Forum: Politik
Verhandlungen mit Assad: Immer das gleiche miese Spiel
DPA

Jetzt soll wieder mit ihm geredet werden: Kommen uns Flüchtlinge oder Terror zu nahe, sind Diktatoren wie Syriens Assad plötzlich nicht mehr so schlimm. Wollen wir wirklich so schwach sein?

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tageskolumne 30.09.2015, 18:22
1. Unter Assad gab es lange eine friedliche Hoch-Kultur

Syrien gilt als Land mit besonders hohem Bildungsgrad. Das Assad-Regime hat sehr lange für Stabilität und Wohlstand garantiert. Erst durch die Bürgerkriege, die sehr heterogene Ziele hatten, destabilisierte sich das Land. Ohne diese Destabilisierung hätte auch ein IS dort keine Chance gehabt.
Aber egal. jetzt gilt es, zuerst einmal Frieden zu schaffen. Was nützen unsere akademischen Diskussionen, ob es mit oder ohne Assad besser wäre: die chaotischen Kriegshandlungen dort müssen beendet werden. Umgehend.

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ruediger 30.09.2015, 18:24
2.

Welcher der zahlreichen Versuche des Westens im nahen Osten Demokratie (oder was immer man dafür hielt) einzuführen, hat neben den immer damit verbundenen Tausenden Toten, für die normale Bevölkerung irgendeinen Vorteil gebracht?

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spon-facebook-683564724 30.09.2015, 18:25
3. scheinheilig

Kriegsverbrechen??? Ja, das stimmt wohl mit Assad, doch sollte man auch nicht verschweigen, dass alle anderen Parteien auch solche begehen, oder können Sie mir eine Partei nennen die als Alternative in Frage kommt in Syrien und keine Kriegsverbrechen begeht?
Demzufolge ist das Heuchelei. Dem Frieden willen akzeptiert Assad. Und auch mal nicht vergessen dass Israel und USA diese auch begangen haben und foltern. Danke für mehr Objektivität beim nächsten Versuch.

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EinJemand 30.09.2015, 18:26
4.

Nun ja, es wurde ja auch weiterhin mit Kriegsverbrechern wie George W. Bush geredet -- 100,000 tote Zivilisten im Irak und eine Invasion unter falschem Vorwand. Das Obamas aktuelle Dronen-Einsätze auch Zivilisten töten -- ganz ohne öffentliches Gerichtsurteil -- und die Folterkammer Guantanamo immer noch gesetzeswidrig nicht öffentlich verurteilte Menschen einkerkert, scheint auch keinen von Verhandlungen mit den USA abzuhalten. Aber so ist es halt, Mainstream-Medien wie Spiegel messen immer mit zweierlei Maß...

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fleischwurstfachvorleger 30.09.2015, 18:30
5. noch was

Syrien war stabil, ehe die USA die tolle Idee hatten das Land müsse demokratisch nach westlichem Vorbild werden und anfingen das Land zu destabilisieren.

Die gleichen Methoden die von den USA auch in der Ukraine angewendet worden sind.

Hier gehört nur ein Land an den Pranger und der heißt USA

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marthaimschnee 30.09.2015, 18:32
6.

Wir senden vor allem ein Signal von Dummheit, wir stürzen den einen und bilden uns ein, damit wäre alles getan, damit es besser wird. So langsam sollte man meinen, WIR hätte endlich mal was gelernt aus all den Debakeln, die unter dem Vorwand der Demokratisierung überall auf der Welt verübt wurden. Manchmal ist ein Diktator, der an einer Minderheit herummordet eben das kleinere Übel gegen jemanden, der gleich ganze Völker ausrottet. Mit einem von beiden wird man leben müssen, oder selbst zum Massenmörder werden. Oh, die Wahl zwischen Pest und Cholera paßt euch nicht? Na vielleicht könnt ihr euch jetzt mal langsam in die Haut von jemandem versetzen, der in der Wahlkabine auf den Stimmzettel schaut und dort nur Nieten sieht, die er ziehen kann.

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freespeech1 30.09.2015, 18:35
7. Haben wir in Deutschland keine anderen Probleme?

Ich weiß nicht, was diese geballte Anti-Syrien-Kampagne zu bedeuten hat, was hier propagandistisch vorbereitet wird. Schließlich hat sich dort nicht viel geändert.

Assad ist nach wie vor Präsident in einem Bürgerkrieg. Er ist ein Dikatator, aber in Syrien gibt es keine Demokraten. Die "Rebellen" haben keine Demokratie und keine Verteidigung von Menschenrechten im Sinn. Im Vergleich zu den Diktaturen am Golf ist Assad eher ein aufgeklärter Diktator. Die Golfdiktaturen sind aus europäischer Sicht schlimmer.

In Syrien bombardierten Amerikaner, Franzosen und Briten. Dass jetzt auch Russen dort bombardieren, macht die Sache auch nicht schlimmer. Wo der Westen Demokratie herbeibomben wollte, hat er nur Chaos angerichtet.

Ich denke, wir haben in Deutschland zur Zeit Megaprobleme, für die keine Lösung in Sicht ist. Syrien gehört nicht dazu. Vielleicht sollte sich ein deutsches Nachrichtenmagazin mal mit unseren Problemen mehr beschäftigen.

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Spiegelleserin57 30.09.2015, 18:36
8. was wäre wenn interessiert doch gar nicht....

eigentlich , ja eigentlich, hat kein anderer Staat in dieser Region etwas zu suchen! Alle mischen sich ein und keiner hat eine gangbare Lösung. Kaum jemand kennt die Interna der Länder aber jeder glaubt zu wissen was für diese Länder das Beste ist.
Es ist schon interessant wie alle versuchen über die Herrscher ob sie nun gut oder schlecht zu ihrem Volk
nach unserer Auffassung sind zu richten.
Jetzt wo die Flüchtlingsströme zu groß werden und man sich nicht mehr zu helfen weiß weil man den richtigen Zeitpunkt schlicht verschlafen hat ist fast jedes Mittel und man versucht eine Situation zu schaffen damit man die Menschen wieder dorthin abschieben kann wo sie herkamen. Das dürfte doch das Ziel sein oder etwa nicht?
Der kleine Bürger hat die Situation schon länger erkannt und nichts tat sich...siehe auch der schnelle Aufbau von Unterkünfte , der ist möglich aber wo tut sich etwas...????? man redet und redet und redet und redet....wie immer!!!

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32deins 30.09.2015, 18:37
9.

Was bleibt uns auch anderes übrig, wenn man einen Kanzler ohne Eier in der Hose hat?
Für ihre 35.000 € Brutto im Monat erwarte ich, dass das Kanzler mit den bösen Männern aus Moskau auch mal vernünftig redet.
Bis vor wenigen Jahren waren das unsere Freunde, man hat Schulter an Schulter neue Gas-Pipelines und Automobilwerke gebaut.
Und was ist daraus geworden? Ein Kindergarten!

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