langsam echt wo die Leute ihre Bildung genossen haben. Ich frage mich was sie sagen würden wenn wir angegriffen würden und uns auf die anderen verlassen und die dann nicht kommen würden. Für mich ist es in erster Linie bei der Frage zu helfen gar nicht wichtig wer ist der Feind sondern schon allein die Tatsache das wir in der Nato sind verpflichtet uns dazu zu helfen egal wer angegriffen wird das nennt man Zusammenhalt. und nein ich bin kein Russland hasser aber auch nicht negativ gegenüber den USA, beide Seiten werden irgendwo was wahres erzählen wichtig ist das man sich sein eigenes Bild macht.

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gerdaflachmann 11.06.2015, 15:43
42. da war doch was?

Ach ja "der Russe kommt". Hat man nach zwanzig Jahren wieder diesen Schwachsinn ausgegraben.
Bisher haben übrigens immer die Deutschen Russland überfallen-nicht umgekehrt.

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alaf 11.06.2015, 15:44
43. Nichts Neues von Herrn Chamberlain

Der Spiegel hat 1980 geschrieben:
"... Aber wesentlich gefährlicher ist für Moskau, was derzeit in Polen geschieht ...

Polen mit Ukraine austauschen

"Damals mag es noch Hoffnung gegeben haben, der Sowjetkommunismus mit seiner aus Angst geborenen Menschenfeindlichkeit, seiner ideologisch getarnten Privilegien-Herrschaft und seiner jammervollen Zwangswirtschaft könne den Laden doch irgendwie beisammenhalten, werde seine Bürger an den Freiheits- und Konsumverzicht schon gewöhnen oder sie doch wenigstens resignieren lassen."

Sowjetkommunismus mit Putins Zwangsherrschaft austauschen. Insofern auch nichts Neues in Russland: Zwar geht es den Russen etwas besser als im Kommunismus, aber unverändert dominiert eine korrupte Staatsoligarchie und ein terrortistischer Staat, der individuelle Freiheit nicht zulässt und Oppositionelle ermordet.

Das Wort Appeasement wird von Appeasern am meisten in Frage gestellt. 1939 hieß die Frage in Frankreich "Mourir pour Dantzig?" So denkt man heute in Deutschland: "Lettland, was soll's".

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SanchosPanza 11.06.2015, 15:45
44. Verständnis durch Nähe

Schon merkwürdig, dass im östlichen Teil Deutschlands nach über 45 Jahren sowjetischer militärischer Besatzung und enger politischer sowie wirtschaftlicher Kooperation mit Moskau ein wesentlich positiveres Bild von Russland und Vladimir Putin haben als die Menschen im Westen, die Russland und Russen nur aus den traditionel proamerikanischen und eher russophoben westlichen Medien kennen.

Erstaunlich finde ich, wie kriegsfeindlich und manipulationsresistent meine Landsleute in den letzten Jahrzehnten geworden sind.

Fast möchte man an ein Wunder glauben.

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alias1942 11.06.2015, 15:47
45. die Frage ist zu erweitern

welcher Konflikt in dieser Welt ist es wert sein Leben dafür zu lassen, wo doch alle - aber auch wirklich alle - made in USA sind. Mit anderen Worten. Es geht nicht darum irgendeiner Nation zu helfen, sondern immer nur eine kriminelle Politik zu unterstützen. Letztes Beispiel ist der Ukrainekrieg, der begann mit dem Entsenden von Panzertruppen in die Ostukraine - natürlich angestiftet mit dem gleichen Slogen: wir werden euch unterstützen. Wie schon damals in Georgien. Kriegsbrandstifter wurden die USA in der DDR genannt - zu recht.

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polit-art 11.06.2015, 15:47
46. Feige Mitläufer.

Die Feigheit der Deutschen ist das Mitläufertum wie es im zweiten Weltkrieg geschah.Ich glaube es wäre heutzutage genau so wenn es zum Krieg kommt.Die Propagandamaschiene läuft schon lange und das Volk verändert sich schon.

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kompetenzfabrik 11.06.2015, 15:50
47. Unerheblich

Vielleicht versteht die Mehrheit, dass ein Angriff Russlands auf das Baltikum unwahrscheinlich ist. Warum sollte sich Russland auf einen offenen Konflikt mit der NATO einlassen? In einem solchen - unwahrscheinlichen - Fall würden die 58 % auch wohl kaum gefragt werden. Selbst die übrigen 42 % müssten wohl kaum kämpfen, sondern ein paar 10.000 Soldaten, wenn sie es mit ihrem maroden Gerät überhaupt bis zur Front schaffen. Die Amerikaner können leicht tönen, die sind weit weg. Ein offener Konflikt in der Ukraine ist viel wahrscheinlicher, vor allem wenn die amerikanischen Oligarchen die ukrainische Industrie und Monsanto die Ackerflächen aufgekauft hat. Und die sollen wir dann verteidigen? Lustige Vorstellung.

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MatthiasM 11.06.2015, 15:51
48. Ja, was denn nun?

Zitat von Bin_der_Neue
„Wenn Russland, sagen wir, das Baltikum angreift oder Polen, würde eine Mehrheit von 58 Prozent es ablehnen, dem Angegriffenen militärisch zu Hilfe zu kommen.“ Und: „Vielleicht liegt die deutsche Zurückhaltung aber auch daran, dass eine Mehrheit der Leute die Mär vom bösen Russen nicht mehr hören mag, die Politik und Medien ihnen unablässig einbläuen.“
Sollte Russland tatsächlich die baltischen Staaten oder Polen angreifen (das ist ja Augsteins Szenario), wäre doch mehr als deutlich klargestellt, das es sich eben nicht um eine „Mär“ oder Medienpropaganda handelt (auch wenn es grade hier sicher sofort etliche Putin-Apologeten auftreten würden, die auch eine solche Aggression als Verteidigung umdeuten würden).

Und selbstverständlich würde Deutschland, bliebe es untätig, die attackierten Bündnispartner damit komplett im Stich lassen. Das Thema NATO wäre dann so oder so erledigt. Für uns.
Tut Russland allerdings nichts dergleichen, wird auch nicht die Beistandsklausel aktiviert - so einfach ist das.
Liegt also eigentlich ganz bei Putin, ob das je überhaupt relevant werden wird. ...

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auweia 11.06.2015, 15:51
49. Na toll.

Niemand, der halbwegs alle beisammen hat - und über die Wahl verfügt -, will in Deutschland noch Karriere beim Militär machen.

Und warum ist das so? In erster Linie doch wohl, weil die "harten" und "weichen" Arbeitskonditionen, also Gehälter und Einsätzzeiten sowie technische Ausrüstung - für die der Gesetzgeber verantwortlich ist - so mies sind. Dazu kommt dann die mangelnde Würdigung des Berufes in der Öffentlichkeit.
Und zum Schaden kommt dann der Spott, nicht wahr, Herr Augstein?

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