Forum: Politik
Verhandlungen mit Assad: Immer das gleiche miese Spiel
DPA

Jetzt soll wieder mit ihm geredet werden: Kommen uns Flüchtlinge oder Terror zu nahe, sind Diktatoren wie Syriens Assad plötzlich nicht mehr so schlimm. Wollen wir wirklich so schwach sein?

Seite 9 von 20
schuetze3 30.09.2015, 19:46
80. Nils Minkmar

Es stellen sich nur Fragen die gleichzeitig Antworten geben.
Einzig die Frage warum der Spiegel Nils Minkmar seine Meinung schreiben muss, bleibt unbeantwortet.
Hier die Fragen die gleichzeitig Antworten ergeben.
Gibt es einen einzigen islamischen Staat mit einer Demokratie nach europäischem Verständnis?
Geht es den Menschen besser nach dem in Libyen, im Irak und Ägypten die die Diktatoren beseitigt wurden, und der Diktator Assad zum Feinbild erkoren wurde?
Hat der militärische Einsatz in Afganistan etwas mit Bestand wirksam verändert?
Welche Alternative gibt es zu Putin in Russland?
Hat Obama ein Problem mit Putin oder Putin ein Problem mit Obama?

Beitrag melden
vau2 30.09.2015, 19:47
81.

Was das Spiel angeht, da hat der Autor recht.
Aber die Zukunft der arabischen Welt wird nie eine friedliche sein können. Die Bevölkerung wächst zu schnell, die Ressourcen an Wasser und Acker sind sehr begrenzt. Die Verteilungskämpfe werden härter, dass heißt die Clans und Stämme konkurieren miteinander selbst in Nationalstaaten.
Dann haben wir Bürgerkrieg, der im übrigen mehr oder weniger, fast in der gesamten arabischen Welt bereits seit langem im Gange ist. Diesen Clan-und Stammesstrukturen stehen unsere Politiker hilflos gegenüber, auch in unserem Land.

Beitrag melden
1besserwisser1 30.09.2015, 19:48
82.

Nach Völkerrecht begehen die Vereinigten Staaten, Frankreich, UK,Türkei,Israel und ihre Komplizen Kriegsverbrechen, da sie ohne Autorisation in ein unabhängiges Land eingegriffen haben ohne eine Erlaubnis Syriens. Der Vorwand des Schutzes der Menschenrechte greift nicht, da die Bombardierung wissentlich zivile Opfer in Kauf nimmt. So müsste die genannten Staaten NOCH vor Assad vor den Hof in Den Haag. Aber in dieser Welt passiert das eh nicht.

Beitrag melden
kuac 30.09.2015, 19:53
83. Der IS wird bleiben..

Zitat von enzio
Die zentrale Frage ist der Kampf gegen den IS........
Angeblich sind alle gegen den IS. Die USA, FR, GB oder die Türkei bombardieren den IS. Erstaunlicherweise hat das alles gar keine Wirkung und der IS wird zunehmend großer. Ist das alles in der Realität nur Schaukämpfe des Westens? Saudis bombardieren in Jemen, aber gegen den IS in Syrien tun sie nichts. Wieso ist die Arabische Liga nicht in der Lage eine Armee gegen den IS aufzustellen? Wahrscheinlich wollen die Sunniten gegen den IS Sunniten gar nicht kämpfen. Was bleibt denn noch übrig? Russland, Assad und Iran. Ich fürchte aber, dass der Westen es nicht dulden wird, wenn diese Länder im Nahen Osten Oberhand gewinnen. Also, der IS wird bleiben.

Beitrag melden
jowitt 30.09.2015, 19:55
84. @habu

Zitat von habu
Wenn wir eins aus dem "arabischen Frühling" gelernt haben, dann dass eine weltliche Diktatur die beste Staatsform für eben diese Staaten ist. Die Beste für sie und auch für uns. ...
So ein Unsinn. Vielleicht sollten Sie mal besser die Menschen dort fragen, statt über deren Köpfe hinweg zu behaupten, das Beste für sie wäre, in einer Diktatur zu leben. Ist ja haarstreubend.

Entscheident ist, das die radikalen Kräfte im Zaum gehalten werden. das geht auch mit einer starken Demokratie. Dazu braucht es keine Diktatur.

Beitrag melden
säkularist 30.09.2015, 19:56
85.

Zitat von vulcan
Was für ein Schwachsinn - wollen Sie im Ernst behaupten, niemand dürfe sich gegen Folter und Mord im eigenen Land durch den eigenen Staat wehren? Nur, weil die Regierung 'gewählt' ist?
Leuten, die mit Allahu Akbar Rufen anderen Minderheiten die Köpfe abschneiden (also 90% der "Rebellen") nehme ich nicht ab, dass sie für Demokratie und Menschenrechte kämpfen. Sie vielleicht?

Und Menschen, die Saudi-Arabien als guten Partner bezeichnen und deren Bomben-Krieg gegen den Jemen sowie die Aufrüstung von Terror-Gruppen unterstützen nehme ich nicht ab, dass es ihnen irgendwo auf der Welt um Menschenrechte geht. (Hollande, Obama, Merkel)

Beitrag melden
pikeaway 30.09.2015, 19:56
86. Wer vertritt die Menschenrechte?

Zitat von brehn
"Kommen uns Flüchtlinge oder Terror zu nahe, sind Diktatoren wie Syriens Assad plötzlich nicht mehr so schlimm." Stimmt und genau das ist es (unter anderem) auch, was lautstarke Forderungen unserer Politiker nach Menschenrechten und Demokratie in anderen Ländern als die reinste Heuchelei entlarvt.
Heuchelei? Vor kurzem hat es einen Wechsel in der Präsidentschaft der UN- Menschenrechtskommission gegeben.

Saudi Arabien übernimmt den Vorsitz.

Unser demokratisches Vorbild begrüßt den Wechsel.

"The United States State Department welcomed the presidency of Saudi Arabia in the United Nations Human Right Council. In response to a reporter’s question in this regard, US State Department spokesman Mark Toner said Washington truly welcomes this matter as the United States is a close ally of Saudi Arabia".

http://www.mojahedin.org/newsen/38070/US-welcomes-Saudi-Arabia’s-appointment-as-UN-Human-Rights-Council-president

Saudi Arabien vertritt jetzt die Menschenrechte in der UN.
Welch ein Fortschritt

Beitrag melden
deb2011 30.09.2015, 19:57
87.

Ja, bitte.

Wenn uns Assad die Flüchtlinge vom Hals hält, so wie es Gaddafi gemacht hat, dann muss man sogar mit ihm verhandeln. Die Situation in Deutschland wird jetzt von Tag zu Tag angespannter, und es bedarf nur eines Funkens, bis das hier alles in die Luft fliegt. Diese Massen sind nicht integrierbar - und die meisten wollen auch gar nicht integriert werden. Von daher: Unbedingt mit Assad reden.

Beitrag melden
säkularist 30.09.2015, 20:02
88.

Zitat von Singulus2
Daß Assad ein Kriegsverbrecher ist,weiß die ganze Welt. Diese Erkenntnis hilft aber auch nicht weiter. Offensichtlich hat er aber die Mehrheit der Alawiten hinter sich.Also sollte man Syrien teilen und den Alawiten überlassen,ob sie Assad weiter unterstützen wollen oder nicht.Der Rest Syriens muß vom IS befreit werden und ich hoffe,daß die Russen da etwas beitragen können.Der Westen und hier insbesondere die USA haben jedenfalls mal wieder grandios versagt.Afghanistan,Irak,Lybien und jetzt Syrien.Die Liste der westlichen Pleiten wird lang und länger. Diktatoren werden beseitigt und durch gescheiterte Staaten oder noch schlimmere Diktatoren ersetzt.
Also ich weiss nicht dass Assad ein Kriegsverbrecher ist.

Und sind Sie ganz sicher, dass "der Rest" von Syrien vom IS befreit werden will? Soweit ich das mitbekommen habe, genießen der IS und die anderen Djihadisten erheblichen Rückhalt in der sunnitischen Bevölkerung Syriens und des Irak, so wie die Taliban fest in der afghanischen Bevölkerung verankert sind. Und was nun?

Beitrag melden
syn4ptic 30.09.2015, 20:02
89.

Zitat von vulcan
Sie wissen u. a. nicht, ob es bei den 'üblichen Drohungen gegen Israel' bleibt, nicht wahr? Wäre nicht das erste Mal, dass Syrien das auch tatsächlich versucht - das letzte Mal 1973, wo sie aber glücklicherweise kläglich gescheitert sind. Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht gewesen, wenn die Israelis damals gleich bis Damaskus weiter vorgerückt wären und der Assad-Hierarchie damals schon ein Ende gemacht hätten...
Ja, weil Israel die Lämmchen dort unten sind. Die wurden bereits offiziell von den UN der Kriegsverbrechen bezichtigt. Darüber hat man aber hinterher wieder einmal nichts mehr gehört.

Beitrag melden
Seite 9 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!